Noch tiefer als sonst taucht Pedro Almodóvar mit diesem feinsinnigen Genremix ab in die für ihn typischen Labyrinthe der Leidenschaften – mit doppelbödigen Anspielungen und Verweisen auf die Kinogeschichte. Dabei nimmt sich der zweifache Oscar-Preisträger seiner eigenen Geschichte an: „Frauen und Koffer“, der Film im Film, ist ein fiktives Remake seiner realen Erfolgskomödie „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“, die ihm 1988 den internationalen Durchbruch bescherte. In „Zerrissene Umarmungen“ spielt Almodóvar nun mit einer abgründigen Möglichkeit: Ein eifersüchtiger Produzent lässt den Film aus lauter misslungenen Einstellungen zusammensetzen, die der Regisseur aussortiert hatte. Im Kino fällt das missratene Produkt durch, und den gefeierten Ausnahmeregisseur – so wie wir ihn kennen – gibt es nicht. So erfindet sich der Spanier mit „Zerrissene Umarmungen“ einmal mehr neu, und die Oscar-Preisträgerin Penélope Cruz erweist sich als perfekte Projektionsfläche für diese spannende und verblüffende cineastische Wiedergeburt des Regisseurs:

Die patente Sekretärin Lena sorgt sich um ihren krebskranken Vater, den die Ärzte längst aufgegeben haben. Ihr wohlhabender Chef Ernesto lässt ihn in eine exklusive Privatklinik verlegen. Als Gegenleistung wird die ehemalige Schauspielerin zur Mätresse des reichen Bankiers, der sie in einen goldenen Käfig sperrt. Dass die frühere Schauspielerin eine Rolle in Mateo Blancos neuem Film annimmt, behagt dem eifersüchtigen Sugar Daddy gar nicht. Um Lena auf Schritt und Tritt überwachen zu können, beauftragt er seinen Sohn mit einer Dokumentation über die Dreharbeiten, deren Bilder er sich begierig ansieht. Aus der Sicht des Voyeurs erlebt Ernesto so mit, wie sich Lena und Mateo leidenschaftlich ineinander verlieben. Nach Fertigstellung des Films kehrt Lena ihrem besitzergreifenden Liebhaber trotz erbitterter Widerstände endlich den Rücken und taucht mit Mateo unter. Die Zukunft des Paares steht unter keinem guten Stern: Erst fällt der Film durch, für den Mateos Herzblut floss – dann stirbt Lena bei einem mysteriösen Autounfall. 14 Jahre später führt Mateo, der seit dem Unglück erblindet ist, ein zurückgezogenes Leben als Drehbuchautor. Als er erfährt, warum sein Film seinerzeit ein Misserfolg war – und warum Lena sterben musste –, holt ihn die schmerzliche Vergangenheit ein.

Darsteller Rolle
Penélope Cruz Lena
Lluís Homar Mateo Blanco / Harry Caine
Blanca Portíllo Judit García
José Luis Gómez Ernesto Martel
Rubén Ochandiano Ray X
Tamar Novas Diego
und andere

 

Brandenburg Ende der Siebziger. Fred und Jonas sind beste Freunde. Sie verleben eine behütete Kindheit in der Nähe der Grenze zu West-Berlin. In Falkenwerder sind sie zu Hause, gehen zur Schule und erkunden unbeschwert ihre Umgebung. Das Leben der Zehnjährigen ist voller Abenteuerlust. Als bekannt wird, dass Jonas‘ Mutter einen Ausreiseantrag stellt, werden die beiden aus ihrem unbeschwerten Alltag gerissen. Für die Jungs eine Herausforderung, weil nun zum Tragen kommt, was bisher nie für sie im Vordergrund stand. Ab sofort sollen sie keinen Kontakt mehr miteinander haben, denn Jonas und seine alleinerziehende Mutter sind plötzlich Staatsfeinde. Freds Vater hingegen hat als Beamter keinen Grund, an der staatlichen Ordnung der DDR zu zweifeln. Fred und Jonas müssen Vorkehrungen treffen. In ihnen reift der Plan, heimlich einen Tunnel in den Brandenburger Sand zu graben, der einmal quer durch den Erdball nach Australien führt. Dort wollen sie sich wieder treffen. Als Jonas tatsächlich über Nacht ausreist, versteht Fred vieles in seiner Welt nicht mehr. Die Erwachsenen benehmen sich merkwürdig. In der Schule übergeht die Klassenlehrerin den Vorfall. Was Fred allerdings nicht weiß: Jonas hat alles daran gesetzt, ihre Freundschaft zu retten und ist seiner Mutter davon gelaufen. Er bleibt jedoch verschollen. Ab jetzt ist Fred auf sich allein gestellt. Er will Jonas nicht vergessen und schöpft Kraft aus seinem Plan von der Reise in die Ferne – über alle Grenzen hinweg. Da kommt ihm sehr gelegen, dass Freds Lauf-Talent an der Sportschule von offizieller Seite gefördert wird. In Potsdam trainiert er bis zur Erschöpfung, denn als Olympia-Kader wird er eines Tages nach Australien reisen. So sein fester Vorsatz …

 

Darsteller Rolle
Tilman Döbler  Fred
Valentin Wessely  Jonas
Katharina Marie Schubert  Michaela
Christian Friedel  Günther
Hermann Beyer  Kacmareck
Pauletta Pollmann  Ramona
Gwendolyn Göbel  Carola
Deborah Kaufmann  Olivia
Thomas Schumacher  Herr Lutz
Carmen-Maja Antoni  Frau Neumann
Rosa Enskat  Frau Knebelmann
und andere

 

Die Komödie erzählt die wahre Geschichte eines jungen Kellners, der kurz nach der Wende unbedingt Journalist werden will. Er hat zwar weder Abitur noch Kontakte, verspricht aber dreist die Story, an der sich alle Zeitungen und Magazine verzweifelt die Zähne ausbeißen: das letzte Interview mit dem gestürzten DDR-Staatschef Erich Honecker! Um dessen Vertrauen zu gewinnen, gibt sich Johann Rummel als eifriger Jungkommunist aus und beginnt ein Abenteuer, das ihn schließlich ins ferne Chile führt. Eine Reise, die nicht ungefährlich ist.
Maximilian Meyer-Bretschneider und Martin Brambach spielen die Hauptrollen in „Willkommen bei den Honeckers“.

Frankfurt an der Oder, 1991: Johann Rummel träumt von einer Karriere als Boulevardjournalist. An die Stars kommt der trickreiche Möchtegern-Reporter bisher nur in seinem Beruf als Kellner heran. Ohne Abitur und Berufserfahrung stehen seine Chancen schlecht, ein begehrtes Volontariat zu ergattern. Gemeinsam mit seinem Freund Maik versucht er, sich mit Klatschstorys zu empfehlen: Sobald ein Promi aufkreuzt, gibt er den Reporter und Maik den Paparazzi. Mehr als nette Erinnerungen springen allerdings nicht heraus. Sein starker Wille macht dennoch Eindruck bei der Starjournalistin Marbach, die ihn bei ihrer Zeitung empfiehlt. Die große Chance kommt ausgerechnet durch Erich Honecker, der sich wegen der Mauertoten verantworten soll. Alle Medien wollen ein Interview mit ihm, doch der ehemalige DDR-Staatschef lässt sie abblitzen. Wer ihn zum Sprechen bringt, hat den Aufmacher des Jahres! Um Honeckers Vertrauen zu gewinnen, ist Rummel jedes Mittel recht: Er freundet sich mit alten SED-Genossen an und gründet zum Schein den Bund der Jungkommunisten im wiedervereinigten Deutschland. Gestellte Fotos sind nur der Anfang. Seinem Weggefährten Maik geht das zu weit und Freundin Jenny, deren Bruder bei der „Republikflucht“ ums Leben kam, wendet sich von ihrem Zukünftigen ab. Der ist inzwischen wie besessen von der Idee, das letzte Interview mit Honecker zu führen. Um jeden Preis.

 

Darsteller Rolle
Max Bretschneider Johann Rummel
Maximilian Mauff Maik Sperrfeld
Cornelia Gröschel Jenny Seifert
Martin Brambach Erich Honecker
Johanna Gastdorf Margot Honecker
Godehard Giese Walter Rührig
Inka Friedrich Susanne Rummel
Thomas Thieme Fritz Krozowski
Misel Maticevic Jochen Trommler
Uwe Preuss Konrad Kiebick
Suzanne von Borsody Elke Marbach
Bernd Stegemann Karl Eduard von Schnitzler
Bernd Michael Lade Bonzo
Tom Jahn Klaus Rummel
Ronald Zehrfeld Kollege Trommler
Maria Schuster Mitarbeiterin Trommler
Anneke Kim Sarnau Sekretärin Trommler
Heino Heino
Jan Mewes Bodygard Heino
und andere

 

Christiane Hörbiger beeindruckt in dem Drama „Die letzte Reise“ als Seniorin, die nach einem ereignisreichen und glücklichen Leben ihren Tod selbst bestimmen will. Durch ihren Wunsch zu sterben, bringt die an „normalen“ Alterskrankheiten leidende Frau ihre Töchter in einen schweren Gewissenskonflikt: Der Freitod der Mutter lässt sich nur verhindern, wenn sie die geistig topfitte Frau entmündigen lassen. Regisseur Florian Baxmeyer inszeniert das umstrittene Thema Sterbehilfe als Diskurs um Moral, Selbstbestimmung und Würde. Suzanne von Borsody und Nina Kronjäger verkörpern leise und eindringlich die verzweifelten Töchter. Burghart Klaußner spielt pointiert die Rolle des einfühlsamen Sterbehelfers, der für das Leben kämpft.
Die pensionierte Lehrerin Katharina Krohn blickt auf ein erfülltes Leben zurück. Was vor ihr liegt, möchte die 76-Jährige jedoch nicht mehr erleben. Denn sie leidet schwer unter Arthrose und einer chronischen Lungenerkrankung. In absehbarer Zeit ein Pflegefall zu werden, das will die stolze Dame auf keinen Fall zulassen. Weil sie es jetzt noch selbst in der Hand hat, plant Katharina, sich mit Unterstützung eines Schweizer Sterbehilfevereins selbst zu töten. Das wollen ihre Töchter unbedingt verhindern: Während die Anwältin Maren darauf hofft, ihrer Mutter neuen Mut zu machen, ist Heike zum Äußersten bereit. Die Bauingenieurin startet den Versuch, die Seniorin trotz ihres messerscharfen Verstands entmündigen zu lassen. Obwohl die Schwestern das gleiche Ziel haben, stehen sie sich schon bald in einem erbittert geführten Streit gegenüber. Denn Katharina zwingt Maren, vor Gericht ihre Vertretung zu übernehmen. Eine schmerzhafte Auseinandersetzung beginnt, die alte Familienstrukturen in dramatischer Weise wiederbelebt.

Darsteller Rolle
Christiane Hörbiger Katharina Krohn
Suzanne von Borsody Heike Wiechmann
Nina Kronjäger Maren Krohn
Burghart Klaußner Jean Jovet
Rafael Stachowiak Mischa
Hedi Kriegeskotte Jeanette
Karoline Bär Chiara
Felix Knopp Rechtsanwalt Wandtke
Matthias Bundschuh Gutachter Dr. Bruns
Patrick Heyn Richter
Mirko Roggenbock Albert Krohn jung
Ulrich Kuhlmann Albert Krohn alt
Liane Siems Katharina Krohn jung
und andere

 

Zum Eheglück gehören manchmal mehr als zwei. Das erleben Matthias Zera und Federica Sabatini als Liebende in der romantischen Komödie „Hochzeit in Rom“. Ausgerechnet ihre Eltern sorgen für unerwartete Turbulenzen auf dem Weg zum Traualtar: Während die deutsche Seite, gespielt von Harald Krassnitzer und Ann-Kathrin Kramer, mit eigenen Eheproblemen beschäftigt ist, muss die italienische Adelsfamilie erst noch davon überzeugt werden, ihre einzige Tochter weit unter Stand zu vermählen. Statt sich auf den schönsten Tag ihres Lebens freuen zu können, steht den Frischverliebten ihre erste Bewährungsprobe bevor. Rom dient mit seinen Sehenswürdigkeiten und Herrenhäusern als malerische Kulisse für die Liebesgeschichte.

Weinhändlerin Eva und Zahnarzt Walter Hauser werden von den Heiratsplänen ihres Sohnes Max mit der schönen Italienerin Bianca völlig überrumpelt. Kurz entschlossen reisen sie nach Rom, um ihre zukünftige Schwiegertochter und deren Familie kennenzulernen, was zu einer überraschend folgenschweren Herausforderung für alle Beteiligten wird.
Max, der seinen konservativen Schwiegereltern in spe, dem Grafen Vibaldo und der Gräfin Gioia D’Arcadia, die in einem prunkvollen Palazzo residieren, die eigenen Eltern als DAS Traumpaar und Paradebeispiel für eine auch nach Jahrzehnten noch gut funktionierende Ehe verkauft hat, erlebt ein böses Erwachen. Was Max nämlich nicht weiß: Sein Vater hat bereits seit längerem ein Verhältnis mit der jungen Flugbegleiterin Xenia. Und damit nicht genug, Xenia will endlich, dass Walter sich zu ihr bekennt, und taucht ebenfalls urplötzlich in Rom auf – sehr zum Unbehagen Walters.
Dort platzt die Bombe und Eva, die die Reise in die ewige Stadt auch dazu nutzen wollte, wieder etwas mehr Romantik in den Ehealltag zu bringen, steht von jetzt auf gleich vor den Trümmern ihrer Ehe. Am liebsten würde sie sofort ihre Koffer packen und abreisen, doch sie bringt es nicht übers Herz, ihrem Sohn dessen Glück zu verderben und macht daher wohl oder übel gute Miene zum bösen Spiel.
Die Hausers sind allerdings nicht die Einzigen mit Problemen. Auch bei Max‘ zukünftiger Braut, Bianca D’Arcadia, ist nicht alles Gold, was glänzt. Ihr Vater, Fürst Vibaldo, verheimlicht vor seiner ehrgeizigen Gattin Gioia und seiner standesbewussten Mutter Donna Constanza, dass es mit dem Familienvermögen bei weitem nicht so gut bestellt ist wie geglaubt. Das erste Aufeinandertreffen der beiden Elternpaare ist mehr als explosiv, und nicht nur das junge Paar muss in diesem Spannungsverhältnis und den darauf entstehenden Turbulenzen seine Liebe neu definieren.

Darsteller Rolle
Federica Sabatini Bianca D’Arcadia
Matthias Zera Max Hauser
Harald Krassnitzer Walter Hauser
Ann-Kathrin Kramer Eva Hauser
Ricky Tognazzi Vibaldo D’Arcadia
Stefania Rocca Gioia D’Arcadia
Annika Ernst Xenia
Emanuela Grimalda Sofia
Elena Cotta Donna Costanza
Nico Rogner Eric
Nele Kiper Inge
und andere

 

Unverhoffte Ehre für das Wolfratshauser Polizeirevier: Anlässlich der höchsten Aufklärungsquote in ganz Bayern wird die gesamte Mannschaft von Polizeipräsident Manfred Kröpf höchstpersönlich nach München eingeladen. Während Polizeirat Girwidz im Beisein von Polizeioberwachtmeisterin Sonja Wirth und Polizeimeister Martin Riedl bereits die Urkunde in Empfang nimmt, verspäten sich Hubert und Staller zu den Feierlichkeiten – sie haben sich nicht nur hoffnungslos im Großstadtdschungel verfahren, sondern bewahren auf dem Weg zum Präsidium auch noch die lebensmüde Anna Schmitt davor, von ihrem Balkon in den Tod zu springen. Dass es sich bei der verzweifelten Dame ausgerechnet um die Lebensgefährtin von Vizepolizeipräsident Markus Wieser handelt, sorgt für zusätzliche Unannehmlichkeiten. Der Präsident nutzt indes das Treffen, um die Wolfratshausener für einen überregionalen Kampf gegen die Drogen in der Landeshauptstadt zu gewinnen. Insbesondere Rotlichtgröße Stefan Wilde mit seinen weit ins Umland reichenden Kontakten ist dem Präsidenten ein Dorn im Auge. Girwidz verspricht seine Unterstützung und erfährt in einem Gespräch unter vier Augen, dass dem Polizeipräsidenten noch ganz andere Dinge Sorgen bereiten: Das Münchner Präsidium stehe seit Monaten in der Kritik, von Drogenhandel, Erpressung und sogar Mord sei die Rede. Der Polizeipräsident fürchtet ein schwarzes Schaf in den eigenen Reihen, und die Wolfratshauser sollen ihm helfen, es zu finden! Da platzen die Nachzügler Hubert und Staller in das Gespräch und der Polizeipräsident lädt Girwidz zu sich nach Hause ein, um das geheime Gespräch fortzusetzen. Als Girwidz am nächsten Morgen dort ankommt, findet er den Polizeipräsidenten Kröpf ermordet vor. Kröpfs Ehefrau hält Girwidz zunächst für den Mörder und ruft die Kollegen ihres Mannes zu Hilfe. Wenig später treffen sowohl Hubert und Staller als auch die Münchner Ermittler Sebastian Kurz und Melanie Eder am Tatort ein und es gibt die ersten Zuständigkeitsstreitigkeiten. Immerhin sind sich beide Parteien darin einig: Der Polizeipräsident ist einem Einbrecher zum Opfer gefallen, den er auf frischer Tat ertappt hatte. Hubert und Staller wollen bereits genervt das Feld räumen, als Girwidz seine Mannschaft in einer flammenden Rede auf eine Kooperation mit den Münchner Kollegen einschwört, um das abscheuliche Verbrechen schnellstmöglich aufzuklären und dem letzten Wunsch des Präsidenten nach einer überregionalen Zusammenarbeit nachzukommen. Insgeheim wünscht er sich natürlich, dass Hubert und Staller als interne Ermittler tätig werden. Auch wenn vieles auf einen Einbrecher hindeutet, fürchtet Girwidz, dass das „schwarze Schaf“ den Polizeipräsidenten ermordet haben könnte. Er weiht Hubert und Staller in seinen heiklen Verdacht ein. Die beiden haben nicht nur überhaupt keine Lust auf die neuen Kollegen aus der Stadt, sondern fragen sich auch, wie sie gleichzeitig mit und gegen die Kollegen ermitteln sollen. Und auch auf dem Wolfratshausener Revier fürchtet man die Konkurrenz aus München. Weil Girwidz dem Sohn des ermordeten Polizeipräsidenten, Niklas Kröpf, die Bitte nach einer Praktikumsplatz nicht ausschlagen konnte, muss Riedl nun fürchten, bald völlig überflüssig zu sein. Als Dr. Anja Licht bei der Untersuchung des Toten in dessen Kleidung ein Päckchen Drogen findet, wird schnell klar, dass die Theorie vom Einbrecher nicht mehr zu halten ist. Um einen Vorsprung vor den Münchner Kollegen zu haben, verschweigen Hubert und Staller den Fund zunächst, machen sich im Alleingang auf und statten dem vermeintlichen Münchner Drogenkönig Stefan Wilde in seinem Münchner Club einen Besuch ab.

„Unter Wölfen“ ist ein Special zur beliebten Serie rund um das bayerische Polizistenduo. Ein weitere Special folgt am 5 Oktober: „Hubert und Staller – Die ins Gras beißen“.

Darsteller Rolle
Christian Tramitz Franz Hubert
Helmfried von Lüttichau Johannes Staller
Michael Brandner Reimund Girwidz
Annett Fleischer Sonja Wirth
Karin Thaler Dr. Anja Licht
Hannes Ringlstetter Yazid
Paul Sedlmeir Martin Riedl
Aleksandar Jovanovic Sebastian Kurz
Bettina Lamprecht Melanie Eder
Anna Brüggemann Anna Schmitt
Robert Stadlober Herr Preiss (Jogger)
Katharina Müller-Elmau Sabine Kröpf
Dietrich Hollinderbäumer Manfred Kröpf
Robert Schupp Markus Wieser
Bela Klentze Niklas Kröpf
Adam Bousdoukos Stefan Wilde
Christof Wackernagel Taxifahrer
Detlef Bothe Bulliger Glatzkopf
Ralf Drexler Rudi Kessler Pathologe
Sebastian Winkler Polizist im Kastenwagen
Anne Bolik Bardame
Sabine Menne Pflegerin Klinik
Thore Jarosch Patient
Kim Bormann  junge Polizistin am PC
Jean-Claude Knobbe Aufsicht Schießanlage
und andere

 

 

Roger hat seine eigene, übersichtliche Welt. Er liebt seine Wohnung, hat ein Herz für Tiere und jeden Tag eine neue Aufgabe: Roger arbeitet als Hausmeister in einer Schweriner Platte kurz vor dem Abriss. Übrig gebliebene DDR-Anhänger, gescheiterte Genies, künstlerische Neonazis, schlitzohrige Döner-Verkäufer und eine dem Alkohol nicht abgeneigte Mutter bevölkern sein skurriles kleines Universum. Für sie alle erledigt Roger kleine Dienste, großes Herz inklusive. Roger ist ein Träumer, aber er hat einen wachen Blick und einen großen Wunsch: Er möchte sich verlieben. Als eines Tages die Berlinerin Ellen mit ihrer Tochter Jill in das Haus einzieht, hat er seine Traumfrau gefunden. Nur weiß er leider nicht, wie er sich selbst zum Glück verhelfen kann. Mit kleinen Dingen versucht er, Ellen zu bezaubern. Doch mutig zu seiner Fantasie zu stehen, ist seine Sache nicht – vor allem nicht, wenn Mutti auch noch ein Wort mitsprechen möchte.

Darsteller Rolle
Charly Hübner Roger Müller
Christina Große Ellen Bahlow
Emilie Neumeister Jill Bahlow
Renate Krößner Katrin Müller
Steffi Kühnert Hilde Hein
Hermann Beyer Hermann Schröder
Kida Khodr Ramadan Attila Üzgül
Christoph Jungmann Herr Senftleben
Barbara Philipp Frau Senftleben
Udo Thies Kai Wiedemann
und andere

 

Mit seinem Roman „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ gelang dem französischen Schriftsteller und Psychiater François Lelord ein Weltbestseller. Bei der Verfilmung ist der britische Publikumsliebling Simon Pegg – bekannt aus der Kult-Komödie „Shaun of the Dead“ sowie „Star Trek“- und „Mission: Impossible“-Blockbustern – für die Titelrolle des schrulligen Glückssuchers eine Idealbesetzung. Auf seinen Reisestationen trifft er mit Rosamund Pike, Stellan Skarsgård, Jean Reno, Toni Collette, Veronica Ferres und Oscar-Preisträger Christopher Plummer auf ein internationales Staraufgebot. Der britische Komödienprofi Peter Chelsom sorgt mit seiner flotten und herzerwärmenden Inszenierung dafür, dass man Hectors Glücksgefühle am Ende uneingeschränkt teilt:

Auch wenn man es ihm auf den ersten Blick nicht ansieht: In dem unscheinbaren Londoner Psychiater Hector steckt ein Abenteurer! Zwar führt der liebenswürdige, etwas schrullige Therapeut mit seiner attraktiven Freundin Clara, die ihn nach Strich und Faden umsorgt, ein bürgerliches Leben par excellence. Beruflich aber treibt Hector seit geraumer Zeit eine Unzufriedenheit um: Es gelingt ihm nicht, seinen Patienten dauerhaft zum Glück zu verhelfen. Doch Glück, was ist das überhaupt? Um das herauszufinden, bricht Hector – wie von seiner hellseherischen Patientin Anjali vorausgesagt – zu einer Suche rund um den Erdball auf. Aus Reisebegegnungen mit unterschiedlichen Charakteren wie dem Investmentbanker Edward, dem Entwicklungshelfer Michael oder dem Drogenbaron Diego trägt er eine Liste mit 15 Lektionen zusammen. Aber erst als seine frühere Geliebte Agnes ihn mit dem namhaften Glücksforscher Coreman bekannt macht, kommt er auf die richtige Frage.

Darsteller*innen Rolle
Simon Pegg Hector
Toni Collette Agnes
Rosamund Pike Clara
Stellan Skarsgård Edward
Jean Reno Diego
Veronica Ferres Anjali
Barry Atsma Michael
Ming Zhao Ying Li
Togo Igawa Alter Mönch
Christopher Plummer Professor Coreman
Chad Willett Alan
und andere

 

In „Sturm am Ehehimmel“ müssen zwei Männer von ihrer Arbeitswut kuriert werden – was natürlich nur mit Hilfe zweier temperamentvoller Frauen funktioniert. Der preisgekrönte Regisseur John Delbridge erzählt diese Geschichte nach Motiven der Bestsellerautorin Utta Danella, in einer Mischung aus heiteren und romantischen Momenten. Grimme-Preisträgerin Michaela May beweist als vernachlässigte Ehefrau einmal mehr das Talent, ihre Figuren mit großer Charaktertiefe zu verkörpern. „Sturm am Ehehimmel“ entstand an Originalschauplätzen im bayerischen Voralpenland:

Über viele Jahre hinweg hat die temperamentvolle Teresa sich damit abgefunden, dass ihr Mann Paul als passionierter Meteorologe zwar ständig den Himmel im Blick hat, seiner Frau aber nur selten Aufmerksamkeit schenkt. Auf Wolke sieben schwebt das Ehepaar schon lange nicht mehr. Jahrzehntelang war Paul der Leiter einer kleinen Wetterstation im bayerischen Voralpenland – nun wird er pünktlich zum 65. Geburtstag in den Ruhestand geschickt, und Teresa sieht endlich die Chance auf mehr Zweisamkeit mit ihm. Doch der Plan, ihren Gatten mit einer Traumreise nach Mexiko zu überraschen, geht gründlich nach hinten los: Der altgediente Wetterfrosch ist ohne seine Arbeit unausstehlich, die Bedürfnisse seiner Frau bemerkt er indes gar nicht.
Von Männern, die nur den Job im Kopf haben, kann auch Teresas Nachbarin Lena ein Lied singen. Seit ihrer Scheidung macht sie einen großen Bogen um arbeitswütige Karrieretypen. Deshalb hält sie auch den neuen Gast in Teresas Ferienpension auf Abstand: Der Hamburger Rechtsanwalt Christian ist ihr zwar auf Anhieb sympathisch, doch leider kommt er nicht einmal im ärztlich verordneten Zwangsurlaub ohne Smartphone und Laptop aus. Erst als Teresa ihren gestressten Hausgast zu einer Bergtour in die erholsame Alpenlandschaft überredet, realisiert Christian, dass es auch ein Leben jenseits der Gerichtssäle gibt. Er lernt, den Alltag zu vergessen und den Moment zu genießen. Und beginnt, der widerspenstigen Lena mit Charme und Witz den Hof zu machen – sehr zum Unmut von deren Sohn Tim. Dabei bemerkt er gar nicht, dass auch Teresa sich immer stärker zu ihm hingezogen fühlt. Bei Christian findet sie all das, was sie bei ihrem Göttergatten so schmerzlich vermisst: Aufmerksamkeit, ein offenes Ohr und echtes Interesse für ihre Träume und Sorgen. Sie ist auf dem besten Weg, sich in den wesentlich jüngeren Mann zu verlieben. Als der grantelnde Paul Teresa in seinem Arbeitseifer ein weiteres Mal vor den Kopf stößt, fasst diese eine schwerwiegende Entscheidung.

Darsteller Rolle
Michaela May Teresa Sommer
Dietrich Hollinderbäumer Paul Sommer
Andreas Pietschmann Christian Frey
Nina Hartmann Lena Gruber
Tassilo von Tiedemann Tim Gruber
Joram Voelklein Bernhard, Wetterwart
Werner Haindl Karl, Polizist
Tom O’Maly Fahrradhändler
und andere

 

Für die spannende Inszenierung dieses deutsch-griechischen Kriminalfalls konnte der aufstrebende Regisseur Marc Brummund („Freistaat“) gewonnen werden. Das Autoren-Team aus dem jungen Drehbuchautor Markus B. Altmeyer und Krimispezialist Claus Cornelius Fischer liefert dabei eine spannende Geschichte um zwei ungleiche Ermittler. Francis Fulton-Smith spielt den verschlossenen Hauptkommissar Richter und Waldemar Kobus seinen skeptischen Kollegen Makropoulos. Das Duo sieht sich mit einem Mordfall konfrontiert, der weitaus komplexer ist, als er auf den ersten Blick scheint. Andrea Sawatzki ist in ihrer Rolle der undurchsichtigen Verlagschefin Pappas ebenso grandios wie Sabin Tambrea als schlafloser Computerspezialist Sideris Nikopolidis. Kamerafrau Eeva Fleig setzt die besondere Architektur der Athener Innenstadt bei rasanten Verfolgungsjagden und malerischen Nachtszenen beeindruckend in Szene:

Frisch angekommen, tritt Hauptkommissar Max Richter gerade seinen Dienst bei der Athener Mordkommission an, als auch schon der erste Fall ruft. Eine junge Sängerin wurde in ihrer Wohnung erschossen aufgefunden. Von seinem neuen Partner Petros Makropoulos skeptisch empfangen, beginnen die beiden ihre Ermittlungen. Was sein griechischer Kollege nicht weiß: Richter wurde von seinem neuen Chef Kriminaldirektor Ritsos beauftragt, gegen den vermeintlich bestechlichen Makropoulos zu ermitteln. Dieser ist zudem dabei, mit Richters Schwester Melina eine Beziehung einzugehen, was die Sache nicht einfacher macht. Von einem Nachbarn auf die Spur gebracht, können die beiden trotz ihrer Differenzen in dem Freund des Opfers einen Tatverdächtigen ausmachen. Als dem Ermittlerduo aber auffällt, dass sie bei ihrer Arbeit beschattet werden, führt sie diese neue Spur zum Verlagshaus von Victoria Pappas – dem Arbeitsplatz des flüchtigen Täters. Zu ihrer Überraschung stellt sich zudem heraus, dass die Tatwaffe aus deutschen Polizeibeständen stammt und Teil einer größeren Amtshilfe an die Athener Kollegen war. Plötzlich befinden sich die ungleichen Kommissare mitten in einem noch viel größeren Fall.

Darsteller Rolle
Francis Fulton-Smith Max Richter
Waldemar Kobus Petros
Sabin Tambrea Sideris
Beate Maes Melina
Andrea Sawatzki Victoria Pappas
Hauke Petersen Vaggelis
Katharina Heyer Eleni
Michele Oliveri Ritsos
Tino Mewes Jens Herzog
und andere

 

Nach seinem mit drei Oscars prämierten Meisterwerk „Dallas Buyers Club“ verfilmte Regisseur Jean-Marc Vallée die autobiografische Erzählung „Der große Trip: Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst“ von Cheryl Strayed. Das kluge Drehbuch des Bestsellerautors Nick Hornby, die kunstvoll von Rückblenden durchzogene Erzählstruktur und die beeindruckenden Bilder tragen zu einer beinahe hypnotischen Faszinationskraft bei – ebenso wie die exzellenten Schauspielleistungen. Es regnete Preise und Nominierungen. Sowohl Reese Witherspoon als auch Laura Dern wurden bei den Academy Awards als Beste Haupt- bzw. Nebendarstellerin nominiert. An der Kinokasse spielte die mit 15 Millionen Dollar für Hollywood-Verhältnisse günstige Produktion mehr als das Dreifache ein.

Im Juni 1995 begibt sich die 26-jährige Cheryl Strayed auf die Reise ihres Lebens: Ganz alleine will sie den Pacific Crest Trail bewandern. Mit einem mannshohen Rucksack macht sich die zierliche Frau auf den Weg, der fast zweitausend Kilometer durch die Wildnis führt – von der glutheißen Wüste Südkaliforniens über dicht bewaldete Gebirgszüge bis an die kanadische Grenze. Cheryl hat keinerlei Wandererfahrung.Sie nimmt die Strapazen auf sich, um mit ihrer Vergangenheit endlich ins Reine zu kommen. Unterwegs stellt Cheryl sich den Stationen ihres Lebens, die sie aus der Bahn geworfen haben: Sie stellt sich dem frühen Tod ihrer geliebten Mutter Bobbi und der Erinnerung an den gewalttätigen Vater; dem Schmerz, den sie mit Drogenexzessen und Sexbekanntschaften betäubt hat, und schließlich dem Verlust des fürsorglichen Ehemanns Paul. Sie begegnet den unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Absichten, muss Naturgewalten trotzen, das Gewicht des Rucksacks und schmerzende Füße ertragen. Doch Cheryl möchte es schaffen. Sie möchte es schaffen, um neu anfangen zu können.

„Der große Trip – Wild“ ist der siebte Film zum diesjährigen PremierenKino im Ersten; der achte und gleichzeitig letzte für 2017 folgt am 5. September: „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“.

Darsteller Rolle
Reese Witherspoon Cheryl
Laura Dern Bobbi
Thomas Sadoski Paul
Michiel Huisman Jonathan
Gaby Hoffmann Aimee
Kevin Rankin Greg
W. Earl Brown Frank
Mo McRae Jimmy Carter
Keene McRae Leif
und andere

 

Bernd Eichingers aufwendige Kinoproduktion schildert auf mitreißende Weise ein Stück deutscher Geschichte, in deren Verlauf die noch junge BRD in ihre bislang schwerste Krise geriet. Basierend auf dem gleichnamigen Sachbuch von Stefan Aust, skizziert das zeitgeschichtliche Drama die Radikalisierung von Teilen der Studentenbewegung hin zur selbst ernannten Stadtguerilla und rücksichtslosen Terrorbande, deren Anschläge im blutigen Deutschen Herbst des Jahres 1977 kulminieren. Besetzt mit einem beispiellosen Star-Ensemble, in dem sich selbst in Nebenrollen noch namhafte Darsteller finden, macht Uli Edels an Originalschauplätzen inszenierter Film nachvollziehbar, wie politische Ideale durch die Eigendynamik des Terrors korrumpiert werden. Dabei entlarvt diese dynamische und um größtmögliche Authentizität bemühte Zeitreise deutlicher als je zuvor die Brutalität und die autoritären Strukturen der selbst ernannten Antifaschisten.

Berlin, 1967. Bei einer Anti-Schah-Demonstration dreschen sogenannte Jubelperser auf friedlich protestierende Studenten ein. Es kommt zu Ausschreitungen, in deren Verlauf der Student Benno Ohnesorg durch die Kugel eines Polizisten stirbt. Nachdem auch der charismatische APO-Kopf Rudi Dutschke niedergeschossen wird, eskalieren gewaltsame Proteste gegen die Springer-Presse, deren Berichterstattung die Gesellschaft polarisiert hatte. Um das System nicht nur mit Worten zu bekämpfen, formiert sich eine Gruppe unter Führung der Pastorentochter Gudrun Ensslin und Andreas Baader. Nach einem Brandanschlag auf ein Frankfurter Kaufhaus werden die Drahtzieher verhaftet. Der unter großer öffentlicher Anteilnahme geführte Gerichtsprozess löst eine Sympathiewelle für die Stadtguerilla aus. Nachdem die Revision ihres Urteils abgelehnt wurde, tauchen Baader und Ensslin in den Untergrund ab. Die Vorliebe für schnelle Autos wird Baader zum Verhängnis, als er mit einem gestohlenen Porsche angehalten und verhaftet wird. Gemeinsam mit Ulrike Meinhof, Kolumnistin der linken Zeitung „Konkret“, organisiert Ensslin seine gewaltsame Befreiung. Polizisten und Unbeteiligte werden verletzt. Meinhof taucht in die Illegalität ab. Die Gruppe gründet die „Rote Armee Fraktion“, absolviert eine Ausbildung in einem palästinensischen Trainingscamp, raubt Banken aus und erschüttert die Republik mit Bombenanschlägen. Doch auch der Staat rüstet auf. Nacheinander gehen die Terroristen ins immer engmaschiger werdende Netz der Rasterfahndung von BKA-Präsident Horst Herold. Im Gefängnis verweigern die Terroristen aus Protest die Nahrungsaufnahme und gelten in der linken Szene bald als Märtyrer. Vom wochenlangen Hungerstreik geschwächt, stirbt Holger Meins. An seinem Grab bewegt Rudi Dutschkes Parole „Holger, der Kampf geht weiter“ die Gemüter der Sympathisanten. Nach der Ermordung des obersten Berliner Richters besetzt das „Kommando Holger Meins“ die deutsche Botschaft in Stockholm. Doch der Versuch, mit der Erschießung zweier Unschuldiger die RAF-Mitglieder freizupressen, scheitert. Unter dem Druck der Öffentlichkeit wird die Kerngruppe im Stammheimer Hochsicherheitstrakt zusammengelegt. Während des Prozesses verhöhnen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof gemeinsam das Gericht. Hinter den Kulissen wird Ulrike Meinhof jedoch als Verräterin angefeindet. Sie hält dem psychischen Druck nicht stand und verübt Selbstmord. In der Öffentlichkeit hält sich das Gerücht einer Hinrichtung. Mit der Ermordung des Generalbundesanwalts Siegfried Buback rächt sich das „Kommando Ulrike Meinhof“ an dem vermeintlich Schuldigen. Nach ihrer Entlassung aus Stammheim organisiert Brigitte Mohnhaupt die „zweite Generation“, die den politischen Terror radikalisiert. Gemeinsam mit Christian Klar erschießt sie den Bankier Jürgen Ponto. Motiviert durch eine Selbstmord-Ankündigung der Stammheimer, versuchen Mohnhaupt und Klar durch die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer, die RAF-Begründer freizupressen. Die Entführung einer Lufthansamaschine und der Selbstmord von Baader, Ensslin und Raspe führen zum blutigen Höhepunkt des Deutschen Herbstes.

Darsteller Rolle
Martina Gedeck Ulrike Meinhof
Moritz Bleibtreu Andreas Baader
Johanna Wokalek Gudrun Ensslin
Jan Josef Liefers Peter Homann
Katharina Wackernagel Astrid Proll
Vinzenz Kiefer Peter-Jürgen Boock
Susanne Bormann „Peggy“ Irene Goergens
Simon Licht Horst Mahler
Niels Bruno Schmidt Jan Carl Raspe
Nadja Uhl Brigitte Mohnhaupt
Heino Ferch Asisstent von Horst Herold
Alexandra Maria Lara Petra Schelm
Stipe Erceg Holger Meins
Tom Schilling Josef Bachmann
Daniel Lommatzsch Christian Klar
Sebastian Blomberg Rudi Dutschke
Hannah Herzsprung Susanne Albrecht
Bruno Ganz Horst Herold
und andere

 

 

In dieser hintersinnigen Komödie findet Mira Bartuschek als Vollzeitmutter heraus, dass sie nicht nur Dienstleistungen zum Nulltarif erbringen muss und es gut ist, aus alten Rollenmustern auszubrechen. Max von Thun lernt als verblüffter Ehemann allmählich dazu. Eleonore Weisgerber spielt eine tiefenentspannte Ex-Musikerin aus der altlinken Politszene. Und neben Alexandra von Giese und Yanis Scheurer als Mias Kinder glänzt Martin Feifel als gebrochener Ex-Polizist, der schon bessere Zeiten erlebt hat. Regisseur Jan Ruzicka, bekannt durch „Der Mauerschütze“ und „Pilgerfahrt nach Padua“, inszenierte den Familienfilm nach einem Drehbuch von Norbert Eberlein.

Ihre Rolle als Ehefrau und Mutter zweier Kinder erfüllt Mia perfekt. Sogar zu perfekt: Florian, ein wohlhabender Zahnarzt, der immer nur an sein nächstes Tennismatch denkt, nimmt den Einsatz seiner Frau allzu selbstverständlich hin. Für ihre verwöhnte Teenager-Tochter Sarah und den kleinen Leon ist Mamas Rundum-Service so normal wie das luxuriöse Haus mit Pool. Auch die mit in der Familie lebende Schwiegermutter Helga, eine verträumte Alt-68erin, rührt im Haushalt keinen Finger. Irgendwann ist Mia auf 180: Keiner erkennt ihre Leistung an. Das ändert sich, als sie im Nachbarhaus drei Einbrecher überrascht und sich dabei so professionell verhält, dass man sie auf dem Polizeirevier zu einer Sonderausbildung für „lebensältere Bewerber“ ermuntert. Zum Amüsement ihrer Familie bereitet Mia sich tatsächlich auf die Prüfung vor. Niemand unterstützt sie, doch mit Hilfe des zwielichtigen Ex-Polizeiausbilders Sam, der verborgene Fähigkeiten aus ihr herauskitzelt, beißt Mia sich mühsam durch. Eifersüchtig registriert Florian die Veränderung seiner Frau. Unterdessen empfindet Sam nicht nur freundschaftliche Gefühle für die selbstbewusster werdende Mia. Doch der geht es nicht um eine Affäre: Sie will in einem Team mitwirken, in dem sie für ihre Fähigkeiten akzeptiert und respektiert wird.

Darsteller Rolle
Mira Bartuschek Mia Bischoff
Max von Thun Florian Bischoff
Martin Feifel Sam Saalbeck
Eleonore Weisgerber Helga Bischoff
Alexandra von Giese Sarah Bischoff
Yanis Scheurer Leon Bischoff
Elisabeth von Koch Doro
Golo Euler Junger Polizeibeamter
Amanda da Gloria Polizeibeamtin
Ercan Durmaz Acar Korkmaz
Isabella Surel Joggerin
Manuel Steitz Jo
und andere

Wer liebt nun wen? Ist es für immer oder nur für eine Nacht? Diese Fragen beantwortet Danièle Thompson in ihrer federleichten Ensemblekomödie auf hinreißend französische Art. Neben Multitalent Dany Boon, der mit „Willkommen bei den Sch’tis“ von sich reden machte, liefern sich die französischen Stars Karin Viard, Patrick Chesnais, Pierre Arditi, Laurent Stocker und Patrick Bruel einen munteren Schlagabtausch. Zu sehen ist auch Emmanuelle Seigner, von deren Ehemann Roman Polanski übrigens das von französischen Gaumen so gefürchtete Kohlrezept stammt.

Alljährlich zum kalendarischen Sommeranfang, dem 21. Juni, laden die Pariser Scheidungsanwältin ML und ihr depressiver Mann Piotr Freunde und Bekannte zum Abendessen ein. Zu den Gästen zählen MLs künftiger Arbeitgeber, der zynische Anwalt Lucas , der mit seiner intellektuell unterforderten Frau Sarah einen beinharten Rosenkrieg führt. Nicht fehlen darf auch MLs Freundin, die frömmelnde Gynäkologin Melanie, die ihren Mann, den berühmten Onkologen Alain Carcassonne, nicht mehr liebt und als gute Katholikin den lieben Gott um seinen Segen für einen Seitensprung bittet. Im siebten Himmel schwebt allein MLs Schwester Juliette, die gerade den etwas zerknitterten Schauspieler Erwann geheiratet hat. Der mutterfixierte Handwerker Jean-Louis, die krebskranke Flamencotänzerin Manuela und Henri, der eigentlich nicht eingeladene Vater von ML und Juliette, komplettieren die illustre Runde. Das zweite Glas Wein lockert zwar die Zungen, doch man erhält die Lebenslügen aufrecht. Selbst das polnische Kohlgericht des Hausherren, das den Gästen noch vom letzten Jahr im Magen liegt, wird nur hinter vorgehaltener Hand verspottet. Ein Jahr später trifft man sich wieder, aber inzwischen ist einiges geschehen: Sarah avancierte zur Bestsellerautorin, die krebskranke Tänzerin durchlebte eine Wunderheilung, und ML ist schwanger – allerdings nicht von ihrem Lover Jean-Louis, sondern vom eigenen Gatten Piotr. Doch der steckt in einer heißen Affäre mit Sarah.

Darsteller Rolle
Karin Viard ML
Dany Boon Piotr
Marina Foïs Melanie
Patrick Bruel Alain
Emmanuelle Seigner Sarah
Christopher Thompson Lucas
Marina Hands Juliette
Patrick Chesnais Erwann
Blanca Li Manuela
Laurent Stocker Jean-Louis
Pierre Arditi Henri
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Thomas Kronthaler hat  zusammen mit Stephanie Kronthaler eine romantische Komödie über zwei liebesbedürfitge Erwachsene geschrieben, die beim Speed Dating ordentlich tief- bzw. hochstapeln. Johanna Christine Gehlen und Tobias Licht überzeugen als Liebespaar im Rollentausch-Versuch und geben ihren Figuren Raum für ernste und komische Momente. In weiteren Rollen: Katja Studt als Kathrins Schwester Susanne, die als überqualifizierte Kieferorthopädin in Teilzeit ihr Familienchaos managt, Felix Eitner als Mann von Susanne, Michael A. Grimm als Andis Mitbewohner Norbert sowie Sabine Menne, Hanno Friedrich, Michael Brandner u.a:

„Letzte Chance Speed-Dating“, erklärt Kathrin ihrer Schwester Susanne, deren alltägliches Familienchaos sie magisch anzieht. Kathrin ist erfolgreiche Wirtschaftsmathematikerin, gerade 40 geworden und sehnt sich danach, endlich eine eigene Familie zu gründen. Beim Speed-Dating reagieren die Männer eingeschüchtert auf Kathrins beruflichen Erfolg. Spontan gibt sich Kathrin in der nächsten Runde als Krankenschwester aus und trifft auf den Anwalt Andi. Es funkt. Kathrin und Andi verbringen die Nacht miteinander – und dann meldet er sich nicht. Einige Tage später sieht sie Andi als Gärtner arbeiten. Offenbar hat er ihr den Anwalt nur vorgespielt, um sie ins Bett zu kriegen. Susannes Hinweis, sie habe ihren Beruf ebenfalls verheimlicht, lässt Kathrin nicht gelten. Sie will sich revanchieren. Ihr Plan geht auf: Andi kommt zu einer Party, auf der sie auf der Tanzfläche Spaß hat. Sie verdreht ihm den Kopf, unternimmt romantische Ausflüge mit ihm, lässt ihn zappeln und macht per SMS Schluss. Andis bester Freund Norbert rät Andi vergeblich dazu, sich zu outen. Auch Susanne meint, Kathrin solle Andi von ihrem Beruf erzählen. Kathrin zweifelt, mit ihren Lügen haben sie beide jede Vertrauensbasis verspielt. Einige Wochen später treffen sich Kathrin und Andi zufällig wieder. Nach einem dramatischen Zwischenfall „spielen“ sie die Speed-Dating Szene noch einmal nach. Diesmal mit offenen Karten und bereit, das klassische Rollenmodell auf den Kopf zu stellen. Doch haben sie tatsächlich eine zweite Chance…?

Einen weiteren Film der „Utta Danella“-Reihe zeigt Das Erste am 1. September: „Sturm am Ehehimmel“.

Darsteller Rolle
Johanna Christine Gehlen Kathrin
Tobias Licht Andi
Katja Studt Susanne
Felix Eitner Michael
Sabine Menne Sabine
Michael A. Grimm Norbert
Hanno Friedrich Georg
Christian Heiner Wolf Frieder
Michael Brandner Dr. Dieter Schleib
Lisa Augenthaler Jessi
Marie Bloching Lena
Matthias Löw Tom
Leopold Schmidt Jonas
Konstantin Schmidt Jonas
Christof Arnold Arthur
Ferdinand Dörfler Kandidat Udo
Michael Kranz Kollege Schulte
Christian Lex Kandidat Christian
Tobias Maehler Kandidat Fridtjof
Friederike Sipp Emily Ritter
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Als Flüchtlinge haben sich die Blaschkes Anfang der 60er Jahre in der westfälischen Provinz recht schnell eine solide Existenz aufbauen können. Doch der wirtschaftliche Erfolg des eigenen Lebensmittelhandels und die teuren Autokäufe ihres Mannes Ludwig können Elisabeth nicht über einen großen Verlust trösten: Bei der Flucht aus den deutschen Ostgebieten ging ihr erster Sohn Arnold als Baby verloren.
Als sie erfährt, dass am selben Tag, an dem Arnold verschwand, ein Findelkind aus dem Flüchtlingstreck abgegeben wurde, steht für sie fest: Das muss ihr Sohn sein. Ab sofort lässt sie nichts unversucht, um zu beweisen, dass sie und Ludwig die Eltern von Findelkind 2307 sind. Am meisten leidet der nachgeborene Sohn Max unter der Gesamtsituation. Gebeutelt von Pubertät und Ausschlag, ein Außenseiter in der Schule und hoffnungslos in die schöne Nachbarstochter Milli verliebt, drängt ihn der trotz physischer Abwesenheit allgegenwärtige Arnold in die Rolle des Statisten. Für Max wird der größte Wunsch der Eltern zum Alptraum: Er möchte keinesfalls, dass der große Bruder zurückkehrt, und er ergreift entschlossen die Initiative.

Darsteller Rolle
Noah Kraus Max
Katharina Lorenz Mutter Elisabeth
Charly Hübner Vater Ludwig
Matthias Matschke Polizist Frank Rudolf
Flora Li Thiemann Milli
Johanna Gastdorf Tante Josepha
Albrecht Felsmann Roland
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