Die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte eines langjährigen und hoch respektierten Bediensteten im Weißen Haus nutzt Regisseur Lee Daniels nicht nur, um eine emotional aufgeladene Kino-Biografie zu entwerfen, sondern auch, um auf die Bedeutung von Werten wie Freiheit, Gleichheit und Toleranz hinzuweisen. Dazu liefert das epische US-Drama einen Abriss der konfliktreichen afroamerikanischen Sozialisierung im 20. Jahrhundert. Oscar-Preisträger Forest Whitaker berührt mit zurückhaltend-intensivem Spie. Der Rest des eindrucksvollen Cast ist ein „Who’s who“ der Hollywood-Prominenz – von Talk-Ikone Oprah Winfrey als Ehefrau bis zu den inzwischen verstorbenen Robin Williams und Alan Rickman in den Rollen von US-Präsidenten.

Der kleine Cecil, Sohn rechtloser Schwarzer auf einer Baumwollfarm, hätte sich nie träumen lassen, was für eine außergewöhnliche Karriere ihm bevorsteht. Durch die Willkür des weißen Besitzers verliert er 1924 im Alter von fünf Jahren auf brutale Weise seine Eltern. Aus Schuldgefühlen nimmt ihn die Plantagenbesitzerin  unter ihre Fittiche und macht Cecil zum Hausdiener. Kaum erwachsen, möchte er das bittere Leben in den Südstaaten hinter sich lassen und ergattert schließlich in Washington eine Anstellung im noblen Excelsior-Hotel. Seine Fähigkeit, als „unsichtbarer“ Diener die Wünsche der Gäste von ihren Augen ablesen zu können und sich ansonsten aus allem anderen geschickt herauszuhalten, verschafft Cecile Gaines schließlich einen Traumjob im Weißen Haus. Im Jahr 1957 tritt er eine Stelle in der persönlichen Dienerschaft des Präsidenten an. Eisenhower, Kennedy, Johnson, Nixon, Ford, Carter und Reagan – insgesamt sieben Herren dient der treue Butler, der ihr Vertrauen gewinnt und zur lebenden Legende avanciert. Zu Hause genießt seine Hingabe jedoch nicht die gleiche Wertschätzung: Seine Ehefrau fühlt sich vernachlässigt und Sohn Louis (David Oyelowo) schmäht ihn als unterwürfigen „Onkel Tom“. Während Rassenunruhen und das Aufkeimen der Bürgerrechtsbewegung das Land bewegen, dient Cecile weiter in aller Stille den weißen Regenten. Als sich Louis den militanten Black Panthers anschließt, kommt es zum Bruch zwischen Vater und Sohn.

Darsteller Rolle
Forest Whitaker Cecil Gaines
Oprah Winfrey Gloria Gaines
Mariah Carey Hattie Pearl
John Cusack Richard Nixon
Jane Fonda Nancy Raegan
 Cuba Gooding Junior Carter Wilson
Terrence Howard Howard
Lenny Kravitz James Holloway
James Marsden John F. Kennedy
David Oyelowo Louis Gaines
Alex Pettyfer Thomas Westfall
Vanessa Redgrave Annabeth Westfall
Alan Rickman Ronald Reagan
Liev Schreiber Lyndon B. Johnson
Robin Williams Dwight D. Eisenhower
 Yaya Alafia  Carol Hammie
Aml Ameen Cecil Gaines
David Banner Earl Gaines
Colman Domingo Freddie Fallows
und andere

 

Die ehemalige Musikerin Maria Nikolai lebt in einem multikulturellen Stadtteil Hamburgs. Seit Kurzem wohnt eine große Roma-Familie in ihrem Haus, der Maria mit großem Misstrauen begegnet: Die Leute sind ihr zu laut, zu wild und wirken auf sie zu rücksichtslos. Dann aber lernt Maria durch einen Zufall den 16-jährigen Roma Bero besser kennen. Sie erkennt sein großes Musiktalent und beschließt, ihm privaten Unterricht zu geben. Durch den sympathischen Jungen scheint sich ihre Haltung gegenüber den Roma allmählich zu verändern. Bis es zu einem dramatischen Zwischenfall kommt, der Maria in ernste Gefahr bringt und alles zunichtezumachen droht.

Mit Mut und Eindringlichkeit greift das Sozialdrama aktuelle gesellschaftliche Streitthemen auf.

Darsteller Rolle
Christiane Hörbiger Maria Nikolai
Samy Abdel Fattah Bero Muharem
Marie-Lou Sellem Susanne Howacht
Albert Kitzl Beros Großvater
Merab Ninidze Beros Vater
 Nedjo Osman  Beros Onkel
Zino Gleich Rudko Muharem
Hans-Uwe Bauer Mark Brodersen
Karin Neuhäuser Brigitte König
Michael Prelle Kurt Breckner
Michael Wittenborn Igor Goldmann
Martin Pawlowsky Susannes Vater
Moritz Leu Sven
Franziska Brandmeier Nicole
Ferdinand Lehmann Ecki König
und andere

 

Die geschiedene Apothekerin Andrea hat sich ihre Verlobungsreise anders vorgestellt: Ihre große Liebe Manfred lädt sie zu einer Kreuzfahrt durch die Karibik ein, muss aber im letzten Moment vor Reisebeginn dringend nach New York. Allein an Bord des Luxusseglers „Royal Clipper“, wird die attraktive Andrea derweil von zwei Verehrern umworben, die sich wegen ihr auch noch in die Haare bekommen. Während Cruisedirektorin Saskia die Wogen zu glätten versucht, muss Kapitän Jensen sich um die liebenswürdige Kapitänswitwe Gerda kümmern: Die alte Dame glaubt an die Magie der Tarotkarten und ist überzeugt, dass das Schiff vor Havanna sinken wird. Dort angekommen, sinkt die „Royal Clipper“ jedoch keineswegs – dafür aber erhält Andrea eine Nachricht von Manfred, die ihr dessen wahren Charakter offenbart.

„Unter weißen Segeln – Frühlingsgefühle“ erzählt ein weiteres spannendes Liebesabenteuer an Bord des stattlichen Fünfmasters „Royal Clipper“. Mit Horst Janson, Gerit Kling, Diana Körner, Krystian Martinek, Dietrich Mattausch, Walter Kreye und Johanna von Koczian.

Darsteller Rolle
Horst Janson Kapitän
Gerit Kling Saskia
Ivonne Schönherr Lisa
Esther Nikolai Seibt Kerstin
Roman Rossa Martin
Walter Kreye Berthold
Dietrich Mattausch Karl
Diana Körner Andrea
Johanna von Koczian Gerda
Krystian Martinek Manfred
und andere

 

Die junge Schauspielerin Käthe ist keine 18, als sie Berlins Theaterbühnen erobert. Privat findet sie ihr Glück an der Seite des berühmten Künstlers Max Kruse, doch die wilde Ehe des Paares gilt als skandalös und wirkt sich negativ auf den Verkauf seiner Kunst aus. Um Abstand zu gewinnen, zieht Käthe ohne ihn in eine Künstlerkolonie auf dem Monte Verità am Lago Maggiore. Aus der Not heraus erschafft sie hier eine Puppe, wie man sie noch nie gesehen hat: mit natürlichem Gesichtsausdruck und lebhafter Mimik. Was folgt, ist eine Blitzkarriere. Doch der phänomenale Erfolg ihrer handgefertigten Puppen ruft unliebsame Nachahmer auf den Plan und stellt die Unternehmerin vor unerwartete Herausforderungen.

Käthe Kruse ist mehr als nur die berühmte „Puppenmutter“. In dieser bewegenden Filmbiografie schlüpft Friederike Becht in die Rolle einer Unternehmerin, die zu den faszinierendsten Frauenfiguren des 20. Jahrhunderts zählt.

Darsteller Rolle
Friederike Becht Käthe
Fritz Karl Max
Franz Dinda David
Ursula Strauss Christiane
Karin Lischka Luise
Helena Schönfelder Maria
Rainer Bock Oskar Tietz
Wilfried Hochholdinger Herr Bing
Constanze Wächter Veronika
André Jung Hans Gerlach
Godehard Giese Robert Rogaske
Jenny Langner Simone
Uwe Lach Richter
Henning Peker Reporter
und andere

 

Der wohlhabende Bauer Karl Bruckner und seine Verlobte Anna stehen kurz vor der Hochzeit, als Karl bei einem Autounfall ums Leben kommt. Während für Anna eine Welt zusammenbricht, nutzt Karls Stiefbruder Franz die Gelegenheit, um den familieneigenen Hof in seinen Besitz zu bringen. Er lässt Karls Testament, in dem Anna bedacht worden war, verschwinden und schwört einen Meineid, dass es nie ein Nachlassdokument gab. Anna wird vom Hof gejagt und verlässt mit ihrer kleinen Tochter das Dorf. Jahre später kehrt sie zurück, um endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen. Sie ahnt nicht, dass Franz zu allem fähig ist, um sein Geheimnis zu bewahren.

Regisseur Jospeh Vilsmaier inszenierte Ludwig Anzengrubers berühmtes Volksstück als packendes Familiendrama.

Rolle Darsteller
Günther Maria Halmer Franz Bruckner
Suzanne von Borsody Anna Sobek
Max Tidof Ignaz
Heikko Deutschmann Josef Puganig
Josefina Vilsmaier Marie Sobek
Aaron Karl Toni Bruckner
Monika Gruber Wirtin Ursula
Miguel Herz-Kestranek Karl Bruckner
Hans von Borsody Kräutersepp
Ralph Schicha Richter
Doris Plörer Rosi
und andere

 

Es war einmal in Rom: Nach dem Tod ihres Vaters muss die junge Aurora im Hotel ihrer hinterhältigen Stiefmutter Irene als Küchenhilfe arbeiten, obwohl sie viel lieber als Pianistin das Konservatorium besuchen würde. Eines Tages lernt sie auf dem Nachbargrundstück Sebastian kennen, den Spross einer wohlhabenden Familie, und verliebt sich augenblicklich in ihn. Doch als sie sich nach vielen Jahren wiederbegegnen, erinnert er sich nicht mehr an sie. Mit Hilfe der reichen Amerikanerin Laura Cooper, die ein dramatisches Familiengeheimnis hütet, will Aurora die Gunst des jungen Mannes für sich gewinnen, was zunächst auch zu gelingen scheint. Doch dann macht ihr Stiefmutter Irene einen Strich durch die Rechnung.

Vor den prachtvollen Kulissen Roms lebt das klassische Märchen um Aschenputtel und ihrem Prinzen ganz neu auf.

Darsteller Rolle
Vanessa Hessler Aurora de Luca
Flavio Parenti Sebastian Ausperg
Ruth Maria Kubitschek Laura Cooper
Natalia Wörner Irene de Luca
Hary Prinz Martone
Ilaria Spada Tina Martone
 Frank Crudele  Romolo
Carlotta Natoli Veronica
Urbano Barberini Edwin Ausperg
Elisa di Eusanio Lucia
Giulia Andò Teresina
Giuseppe Sanfelice Henry
Mariella Valentini Claudia Ausperg
David Brandon Jack
Niccolò Senni Bruno
Massimo Poggio Valerio de Luca
Sellers Rosabell Laurenti Aurora (13 Jahre)
Daniele la Leggia Sebastian (15 Jahre)
Filippo Scarafia Freddie
und andere

 

Erstaunlich, wie viel Spielraum eine Gerichtsvollzieherin hat, wenn sie mit Leib und Seele bei der Sache ist. Und Billy Kuckuck, gespielt von Aglaia Szyszkowitz, übt ihren Beruf tatsächlich mit Leidenschaft aus. Tough, aber mit großem Herz. Billy ist davon überzeugt, dass sich für die meisten Probleme eine Lösung finden lässt, auch wenn sich die Einsicht, welche die richtige ist, manchmal erst im zweiten Anlauf einstellt. Nur aufgeben kommt nicht infrage, weder im Berufsalltag noch in ihrem bewegten Privatleben. Fragt sich, ob Billy bei ihrem Einsatz für Margot Kühlborn nicht doch übers Ziel hinausschießt.

Giftige Schlangen pfänden oder eine Umweltaktivistin aus einem bedrohten Baum holen – diese Dinge erledigt die Mainzer Gerichtsvollzieherin Billy Kuckuck mit Schwung und Kompetenz. Doch Fälle wie die Zwangsräumung der 80-jährigen Margot Kühlborn , die wegen einer Eigenbedarfsklage nach 50 Jahren aus ihrer vertrauten Wohnung ziehen muss, schüttelt sie nicht so leicht ab. Billy verschiebt erst mal die Räumung und bläst dem neuen Eigentümer Florian Elster, einem selbstbewussten Jurastudenten, den Marsch. Dass sie alle Hebel in Bewegung setzt, um die Räumungsklage unwirksam zu machen, wird sie allerdings noch in ein Dilemma bringen… Nicht als ob Gunnar, ihr Ex-Mann, und Emre, Billys überkorrekter Mitarbeiter, sie nicht gewarnt hätten. Aber auf die hört Billy nicht. Mit Gunnar, der längst mit einer Jüngeren liiert ist, teilt sie nicht nur das Sorgerecht für die Teenager-Tochter Hannah, sondern ab und zu auch das Bett. Aber das muss aufhören, das haben sich beide fest vorgenommen. Vielleicht hilft es, dass Billy den Sanitäter Lukas kennenlernt. Vielversprechend findet sie. Leider viel zu jung. Doch Lukas, der verdammt viel Charme hat, sieht das anders.

Darsteller Rolle
Aglaia Szyszkowitz Billy Kuckuck
Gregor Bloéb Gunnar Kuckuck
Ursela Monn Christel Geuskens
Monika Lennartz Margot Kühlborn
Burak Yigit Emre Sahin
Vivien Sczesny Hannah Kuckuck
Bernd-Christian Althoff Lukas Langfeldt
Rüdiger Klink Holger Giegler
Bettina Lamprecht Susanne Hartmann
Julia Schäfle Melanie Przybylski
Michael Keseroglu Ibo Tataroglu
Rainer Sellien Siegfried Elster
Artjom Gilz Florian Elster
Johanna Dost Rosalie Häberle
Dirk Ossig Torsten Kühlborn
Rouven Israel Johannes Müller
Guido Renner Cousin Detlef
Luan Gummich Date Hanna
Julia Gafflage Frauenärztin
Margit Laue Nachbarin von Frau Kühlborn
Ela Paul Lucy
Harry Schäfer Frido
Tijan Njie Timo
und andere

 

Die berührende Geschichte eines Ehe-Paares unterschiedlicher Hautfarbe, das in düsteren Zeiten gegen alle Konventionen verstößt, beruht auf einer wahren Begebenheit. Anhand von Originaldokumenten und Gesprächen mit Zeitzeugen rekonstruierte die Journalistin Annejet van der Zijl in ihrem Bestseller das authentische Bild einer couragierten Frau, die an der Seite eines fast 20 Jahre jüngeren Mannes um ihr Recht auf Freiheit und um das Überleben anderer kämpft. Mit ihrer stimmungsvollen Verfilmung zeichnet die Holländische Regisseurin und Produzentin Maria Peters ein eindringliches Sittenbild über ein fremdenfeindliches Holland, das bereitwillig mit den Nazis kollaborierte. „Sonny Boy – Eine Liebe in Dunkler Zeit“ ging 2012 als niederländischer Beitrag ins Rennen um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film:

Gegen Ende der 1920er-Jahre verlässt der junge Waldemar Nods seine Heimat Surinam, um im fernen Holland sein Glück zu suchen. Leider findet der fleißige Student keine Unterkunft, denn er hat die falsche Hautfarbe. Doch dann trifft er in Den Haag die aufgeschlossene Rika van der Lans, die ihm ein Zimmer vermietet. Die Mutter von vier Kindern hat gerade ihren streng religiösen Mann Willem verlassen, nachdem dieser sie mit dem Dienstmädchen betrog. Obwohl Rika 17 Jahre älter ist, werden die beiden ein Paar, was ihre schwierige Situation nicht gerade einfacher macht. Rikas Gatte ist zutiefst entsetzt, dass seine Noch-Ehefrau von einem Schwarzen schwanger ist. Er entzieht ihr das Sorgerecht für die Kinder, doch damit nicht genug. Der um seinen Ruf besorgte Vermieter setzt die beiden samt Baby auf die Straße. Mit liebenswürdiger Unterstützung des jüdischen Barbesitzers Sam eröffnen Rika und Waldemar im liberalen Vorort Scheveningen eine Pension. Ihr Glück währt nicht lange, denn mit dem Einmarsch der Deutschen beginnt auch in Holland der antisemitische Terror. Dass Rika auf ihrem Dachboden jüdische Flüchtlinge versteckt, bleibt den Nazis nicht lange verborgen. Die mutige Widerstandskämpferin und ihr Mann Waldemar, den sie nach der Scheidung von Willem heiratet, werden in ein Konzentrationslager deportiert.

Darsteller Rolle
Ricky Koole Rika van der Lans
Sergio Hasselbaink Waldemar Nods
Marcel Hensema Willem
Frits Lambrechts Sam
Micha Hulshof Marcel
Gaite Jansen Bertha, 15-26 Jahre
Angelo Arnhem Waldemar, 13 Jahre
Eliyha Altena Sonny Boy, 6 Jahre
Daniel van Wijk Sonny Boy, 11-15 Jahre
Leny Breederveld Rikas Mutter
Bert Geurkink Rikas Vater
Roosmarijn Luyten Ebbinge Jans
Joy Wielkens Hilda, 24 Jahre
Thomas Cammaert Paul Vermeer/Kees Chardon
Wouter Zweers Gerard van Haringen
Ruben Brinkman Kees Kaptein
Rogier Komproe David Millar
Liesbeth Groenwold Christien Millar
Martijn Nieuwerf Chef
Stijn Westenend Teurlings
Anneke Blok Bäuerin
Jaap Spijkers Bauer
Monic Hendrickx Ans Bartels
Katja Herbers Vera Bartels
Mike Reus Offizier Braun
und andere

 

 

Das französische Kino stellt in ganz Europa eine Ausnahmeerscheinung dar, denn nirgends haben heimische Filme einen so hohen Publikumsanteil wie bei der Grande Nation. Den Rekord hält – neben dem Hit „Ziemlich beste Freunde“ – seit einigen Jahren die leichtfüßige Kulturschock-Komödie „Willkommen bei den Sch’tis“, die von über 20 Millionen Franzosen, einem Drittel der Bevölkerung, gesehen wurde und auch international ihren Siegeszug fortsetzte. Frankreichs Schauspielstar Dany Boon, selbst im Nord-Pas-de-Calais geboren, gelingt als Regisseur und Darsteller ein Geniestreich. Mit Slapstick, Wortwitz und viel Herz zeigt er die Schön- und Eigenheiten der rückständigen Gegend, die vor der „Sch’timanie“ einen schlechten Ruf genoss. Boon gibt dabei das schüchterne Muttersöhnchen Antoine, das einer Post-Kollegin mit traditionellem Glockenspiel-Läuten seine Liebe beweisen will. Sein komödiantischer Gegenpart Kad Merad glänzt als argwöhnischer Südfranzose, der sich bei den Nordlichtern wider Erwarten pudelwohl fühlt. Deren Mundart wird in der deutschen Synchronisation kongenial von Christoph Maria Herbst nachempfunden, der, statt einen hiesigen Dialekt zu wählen, eine Kunstsprache mit Zischlauten entwirft. So können auch Zuschauer ohne ausgeprägte Frankreich-Kenntnisse ausgelassen über diesen etwas anderen Heimatfilm lachen:

Mit einem unglaublich dreisten Trick versucht der provenzalische Postler Philippe sich auf Wunsch seiner leicht depressiven Frau an die noch sonnigere Côte d’Azur versetzen zu lassen. Doch sein Schwindel wird entdeckt und er postwendend strafversetzt: Er muss in die nördlichste Ecke Frankreichs, wo, so geht die Fama, Schneestürme wehen und raue Gesellen hausen, die ihre Abfälle auf den Bürgersteig kippen. Als Philippe bei strömendem Regen in der nordfranzösischen Region Nord-Pas-de-Calais ankommt und ihn der tapsige Hinterwäldler Antoine mit unverständlichem Kauderwelsch begrüßt, scheinen sich seine schlimmsten Befürchtungen zu bestätigen. Doch schneller, als er eine Tüte Fritten, das Nationalgericht der Gegend, essen kann, werden seine Vorurteile widerlegt. Seine im Sch’ti-Dialekt nuschelnden Kollegen versteht er zwar nicht immer, doch deren herzliches Gemüt, das unerwartet leckere Essen und die obligatorischen Schnäpschen sowie das mittelalterliche Städtchen und die herbschöne Nordsee lassen ihn die Heimat beinahe vergessen. Unheil droht, als seine Ehefrau, von der er sich bei Heimatbesuchen am Wochenende für sein vermeintliches Martyrium bedauern lässt, ihre Anreise ankündigt. Damit Philippes Schwindel nicht auffliegt, müssen die liebenswürdigen Sch’tis sich ihr gegenüber genau so verhalten, wie alle Welt es von ihnen erwartet.

Darsteller Rolle
Kad Merad Philippe Abrams
Dany Boon Antoine Bailleul
Zoe Felix Julie Abrams
Anne Marivin Annabelle Deconninck
Philippe Duquesne Fabrice Canoli
Guy Lecluyse Yann Vandernoout
Patrick Bosso Polizist
Zinedine Soualem Momo
Jerome Commandeur Inspektor Lebic
Line Renaud Antoines Mutter
Michel Galabru Julies Großonkel
Stéphane Freiss Jean
Lorenzo Ausilia-Foret Raphaël Abrams
und andere

 

 

 

Das bildgewaltige Bergdrama schildert die Lebenstragödie von Reinhold Messner, dessen Bruder Günther im Jahr 1970 bei der gemeinsamen Besteigung des Achttausenders im Himalaya spurlos verschwand. Expeditionsmitglieder gaben der Alpinisten-Ikone eine Mitschuld und sorgten mit ihren Vorwürfen für Schlagzeilen. Erst im Jahr 2000 fand man die sterblichen Überreste von Günther – und damit die Bestätigung von Reinhold Messners Schilderung, sein Bruder sei von einer Schneelawine verschüttet worden. Joseph Vilsmaier, der sich in Kinoerfolgen wie „Herbstmilch“, „Schlafes Bruder“ und „Comedian Harmonists“ unterschiedlichen Kapiteln deutscher Zeitgeschichte widmet, nimmt Messners Erlebnisbericht als Grundlage für sein aufwühlendes Biopic. Gespielt werden die Messner-Brüder von Florian Stetter und Andreas Tobias, zwei unverbrauchten Gesichtern. Karl Markovics, bekannt aus dem 2008 mit dem Oscar ausgezeichneten Film „Die Fälscher“, überzeugt als herrischer Expeditionsleiter. Gedreht wurde an Originalschauplätzen im pakistanischen Teil des Westhimalayas, wo der Nanga Parbat (Nackter Berg) auch als „Diamir“ (König der Berge) bekannt ist:

Schon als Kinder klettern Reinhold und sein jüngerer Bruder Günther die gefährliche Friedhofsmauer hinauf. Der strenge Pfarrer schüttelt nur den Kopf. Elf Jahre später gelten die beiden als versierte Alpinisten. Ihrer risikoreichen Erstbesteigung des Heiligkreuzkofel in den Dolomiten gebührt Respekt. Die beiden Gipfelstürmer träumen jedoch von der Bezwingung des 8.125 Meter hohen Nanga Parbat. Mit der Einladung des renommierten Expeditionsleiters Dr. Karl Herrligkoffer bietet sich Reinhold die große Chance. Günther fühlt sich als junger Bruder wie immer zurückgesetzt, doch nach der Absage eines Expeditionsmitglieds ist er als Ersatzmann mit dabei. Zwischen dem autoritären Herrligkoffer, der die Besteigung vom Basislager aus wie eine militärische Operation befehligt, und den freigeistigen Messner-Brüdern kommt es zu Spannungen. Anhaltend schlechtes Wetter und finanzielle Schwierigkeiten bedrohen den Erfolg der Expedition. Reinhold ist nicht bereit aufzugeben und macht sich schließlich im waghalsigen Alleingang an den Aufstieg. Günther soll seinen Rückweg absichern, der aber will den Ruhm mit dem großen Bruder teilen und folgt ihm vier Stunden später nach: ohne Seil und Proviant. Gemeinsam erreichen sie den Gipfel. Günther ist von seinem Gewaltmarsch völlig erschöpft, für den anstrengenden Rückweg hat er keine Kraft mehr. Bei der Suche nach einem leichteren Notabstieg geschieht das tragische Unglück.

Darsteller Rolle
Florian Stetter Reinhold Messner
Andreas Tobias Günther Messner
Karl Markovics Karl Maria Herrligkoffer
Volker Bruch Gerhard Baur
Michael Kranz Hans Saler
Steffen Schroeder Felix Kuen
Jule Ronstedt Alice von Hobe
Sebastian Bezzel Peter Scholz
Lena Stolze Mutter Messner
Horst Kummeth Vater Messner
Markus Krojer junger Reinhold Messner
Lorenzo Walcher junger Günther Messner
Matthias Habich Pfarrer
Alexander Held Dr. Franz Burda
und andere

 

 

Im zweiten Anlauf alles richtig machen – das möchte Ernst Stötzner als Hauptdarsteller in der Familienkomödie „Opa wird Papa“: Ein 62-Jähriger wird nicht nur erneut Großvater, sondern auch ungeplant zum dritten Mal Vater. Bei dem Nachzügler und in der zweiten Ehe will der erfolgreiche Unternehmer nun vieles nachholen, was er früher versäumt hat. Mit einem Augenzwinkern erzählt der unterhaltsame Fernsehfilm, dass es nie leicht ist, ein guter Vater zu sein, aber auch nie zu spät – egal, ob die Kinder erwachsen sind oder gerade erst krabbeln lernen:

Manchmal kommt es ganz anders, als man denkt. Der 62-jährige Selfmade-Unternehmer Anton möchte ins Grüne ziehen und das Leben mit Ehefrau Johanna genießen. Mit einer faustdicken Überraschung stellt die 41-jährige Anwältin seine Planung auf den Kopf: Johanna ist ungeplant schwanger! Nicht schlecht staunen Antons Tochter Marie, die gerade ebenfalls Nachwuchs erwartet, und Sohn David, der gerne die Leitung der Firma übernehmen würde. Statt ihm nun endlich das Vertrauen zu schenken, setzt Sturkopf Anton auf seine unerprobten Multitasking-Fähigkeiten: Als Johanna wieder arbeiten geht, will er die Bauprojekte ganz nebenbei im „Home-Office“ steuern – mit dem kleinen Otto auf dem Arm! Beim Versuch, Muster-Papa und Firmenlenker in einem zu sein, scheitert Anton jedoch auf ganzer Linie. Um Johanna zu besänftigen, ist ihm kein Preis zu hoch: Er möchte sich von jetzt an komplett auf die Erziehung konzentrieren – wie immer mit ganzer Hingabe! Schon bald hetzt Anton mit dem Kleinen durch einen Sechstage-Parcours der frühkindlichen Förderung – von Babyfitness bis zur chinesischen Einschlaf-Nanny. Dass sich Freunde über ihn lustig machen, er unbemerkt die eigene Tochter ausbootet und seine Ehe auf der Strecke zu bleiben droht, merkt der beseelte Super-Daddy nicht einmal. Natürlich geht das nicht lange gut…

Darsteller Rolle
Ernst Stötzner Anton
Christina Große Johanna
Marlo Keysers Otto
Andreas Guenther David
Leonie Parusel Marie
Guntbert Warns Michael
Sabine Vitua Sabina
Vera Kasimir Sonja
Nils Dörgeloh Christian
Natascha Paulick Leiterin Villa Sonnenschein
Ben Braun Jo Stiller
Stephanie Krogmann Nele
Kristin Graf Fenkidleiterin
Claudia Funke Fenkidmutter Carola
Oliver Troska Kellner 1 Chic
Lars Doppler Kellner Oysters
Lucia Apel Mimi
Ruben Apel Linus
Frank Steffling Verkäufer Traumsequenz
Antonia Langenohl Kollegin Johanna
Bernhard Geffke Opa Kollege
Hannes Pastor Vater
Maxi Geithner Mutter
Hanh Truong Babysitterin
Angela Nolte Kirchnerin
und andere

 

Ein bürgerliches Leben an der Seite eines Stockholmer Top-Juristen oder Staatsanwältin in Lappland mit einem Hundeführer als Mann? Ida Engvoll alias Rebecka Martinsson steht vor einer schweren Entscheidung. Im letzten Teil der schwedischen Krimireihe ringt sie mit sich, ihrer Heimat endgültig den Rücken zu kehren. Eine rätselhafte Mordserie bietet der Ermittlerin einen willkommenen Aufschub. An ihrer Seite tritt diesmal der von Ville Virtanen gespielte Pathologe Pohjanen hervor: Der kettenrauchende, krebskranke Gerichtsmediziner und Rebecka übertreffen sich gegenseitig, in ihrern fragwürdigen Ermittlungesweisen. Mit skurrilen Szenen und wunderbarem Dialogwitz bietet der Scandi-Noir-Krimi nach Åsa Larssons Besteller Humor vom Feinsten:

Kurz vor ihrer geplanten Rückkehr nach Stockholm muss Staatsanwältin Rebecka Martinsson einen grausamen Mord aufklären: Eine Frau, die sich häufig mit Männern zum Sex verabredete, wurde im eigenen Bett mit einer Heugabel erstochen. Für die Tat gibt es zwar einen Zeugen, der ist allerdings völlig traumatisiert und kann nicht sprechen: Es ist der Enkel der Ermordeten. Nun hat der Halbwaise Markus, den seine Mutter zur Großmutter gegeben hat, nur noch eine Angehörige: seine unterkühlte Großtante Maja Larsson. Nicht nur das Schicksal des Jungen, sondern auch seine tragische Familiengeschichte berühren Rebecka zutiefst. Dass Markus‘ Vater bei einem ungeklärten Unfall mit Fahrerflucht ums Leben kam und sein Ur-Großvater von einem Bären gefressen wurde, nimmt die Ermittlerin nun genauer unter die Lupe. Als ihre Dienstzeit zu Ende geht, macht Rebecka auf eigene Faust weiter. Diesen undurchsichtigen Fall kann sie nicht ihrem eifersüchtigen Rivalen Carl von Post überlassen, der einen Familienvater in die Mangel nimmt, der eine Affäre mit der Ermordeten hatte. In den Sog der Ereignisse gerät auch Polizeihundeführer Krister, der Markus übergangsweise bei sich zu Hause aufnimmt. Erst spät erkennt Rebecka, dass der Junge in großer Gefahr ist.

Darsteller Rolle
Ida Engvoll Rebecka Martinsson
Eva Melander Anna Maria Mella
Jacob Öhrman Krister Eriksson
Gunilla Röör Alva Björnfot
Jonas Inde Fredrik Ohlsson
Niklas Engdahl Måns Wenngren
Ville Virtanen Lars Pohjanen
Ardalan Esmaili Tommy Rantakyrö
Lars Lind Sivving Fjälborg
Thomas Oredsson Sven-Erik Ståhlnacke
Samuel Fröler Carl von Post
Elias Gerth Markus
Stina Ekblad Maja Larsson
Phlip Lithner Arzt
Rolf Degerlund Überlebender
Kalled Mustonen Familienvater
und andere

 

 

In ihrem dritten Fall muss Ida Engvoll alias Rebecka Martinsson einen Doppelmord aufklären, der zu einem düsteren Geheimnis führt, das seit dem Zweiten Weltkrieg auf einer Familie lastet. Die Verfilmung von Åsa Larssons Bestseller fokussiert nicht nur auf die Titelheldin, die auf dem Weg ist, ihre wahre Bestimmung herauszufinden, sondern auch auf die exzellent besetzten Nebenfiguren der Krimireihe. Diesmal tritt die von Eva Melander grandios gespielte Kommissarin Mella hervor: Eheprobleme zu Hause, Burn-Out im Beruf und die Privatfehde mit einem Verdächtigen – nur ihr Sturkopf hält sie auf Kurs. Grandiose Bilder der Naturkulisse von Schwedens Norden sorgen für den besonderen Reiz des Scandi-Noir-Fernsehfilms:
Als Staatsanwältin in ihrer nordschwedischen Heimat gerät Rebecka Martinsson in einen grausamen Mordfall. Sie muss den Tod der Teenagerin Wilma und das Verschwinden ihres Freundes aufklären. Die beiden wollten in einem zugefrorenen See nach einem deutschen Flugzeugwrack aus dem Zweiten Weltkrieg tauchen – dass sie unter der winterlichen Eisschicht grausam ums Leben kamen, war alles andere als ein Unfall. Bei Wilmas Familie stößt die Todesnachricht auf unterschiedliche Reaktionen: Während Großmutter Anni Autio um ihre Enkelin trauert, zeigt sich die Großtante Kertuu Krekula wenig mitfühlend und spricht sogar schlecht über Wilmas Lebenswandel. Geradezu feindselig reagieren Kertuus Söhne Hjalmar und Tore auf die Ermittlungen: Sie bedrohen Kommissarin Mella, die eine Privatfehde mit den gefährlichen Brüdern anfängt, deren Spedition in schmutzige Geschäfte verwickelt ist. Rebecka stößt unterdessen auf ein Geheimnis aus der Vergangenheit des Krekula-Clans, das auch der Lokalpolitiker Johannes Svarvare fürchten muss. Als ein zwielichtiger Zeuge ums Leben kommt, findet Rebecka den Schlüssel zu dem Fall. Um diesen zu lösen, begibt sich die Ermittlerin in eine gefährliche Situation.

Mit „Denn die Gier wird  verderben“ setzt Das Erste die „Rebecka-Martinsson“-Reihe am 2. April fort.

Darsteller Rolle
Ida Engvoll Rebecka Martinsson
Eva Melander Anna Maria Mella
Jacob Öhrman Krister Eriksson
Gunilla Röör Alva Björnfot
Jonas Inde Fredrik Ohlsson
Niklas Engdahl Måns Wenngren
Ville Virtanen Lars Pohjanen
Ardalan Esmaili Tommy Rantakyrö
Lars Lind Sivving Fjälborg
Thomas Oredsson Sven-Erik Ståhlnacke
Samuel Fröler Carl von Post
Christina Indrenius-Zalewski Kartuu Krekula
Susanna Ringbom Anni Autio
Antti Reini Hjalmar Krekula
Robert Enckell Tore Krekula
Amanda Jansson Wilma
Stefan Marling Johannes Svarvare
Göran Forsmark Zeuge
und andere

 

„Die Diplomatin“ wird zur neuen Botschafterin in Prag ernannt. Kaum im Amt, geht Natalia Wörner alias Karla Lorenz in „Jagd durch Prag“ für einen jungen amerikanischen Soldaten volles Risiko ein und stellt damit wichtige politische Beziehungen auf eine harte Probe. Lorenz bleibt auch in Prag ihren Prinzipien treu und steht dafür selbst gegenüber ihrer eigenen Familie ein. Roland Suso Richter führte Regie bei dem dritten Film der Reihe. Den Rahmen für die spannende Geschichte bildet die mutmaßliche Existenz von illegalen US-Geheimgefängnissen in Osteuropa und das Verschwinden von Terrorverdächtigen:

In Prag gerät Karla Lorenz  als neue Botschafterin in eine brisante Situation: Sie bietet dem desertierten US-Soldaten Sean Miller und seiner Freundin Lena Fischer, die um Asyl bitten, Unterschlupf in der deutschen Botschaft. Er behauptet, dass es in Tschechien ein geheimes Foltergefängnis des US-Geheimdienstes gibt. Aufgrund der dünnen Beweislage gerät Karla schon bald unter Zugzwang. Informationen aus Kreisen des Geheimdienstes lassen an Millers Integrität zweifeln. Karla vertraut zunächst ihrer Intuition und hört nicht auf die Amtsvorgängerin, ihre Tante Alma Lorenz. Die erfahrene Karrierefrau sowie der Gesandte Herr von Dorssen raten dringend, den amerikanischen Soldaten so schnell wie möglich loszuwerden. Drohungen der tschechischen Regierung können Karla aber genauso wenig einschüchtern wie Druck aus dem Auswärtigen Amt. Verlassen kann sie sich im Notfall nur auf ihren Vorgesetzten Eick und ihren früheren Mitarbeiter Nikolaus Tanz. Um die Wahrheit herauszufinden, setzt die Botschafterin ihre Laufbahn und sogar ihr Leben aufs Spiel: Sie will mit eigenen Augen das geheime Foltergefängnis sehen und bittet den Soldaten, sie dort hinzuführen…

Darsteller Rolle
Natalia Wörner Karla Lorenz
Thomas Sarbacher Thomas Eick
Maren Kroymann Alma Lorenz
Michael Mendl Arno Lorenz
Mercedes Müller Lena Fischer
Angus McGruther Sean Miller
Jannik Schümann Nikolaus Tanz
Jana Voosen Christina Markgraf
Timo Weisschnur Alexander Lorenz
Michael Ihnow Burkhard von Dorssen
John Keogh Max Whitley
Tim Williams Jakob Goldblum
Matilda Jork Pia Lorenz
Yasemin Cetinkaya Mirjam Bialik
Zdenek Maryska Anton Laszlo
Marie Schneider Franziska Adler
Konstantin Wolkenstein Mehmet Bialik
und andere

 

Nach wahren Begebenheiten erzählt das bewegende Drama „Die Kinder der Villa Emma“ von einer gefährlichen Flucht, die sich während des Zweiten Weltkriegs zugetragen hat. 1942/1943 war das italienische Dorf Nonantola tatsächlich Zufluchtsort von 73 jüdischen Kindern, die sich auf ihrem Weg ins „gelobte Land“ Palästina dem gnadenlosen Zugriff der Nationalsozialisten entziehen wollten. Regisseur Nikolaus Leytner schildert die gefährliche Reise als spannende Bewährungsprobe, dargestellt von einer talentierten jungen Besetzung. Angesicht des Schicksals von Kindern und Jugendlichen, die heute unbegleitet vor Kriegen auf der Flucht sind, entfaltet die historische Geschichte eine besondere Aktualität:
Wien, im Frühjahr 1941: Die Nazis haben die Stadt besetzt, Juden sind nicht mehr sicher. Auf Veranlassung ihres besorgten Vaters findet sich die 14-jährige Betty in einer Gruppe jüdischer Kinder wieder, die von einer Hilfsorganisation nach Palästina geschleust werden soll. Betty verliert alles: ihr Zuhause, ihre Familie und ihre beste Freundin. Auf dem beschwerlichen Weg findet die Gruppe in einem Landhaus bei Zagreb kurzzeitig Unterschlupf. Als ihr Begleiter Georg erschossen wird, müssen die Kinder, nun angeführt vom jungen Joško und dessen Helferin Helga, ganz auf sich gestellt ihre Flucht fortsetzen. Schließlich erreichen sie das italienische Dorf Nonantola und beziehen dort eine leerstehende Villa. Für einen Moment können die Jungen und Mädchen wie andere Gleichaltrige sein: Freundschaften finden sich und romantische Gefühle kommen auf. Schon bald werden die Flüchtenden von der harten Realität des Kriegs eingeholt. Auf ihrer gefährlichen Reise ins Ungewisse müssen sie erneut weiterziehen.

Darsteller Rolle
Sophie Stockinger Betty Liebling
Ludwig Trepte Joško Indig
Nina Proll Helga Herrnstadt
Muriel Wimmer Tilla Nagler
Laurence Rupp Marko Schoky
August Zirner Georg Bories
Maximilian Paier Jakob Sternheim
Juri Zanger Max Schindlheim
Haris Begic Salomon Papo
Justus Schlingensiepen Kurt Fridmann
Enzo Gaier Hans Awin
Leon Orlandianyi Otto Liechtenstein
Mila Voigt Greti Bleiweiß
Amy Lee Wörgötter Milli Birnbaum
Johanna Mahaffy Paula Zwickel
Karoline Zeisler Bettys Oma
Christian Dolezal Bettys Vater
Giorgio Lupano Moreali
Soraya Sala Wirtin
Michele Oliveri Manzano
Rudy Ruggiero Gallo
Giuseppe Rizzo Don Arrigo Beccari
und andere

 

Dunkle Geschäfte mit dem traditionsreichen Muranoglas und ein Umweltskandal bilden den Hintergrund dieser Donna-Leon-Verfilmung. Wie immer spielt Uwe Kockisch souverän die Rolle des sympathischen Commissario Brunetti, der die Pistole durch Verstand und Einfühlungsvermögen ersetzt. Unterstützt wird er von seinem bewährten Team: Karl Fischer als Sergente Vianello, Michael Degen als Vice-Questore Patta, Julia Jäger als Paola Brunetti und Annett Renneberg als bezaubernde Signorina Elettra. Auch die Episodenrollen sind prominent besetzt mit Katharina Wackernagel, Heikko Deutschmann, Anaid Iplicjian, Andreas Schmidt, Birge Schade und Tom Beck. Regisseur Sigi Rothemund gelang einmal mehr die richtige Mischung von Humor und Spannung:

Commissario Brunetti und Sergente Vianello bietet sich ein grausiger Anblick: Giovanni de Cal, Besitzer einer Glasfabrik auf Murano, liegt mumifiziert vor einem seiner Öfen. Wie Pathologe Aurino schnell herausfindet, wurde der alte Mann ermordet. Auch privat hat Brunetti mit der Verbrechensbekämpfung alle Hände voll zu tun: Paola hat seine charmante Tante Sophia eingeladen, bei ihnen zu wohnen. Und diese blickt auf eine lange Karriere als Trickbetrügerin zurück.
Eine erste Spur im Fall de Cal führt Brunetti und Vianello zum Nachtarbeiter Tassini, der seinen Chef hasste und ihn für die schwere Erkrankung seiner kleinen Tochter durch giftige Rückstände bei der Glasherstellung verantwortlich machte. Doch auch de Cals Tochter Assunta, die sehr unter ihrem despotischen Vater litt, hätte ein Motiv: Kurz vor seinem Tod drohte er ihr mit Enterbung. Wie sehr Assunta an der Fabrik hängt, weiß auch der heimlich in sie verliebte Arbeiter Sergio. Hat er den streitsüchtigen alten Mann aus dem Weg geräumt, um seiner Angebeteten zu helfen? Assunta scheint sich jedoch mehr für ihren Jugendfreund Gianluca Fasano, den Besitzer der benachbarten Glasbläserei und grünen Bürgermeisterkandidaten Venedigs, zu interessieren.
Während Brunetti und Vianello, der Fasano und den Umweltschutz rückhaltlos unterstützt, Tassinis Anschuldigungen nachgehen, glaubt Vice-Questore Patta durch ein Missverständnis, er stünde kurz vor einer Beförderung und verteilt „Motivationsgeschenke“ an seine Mitarbeiter. Als Brunetti noch einmal mit Tassini sprechen will, findet er diesen tot in einem Wasserbecken der Glasbläserei, neben ihm die völlig verstörte Assunta. Diese gibt zu, von Tassini erpresst worden zu sein, da er mittels Wasser- und Bodenproben beweisen konnte, dass ihr hoch verschuldeter Vater illegal giftige Abwässer in die Lagune geleitet haben muss. Aber ermordet hat Assunta ihn nicht. Und auch Tassinis verzweifelte Ehefrau Sonia, die sich nun allein um ihre kranke Tochter kümmern muss, kann dem Commissario keine neuen Hinweise geben. Da finden Brunetti und Vianello überraschend in Tassinis Dante-Ausgabe einen Zettel, auf dem geographische Koordinaten vermerkt sind. Als sie der Sache nachgehen, entdecken sie tatsächlich ein Rohr für die illegale Ableitung der giftigen Abwässer in die Lagune. Und nicht nur das: Ein zweites Rohr führt zu Vianellos ungläubigem Entsetzen direkt zur Fabrik von Gianluca Fasano.
Mit diesen Vorwürfen konfrontiert, streitet Fasano alles ab, auch die Überprüfung seines Alibis scheint seine Unschuld zu bestätigen. Als Assunta die Wahrheit herausfindet, gerät sie in tödliche Gefahr. Wird Brunetti sie rechtzeitig retten können?

Darsteller  Rolle
Uwe Kockisch Guido Brunetti
Julia Jäger Paola Brunetti
Michael Degen Vice-Questore Patta
Karl Fischer Sergente Vianello
Annett Renneberg Signorina Elettra
Anaid Iplicjian Tante Sophia
Katharina Wackernagel Assunta de Cal
Heikko Deutschmann Gianluca Fasano
Andreas Schmidt Giorgio Tassini
Birge Schade Sonia Tassini
Tom Beck Sergio
Thorsten Merten Palazzi
Laura-Charlotte Syniawa Chiara Brunetti
Patrick Diemling Raffi Brunetti
Dietmar Mössmer Alvise
Ueli Jäggi Dr. Aurino
Wolfgang Hinze Giovanni de Cal
Nicole Raccanelli Emma Tassini
und andere