Tod einer Kadettin: Fernsehfilm über die tragische Nacht auf einem Segelschulschiff mit Maria Dragus unter der Regie von Raymond Ley  

Hamburg (ots) – Tod auf hoher See: In einer Septembernacht geht auf einem Segelschulschiff der Marine eine junge Kadettin über Bord. Wie konnte es dazu kommen? Das erzählt der Fernsehfilm „Kalte Wasser“ (Arbeitstitel), den Grimme-Preisträger Raymond Ley vom 23. August bis zum 15. September inszenierte. Gemeinsam mit Hannah Ley schrieb er auch das Drehbuch. Der Film ist angelehnt an wahre Ereignisse und inspiriert von dem Sachbuch „Unser Kind ist tot“ der Autorin und Journalistin Dona Kujacinski. Hauptdarstellerin ist die bereits mehrfach ausgezeichnete Maria Dragus – sie bekam u. a. den Deutschen Filmpreis für „Das weiße Band“ und war 2014 „Shooting Star des europäischen Films“. An ihrer Seite spielen u. a. Lisa Hrdina, Harald Schrott und Miroslaw Baka. Produzenten im Auftrag des NDR und der ARD Degeto sind Nico Hofmann und Marc Lepetit (UFA Fiction GmbH). Gedreht wurde in Gdynia und Umgebung (Danziger Bucht, Polen), als Kulisse diente das Schiff Dar Mlodziezy.

Zum Inhalt: Die junge Lilly Borchert (Maria Dragus) will nach dem Abitur Medizin studieren und die Welt sehen. Sie wird bei der Marine zugelassen und kämpft sich durch die ersten Wochen der Grundausbildung. Trotz einiger Bedenken bezüglich Lillys Tauglichkeit lässt man sie als Kadettin an Bord eines großen Segelschulschiffes. Die Stammbesatzung unter Kapitän Krug (Harald Schrott) und die jungen Kadetten, die eine Offizierslaufbahn anstreben, bilden eine enge Gemeinschaft. Das Männlichkeitsgehabe, der Schlafmangel, der Drill – all dies ist Lilly fremd. Klara (Lisa Hrdina), ebenfalls Sanitätsoffizier-Anwärterin, wird unter den Kadetten zu Lillys Gegenspielerin. Lilly wehrt sich gegen die Angriffe von allen Seiten, beißt sich durch, schreibt sich den Frust von der Seele und zählt die Tage bis zu ihrem Geburtstag, an dem sie ihre Eltern besuchen darf. Doch sie leidet an starken Unterleibsschmerzen und Schlafproblemen. Die Beurteilungsbeiträge der Ausbilder über Lilly werden nicht besser: „Eine Eignung zum Offizier ist nicht erkennbar“ – „Sie schläft immer wieder ein“ – „Kein Teamgeist – keine Führungspersönlichkeit“.

In einer Nacht – gut 24 Stunden vor ihrem 19. Geburtstag – übernimmt Lilly den Dienst einer Kameradin am Posten Ausguck. Plötzlich meinen einige Kadetten, einen Schrei gehört zu haben. Es ist 23.43 Uhr, die Nacht tiefschwarz und das Wasser 15 Grad kalt. Die Mannschaft schreit ihre Befehle gegen den Wind: Mann über Bord! Lilly ist nicht mehr auf ihrer Position. Erste Rettungsmaßnahmen verlaufen erfolglos und die Suche bleibt ergebnislos. Fragen kommen auf: Wie konnte Lilly verunglücken? Der auf dem Schiff anwesende Journalist Hartmut Kerber (Miroslaw Baka) beginnt, Nachforschungen anzustellen. Wird er herausfinden, was in der Nacht passiert ist?

Neben Maria Dragus, Lisa Hrdina, Harald Schrott und Miroslaw Baka stehen Robert Gonera (Harald Borchert), Alexander Grünberg (Ausbilder Franzen), Peter Cieslinksi (Achim Wiedemann), Lola Klamroth (Anja Kroll), Thea Rasche (Nadja), Rana Farahani (Camille Laurent), Max Schimmelpfennig (Stefan Müller), David Hürten (Olaf), Malik Blumenthal (Micha Haverkamp) und andere vor der Kamera von Dominik Berg.

„Kalte Wasser“ (AT) ist eine UFA FICTION-Produktion im Auftrag des NDR und der ARD Degeto für Das Erste und wird gefördert mit Mitteln der nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH. Die Redaktion liegt bei Marc Brasse (NDR) und Christine Strobl (ARD Degeto).

Ergänzend zum Fernsehfilm dreht Raymond Ley eine 30-minütige Dokumentation über den Fall Jenny Böken. Sie ging mit 18 Jahren in der Nacht vom 3. auf den 4. September 2008 aus ungeklärter Ursache über Bord der Gorch Fock. Das Erste wird den Film und die Doku voraussichtlich im ersten Halbjahr 2017 zeigen.

Erfolgreiche ARD-Degeto-Nachwuchsförderung: Dreharbeiten nach dem  Treatment der ersten „Impuls“-Preisträger Nadine Gottmann und Sebastian Hilger abgeschlossen.

Gedreht wurde in Berlin, Brandenburg, Paderborn und Umgebung sowie auf der Hallig Langeness.  Regie bei diesem ARD-Degeto-Roadmovie führte Sebastian Hilger, der mit Nadine Gottmann auch das Drehbuch schrieb. Die beiden Autoren erhielten 2014 für ihr Treatment den ARD-Degeto-Stoffentwicklungs-Preis „Impuls.“ Gemeinsam werfen sie einen humorvollen Blick auf die besondere Beziehung dreier ungleicher Schwestern und deren Familienleben. In den Hauptrollen spielen Gro Swantje Kohlhof, die in diesem Jahr als beste Nachwuchsdarstellerin mit dem „Günter-Strack-Fernsehpreis“ ausgezeichnet wurde, sowie Claudia Eisinger und Karin Hanczewski.

„Die Degeto soll Heimat für die besten Kreativen sein – für die von heute, aber auch für die von morgen. Nachwuchsförderung ist uns daher ein besonderes Anliegen. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns sehr, dass die beiden jungen Gewinner unseres ‚Impuls‘-Preises Nadine Gottmann und Sebastian Hilger nicht nur gemeinsam mit uns das Treatment erfolgreich weiterentwickelt haben, sondern dass in diesem besonderen Fall Sebastian Hilger auch seinen zweiten Langfilm inszenieren wird. Für uns ist dies gelebte Talentförderung – und die Zuschauer dürfen sich auf einen besonderen Fernsehfilm freuen, der einen Vorgeschmack auf das kreative Potenzial des jungen deutschen Fernsehens gibt“, so Sascha Schwingel, Redaktionsleiter der ARD Degeto.

Zum Inhalt: Die 22-jährige Philomena (Gro Swantje Kohlhof) fühlt sich seit jeher als schwarzes Schaf der Familie. Und während sie in Sachen Zukunft noch reichlich planlos ist, wissen ihre älteren Schwestern scheinbar genau, wo es langgeht: Kristin (Claudia Eisinger) möchte unbedingt Karriere machen, Laura (Karin Hanczewski) gerne eine Familie gründen. Kurz vor der Silberhochzeit der Eltern Marion (Steffi Kühnert) und Joos (Steffen Münster) findet Philomena durch Zufall heraus, dass sie einen anderen Vater hat als ihre Schwestern – zusätzlicher Sprengstoff für die Schwesterndynamik auf der gemeinsamen Fahrt zu der Feier an der Nordsee! Dort, auf dem Ponyhof von Mama und Papa, ist indes schon keinem mehr so richtig nach Party zumute.

In weiteren Rollen sind Sebastian Fräsdorf, Morgane Ferru, Andreas Schmidt und v.a. zu sehen.

„Familie ist kein Wunschkonzert“ (AT) ist eine Produktion der REAL FILM Berlin im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste. Produzentin ist Heike Streich. Die Redaktion liegt bei Stefan Kruppa (ARD Degeto).

Der „Impuls“-Preis der ARD Degeto wird seit 2014 jährlich für die Studierenden an einer deutschen Filmhochschule ausgelobt und beinhaltet den Entwicklungsauftrag eines Treatments für den Sendeplatz am Freitag um 20.15 Uhr im Ersten. Den Auftakt bildete die Preisverleihung an der Filmakademie Baden-Württemberg. In 2015 folgte dann eine Auszeichnung an der HFF München und im Herbst dieses Jahres wird eine Studentin/ein Student der HMS Hamburg geehrt.

 

v.l.n.r.: Lichtblick Media-Produzent Martin Heisler, Golo Euler, SWR-Redakteurin Claudia Gerlach-Benz, Regisseur Stefan Hering,
Susanne Bormann, Stephan Szász, Romanautor Tom Liehr © SWR/Lichtblick Media/Marcus Kanter

SWR/ARD Degeto-Komödie mit Golo Euler, Stephan Szász, Gabriel Merz und Susanne Bormann

Drei Männer, drei Krisen und ein Hausboot: In der Komödie „Leichtmatrosen“ nach dem gleichnamigen Roman von Tom Liehr sind drei Stuttgarter auf Brandenburgs Wasserstraßen unterwegs. Stefan Hering inszenierte den schwungvollen Fernsehfilm, das Drehbuch dazu schrieb Silja Clemens. Produziert wird der Film von Lichtblick Media im Auftrag von ARD Degeto und SWR für Das Erste. Golo Euler, Stephan Szász und Gabriel Merz spielen die drei Hausbootfahrer, in weiteren Rollen standen Susanne Bormann, Michael Gaedt, Xenia Georgia Assenza und Marie Gruber vor der Kamera von Marcus Kanter.

Zum Inhalt: In Schnapslaune buchen die drei Stuttgarter Finke, Henner und Simon eine gemeinsame Reise: Eine Woche mit dem Hausboot auf der Müritz. Das Problem: Sie kennen sich kaum. Und einen Bootsführerschein hat auch keiner von ihnen. Dafür haben aber alle einen Haufen Sorgen: Finkes Freundin Cora ist schwanger. Aber Vater werden, dazu fühlt Finke sich mit Mitte 30 noch längst nicht bereit. Henner ist Pastor, aber glaubt schon lange nicht mehr an Gott. Und Simon, chaotischer Handwerker, hat einen Berg Schulden und einen Auftraggeber, der Rache schwört. So steuern sie mitten rein in eine Woche voller Abenteuer und Katastrophen. Eine Woche, die ihr Leben für immer verändern wird.

Produzent von „Leichtmatrosen“ ist Martin Heisler, Producerin Gabriele Simon. Die Redaktion liegt bei Claudia Gerlach-Benz, SWR, und Stefan Kruppa, ARD Degeto. Gedreht wurde in Brandenburg, Berlin und Stuttgart.

 

 

v. l. n. r.: Teresa Harder , David Rott und Anne Schäfer – Foto: Erika Hauri

… mit David Rott und Anne Schäfer in den Hauptrollen

„Wenn ein Wunder geschieht“ (AT) ist eine actionreiche, vielschichtige Komödie über einen Basejumper und Arzt, der den Nervenkitzel liebt, sich aber vor Gefühlen fürchtet – bis eine Grenzerfahrung zum Schlüsselerlebnis wird. David Rott und Anne Schäfer spielen die Hauptrollen in dieser rasanten Liebeskomödie. In weiteren Rollen: Teresa Harder, Michael Baral, Robert Giggenbach, Peter Rappenglück u.v.a. Die Dreharbeiten fanden vom 9. August  bis zum 8. September im bayerischen Voralpenland statt.

Zum Inhalt: Der Arzt Fabian (David Rott) glaubt grundsätzlich an gar nichts. Weder an die Liebe noch daran, dass es mehr geben könnte als das, was eindeutig beweisbar ist. Das Einzige, was zählt, ist die Suche nach dem Thrill, die ihn zum erfolgreichen Basejumper gemacht hat. Im rasanten Fall vom Gipfel kann er das satte Gefühl von Freiheit auskosten und den Kopf freibekommen von allem, was ihn belastet. Die väterliche Landarztpraxis, in der seine Mutter (Teresa Harder) als Sprechstundenhilfe arbeitet, übernahm er mehr aus Schuldgefühl als aus ehrlichem Engagement, weil er sich für den Tod seines Vaters verantwortlich fühlte. Lieber kümmert sich Fabian mit seinem Kumpel und Manager Sven (Michael Baral) um den Wettkampf im Wingsuit-Springen. Erst ein Nahtod-Erlebnis nach einem Unfall vermag seinen Schutzpanzer zu durchbrechen. Obwohl er bewusstlos ist, sieht er, wie die Ärztin Janne (Anne Schäfer) ihn reanimiert. Seither fühlt er sich rätselhaft zu ihr hingezogen, obwohl sie sein ganzes Weltbild auf den Kopf stellt. Janne ist Verfechterin der Alternativmedizin, glaubt an Dinge, die nicht beweisbar sind und bietet ihm bei jeder Gelegenheit Paroli. Aber weder die schmerzhafte Schulterverletzung noch die aufkeimenden Gefühle für Janne können Fabian davon abhalten, weiter zu trainieren. Menschliche Nähe, sich öffnen, Liebe – das ist für Fabian der wahre Sprung ins Ungewisse…

„Wenn ein Wunder geschieht“ (AT) ist eine Produktion der Bavaria Fernsehproduktion (Produzentinnen Stephanie Krenzler und Bea Schmidt) im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste. Regie führte Peter Stauch, das Drehbuch stammt von Marcus Hertneck. Die Redaktion verantwortet Barbara Süßmann (ARD Degeto).

Tilman Döbler (links) und Valentin Wessely –  Foto: BR/Dusan Martincek

 

Vom 12. Juli bis 19. August standen in Tschchien u.a. Katharina Marie Schubert, Christian Friedel, Deborah Kaufmann, Tilman Döbler, Valentin Wessely und Hermann Beyer für die Dreharbeiten vor der Kamera. Die historische Tragikomödie erzählt die bewegende Geschichte einer Jungs-Freundschaft in der DDR der 70er Jahre. Die beiden jungen Hauptdarsteller sind Tilman Döbler und Valentin Wessely.  Die Ausstrahlung im Rahmen des FilmMittwoch im Ersten ist für 2017 geplant.

Regie führte Dirk Kummer, der zusammen mit Bert Koß auch das Drehbuch schrieb. Produziert wird „Zuckersand“ von Claussen + Putz Filmproduktion im Auftrag von BR, ARD Degeto und MDR für Das Erste. Die Redaktion liegt bei Claudia Simionescu (BR), Christine Strobl (ARD Degeto) und Stephanie Dörner (MDR).

Zum Inhalt:  Ostdeutschland, 1979: Die beiden zehnjährigen Freunde Fred (Tilman Döbler) und Jonas (Valentin Wessely) teilen alles miteinander. Sie verleben eine fröhliche und behütete Kindheit in der DDR, nahe der deutsch-deutschen Grenze. Als bekannt wird, dass Jonas‘ Mutter (Deborah Kaufmann) einen Ausreiseantrag in den Westen gestellt hat, werden sie aus ihrem unbeschwerten Alltag gerissen: Die Freunde begreifen, dass sie bald für immer getrennt sein werden. In ihnen reift daher der Plan, sich irgendwann in Australien wieder zu treffen – verbunden durch einen Tunnel, den sie bereits in den märkischen „Zuckersand“ zu graben versuchen. Er soll einmal quer durch den Erdball bis nach Australien führen – so der Plan. Als Fred eines Morgens realisiert, dass sein bester Freund über Nacht ausgereist ist, fühlt er sich verraten. Er weiß jedoch nicht, dass Jonas seinerseits alles darangesetzt hat, die Freundschaft zu bewahren, und seiner Mutter beim Grenzübertritt davongelaufen ist…

Informationen zum Film

Regie: Dirk Kummer
Drehbuch: Dirk Kummer, Bert Koß
Darsteller: Katharina Marie Schubert, Christian Friedel, Deborah Kaufmann, Tilman Döbler, Valentin Wessely, Hermann Beyer u.a.
Redaktion: Claudia Simionescu (BR), Christine Strobl (ARD Degeto), Stephanie Dörner (MDR)
Produktion: Claussen + Putz Filmproduktion (Produzenten: Jakob Claussen, Uli Putz) im Auftrag von BR, ARD Degeto und MDR für Das Erste.
Drehzeit: 12. Juli – 19. August 2016
Drehort: Prag

V.l.n.r.: Armin Franzen (Kamera), Matthias Adler (Producer), Regina Ziegler (Produzentin), Kilian Riedhof (Regisseur), Carolin Haasis (Redakteurin ARD Degeto) – Foto: Martin Menke

„Gladbeck“: ARD Degeto und Ziegler Film rekonstruieren in einem aufwendig inszenierten Zweiteiler die tragischen Ereignisse des Sommers ‘88

Gladbeck, 16. August 1988: Aus einem fehlgeschlagenen Banküberfall entwickelt sich eine dreitägige Geiselnahme. Während die Täter dabei zu Medienstars avancieren, verliert der deutsche Journalismus seine Unschuld – und drei Menschen am Ende ihr Leben. Der Zweiteiler „Gladbeck“ schildert ein Verbrechen, das sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt hat, und geht der Frage nach, welche Mechanismen wirken müssen, damit Menschen das Empfinden für moralische Integrität, Recht und Gesetz verlieren.

Nach dem Drehbuch von Holger Karsten Schmidt („Mord in Eberswalde“) und unter der Regie von Kilian Riedhof („Der Fall Barschel“), der auch am Drehbuch mitgearbeitet hat, standen ab 18. Juli 2016 die Schauspieler Zsa Zsa Inci Bürkle, Sascha A. Gersak, Arnd Klawitter, Ulrich Noethen, Alexander Scheer, Martin Wuttke u.v.m. vor der Kamera von Armin Franzen. Die Dreharbeiten dauerten bis Ende November.

Zum Inhalt: Deutschland, Sommer 1988. 54 Stunden lang halten zwei Bankräuber mit den Geiseln die Republik in Atem. Ein Wettlauf der Medien beginnt: Heerscharen von Journalisten begleiten die Geiselnehmer auf ihrer Flucht, Fernsehen und Radio sind rund um die Uhr live dabei – erstmals dokumentieren sie ein Verbrechen in Echtzeit und verlieren dabei völlig die Distanz zu den Leidtragenden. Die Bilder, die dabei entstehen, brennen sich dem Betrachter ein; noch nie war er so nah, so „echt“ dabei. Die Tür zu einer neuen Art der Berichterstattung wird aufgestoßen. Unter permanenter öffentlicher Beobachtung trifft die Polizei in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bremen, die auf dieses spektakuläre Verbrechen nicht vorbereitet ist, eine Reihe von schwerwiegenden Fehlentscheidungen. Der Film „Gladbeck“ wird die Ereignisse des Sommers 1988 aus verschiedenen Blickwinkeln erzählen und eine Verkettung von Umständen zeigen, die drei Menschen mit dem Leben bezahlen mussten.

Der Zweiteiler „Gladbeck“ wird gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, der Filmförderung der MFG Baden-Württemberg und der Nordmedia. Beta Film übernimmt den Weltvertrieb, Polyband Medien den Home-Entertainment-Vertrieb.

„Gladbeck“ ist eine Produktion von Ziegler Film in Koproduktion mit ARD Degeto und Radio Bremen für Das Erste. Produzentin ist Regina Ziegler, Producer Matthias Adler. Die Redaktion bei der ARD Degeto haben Carolin Haasis und Sascha Schwingel. Für Radio Bremen zeichnet Annette Strelow verantwortlich. Gedreht wurde u.a. in Köln, Gladbeck, Bremen, Duisburg und Düsseldorf. Ein Ausstrahlungsdatum ist noch nicht bekannt.

 

v.l.n.r. Marc Hosemann, Florian Lukas, Lars Kraume, Anna Fischer, Jens Harant (Kamera) – Foto: Julia Terjung

Am 5. Juli fiel in Berlin-Schöneberg die erste Klappe für die Krimikomödie „Der König von Berlin“, nach dem gleichnamigen Roman von Horst Evers. Regie führt Lars Kraume, Gewinner des Deutschen Filmpreises 2016, der auch das Drehbuch schrieb. Gedreht wurde bis zum 2. August 2016 in Berlin. Produzent ist die OLGA Film GmbH.

Zum Inhalt: Voller Vorfreude lässt sich der junge und ehrgeizige Kommissar Carsten Lanner (Florian Lukas) für eine Fortbildung aus dem niedersächsischen Cloppenburg nach Berlin versetzen. Allerdings hat er nicht mit der ausgesprochenen Chuzpe der Berliner und vor allem der schroffen Art seiner Kollegen gerechnet, die ihn keinesfalls mit offenen Armen empfangen. Und so schlittert er mehr zufällig als gewollt kurz nach seiner Ankunft in Berlin in seinen ersten Fall. Erwin Machalik (Carl Heinz Choynski), Inhaber einer renommierten Firma für Schädlingsbekämpfung, wird tot aufgefunden.

Während Kriminalhauptkommissar Kolbe (Max Hopp) sofort von Selbstmord ausgeht, wittert Lanner Mord. Fortan legt Kolbe Lanner nur Steine in den Weg und lässt ihn auflaufen. Seine junge Kollegin Carola Rimschow (Anna Fischer) himmelt Lanner an und steht ihm hilfreich zur Seite. Doch beiden bleibt nicht viel Zeit, den Mord aufzuklären. Unter der Stadt braut sich schon ein Unheil zusammen, das Machalik vor seinem Ableben in einem „Vermächtnis“ angekündigt hat: Eine ungeheure Rattenplage bedroht Berlin.

Bürgermeister Koppelberg (Uwe Preuss) ist verzweifelt. Machaliks bräsige Söhne Max (Rüdiger Klink) und Helmuth (Daniel Zillmann) kommen als Problemlöser nicht in Frage. Da bringt Machaliks clevere Chefsekretärin Claire Matthes (Monika Hansen) ihren Sohn Toni Matthes (Marc Hosemann), einen Kammerjäger erster Güte, ins Spiel.

Lanner und Carola kommen bei ihren Ermittlungen schon bald der mysteriösen Verbindung MAMMA auf die Spur, die die Stadt mit ihren geheimen Machenschaften in Politik und Wirtschaft seit Jahren im Griff hat. Und dabei spielen die Ratten eine nicht unwesentliche Rolle …

In weiteren Rollen: Carmen-Maja Antoni, Rolf Zacher, Hendrik Arnst, Uke Bosse und in einer Gastrolle Horst Evers.

Der Film „Der König von Berlin“ ist eine Produktion von OLGA FILM GmbH im Auftrag von ARD Degeto und Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) für Das Erste. Der Film wird voraussichtlich im Frühjahr 2017 um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

 

Der Publikumspreis des Festivals des deutschen Films in Ludwigshafen ging in diesem Jahr zu gleichen Teilen an die Filme „Der Äthiopier“ von Tim Trageser (ARD Degeto | WDR) [mehr] und „Jonathan“ von  Piotr J. Lewandowski (SWR | WDR | Arte | hr) [mehr].

In „Der Äthioper“ spielt Jürgen Vogel einen kriminellen Sonderling, der im fernen Afrika die Akzeptanz und Anerkennung findet, die ihn zu einem friedvollen Leben in der Gemeinschaft verhelfen – bis ihn die Vergangenheit einholt. Ein laut Jury „absolut anrührendes Drama der Menschlichkeit“. Die Vorlage zu diesem Film lieferte Ferdinand von Schirach.

Das Erste zeigt „Der Äthiopier“ voraussichtlich im Dezember 2016

Die Preisträger im Überblick

 

 

 

 

 

V.l.n.r..: Niki Stein, Hans-Jochen Wagner,  Sabine Tettenborn, Robert Schupp und Michael Schmidl – Foto: SWR/Polyphon

Die Dreharbeiten zum SWR/ARD Degeto-Film „Big Manni“ sind beendet

Der Aufstieg und Fall der Firma Flowtex war einer der größten Wirtschaftsskandale der Nachkriegsgeschichte. Als das Unternehmen Mitte der 1990er Jahre als Luftnummer entlarvt wurde, waren fast vier Milliarden D-Mark Schaden entstanden und ein ganzes Land fragte sich, wie es dem Firmengründer möglich war, jahrelang Anleger und Politik zu täuschen. In Anlehnung an den Flowtex-Skandal entsteht im Auftrag von SWR und ARD Degeto zurzeit der Fernsehfilm „Big Manni“, den Polyphon Pictures produziert. Hans-Jochen Wagner spielt darin den charismatischen Unternehmer Manfred Brenner, der ein nicht existentes Firmenkonsortium behauptet und damit Anleger wie Politiker täuscht. In weiteren Rollen werden Nina Gnädig, Felix Eitner, Ben Braun, Jürgen Hartmann, Robert Schupp zu sehen sein. Das Drehbuch zu „Big Mann“ schrieben Johannes Betz und Jürgen Rennecke, es inszenierte Niki Stein. Die Hochstaplerkomödie wurde bis Ende Juli in Karlsruhe und Umgebung gedreht.

Zum Inhalt: Ettlingen, Mitte der 80er Jahre. Mit 35 will Manfred Brenner, Sohn eines badischen Unternehmers, unbedingt aus dem Schatten seines erfolgreichen Vaters treten. Er ist sicher, dass er mit seiner neu gegründeten Firma Flowtex den großen Durchbruch vom Schrotthändler zum Unternehmer schafft. Mit neu entwickelten Horizontalbohrern soll der Tiefbau revolutioniert werden, das Aufbaggern von Gelände, um Kabel und Rohre zu verlegen, überflüssig werden. Doch der Erfolg bleibt aus, wirklich ausgereift sind die Bohrsysteme ohnehin noch nicht. Manfred Brenner ist in der Bredouille, aber nicht gewillt aufzugeben. Er spielt auf Zeit – und es klappt. Was eigentlich gar nicht da ist, Bohrsysteme und Aufträge, wird behauptet. Mit Krediten finanziert er weitere Kredite, beginnt mit Leasingverträgen und falschen Gerätenummern zu jonglieren. Er setzt Charme und Überzeugungskraft ein, und scheinbar bemerkt niemand, dass Manfred Brenner mit wenigen Helfern und vielen gefälschten Unterlagen ein betrügerisches Firmenkonsortium aufbaut. Inzwischen führt er ein Leben auf großem Fuß, legt seiner Frau Irene genießerisch jeden Luxus zu Füßen. Beziehungen zu regionalen Politiker werden aufgebaut, Banken, Leasinggesellschaften und Wirtschaftsprüfer hofieren ihn. Gelegentliches Misstrauen von Finanzbeamten und Wirtschaftskriminalisten wird von Brenners hochrangingen Gönnern ausgebremst. Einzig Kommissar Bärlach, ein früherer Klassenkamerad, lässt nicht locker und sucht nach Beweisen für Manfred Brenners Machenschaften.

Das Team: „Big Manni“ ist eine Produktion der Polyphon Pictures im Auftrag von SWR und ARD Degeto. Sabine Tettenborn produziert, Producer ist Uwe Franke. Hinter der Kamera steht Michael Schreitel. Die Redaktion liegt bei Michael Schmidl  (SWR) und Christine Strobl, (ARD Degeto). Wann ausgestrahlt wird, ist noch nicht bekannt.

Vom 04. Juli bis 5. August 2016 fanden in Landsberg am Lech sowie München und Umgebung die Dreharbeiten zu der bayerisch-italienischen Komödie MARIA MAFIOSI – JEDER SEHNT SICH NACH FAMILIE statt. Regie führte die Schauspielerin Jule Ronstedt von der auch das Drehbuch stammt  Die Hauptrollen in Jule Ronstedts Langfilmdebüt spielen Lisa Maria Potthoff, Serkan Kaya, Tommaso Ragno sowie Alexander Held. In weiteren Rollen sind zu sehen: Antonella Attili, Carol Schuler, David Zimmerschied, Sabrina Khalil, Sigi Zimmerschied, Johannes Silberschneider, Michele Cuciuffo, Barbara de Koy und Monika Gruber.

Zum Inhalt: Maria Moosandl (Lisa Maria Potthoff) 32, Polizistin in Landsberg, ist hochschwanger und schwer verliebt in Rocco Pacelli (Serkan Kaya). Bis jetzt haben sie und ihr Geliebter das Geheimnis ihrer Beziehung gut gehütet, doch nun wird es höchste Zeit, die Verbindung ihren Familien offenzulegen. Das ist nicht ganz einfach, denn eine italienische Familie mit einer bayerischen Polizistenfamilie zu verbinden, führt zu Komplikationen: Silvio Pacelli (Tommaso Rango), Vater von Rocco und Wirt der ortsansässigen Pizzeria „Il Paradiso“, ist tief in mafiöse Machenschaften verstrickt und hat mit seinem Sohn bereits Pläne: Rocco soll Donatella aus Neapel heiraten, die schöne Tochter eines mächtigen italienischen Mafiabosses, um den Einfluss des Pacelli-Clans weiter zu stärken.

Maria will ihre Nebenbuhlerin loswerden, hat aber auch noch andere Sorgen: Sie und ihre Kollegen fischen eine Leiche aus einer Jauchegrube. Maria weiß noch nicht, dass es sich um einen italienischen Konkurrenten von Silvio handelt, alle Spuren führen aber in Roccos „familiäres“ Umfeld.  Zudem gerät ihr eigener Vater Jürgen Moosandl (Alexander Held) – der Polizeichef von Landsberg – in ihren Fokus. Hat Jürgen seine jüngste Beförderung geheimen Absprachen mit Silvio zu verdanken? Als auch noch der rachsüchtige Bruder des Toten in Landsberg eintrifft, ist Marias Work-Life-Balance endgültig passé: Die Polizistin muss nicht nur ihre Familienangelegenheiten, sondern auch die der Gemeinde in Ordnung bringen…

 MARIA MAFIOSI ist eine Produktion der goldkind film (Sven Burgemeister, Marcus Roth), in Koproduktion mit ARD Degeto (Redaktion: Carolin Haasis), SamFilm (Ewa Karlström, Andreas Ulmke-Smeaton) und Mythos Film (Christoph Müller, Lars Dittrich).

Der Film ist gefördert vom FilmFernsehFonds Bayern und der FFA, Filmförderungsanstalt.

Universum Film bringt den Film 2017 in die deutschen Kinos.

v.l.n.r.: Hannelore Hoger, Sabine Boss (Regie), Robert Berghoff (Kamera), Annette Frier, Birgit Titze (Redakteurin), Christoph Maria Herbst, Brit Possardt (Produzentin), Foto: Bernd Spauke

ARD-Degeto-Reihe „Hotel Heidelberg“ wird fortgesetzt

Die Geschichte rund um den Familienbetrieb der Kramers geht weiter: Am 30. Juni fiel in Heidelberg die erste Klappe für einen neuen Film der ARD-Degeto-Reihe „Hotel Heidelberg“ mit Hannelore Hoger, Annette Frier und Christoph Maria Herbst in den Hauptrollen. Gedreht wurde bis 28. Juli in Heidelberg sowie Euskirchen, Köln und Umgebung. Sabine Boss inszenierte nach einem Drehbuch von Martin Rauhaus.

Zum Inhalt: Annette Kramer (Annette Frier) droht alles über den Kopf zu wachsen. Ihre Arbeit Tag für Tag im Hotel lässt wenig Zeit für Privates. Ehemann Ingolf (Christoph Maria Herbst) ist zunehmend genervt. Und als sich Annette entschließt, die Hotelküche zu übernehmen, platzt Ingolf endgültig der Kragen. Auch Mutter Hermine (Hannelore Hoger) hält Annette auf Trab, denn Hermine ist verliebt. Und zwar ausgerechnet in den grummeligen Theaterstar Richard Karrenberg (André Jung), der in Rekordzeit das Hotel als sein Privateigentum betrachtet. Nur die neue Köchin Daniela Frommert (Bettina Stucky) scheint ein Lichtblick: Doch schon bald erkranken mehrere Gäste des Hotelrestaurants an einer Infektion. Dabei gerät nicht nur das Hotel in Verruf, sondern auch der Biohof von Annettes Schwester Flo (Nele Kiper). Annette und die Kramers setzen alles dran, den Familienbetrieb zu retten.

„Hotel Heidelberg“ ist eine Produktion der Calypso Entertainment GmbH (Produzentin: Brit Possardt) im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste. Für die Redaktion zeichnet Birgit Titze verantwortlich.

(v.l.n.r.: Sibylle Tafel, Christoph Schechinger, Ernst Stötzner, Katharina Thalbach – Foto: Thorsten Jander)

Bis 22. Juli 2016 fanden im südwestlichen Mecklenburg-Vorpommern die Dreharbeiten für die skurrile ARD Degeto-Landkomödie „Ackerpiraten“ (AT) statt. Unter der Regie von Sibylle Tafel spielen Ernst Stötzner, Katharina Thalbach, Christoph Schechinger und Theresa Scholze in den Hauptrollen. Gedreht wurde im Landkreis Ludwigslust/Parchim.

Zum Inhalt: Der alte Sturkopf Johannes Becker (Ernst Stötzner), Bauer in einem sterbenden Mecklenburger Landstrich, kämpft ums wirtschaftliche Überleben. Wie kein anderer im Dorf stemmt sich Johannes dagegen, sein Land aufzugeben – auch wenn es nicht mehr viel Ertrag abwirft. Seine Frau Katrin (Katharina Thalbach) hatte diesen Stillstand schon länger satt und ihn verlassen, kurz nachdem sie zur Bürgermeisterin gewählt wurde. Also hockt er allein auf seinem heruntergekommenen Hof und harrt der Dinge. Als immense Abwassergebühren  ihn in den Ruin zu treiben drohen, erlischt auch Johannes’ wehrhafter Kampfgeist.  Sein einziger Ausweg: Er verkauft als Letzter im Dorf seine Äcker an Fuchs (Hans-Uwe Bauer). Der landgierige ehemalige LPG-Betreiber hat nur darauf gewartet, dass er nun endlich seine ländliche Vorherrschaft ausbauen kann. Ausgerechnet jetzt taucht  Johannes‘ verloren geglaubter Sohn Felix (Christoph Schechinger) wie aus dem Nichts auf und verkündet dem Vater, Bauer werden zu wollen. Und Johannes? Der verschweigt seinem Sohn, dass das Feld, welches Johannes nun wie selbstverständlich beackert, gar nicht mehr ihm gehört.

In weiteren Rollen spielen u.a. Thomas Kügel, Andreas Schmidt und Petra Kleinert.

„Ackerpiraten“ (AT) ist eine Produktion von der LETTERBOX FILMPRODUKTION GmbH im Auftrag der ARD Degeto für das Erste. Das Drehbuch stammt von Jakob Hein und Robert Krause. Produzentin ist Sabine Timmermann. Die Redaktion verantwortet Barbara Süßmann (ARD Degeto).

 

(v.l.n.r.: Claudia Luzius, Cyrill Boss, Max Wiedemann, Philipp Stennert, Susanne Hildebrand, Sascha Schwingel – Foto: Tobias Eble)

Auf dem diesjährigen Filmfest München erhielten die Produzenten Max Wiedemann und Quirin Berg sowie die ausführende Produzentin Susanne Hildebrand (Wiedemann & Berg Television) gestern Abend für den ARD Degeto- Zweiteiler „Die Dasslers – Pioniere, Brüder und Rivalen“ den mit 25.000 Euro dotierten Bernd Burgemeister Fernsehpreis – gestiftet von der Verwertungsgesellschaft der Film-und Fernsehproduzenten.

Christine Strobl, Geschäftsführerin der ARD Degeto: „Wir gratulieren Max Wiedemann und Quirin Berg sowie Susanne Hildebrand und dem gesamten Team von ‚Die Dasslers‘ zu dieser wunderbaren Auszeichnung und danken ihnen sehr für die vertrauensvolle und hervorragende Zusammenarbeit. Wir freuen uns sehr, dass nach „Der Fall Barschel“ in 2015 nun erneut Produzenten einer ARD Degeto-Produktion mit dem begehrten Bernd Burgemeister Fernsehpreis prämiert wurden. Dass dieser Produzentenpreis nun zum zweiten Mal in Folge an eine Produktion der ARD Degeto vergeben wurde, unterstreicht den Erfolg unseres Qualitätskurses. Für uns ist dies Bestätigung und Ansporn zugleich.“

In der Begründung der Jury heißt es über „Die Dasslers“:

Ein zweiteiliges sogenanntes Bio-Pic, das nicht einfach auf den großen Namen und die bekannte Geschichte seiner Protagonisten vertraut. Bei aller Authentizität und der Sorgfalt im Umgang mit dem tatsächlichen Geschehen legt der Film mit eigenem Blick und den exzellenten Darstellern ein tieferliegendes Drama frei, das auch Zuschauer fesseln würde, die von den Marken Adidas und Puma noch nie etwas gehört haben. Selten gelingt es einem Film so beeindruckend wie hier, einen Bogen über rund 50 Jahre zu spannen und ihn zu einer Einheit zu verdichten, als träfe uns das Geschehen hier und jetzt und sofort. Und als ebenso mutig wie richtig erweist sich die Entscheidung, ein und dieselben Schauspieler, geführt und begleitet von präziser Regie, Ausstattung, Maske und Kostümbild, ein ganzes Leben verkörpern zu lassen. Punktgenau, schonungslos und dabei jede Klischeefalle vermeidend, verwebt der Film die Biographie einer zweigeteilten Familie mit der deutschen Kriegs- und Nachkriegsgeschichte und bekommt spätestens mit dem Aspekt der Korruption im Geschäft mit dem Sport auch brennende Aktualität. Die Dasslers zeigen fast alles, wozu heutiges Fernsehen fähig ist.

Die Regisseure Cyrill Boss und Philipp Stennert inszenierten nach einem Drehbuch von Christoph Silber mit „Die Dasslers“ eine der spannendsten und größten Erfolgsgeschichten Deutschlands. Das emotionsgeladene Familienepos erzählt die Geschichte von Adi und Rudi Dassler (Christian Friedel und Hanno Koffler), die als Pioniere ihrer Zeit gemeinsam einer unternehmerischen Vision folgten und aus dem kleinen bayerischen Herzogenaurach zu Deutschlands ambitioniertesten Sportschuhfabrikanten aufstiegen. Die beiden Brüder geraten immer tiefer in einen tragischen Konflikt, der schließlich eskaliert und zur Gründung von zwei getrennten Unternehmen führt – Adidas und Puma. Ein legendärer Konkurrenzkampf zwischen den beiden Dassler-Dynastien entbrennt und wird zugleich zum Motor für den weltweiten Erfolg der beiden Marken.

„Die Dasslers – Pioniere, Brüder und Rivalen“ ist eine Koproduktion von Wiedemann & Berg Television und ARD Degeto für Das Erste. Produzenten sind Quirin Berg und Max Wiedemann, ausführende Produzentin ist Susanne Hildebrand. Die Redaktion liegt bei Claudia Luzius und Sascha Schwingel (ARD Degeto). Das Projekt wird gefördert durch den FilmFernsehFonds Bayern und den Státní Fond Kinematografie Tschechien.

 (v.l.n.r.: Die Schauspieler Sebastian Koch, Paula Beer und Tom Schilling sowie Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck)

Eine Geschichte so groß wie das Leben
erzählt von Florian Henckel von Donnersmarck

In Berlin, Sachsen und NRW fanden von Anfang Juni bis Anfang August 2016 die Dreharbeiten zu dem mit Spannung erwarteten neuen Film von Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck statt. Nach seinem international gefeierten Oscar-Gewinner „Das Leben der Anderen“ und seiner großen internationalen US-Produktion mit Starbesetzung „The Tourist“, wendet sich Florian Henckel von Donnersmarck mit „Werk ohne Autor“ nun einem faszinierenden deutschen Stoff zu.

Zum Inhalt:  Auch nach der Flucht in die BRD lassen dem jungen Künstler Kurt Barnert seine Kindheits- und Jugenderlebnisse aus NS- und SED-Zeit keine Ruhe. Als er in der Studentin Ellie die Liebe seines Lebens trifft, gelingt es ihm, Bilder zu schaffen, die nicht nur sein eigenes Schicksal widerspiegeln, sondern die Traumata einer ganzen Generation. „Werk ohne Autor“ – ein epischer psychologischer Thriller über drei Epochen deutscher Geschichte.

Die Hauptrollen spielen Tom Schilling, Sebastian Koch, Paula Beer, Saskia Rosendahl und Ina Weisse. In weiteren Rollen zu sehen sind u.a. Florian Bartholomäi, Hans-Uwe Bauer, Ben Becker, Antonia Bill, Rainer Bock, Jonas Dassler, Lars Eidinger, Johanna Gastdorf, Jeanette Hain, Hanno Koffler, Oliver Masucci, Franz Pätzold, Sebastian Rudolph, Hinnerk Schönemann, Jörg Schüttauf, David Schütter und Ulrike C. Tscharre

Dazu Florian Henckel von Donnersmarck: „Ich freue mich, mit meinen Weggefährten von ‚Das Leben der Anderen‘ einen neuen Film anzugehen. Ich hoffe, dass es uns gelingen wird, einen Film zu machen, der zeigt, dass Kunst Dinge erahnen kann, die dem Verstand für immer verschlossen bleiben.“

Florian Henckel von Donnersmarck führte die Regie nach seinem Drehbuch. „Werk ohne Autor“ ist eine Produktion der Pergamon Film und Wiedemann & Berg Film. Produzenten sind Jan Mojto, Quirin Berg, Florian Henckel von Donnersmarck und Max Wiedemann. Wie auch bei „Das Leben der Anderen“ sind die ARD Degeto und der Bayerische Rundfunk als Koproduzenten an Bord. Und erneut wird Walt Disney Studios Motion Pictures Germany, der Verleiharm der Walt Disney Company, den Film ins Kino bringen. Der Film entsteht in Kooperation mit Beta Cinema, die auch den Weltvertrieb übernehmen.

Gefördert wird „Werk ohne Autor“ durch Medienboard Berlin-Brandenburg, FFA, FFF Bayern, Film- und Medienstiftung NRW, MDM Mitteldeutsche Medienförderung und DFFF.

(vlnr: Pheline Roggan, Daniel Gottschalk (Kamera), Pepe Danquart (Regie), Jessica Schwarz, Felix Klare, Elena Uhlig, Daniel Schütter, Gabriele Jung (Ausführende Produzentin, NFP*) © NFP* neue film produktion GmbH, Foto: Christoph Assmann

Anfang Juni bis 8. Juli fanden in Wiesbaden die Dreharbeiten zu der Kino- Beziehungskomödie „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ statt. Oscar-Preisträger Pepe Danquart inszenierte nach dem gleichnamigen Bestseller von Kerstin Gier (u.a. „Silber“, „Rubinrot“, „Saphirblau“). In den Hauptrollen sind Jessica Schwarz, Felix Klare und Christoph Letkowski zu sehen. Gedreht wurde in Hessen: in Wiesbaden, Offenbach, Frankfurt am Main und Umgebung.

 Zum Inhalt: Kati (Jessica Schwarz) und ihr Mann Felix (Felix Klare) führen seit fünf Jahren eine glückliche Beziehung, aber so langsam schleicht sich der Alltag ein. Als ihr der umwerfend attraktive Mathias (Christoph Letkowski) über den Weg läuft, ändert sich das schlagartig. Kati verliebt sich Hals über Kopf und beginnt an Felix und der gemeinsamen Zukunft zu zweifeln.

Und dann passiert das, was sich wohl jeder schon einmal überlegt hat: Wie wäre es wohl, wenn man die Zeit zurückdrehen könnte, um zu sehen, ob das, was man nicht hat, reizvoller gewesen wäre? Kati erwacht an einem Tag exakt fünf Jahre zuvor, einen Tag bevor sie Felix zum ersten Mal begegnet ist. So erhält Kati vom Schicksal überraschend ihre zweite Chance auf der Suche nach der wahren Liebe.

Pepe Danquart führt Regie bei „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ nach der gleichnamigen Romanvorlage von Kerstin Gier und dem Drehbuch von Stefan Barth, Katrin Milhahn und Antonia Rothenberg. Die Kamera führt Daniel Gottschalk, die Hauptrollen übernehmen Jessica Schwarz, Felix Klare und Christoph Letkowski. Der Film ist bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzt mit Judy Winter, Elena Uhlig, Pheline Roggan, Juliane Köhler, Milan Peschel, Adnan Maral und Oliver Korittke.

„Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ ist eine Produktion von NFP* neue film produktion GmbH in Koproduktion mit der ARD Degeto, Produzenten sind Alexander Thies und Stefan Thies, ausführende Produzenten sind Clemens Schaeffer und Gabriele Jung. Gefördert wird die Produktion von Hessen Invest und dem DFFF.

In die deutschen Kinos kommt AUF DER ANDEREN SEITE IST DAS GRAS VIEL GRÜNER im Sommer 2017 im Verleih von NFP marketing & distribution*. Der Sendetermin im Ersten steht noch nicht fest.

 

 

 

 

 

Familienkomödie mit Silke Bodenbender und Tom Wlaschiha

Wie soll das gehen – auf der einen Seite die Anforderungen im Job möglichst 150-prozentig erfüllen, auf der anderen sich um die Kinder kümmern und eine prima Ehe führen? Um dieses Dilemma der modernen Frau geht´s in der Komödie „Eltern lügen besser“ (AT). Die Hauptrollen spielen Fernsehpreis-Trägerin Silke Bodenbender und „Game of Thrones“-Star Tom Wlaschiha. Entwickelt wurde der Film von Katja Kittendorf („Die Pfefferkörner“, „Ein Schnitzel für alle“) und Maria von Heland („Die Sterntaler“, „Göttliche Funken“) – das gemeinsame Buch setzte Maria von Heland vom 8. Juni bis zum 8. Juli in Hamburg in Szene. Das Erste wird die Produktion, die im Auftrag der ARD Degeto und des NDR entsteht, voraussichtlich im kommenden Jahr zeigen.

Maria von Heland: „Schon meine Ur-Oma kämpfte mit Beruf und Familie. Als Regisseurin und Mutter von drei Kindern weiß ich: Seitdem hat sich nicht viel verändert. Es bleibt ein Spagat: Sieht zwar irre gut aus, aber es tut brutal weh.“

Inhalt: Im Mittelpunkt der Komödie „Eltern lügen besser“ (AT) steht Nina (Silke Bodenbender). Sie liebt ihre kleine Familie und brennt für ihren Job als Architektin. Als sie nach der Elternzeit zur Arbeit zurückkehrt, kann sie das Büro mit einer genialen Idee vor der Pleite retten. Einziger Haken: Ihre Auftraggeberin Lene Müller zu Waldstedtten (Nina Petri) hält nichts von arbeitenden Müttern. Daraufhin behauptet Nina, sie sei Single und mit ihrer Arbeit verheiratet. Von ihrem Mann Torsten (Tom Wlaschiha) bekommt sie keine Hilfe: Er macht gerade das Abitur nach und empfindet Ninas Traumjob als Bedrohung für die Familie. In der Not gibt Nina ihn als ihren Bruder aus und engagiert für ihre beiden Kinder Ella  und Piet heimlich die Miet-Oma Irmgard (Petra Kelling). Zwischen Lüge und Erfolg nimmt Ninas Leben so viel Fahrt auf, dass sie bald nicht mehr die Notbremse findet.

„Eltern lügen besser“ (AT) ist eine Produktion der Aspekt Telefilm. Produzent ist Oliver Behrmann in Zusammenarbeit mit Ina-Christina Kersten als ausführender Produzentin. Kamera: Roman Osin, Herstellungsleitung: Olaf Kalvelage, Produktionsleitung: Joshua Lantow. Die Redaktion haben Sabine Holtgreve (NDR) und Stefan Kruppa (ARD Degeto).