Nach den Publikumspreisen sind nun auch die Nominierungen für die Romy-Branchenpreise (vormals Akademiepreise) öffentlich.

Eine Nominierung erhalten damit:

 

Jan Ehlert

Nils Willbrandt

Ferdinand von Schirach

in der Kategorie

Bestes Drehbuch TV

für

Ferdinand von Schirach: Feinde

mit: Klaus Maria Brandauer, Bjarne Mädel, Franz Hartwig,  Katharina Schlothauer, Marc Hosemann u.v.a., Regie: Nils Willbrand

sowie

Ernst Ludwig Ganzert

in der Kategorie

Beste Produktion

für

Louis van Beethoven

EIKON Media |ARD Degeto | WDR | ORF

mit: Tobias Moretti, Ulrich Noethen, Anselm Bresgott, Colin Pütz, Silke Bodenbender, Caroline Hellwig u.v.a., Regie und Buch: Niki Stein, Kamera: Arthur W. Ahrweiler

Wir freuen uns sehr über diese Nominierungen und drücken die Daumen!

„Ferdinand von Schirach: Feindeerzählt die Geschichte einer Entführung mit Todesfolge aus unterschiedlichen Perspektiven. In Ferdinand von Schirach: Feinde – Gegen die Zeit“, steht die Sichtweise des Ermittlers im Zentrum, der über seine rechtlichen Grenzen geht, um ein Leben zu retten. Der Film wurde am 3. Januar 2021 im Ersten erstausgestrahlt. Parallel dazu lief in den Dritten Programmen der ARD „Ferdinand von Schirach: Feinde – Das Geständnis“. Hier steht die Sicht des Strafverteidigers im Mittelpunkt, der die Frage stellt, ob die Methoden des leitenden Ermittlers von einem Rechtsstaat geduldet werden können – ungeachtet der Tatsache, dass das Leben eines Kindes auf dem Spiel steht. In der ARD-Mediathek konnten die Zuschauer*innen zeitgleich mit „Ferdinand von Schirach: Feinde – Der Prozess“ eine dritte Version des Falls sehen, die sich in 45 Minuten auf die Hauptverhandlung und Rechtsfragen im Strafprozess konzentriert.

Mehr dazu hier.

„Ferdinand von Schirach: Feinde“ ist eine Produktion der MOOVIE GmbH im Auftrag der ARD Degeto für die ARD. Redaktion: Claudia Luzius, Christoph Pellander, Christine Strobl. Regie führte Nils Willbrand. Das Drehbuch schrieben Niels Willbrand und Jan Ehlert nach einer Vorlage von Ferdinand von Schirach. Hinter der Kamera stand Sebastian Edschmid.

„Louis van Beethoven“ erzählt die Geschichte des großen Komponisten aus unterschiedlichen Perspektiven neu: Aus Sicht eines jungen Genies, das im späten 18. Jahrhundert in einer Zeit der politischen Umbrüche aufwächst, die Europa für immer verändern. Und aus Sicht eines tauben und einsamen Mannes, der – gefangen in einer höchst ungewöhnlichen Familienkonstellation – auf sein Leben zurückblickt.

Mehr dazu hier.

Der Film feierte seine TV-Premiere am 25. Dezember 2020 im Weihnachtsprogramm des Ersten Deutschen Fernsehens. Zuvor war er bereits ab 17. Dezember in der ARD-Mediathek abrufbar.

„Louis van Beethoven“ ist eine Produktion der EIKON Media GmbH in Koproduktion mit der ARD Degeto, WDR und ORF. Federführer: ARD Degeto, Redaktion Christine Strobl und Carolin Haasis. Für den WDR zeichnet Elke Kimmlinger und für den ORF Dr. Klaus Lintschinger redaktionell verantwortlich. Produzent ist Ernst Ludwig Ganzert, Producerin Katarina Cvitic. Das Drehbuch schrieb Niki Stein, der auch Regie führte. Hinter der Kamera stand Arthur Ahrweiler.

Gefördert wurde die Produktion von der Film- und Medienstiftung NRW und vom Tschechischen Filmfonds.

Bis 7. Juni stimmt nun die Romy-Akademie, bestehend aus den rund 500 Gewinnerinnen und Gewinnern der Romy, ab.

Mehr zum Branchen-Romy 2021 sowie einen Überblick über alle Nominierungen finden Sie hier.

v.l.n.r.: Inka Friedrich (Rolle Renate Blankenstein), Henriette Lippold (Produzentin), Janina Fautz (Rolle Franka), Alexander Hörbe (Rolle Horst Blankenstein) – Foto: MDR | ARD Degeto | Steffen Junghans

 

Die Dreharbeiten zum Fernsehfilm „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution“ (MDR | ARD Degeto | BR)  wurden am 3. September 2020 erfolgreich beendet. In den Hauptrollen spielen Janina Fautz, Inka Friedrich, Alexander Hörbe, Ferdinand Lehmann und Timur Bartels. Der Eventfilm basiert auf Motiven des gleichnamigen Bestsellers von Peter Wensierski, in dem die wahre Geschichte einer Gruppe junger Menschen aus Leipzig erzählt wird, die ausschlaggebend für die Friedliche Revolution von 1989 wurde.  Das Drehbuch schrieb Thomas Kirchner („Das Wunder von Berlin“, „Der Turm“), Regie führte Andy Fetscher („Tatort – Fürchte Dich“, „Soko Leipzig“).

Zum Inhalt: Leipzig 1988/89. Die 19-jährige Franka Blankenstein (Janina Fautz) wächst als Kind systemtreuer Eltern in Leipzig auf. Zufällig lernt sie den Altenpfleger Stefan Clausnitz (Ferdinand Lehmann) kennen und findet so den Weg in eine Umweltgruppe, die sich unter dem Schutz der Kirche gegen die Zerstörung der Natur und die Luftverschmutzung der Region einsetzt. Franka ist fasziniert von dem Zusammenhalt der Gruppe, die in einem alten Abrisshaus lebt. Dort werden Aktionen geplant, heiße Diskussionen geführt, aber auch gelebt, geliebt und gefeiert – unter ständiger Beobachtung der Stasi. Als die Gruppe, zu der schließlich auch Franka gehört, es wagt, die Räume der Kirche zu verlassen und in aller Öffentlichkeit zu protestieren, wird ihre Bewegung politisch. Die jungen Menschen fordern die Grundrechte der Demokratie ein und riskieren dabei ihre Freiheit.

MDR-Fernsehfilmchefin Jana Brandt: „Geschichte, insbesondere die der DDR, filmisch umzusetzen, gehört zur Kernkompetenz des MDR. Dieses Mal nehmen wir die Anfänge der Friedlichen Revolution in den Fokus – ein Kapitel, das so noch nicht für ein Fernsehpublikum erzählt worden ist. Mit seiner eindrucksvollen Schilderung einer wahren Geschichte aus der Entstehungsphase der Friedlichen Revolution hat  Peter Wensierski viele Leserinnen und Leser  begeistert. Angelehnt an sein Buch werden wir in diese Ära eintauchen und sie emotional erlebbar machen: Im Film begleiten wir junge Erwachsene aus der Umweltbewegung, die in ihrer politischen Haltung zunehmend mutiger werden und schließlich eine große Bewegung anschieben, die weit über sie selbst hinauswächst.“

Benjamin Benedict, Produzent und Geschäftsführer der UFA Fiction: „Diese junge Umweltbewegung markierte einen entscheidenden Augenblick der deutsch-deutschen Geschichte und ist heute aktueller denn je. Die Bewegung knüpfte ökologische Verbesserungen an politische Reformen. Angetrieben wurde sie von jungen, idealistischen Menschen, die etwas verändern wollten. Ihre Erkenntnis war, dass sie ein System ändern mussten, um die Umwelt zu retten.“

Henriette Lippold, Produzentin UFA Fiction: „Dieser Film über die Kraft der Leipziger Umweltbewegung ist ein bisher selten erzähltes Kapitel auf dem Weg zur Wiedervereinigung. Ich bin sehr froh, dass wir diesen Stoff mit starken Partnern hier vor Ort umsetzen werden und so authentisch den Weg der jungen Menschen nachzeichnen, die Leipzig zu dem gemacht haben, was es heute ist: die Stadt der Helden.“

Journalist Peter Wensierski zur Verfilmung des Stoffes: „Ich hab‘ noch diese jungen Stimmen im Ohr, wie mutig sie mir, dem ARD-Fernsehjournalisten, trotz Verbot und Überwachung berichteten, von sich und ihren Aktionen, immer größeren Demonstrationen, von der Stimmung in ihrer Stadt, in ihrem Land. Sie waren Umweltschützer und Vorkämpfer für demokratische Freiheiten. Sie forderten ein selbstbestimmtes Leben und trugen von Leipzig aus, gemeinsam mit vielen anderen, zum ersten Mal in Deutschland zu einer gelungenen Revolution bei. Was für ein Filmstoff, der Menschen als Gruppe zeigt, die überlegt und kraftvoll handeln, Konflikte austragen, aber Verbindendes suchen und am Ende magische Momente erleben.“

„Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution“ (AT) ist eine Produktion der UFA FICTION im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks, der ARD Degeto und des BR für die ARD. Für die Redaktion zeichnen Jana Brandt, Johanna Kraus (beide MDR), Christine Strobl (ARD Degeto) und Amke Ferlemann (BR) verantwortlich. Produzenten sind Benjamin Benedict und Henriette Lippold, Producerin ist Christine Hirt (UFA FICTION). Regie führte Andy Fetscher, Kameramann ist Matthias Papenmeier. „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution“ (AT) wird gefördert von MDM Mitteldeutsche Medienförderung.

 

v.l.n.r.: Roman Knižka, Sabine Waibel, Regisseur Dirk Kummer, Kameramann Mathias Neumann, Julia Koschitz, Heino Ferch – Foto:  ARD Degeto | Thorsten Jander

 

Wie bringt man einen Verstorbenen unter die Erde, dessen Leichnam nicht auffindbar ist? Da hat man endlich den gröbsten Schmerz überwunden und dann muss man – nach monatelangem Warten auf die Sterbeurkunde – mit engstirnigen Beamten über die staatlich verordnete Anwesenheitspflicht von Leichen in öffentlichen Gräbern streiten… In dieser völlig absurden Situation auf irgendeinem Amt in Hamburg stoßen die Witwe Clara (Julia Koschitz) und der Witwer Ulf (Heino Ferch) zufällig aufeinander. Nach dieser zufälligen Begegnung stellt sich im Laufe der tragisch-komischen Geschichte die Frage, wie gut man seine Lebenspartner eigentlich kennt, ob die Wahrheit immer einfach und Weglaufen wirklich eine Option ist.

Unter der Regie von Grimme-Preisträger Dirk Kummer wurden Dreharbeiten für die ARD-Degeto-Komödie „Blöd gelaufen – Danke für den Abschied“ (AT)  nach Unterbrechung im März am 24. Juni 2020 erfolgreich beendet. Auf ironisch-sarkastische Weise spielt der Film, nach einem Drehbuch von Uli Brée, mit den Themen von Trauer, Betrug und neuer Liebe. Gedreht wurded bis zum 24. Juni in Hamburg und Umgebung. Neben Julia Koschitz und Heino Ferch sind in weiteren Hauptrollen Roman Knižka, Sabine Waibel, Ursula Werner und Gerhard Garbers zu sehen.

Zum Inhalt: Mitten im Spießrutenlauf durch die bürokratischen Fallstricke der deutschen Bestattungsrichtlinien lernen sich die Witwe Clara (Julia Koschitz) und der Witwer Ulf (Heino Ferch) kennen.  Zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Sie, die verschnupfte und daher vorübergehend erfolglose Parfümeurin, die aber alle anderen Lebenssituationen mit Pragmatismus und Zielorientiertheit meistert. Er, der erfolgreiche Bestseller-Autor und Frauenversteher, der im Alltag jedoch mit zwei linken Händen geschlagen ist und seit dem Tod seiner Frau unter einer Schreibblockade  leidet. Was sie eint, ist die Trauer um ihre Lebenspartner, die vor drei Monaten gestorben sind, und der verzweifelte Versuch, sie für tot erklären zu lassen, damit sie endlich loslassen können. Denn weder der Leichnam von Ulfs Ehefrau Anke (Sabine Waibel) noch der von Claras Ehemann Enno (Roman Knižka) wurden je gefunden. Was wie ein unglücklicher Zufall scheint, ist in Wahrheit von langer Hand geplant. Denn die beiden „Verstorbenen“ kennen – und lieben! – sich schon seit geraumer Zeit. Mit ihrem vorgetäuschten Ableben und einer hübschen Summe Geld wollen sie sich aus dem Staub machen und ins Ausland absetzen. Doch wie das Schicksal so spielt, kommt alles anders als gedacht und schon bald befinden sich alle vier Akteure wieder in Hamburg und das Katz- und Mausspiel beginnt…

„Blöd gelaufen – Danke für den Abschied“ ist eine Produktion der LETTERBOX FILMPRODUKTION im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste. Produzentin ist Sabine Timmermann. Die Redaktion verantwortet Carolin Haasis (ARD Degeto).

v.l.n.r. (hinten): Produzent Michael Smeaton, Elisa Schlott, Regisseur Dror Zahavi, Producerin Greta Gilles und SWR Redakteur Manfred Hattendorf – (vorne): Aljoscha Stadelmann, Winnie Böwe und Paul Sundheim – Foto: FFP New Media | SWR | ARD Degeto | Martin Menke

 

Wie ganze Landstriche von Rheinland-Pfalz zu Klein-Amerika wurden: Die Miniserie „Little America“ (AT) erzählt vom Aufeinanderprallen zweier Kulturen, als die Amerikaner Anfang der 50er Jahre Aufbruch, individuelle Freiheit und Freizügigkeit in den Westen Deutschlands brachten. Die Dreharbeit wurden am 10 Oktoaber 2020 erfolgreich beendet. Die FFP New Media produziert in Koproduktion mit dem federführenden SWR, der ARD Degeto, WDR und NDR für Das Erste und die ARD Mediathek.

Regie führte Dror Zahavi, die Drehbücher stammen von Johannes Rotter, Christoph Mathieu und Benjamin Braeunlich. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Freundschaft zweier junger Frauen, gespielt von Elisa Schlott und Franziska Brandmeier, die in einer Gesellschaft im Umbruch ihren Platz suchen. In weiteren Rollen stehen Reomy D. Mpeho, Jonas Nay, Dietmar Bär, Anna Schudt, Winnie Böwe, Aljoscha Stadelmann, Paul Sundheim, Julia Koschitz, Philippe Brenninkmeyer, Samuel Finzi und Godehard Giese vor der Kamera von Gero Steffen.

Die sechsteilige Miniserie wurde ab 25. Februar 2020 mit Unterbrechung vom 21. März bis 14 Juli 2020 in der Eifel, in Köln, im Raum Heidelberg und in Idar-Oberstein gedreht. Die Event-Produktion wurde von der Film- und Medienstiftung NRW und der MFG Baden-Württemberg gefördert.

Kulturschock

Gewaltige Geburtswehen begleiten den Beginn der deutsch-amerikanischen Freund­schaft Anfang der 1950er Jahre. In einem Landstrich im Westen von Rheinland-Pfalz werden von heute auf morgen Hunderttausende GIs stationiert und die Stützpunkte der US-Army massiv ausgebaut. Damit verwandelt sich die beschau­liche, ja weitgehend archaische Provinz über Nacht in ein ‚El Dorado‘ der Dollars und der Unmoral – und zugleich in eine moderne Gesellschaft.

Geschichte einer Freundschaft

Kaltenstein, 1951. Die fiktive pfälzische Kleinstadt befindet sich mitten im Aufbruch zu einer neuen Welt. Vier Schicksale sind es, die auf drama­tische Weise durch die Stationierung der Amerikaner gelenkt werden: Da ist zum einen die Bauerntochter Marie Kastner, die eine Stelle auf der Base annimmt, nachdem die Ameri­kaner ihrer Familie Grund und Boden genommen haben; da ist auf der anderen Seite der schwarze GI George, der in Deutschland zum ersten Mal Freiheit erlebt, innerhalb des Militärs aber weiter mit Rassismus zu kämpfen hat. Da ist außerdem Erika Strumm, die Tochter des Bürgermeisters und Maries beste Freundin, die die Amerikaner – wie ihr profitorientierter Vater – mit offenen Armen empfängt und sich ins Kaltensteiner Nachtleben stürzt. Und da ist schließlich Siegfried, Erikas Bruder und Maries Verlobter, der unverhofft aus der russischen Kriegsgefangenschaft heimkehrt, während seine Schwester im Kloster moralisch gebessert werden soll und seine Jugendliebe Marie Gefühle für George entwickelt.

Zwänge der Zeit und neue Horizonte

In den Wirren der Zeit machen die beiden ungleichen Protagonistinnen eine gegenläufige Entwicklung: Während sich für Marie durch die Liebe zu George und ihren Job bei Colonel McCoy und dessen kultivierter Frau Amy neue Horizonte eröffnen und sie sich von Siegfried und ihrer bäuerlichen Herkunft emanzipiert, wird Erika in ihrem Freiheitsdrang von ihrer katholisch-konservativen Mutter gebremst und droht, an den Zwängen der Zeit zu scheitern. So driften die Freundinnen auseinander, als sie einander am meisten brauchen.

Das Team

Produziert wird „Little America“ (AT) von Simone Höller und Michael Smeaton, Producerinnen sind Greta Gilles und Anemone Müller. Szenenbild Gabriele Wolff, Kostümbild Lucia Faust, Schnitt Fritz Busse, Casting Marc Schötteldreier und Cassandra Han. Die Redaktion haben Claudia Gerlach-Benz und Manfred Hattendorf für den federführenden SWR sowie Carolin Haasis (ARD Degeto), Götz Bolten (WDR) und Sabine Holtgreve (NDR).

 

Die Jury hat ihre Entscheidung getroffen und die Preisträger des 56. Grimme-Preises stehen fest. Insgesamt 56 Kandidatinnen und Kandidaten dürfen sich auf die Trophäen freuen.

Den Grimme-Preis Spezial in der Kategorie Fiktion erhalten für das Konzept einer europäischen Erzählung:

 

Constantin Lieb (Drehbuch)

Dominik Moll (Buch und Regie)

Felix von Boehm und Jan Krüger (Produktion)

für die deutsch-französische Miniserie

„Eden“

Atlantique Productions | Port au Prince | Lupa Film | SWR | ARTE | ARTE France | ARD Degeto

 

„Eden“ erzählt aus unterschiedlichen Blickwinkeln vom Lebensweg einzelner Migrant*innen in Europa: An einem griechischen Strand genießen Touristen ihren Urlaub, als plötzlich ein Schlauchboot strandet. Rund 50 Flüchtlinge stürzen vor den ungläubigen Augen der Urlauber aus dem Boot und rennen davon. Dieses Ereignis ist Dreh- und Angelpunkt für das Schicksal der Protagonisten: Eine deutsche Familie nimmt einen jungen Migranten auf, eine französische Unternehmerin ersinnt ein neues Modell zur Verwaltung von Flüchtlingslagern, ein griechischer Sicherheitsbeamter wird von Schuldgefühlen geplagt und eine syrische Familie ersucht politisches Asyl in Paris.

Die Jury begründet ihre Entscheidung u.a.: „Autor Constantin Lieb und Autor und Regisseur Dominik Moll sowie die Produzenten Felix von Boehm und Jan Krüger zeigen mit „Eden“ ein vielschichtiges Bild aus Hoffnung, Verzweiflung, Unsicherheit und der Gewissheit, dass es bloß Zufall ist, auf welcher Seite einer Grenze man geboren wurde. Damit ist die Serie auch ein exzellentes Beispiel dafür, wie deutsches Fernseherzählen in der Gegenwart funktionieren sollte: als großes Projekt, dass die sozialen Spaltungsprozesse und neuen Abschottungen auf dem Kontinent klug thematisiert, sie aber in der Produktion spielerisch und einfallsreich überwindet. Das deutsche Fernsehen der Zukunft, das ist die feste Überzeugung der Jury, kann nur ein europäisches sein.“

Als Zweiteiler wurde „Eden“ am 2. und 9. Mai 2019 auf Arte sowie am 8. und 15. Mai 2019 im Ersten ausgestrahlt und war als sechsteilige Fassung bereits vorab in den Mediatheken von ARD und Arte abrufbar.

Mehr zum Inhalt und Hintergrund der Miniserie finden Sie  hier.

Die Preisträger im Überblick hier.

Wir gratulieren ganz herzlich!

 

Anneke Kim Sarnau (Rolle Svenja) und Aaron Pedersen (Rolle Kalti) – Foto: ARD Degeto | Sam Oster

 

Die Dreharbeiten für den ARD-Degeto-Film „Barfuß durch Australien“ (AT) gingen am 1. März 2020 in der Umgebung von Adelaide zu Ende. Anneke Kim Sarnau und der australische Film- und Fernsehstar Aaron Pedersen standen für die Tragik-Komödie erstmals gemeinsam vor der Kamera. In weiteren Rollen zu sehen sind u.a. Amira Demirkiran, Tjiirdm McGuire und Laurenz Wiegang. Das Buch von Gernot Gricksch wurde in der Umgebung von Adelaide und im australischen Outback, bei Nilpena, in Szene gesetzt.

Zum Inhalt: Svenja (Anneke Kim Sarnau) und ihre 16-jährige Tochter Kira (Amira Demirkiran) sind viel in der Welt herumgekommen. Svenja ist Hotelmanagerin, momentan bringt sie ein in die Jahre gekommenes Hotel in Australien wieder auf Vordermann. Doch ihre größte Herausforderung ist Kira, die auf Komplettverweigerung geschaltet hat und sich von Svenja gar nichts mehr sagen lässt. Auch in der Schule geht Kira keiner Konfrontation aus dem Weg, was wiederum zu Konflikten mit Svenja führt. Nach einem neuerlichen Streit haut Kira kurzentschlossen ab zu Jack (Tjiirdm McGuire). Jack ist Aborigine und Kiras einziger Freund. Von ihm erfährt sie vom sogenannten Walkabout, einer Aborigine-Tradition, bei der es um die Suche nach dem besonderen eigenen Ort geht. Gemeinsam brechen die beiden Jugendlichen zu ihrem persönlichen Walkabout auf. Svenja ist außer sich vor Sorge, als sie Kiras Verschwinden bemerkt, und nimmt mit Jacks Vater Kalti (Aaron Pedersen) die Verfolgung auf. Für alle vier beginnt eine Reise voller Abenteuer und unerwarteter Erfahrungen.

„Barfuß durch Australien“ (AT) ist eine Produktion der Schiwago Film GmbH im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste. Produzent ist Martin Lehwald. Die Redaktion liegt bei Katja Kirchen.

Über 40 Regisseurinnen nahmen am 21. Februar 2020 am „Speedating“ der ARD Degeto teil – Foto: ARD Degeto | Petra Stadler

 

Wenn mehr als vier Dutzend Regisseurinnen auf rund 30 Redakteurinnen und Redakteure treffen, hat die ARD Degeto zum „Regisseurinnen-Speeddating“ ins Karlsson Penthouse geladen: Bereits zum dritten Mal brachte die ARD-Tochter erfahrene und angehende Regie-Kolleginnen mit Redakteurinnen und Redakteuren der Degeto und der ARD-Landesrundfunkanstalten zusammen. Die TeilnehmerInnen tauschten sich lebhaft in Kleingruppen aus – alle fiktionalen Primetime-Sendeplätze der ARD waren dabei vertreten. Seit einigen Jahren engagiert sich die ARD Degeto bereits in der Förderung von Regisseurinnen: Bis Mitte nächsten Jahres sollen 25 Prozent der ARD-Degeto-Produktionen mit Regisseurinnen umgesetzt werden.

Sebastian Bezzel als Franz Eberhofer – Foto: Constantin Film | ARD Degeto | BR | Bernd Schuller

 

Am 17. Januar 2020 werden in München die Preisträger des 41. Bayerischen Filmpreises geehrt. Einer der Preisträger steht bereits jetzt fest: Den Publikumspreis des Bayerischen Filmpreises 2019 erhält die ARD-Degeto-Koproduktion

 

Leberkäsjunkie“

(Constantin Film | ARD Degeto | BR)

 

Damit geht der Preis zum zweiten Mal an einen Film der beliebten Eberhofer-Reihe, nachdem sich das Publikum bereits im vergangenen Jahr mehrheitlich für „Sauerkrautkoma“, den fünften Film der Reihe nach den Bestsellerromanen von Rita Falk, entschieden hatte.
„Leberkäsjunkie“ startete im August 2019 in den deutschen Kinos. Das Schauspielerensemble um Sebastian Bezzel, Simon Schwarz und Lisa Maria Potthoff  erreichte seitdem über 1,2 Millionen Zuschauer. Das Erste strahlt „Leberkäsjunkie“ voraussichtlich im Rahmen seines SommerKinos 2020 aus.

Und bereits im August 2020 startet mit „Kaiserschmarrndrama“ der siebte Eberhofer-Krimi in den Kinos. Regie führte auch hier wie in allen bisherigen Filmen der Reihe Ed Herzog.

Die Verleihung des 41. Bayerischen Filmpreises überträgt der Bayerische Rundfunk am 17. Januar ab 20:15 Uhr live aus dem Münchener Prinzregententheater. Die Preise entgegennehmen werden voraussichtlich Ed Herzog gemeinsam mit Sebastian Bezzel, Lisa Maria Potthoff sowie der Produzentin Kerstin Schmidbauer und Autorin Rita Falk.

Wir gratulieren an dieser Stelle schon jetzt ganz herzlich!

„Leberkäsjunkie“ ist eine Constantin Film Produktion in Koproduktion mit der ARD Degeto und dem Bayerischen Rundfunk und wurde mit Mitteln des  FilmFernsehFonds Bayern und des Deutschen Filmförderfonds gefördert. Neben Regisseur Ed Herzog und Produzentin Kerstin Schmidbauer waren auch wieder die Koproduzentinnen Stephanie Heckner (BR), Katja Kirchen (ARD Degeto) und Christine Strobl (ARD Degeto) an der Produktion beteiligt. Das Drehbuch schrieben Stefan Betz und Ed Herzog nach dem gleichnamigen Roman von Rita Falk.

Mehr zum Film hier.

oben (v.l.n.r.): Florian Krügel (DOR Film), Nina-Anica Keidies (FISA), Klaus Lintschinger (ORF), Claudia Grässel (ARD Degeto), Tobias Walker (Walker + Worm Film), Sandrine Mattes (Studiocanal), Kalle Friz (Studiocanal), Phillipp Worm (Walker + Worm Film) – unten: Philipp Stölzl (Regisseur), Oliver Masucci (in seiner Rolle als Dr. Josef Bartok), Birgit Minichmayr (in ihrer Rolle als Anna Bartok) und Thomas Kiennast (Bildgestaltung) –  Foto:  Studiocanal | Julia Terjung,

 

Am 16. März 2020 wurden die Dreharbeiten von Philipp Stölzls neuem Kinofilm „Schachnovelle“ beendet. Gedreht wurde in Wien, Berlin und München. Mit „Schachnovelle“ interpretiert Regisseur Philipp Stölzl den zeitlosen Literaturklassiker von Stefan Zweig neu. Die berühmte Geschichte des Mannes, der mit Hilfe eines Schachbuchs Gefangenschaft und geistige Tortur übersteht, wird in der Neuverfilmung zu einem intensiven Vexierspiel.

Philipp Stölzl: „Ich muss so 15, 16 Jahre jung gewesen sein, als ich Stefan Zweigs „Schachnovelle“ gelesen habe. Sie hat mich damals fasziniert, irgendwie auch irritiert, auf jeden Fall ist sie geblieben und hat sich ihren Platz gesucht zwischen anderen Geschichten, die mich durchs Leben begleiten. Für mich als Regisseur ist das Projekt die Chance, in ein intensives Drama einzutauchen, das sowohl eine kraftvolle und kreative Bilderzählung braucht als auch eine intensive Schauspielführung.“

Für „Schachnovelle“ konnte der Regisseur („Ich war noch niemals in New York“, „Der Medicus“, „Nordwand“) eine beeindruckende Besetzung gewinnen. Neben Hauptdarsteller Oliver Masucci („Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, „Werk ohne Autor“, „Dark“, „Er ist wieder da“) sind Albrecht Schuch („Systemsprenger“, „Bad Banks“), Birgit Minichmayr („3 Tage in Quiberon“, „Die Goldfische“, „Alle Anderen“) und Rolf Lassgård („Ein Mann namens Ove“) Teil des herausragenden Ensembles.

Zum Inhalt:  Wien, 1938: Österreich wird vom Nazi-Regime besetzt. Kurz bevor der Anwalt Bartok mit seiner Frau Anna in die USA fliehen kann, wird er verhaftet und in das Hotel Metropol, Hauptquartier der Gestapo, gebracht. Als Vermögensverwalter des Adels soll er dem dortigen Gestapo-Leiter Böhm Zugang zu Konten ermöglichen. Da Bartok sich weigert zu kooperieren, kommt er in Isolationshaft. Über Wochen und Monate bleibt Bartok standhaft, verzweifelt jedoch zusehends – bis er durch Zufall an ein Schachbuch gerät.

„Schachnovelle“ wird produziert von Walker + Worm Film (Philipp Worm und Tobias Walker) in Koproduktion mit der österreichischen Dor Film (Danny Krausz) und STUDIOCANAL Film (Kalle Friz, Isabel Hund, Sandrine Mattes) sowie ARD Degeto (Redaktion: Claudia Grässel, Sebastian Lückel) und BR (Redaktion: Carlos Gerstenhauer, Tobias Schultze). Der Film wird gefördert durch: FilmFernsehFonds Bayern, Medienboard Berlin-Brandenburg, Filmförderungsanstalt, Deutscher Filmförderfonds, Bayerischer Bankenfonds, FISA – Filmstandort Austria, ORF (Film/Fernseh-Abkommen, Redaktion: Klaus Lintschinger), Österreichische Filminstitut und Filmfonds Wien.

„Schachnovelle“ – Regie: Philipp Stölzl, Drehbuch: Eldar Grigorian, Kamera: Thomas W.Kiennast, Szenenbild: Matthias Müsse, Kostümbild: Tanja Hausner, Maskenbild: Daniela Skala, Ton: Gunnar Voigt, Casting: Simone Bär mit: Oliver Masucci, Albrecht Schuch, Birgit Minichmayr, Andreas Lust, Rolf Lassgård, Samuel Finzi, Luisa-Céline Gaffron, Lukas Miko, Johannes Zeiler u.v.a.

v.l.n.r.: Marco Uggiano (Kamera), Florian Stetter (Rolle Berkenbusch), Peter Kurth (Rolle Wallat), Stefan Bühling (Regie), Tobias Moretti (Rolle Hagenow), Arndt Stüwe (Drehbuch), Tinka Fürst (Rolle Lisa), Simon Scharz (Rolle Eric) – Foto: ARD Degeto | Boris Laewen

 

Am 10. Dezember gingen in Lauenburg/Undeloh unter der Regie von Stefan Bühling die Dreharbeiten zum Thriller „Im Abgrund“ (AT) zu Ende. In den Hauptrollen sind Peter Kurth als Kommissar David Wallat und Tobias Moretti als verurteilter Kindermörder Joseph Maria Hagenow zu sehen. Komplettiert wird das Ensemble mit Simon Schwarz, Tinka Fürst, Florian Stetter, u.v.a. Das Drehbuch stammt von Arndt Stüwe.

Zum Inhalt: David Wallat (Peter Kurth) ist ein erfahrener und angesehener Polizist beim LKA. Als der Kindermörder Joseph Maria Hagenow (Tobias Moretti) nach langer Haftstrafe wieder auf freien Fuß kommt, meldet sich Wallat freiwillig, um gemeinsam mit seinen Kollegen Lisa (Tinka Fürst) und Eric (Simon Schwarz), Hagenow zu überwachen – denn Wallat hat noch eine Rechnung mit Hagenow offen, den er damals zur Strecke gebracht hat. Hagenow gilt immer noch als gefährlich, musste aber aus juristischen Gründen nach der Haft entlassen werden und wird nun unter Führungsaufsicht und Dauerobservation gestellt. Hagenow zieht in ein kleines Dorf, wo ihm Pastor Berkenbusch (Florian Stetter), der an das Gute im Menschen glaubt, Unterschlupf angeboten hat. Die Polizisten ziehen in eine Wohnung gegenüber von dem Pfarrhaus ein. Wallat wird schnell klar, dass der manipulative Hagenow versucht, die Bewachung zu unterlaufen, indem er anfängt psychologische Spiele mit den Polizisten zu spielen, sie zu provozieren, gegeneinander auszuspielen, aus der Reserve zu locken. Hagenows Tricks zeigen anfangs wenig Wirkung – aber dann ist es ausgerechnet ein Fehler von Wallat, der zur Eskalation führt: Ein Kind verschwindet, die Dorfbewohner erfahren, wer ins Pfarrhaus gezogen ist, die Ereignisse überschlagen sich und Wallat droht der gesamte Einsatz aus den Händen zu gleiten….

„Im Abgrund“ (AT) ist eine Produktion der Wüste Medien (Produzenten: Björn Vosgerau und Uwe Kolbe) im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste. Die Redaktion liegt bei Carolin Haasis (ARD Degeto).

Am 7. Dezember 2019 vergab die European Film Academy in Berlin zum 32. Mal die European Film Awards. Erstmals wurde dabei auch eine TV Produktion ausgezeichnet. Der hierfür neu geschaffene Preis der Akademie der

New European Achievement in Fiction Series Award

geht an

„Babylon Berlin“

„Babylon Berlin“ ist eine Produktion von X Filme Creative Pool in Koproduktion mit ARD Degeto, Sky und Beta Film. Verantwortliche Redakteure sind Christine Strobl, Sascha Schwingel und Carolin Haasis (ARD Degeto), Gebhard Henke und Caren Toennissen (WDR), Marcus Ammon und Frank Jastfelder (Sky Deutschland). Produzenten für X Filme sind Stefan Arndt, Uwe Schott und Michael Polle, Koproduzenten für Beta Film: Jan Mojto, Dirk Schürhoff und Moritz Herzogenberg. Staffel 1 & 2 wurden gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg, dem German Motion Picture Fund, der Film- und Medienstiftung NRW sowie Creative Europe MEDIA der Europäischen Union.

Die ersten beiden Staffeln der Serie wurden vom 30. September bis 8. November 2018  als Free-TV-Premiere im Ersten ausgestrahlt und erreichten eine hohe Akzeptanz beim Publikum: Durchschnittlich sahen fast fünf Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die 16 Folgen, die einen Marktanteil von 15,9 Prozent erzielten. Der Marktanteil beim 14- bis 49-jährigen Fernsehpublikum lag bei 12 Prozent. 14,53 Millionen Zuschauer sahen mindestens eine Folge der Erfolgsserie im Ersten.

Auch in der  Mediathek war „Babylon Berlin“ ein noch nie dagewesener Erfolg. Allein bis 7. November 2018 wurden mehr als zehn Millionen Videoabrufe  registriert.

Im Herbst 2020 startet Das Erste die dritte Staffel von „Babylon Berlin“als Free-TV-Premiere.

Mehr zu „Babylon Berlin“ finden Sie hier.

Und hier alle Gewinner in der Übersicht.

Wir gratulieren allen Preisträgern!

Klaus Maria Brandauer (Rolle Konrad Biegler, vorne) und Bjarne Mädel (Rolle Peter Nadler) – Foto:  ARD Degeto | Moovie | Stephan Rabold

 

Erstmals in der Geschichte des deutschen Fernsehens wird mit „Der Feind – Recht oder Gerechtigkeit nach Ferdinand von Schirach“ (AT) ein Projekt gleichzeitig in Das Erste sowie in allen Dritten Programmen der ARD ausgestrahlt.

Ein Fall – erzählt aus zwei Perspektiven: Die Entführung eines 12-jährigen Mädchens wird in zwei Filmen gleichzeitig erzählt. Der eine folgt Kommissar Peter Nadler (Bjarne Mädel) bei seinem Wettlauf gegen die Zeit, der andere folgt dem Strafverteidiger des Beschuldigten, Konrad Biegler (Klaus Maria Brandauer), und lässt uns die Frage, was Recht und was gerecht ist, völlig anders erleben. Am Ende werden sich beide im Gerichtsprozess gegenüberstehen. Die Mittel, die Nadler fordert und einsetzt, mögen im Einzelfall unserem Gerechtigkeitsgefühl entsprechen, aber heiligt der Zweck alle Mittel? Darf der Rechtsstaat und seine Vertreter alles, wenn es darum geht Menschenleben zu retten oder muss das Recht immer und für alle gelten?

Ferdinand von Schirach, Schriftsteller und Drehbuchautor: „Wir wollen das Richtige tun und setzen unser Gerechtigkeitsgefühl über das Recht. Wie gefährlich das ist, zeigt dieser Film. Es war für mich die größte Freude, dass ich mit diesem so außergewöhnlichen Team zusammenarbeiten durfte.“

Christine Strobl, Geschäftsführerin der ARD Degeto: „So etwas gab es noch nie: Eine Geschichte, erzählt in zwei Filmen aus unterschiedlichen Perspektiven, zeitgleich ausgestrahlt im Ersten und in allen dritten Fernsehprogrammen der ARD. Mit „Der Feind – Recht oder Gerechtigkeit nach Ferdinand von Schirach“ (AT) wollen wir alle Zuschauer in die Diskussion von Recht oder Gerechtigkeit einbinden. Die Diskussionsfähigkeit halte ich für eine unabdingbare Voraussetzung für Demokratie, dazu wird die ARD mit ihrer ganzen Power beitragen. Ich bin sicher: Das wird das Fernsehereignis des Jahres!“

Oliver Berben, Vorstand TV, Entertainment & digitale Medien der Constantin Film: „Recht ist nicht immer gleich Gerechtigkeit. Um diese schwere Thematik dreht sich alles in diesem großen TV-Experiment, das einzigartig in der Geschichte des Fernsehens ist. Ich freue mich unglaublich, dass es gelungen ist, die gesamte ARD und alle Dritten Programme zusammen gewinnen zu können und damit die volle Kraft unseres föderalen Systems in einem Projekt vereinen zu können.“

Neben Bjarne Mädel und Klaus Maria Brandauer hochkarätig besetzt inszeniert Regisseur Nils Willbrandt u.a. auch Franz Hartwig, Katharina Schlothauer, Ulrike Kriener, Marc Hosemann, Harald Schrott, Ursina Lardi, Samuel Finzi, Gitta Schweighöfer und Neda Rahmanian. Kameramann ist Sebastian Edschmid. Gedreht wird noch bis Dezember 2019 in Berlin und Umgebung.

„Der Feind – Recht oder Gerechtigkeit nach Ferdinand von Schirach“ (AT) ist eine Produktion der MOOVIE GmbH im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste. Executive Producer ist Oliver Berben, Produzenten sind Jan Ehlert und Karsten Rühle. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei Christoph Pellander und Claudia Luzius (ARD Degeto). Die Drehbücher stammen von Ferdinand von Schirach, Jan Ehlert und Nils Willbrandt nach einem Konzept Ferdinand von Schirachs.