Die Polizei aus Hengaschs Nachbarort „Hammelforst“ – ja, auch in diesem verschlafenen Eifeldorf gibt es eine Polizeistation -, unter der Leitung von Kriminalkommissarin Holm, wird zu dem Haus von Hans-Peter Jogereit gerufen. Hier soll es zu einem heftigen Streit gekommen sein. Und was sie dort vorfinden, irritiert nicht nur die Hammelforster Polizei: Neben einem erschossenen Jogereit steht Sophie Haas, in der Hand die Tatwaffe. Und weil es sich bei dem toten Jogereit um Sophies Erzfeind handelt, steht sie ab sofort unter Mordverdacht!
Da es sich bei den einzigen möglichen Entlastungszeugen ausgerechnet um Dietmar, Bärbel, Heike und Jan handelt, werden diese ausführlich von Holm vernommen. Doch jeder schildert die vergangenen 24 Stunden aus seiner ganz subjektiven Sicht.
Für Holm stellt sich dabei nicht nur heraus, dass Sophie nicht die Mörderin sein kann, sondern darüber hinaus auch noch, dass sich dieser auf den ersten Blick gelinde gesagt heterogene Haufen im Grunde sehr, sehr lieb hat. Aber eine Frage bleibt: Wer steckt tatsächlich hinter dem Mord an Jogereit?

Darsteller Rolle
Caroline Peters Sophie Haas
Bjarne Mädel Dietmar Schäffer
Meike Droste Bärbel Schmied
Petra Kleinert Heike Schäffer
Johann von Bülow Jan Schulte
Nina Proll Sandra Holm
Arnd Klawitter Dr. Jochen Kauth
Matthias Matschke Hans-Peter Jogereit
Julia Riedler Mara
Carmen-Maja Antoni Irmtraud Schäffer
Michael Hanemann Hans Zielonka
Patrick Heyn Dr. Bechermann
Andreas Helgi Schmid Simon Klose
Dave Davis Philip
Malte Sundermann Dominik
Jörn Hentschel Herr Trautmann
Julia Schmitt Lydia Aubach
Kulla Jossifidis Frau Ziegler
Marie Hiller Yvonne
und andere

 

Hauptdarstellerin Neda Rahmanian arbeitet im zweiten Kroatien-Krimi die Kompromisslosigkeit ihrer Titelfigur heraus: Um die Wahrheit über eine Familientragödie ans Licht zu bringen, setzt Kommissarin Branka Maric in „Tod einer Legende“ ihre Karriere aufs Spiel. Ihren Gegenpart verkörpert Nadeshda Brennicke als „Femme fatale“, die sich von einer schweren Schuld befreien möchte. Mit einer ungewöhnlichen Geschichte blickt der Fernsehfilm von Regisseur Michael Kreindl und Drehbuchautor Christoph Darnstädt hinter die Kulissen des Nationalsports Fußball und zeigt, wie stark darin Tabus verankert sind:

In einem noblen Wochenendhaus findet die Polizei die Leiche von Goran Trevic, Sohn der Fußball-Legende Dragan Trevic. Der einflussreiche Sportfunktionär gerät bei den Ermittlungen von Branka Maric in Verdacht, weil die Tatwaffe aus seinem Tresor stammt und es Hinweise auf Konflikte in der Familie gibt. Schwer belastet wird Dragan von dem Journalisten Stipe Rif, der seit Jahren im Umfeld der Trevics recherchiert. Zu einer Vernehmung kommt es jedoch nicht, denn die Polizei findet Dragan Trevic erschossen in seinem Auto. Diesmal deutet alles auf Selbstmord hin. Für Polizeichef Bilic, der einen Skandal befürchtet, ist der Fall damit abgeschlossen. Branka geht das zu schnell, sie sieht in beiden Fällen unerklärliche Ungereimtheiten und ermittelt daher auf eigene Faust weiter. Hinweise auf ein düsteres Geheimnis gibt ihr Gorans Witwe, Jasna Trevic. Zudem wirft der Obduktionsbefund neue Fragen auf. Es finden sich Spuren schädlicher Medikamente, die Dragan über viele Jahre hinweg verabreicht wurden, um dessen Sexualdrang zu unterdrücken. Außer der Kommissarin scheint aber niemand wissen zu wollen, was in Wahrheit passiert ist. Dennoch scheut sich Branka nicht, die offenen Drohungen ihres Vorgesetzten Bilic zu ignorieren und sich mit dem übergeordneten Aufsichtsgremium anzulegen.

Darsteller  Rolle
Neda Rahmanian Branka Maric
Lenn Kudrjawizki Emil Perica
Kasem Hoxha Borko Vucevic
Nadeshda Brennicke Jasna Trevic
Miroslav Nemec Dragan Trevic
Max Herbrechter Tomislav Kovacic
Katja Studt Pathologin Vera
Adriana Altaras Dada Maric
Goran Navojec Marin Maric
Aleksandar Jovanovic Lado Trifunovic
Andreas Guenther Pilot Kai
Juraj Kukura Bilic
Stipe Erceg Stipe Rif
Anton Tudic Muljacic
Janko Rakos Goran Trevic
Zijad Gracic Dr. Grivanovic
Hrvoje Barisic KTU Beamter Marko
Matilda Soric Paulina Dindric
Branimir Rakic Slavko Dindric
und andere

 

Philip Seymour Hoffman, für seine Titelrolle in „Capote“ mit dem Oscar gekrönt und für seine Verkörperung eines Sektenführers in „The Master“ von der Kritik gefeiert, galt als einer renommiertesten Schauspielern des amerikanischen Kinos. In seinem Regiedebüt „Jack in Love“ setzt er ganz auf die Faszinationskraft vielschichtiger Charaktere. Die sehenswerte Tragikomödie erzählt von vier New Yorkern und ihren alltäglichen Kämpfen um ein kleines bisschen Glück:

Der New Yorker Jack ist ein Typ, dessen Aussehen und Lebensweise alles andere als bürgerlich zu bezeichnen eine Untertreibung wären. Er ist Dauersingle, arbeitet als Fahrer beim Limousinen-Service seines Onkels und lebt in einem kleinen Kellerapartment in dessen Haus. Seine große Leidenschaft gehört der Reggaemusik, melancholische Romantik fasziniert ihn. Seine Haare trägt er als rotblonden Rastaschopf, den er jedoch verschämt unter einer Wollmütze versteckt. Natürlich sehnt der schüchterne Jack sich nach Liebe. Aber wo soll ein Typ wie er schon eine Frau kennenlernen? Sein Kollege und bester Freund Clyde und dessen attraktive Frau Lucy wollen das ändern. Zu gerne möchten sie Jack zu einer Freundin verhelfen. Also stellen sie einen Kontakt zu Lucys Arbeitskollegin Connie her, einem hübschen Mauerblümchen, das mindestens so schüchtern ist wie Jack selbst. Tatsächlich scheint sich zwischen den beiden nach ersten Anlaufschwierigkeiten eine zaghafte Liebe zu entwickeln. Umgekehrt beginnt es in der vermeintlich harmonischen Ehe von Clyde und Lucy gewaltig zu kriseln. Bei einem Abendessen, zu dem auch Jack und Connie eingeladen sind, läuft die angespannte Situation auf aberwitzige Weise aus dem Ruder.

Darsteller Rolle
Philip Seymour Hoffman Jack
Amy Ryan Connie
John Ortiz Clyde
Daphne Rubin-Vega Lucy
Thomas McCarthy Dr. Bob
Richard Petrocelli Onkel Frank
und andere

 

 

„Max Manus“ funktioniert gleichermaßen als Filmbiografie des legendären Widerstandskämpfers und als ungemein spannender Historienthriller. Er wurde mehrfach preisgekrönt, von der Kritik international hoch gelobt und war nicht nur in seinem Produktionsland ein großer Kassenerfolg. Zugleich löste der Film in Norwegen eine Debatte über die Rolle der norwegischen Widerstandsbewegung während des Zweiten Weltkriegs aus.
Der berüchtigte Gestapo-Offizier Siegfried Fehmer wird von dem deutschen Shootingstar Ken Duken verkörpert, der zuvor in dem hoch gelobten Drama „Zwei Leben“ auf der Kinoleinwand zu sehen war:

Oslo, 1940. Nachdem er im Finnischen Winterkrieg gegen die sowjetischen Truppen gekämpft hat, kehrt der Abenteurer und Weltenbummler Max Manus in seine Heimat zurück – und findet sich in einem von den Nazis besetzten Land wieder. Manus schließt sich der Widerstandsbewegung an, wird aber bald von der Gestapo ins Visier genommen. Er kann den Deutschen entkommen und gelangt über abenteuerliche Umwege nach Großbritannien, wo er eine militärische Ausbildung erhält. Als Spezialist für Schiffssabotage kehrt er gemeinsam mit seinem Freund Gregers Gram nach Norwegen zurück. In mehreren spektakulären Aktionen gelingt es ihnen, deutsche Versorgungsschiffe im Hafen von Oslo zu versenken. Die immer dreisteren Attentate der sogenannten Oslobande machen den Nazis schwer zu schaffen. Manus wird einer der bekanntesten Köpfe des norwegischen Widerstands und avanciert zum Volkshelden. Unterdessen setzt der Gestapo-Offizier Siegfried Fehmer alles daran, die Saboteure dingfest zu machen. Um den Rückhalt der Widerständler zu schwächen, startet er grausame Vergeltungskationen und lässt Unschuldige foltern.
Je mehr seiner Freunde den Nazis zum Opfer fallen, desto unerträglicher werden für Manus der Druck und die Gewissenskonflikte. Allein die Liebe zu seiner späteren Ehefrau Tikken und die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges lassen ihn durchhalten. Manus weiß um die Wichtigkeit seiner Aktionen. Ungeachtet aller Gefahren startet er im Januar 1945 noch einmal einen waghalsigen Sabotageakt. Sein Ziel: Ein strategisch äußerst wichtiges Truppentransportschiff.

Darsteller Rolle
Aksel Hennie Max Manus
Agnes Kittelsen Tikken Lindebraekke
Nicolai Cleve Broch Gregers Gram
Ken Duken Kriminalrat Siegfried Fehmer
Christian Rubeck Kolbein Lauring
Knut Joner Gunnar Sonsteby
Mats Eldoen Edvard Tallaksen
und andere

 

Zwei Brüder auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes, dieses klassische Motiv des Genrekinos nimmt der preisgekrönte Regisseur Jacques Maillot als Basis für einen Film, der als Kriminaldrama und Charakterstudie funktioniert. Mit dokumentarisch anmutender Präzision werden der zermürbende Alltag der Polizeiarbeit und die abgebrühte Beiläufigkeit des Verbrecherhandwerks gegenübergestellt, stilsicher der Look der späten Siebziger getroffen. Lyon wird nicht von seiner touristischen Bilderbuchseite gezeigt, sondern als morbider Schmelztiegel, voller Spelunken und halbseidener Typen. François Cluzet und Guillaume Canet liefern in den Hauptrollen darstellerische Glanzleistungen.:

Lyon, Ende der 70er Jahre. Der Kriminalpolizist François erfährt, dass sein Bruder Gabriel nach einer zehnjährigen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen wird. Schon immer war der Lebensweg der Geschwister gegensätzlich verlaufen. Während der tugendhafte François sich bemühte, durch Fleiß und Disziplin die Anerkennung seiner Umwelt zu erlangen, pflegte der rebellische Gabriel schon als Jugendlicher einen unmoralischen und rücksichtslosen Lebenswandel. Paradoxerweise war er dennoch stets der Beliebtere von beiden, was die Spannungen zwischen den Brüdern noch verstärkte. Gabriel geriet auf die schiefe Bahn und wurde schließlich wegen Mordes verurteilt. Nun schwört er hoch und heilig, ein neues Leben beginnen zu wollen. Er bezieht ein kleines Zimmer bei seinem Bruder, tritt einen ordentlichen, wenn auch schlecht bezahlten Job an und hält sich erst einmal von seinem alten Umfeld fern. Als er sich in Nathalie verliebt, eine Frau aus bürgerlichen Verhältnissen, scheint dies seinen Ausstiegswillen zu festigen. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis das schwarze Schaf der Familie wieder in kriminelle Machenschaften verwickelt wird. Um Nathalie mit teuren Geschenken zu beeindrucken, lässt er sich als Killer anheuern. Schließlich fasst der Kleingangster den aberwitzigen Plan, das gesamte Rotlichtmilieu der Stadt unter seine Kontrolle zu bringen. Als François Wind davon bekommt, steckt er durch die heimliche Beziehung zu einer Gangsterbraut selbst bereits in großen Problemen.

Darsteller Rolle
François Cluzet Gabriel
Guillaume Canet François
Marie Denarnaud Nathalie
Clotilde Hesme Corinne
Mehdi Nebbou José Lazaga
Hélène Foubert Colette
Olivier Perrier Henri
Carole Franck Monique
Eric Bonicatto Paulo
Alain Beigel Briquet
Thierry Levaret Martial
Marc Bodnar Gérard
und andere

 

Die Leidenschaft des jungen John Talia gilt der Malerei. Durch Zufall erfährt er, dass sein großes Vorbild, der Maler Nicolai Seroff, ganz in der Nähe wohnt. John würde gerne Seroffs Schüler werden, doch davon will der zurückgezogen lebende Exilrusse, dessen Werke aus der Mode gekommen sind, nichts wissen. Nach und nach entwickelt sich jedoch eine tiefe Freundschaft, und John versteht, warum die Welt um ihn herum aus Farben besteht.
Diese liebenswürdige Polemik gegen die moderne Kunst lebt von Armin Mueller-Stahls unnachahmlicher Darstellung. „Bad Boys“-Buchautor George Gallo verblüfft in seiner stimmungsvollen Regiearbeit mit sensibel gezeichneten Seelenlandschaften.

John Talia jr. hat einen großen Traum: Er will Maler werden. Während gleichaltrige Jungs auf der Straße Baseball spielen, kopiert er im Museum alte Meister. Mit abstrakter Kunst, die zu Beginn der 1970er Jahre groß in Mode ist, hat John nichts am Hut. Er malt gegenständlich, am liebsten nach der Natur. Aber hat der ambitionierte Jungspund überhaupt genügend Talent? Eine Antwort auf diese quälende Frage sucht er bei dem russischen Meister Nicolai Seroff. Der einsame, permanent fluchende alte Mann will zunächst gar nichts von ihm wissen. Aus Verärgerung über den bornierten Kunstbetrieb hat er der Malerei den Rücken gekehrt und schüttet permanent Wodka in sich hinein. Schließlich erkennt er Züge von sich selbst in dem wissbegierigen Jungen und lädt ihn in sein Sommerhaus nach Pennsylvania ein, um ihn zu unterrichten. Für John verlaufen diese Lektionen jedoch anders als erwartet.
George Gallo hat sich einen Namen als Buchautor überdrehter Actionreißer wie „Midnight Run“ oder „Bad Boys – Harte Jungs“ gemacht. Nun verblüfft er mit einer ganz und gar nicht dick aufgetragenen Beobachtung einer Männerfreundschaft. Dass Gallo selbst impressionistisch anmutende Landschafsbilder malt, merkt man seinem glänzend fotografierten Film in jeder Einstellung an. Als Glücksgriff erwies sich die Besetzung: Wenn Armin Mueller-Stahl als streitsüchtiger Maler gegen die Beliebigkeit der abstrakten Kunst polemisiert, dann beginnen seine Worte von innen her zu leuchten. Das ist kein Wunder, denn wie Gallo ist auch Mueller-Stahl nicht nur Filmschaffender, sondern ebenso Maler. Als gelehriger Schüler zeigt Teeniestar Trevor Morgan überzeugend, dass Kunst schön ist, aber viel Arbeit macht. Markante Darsteller wie Ron Perlman und Ray Liotta runden das kleine Gesamtkunstwerk ab.

Darsteller Rolle
Armin Mueller-Stahl Nicolai Seroff
Trevor Morgan John Talia jr.
Ray Liotta John Talia sr.
Charles Durning Yammi
Samantha Mathis Carla
Ron Perlman Curtis Sunday
Diana Scarwid Edith Talia
und andere

 

Bill Murray auf den Leib geschrieben ist die Hauptrolle in der Komödie „St. Vincent – Mein himmlischer Nachbar“: Der Hollywoodstar fügt seinem Repertoire tragikomischer Gestalten nun einen ungewöhnlichen „Heiligen“ hinzu, dessen wahres Wesen durch eine sündhafte Schale verdeckt ist. Murray zeigt auf beeindruckende Weise seine grandiosen Qualitäten als Charakterdarsteller. An seiner Seite schlüpfen Naomi Watts und Comedian Melissa McCarthy in ungewöhnliche Rollen. Theodore Melfi, der zu „St. Vincent“ auch das Drehbuch schrieb, ließ seinem erfolgreichen Regiedebüt die gefeierte Filmbiographie „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ folgen, die in den USA auf Platz 1 der Kinocharts stürmte und  2017 für drei Oscars nominiert war:

Der Ruheständler Vincent MacKenna ist alles andere als ein Heiliger: Er raucht, trinkt, flucht, zockt und trifft sich einmal pro Woche mit einer Prostituierten. Seine Mitmenschen kennen ihn nur als Scheusal wie es im Buche steht. Von seiner ätzenden Seite erlebt ihn auch die alleinerziehende Maggie Bronstein, die mit ihrem zwölfjährigen Sohn Oliver ins Nachbarhaus einzieht. Schon bald bleibt der berufstätigen Frau keine Wahl, als den unfreundlichen Herren von nebenan um Hilfe zu bitten. Während sie im Krankenhaus schichtet, kümmert sich Vincent um Oliver – natürlich für einen Zehner die Stunde und auf seine etwas eigene Art. Ganz selbstverständlich nimmt er den zarten Jungen mit in die Kneipe, lässt ihn auf der Rennbahn wetten und bringt ihm das Kämpfen bei. Vincent lässt Oliver aber auch seine andere, verborgene Seite sehen: Er nimmt ihn mit ins Pflegeheim zu seiner dementen Ehefrau Sandy, um die er sich liebevoll kümmert. Schon bald kennt der Schüler seinen ungewöhnlichen Aufpasser besser als jeder andere und schließt ihn ins Herz. Als Olivers Vater um das Sorgerecht klagt, werden Vincents zahllosen Sünden jedoch zu einem ernsten Problem.

Als nächster Film zum „SommerKino im Ersten“ folgt am 13. August: „Monsieur Claude und seine Töchter“.

Darsteller Rolle
Bill Murray Vincent
Melissa McCarthy Maggie
Naomi Watts Daka
Chris O’Dowd Bruder Geraghty
Terrence Howard Zucko
Jaeden Lieberher Oliver
Lenny Venito Trainer Mitchell
Nate Corddry Terry, der Banker
Dario Barosso Ocinski
Kimberly Quinn Krankenschwester Ana
Donna Mitchell Sandy
Ann Dowd Shirley
Scott Adsit David
und andere

 

Der Hohepriester der Wurschtigkeit ist wieder da. In „Grießnockerlaffäre“ wird es wirklich mühsam für den bayerischen Dorfbullen Franz Eberhofer, denn diesmal steht er selbst unter Mordverdacht. Bei der vierten Verfilmung eines Rita-Falk-Bestsellers haben Regisseur Ed Herzog und Erfolgsproduzentin Kerstin Schmidbauer erneut das bewährte Niederkaltenkirchener Ensemble versammelt: Neben Sebastian Bezzel und Simon Schwarz als Ermittler-Dreamteam spielen auch wieder Lisa Maria Potthoff, Enzi Fuchs, Eisi Gulp, Gerhard Wittmann, Sigi Zimmerschied, Daniel Christensen, Stephan Zinner und Max Schmidt mit. Neu im Eberhoferschen Kosmos sind Nora Waldstätten als resolute Kommissarin „Thin Lizzy“, Branko Samarovski als Omas lang verschollene Jugendliebe sowie Lilith Stangenberg als geheimnisvolle Witwe Barschl. Das schlimmste Drama muss Franz allerdings daheim erleiden: Da gibt es neuerdings nur noch Grießnockerlsuppe:

Der restalkoholisierte Franz Eberhofer wird am Morgen nach einer rauschenden Polizisten-Hochzeit von einem schwer bewaffneten SEK-Kommando geweckt, das sich leider nicht vom Besen der Oma vertreiben lässt. Der Kollege Barschl ist mit einem Messer im Rücken tot aufgefunden worden. Und blöderweise ist die Tatwaffe, ausgerechnet Franz‘ Taschenmesser, zweifelsfrei zu identifizieren, da sein Name eingraviert ist. Dass der Dahingeschiedene Franz‘ ungeliebter Vorgesetzter und erklärter Erzfeind ist, macht die Sache auch nicht besser. Gut, dass sein Alt-Hippie-Vater ihm ein schönes Alibi zusammenlügt. Aber ermitteln muss der Franz eben doch selber. Zum Glück ist Kumpel Rudi Birkenberger zur Stelle, um mit ihm gemeinsam den delikaten Fall aufzuklären. Privat ist der Franz auch gefordert. Denn der Papa kocht vor Eifersucht, seit die Jugendliebe der Oma, der kauzige Paul, aufgetaucht ist und sich daheim breitmacht. Und nicht nur das: Weil Paul nichts anderes verträgt, kocht die Oma nur noch Grießnockerlsuppe. Heikel wird es für Franz auch, als er bei Freundin Susi haarscharf an einem Heiratsantrag vorbeischrammt.

Einen weiteren Film aus der Eberhofer-Reihe zeigt Das Erste am 26. Oktober 2020: „Sauerkrautkoma“.

Darsteller Rolle
Sebastian Bezzel Franz Eberhofer
Simon Schwarz Rudi Birkenberger
Lisa Maria Potthoff Susi
Enzi Fuchs Oma Eberhofer
Branko Samarovski Paul
Eisi Gulp Papa Eberhofer
Gerhard Wittmann Leopold
Stephan Zinner Simmerl
Daniel Christensen Flötzinger
Max Schmidt Wolfi
Sigi Zimmerschied Moratschek
Thomas Kügel Bürgermeister
Lilith Stangenberg Ivana Barschl
Nora Waldstätten Thin Lizzy
Francis Fulton-Smith Barschl
Franziska Singer Annemarie Hausladen
Margarethe Tiesel Frau Moratschek
Frederic Linkemann Karl Stopfer
Gerhard Liebmann Pfarrer
und andere

 

Zwei Hollywood-Legenden auf dem amerikanischen Jakobsweg: Robert Redford und Nick Nolte spielen die Hauptrollen in der selbstironischen Outdoor-Komödie. Ursprünglich hatte Redford die Verfilmung von Bill Brysons Bestseller als Buddy-Movie mit Paul Newman geplant, seinem kongenialen Partner aus den Klassikern „Der Clou“ und „Zwei Banditen – Butch Cassidy und Sundance Kid“. Leider machte Newmans schwere Erkrankung einen Strich durch die Rechnung. Erst viele Jahre später feierte „Picknick mit Bären“ 2015 seine Premiere bei dem von Redford gegründeten Sundance Film Festival:

Der berühmte Reiseschriftsteller Bill Bryson ist gelangweilt vom Ruhestand. Auf seine alten Tage möchte er noch einmal ein Abenteuer erleben und setzt sich in den Kopf, den 3500 Kilometer langen Appalachian Trail zu gehen – von den Südstaaten bis zur kanadischen Grenze. Nur der „wahre“ Hiker, einer von zehn, schafft den längsten Wanderweg der Welt! Bills Frau Cathy hält sein Vorhaben für Wahnsinn, er lässt sich aber nicht davon abbringen. Ihr zuliebe sucht sich Bill einen Gefährten für den Weg durch die Wildnis, wo Bären und andere Gefahren lauern. Nur ein Jugendfreund, zu dem er seit Langem keinen Kontakt hat, meldet sich. Katz, ein ehemaliger Alkoholiker, ist eine mehr als fragwürdige Verstärkung: Er schleppt einiges an Übergewicht und reichlich seelischen Ballast mit sich. Darüber hinaus ist es kein gutes Vorzeichen, dass sich die beiden schon einmal auf einer Reise zerstritten haben. Damals, vor 40 Jahren, trennten sich in Europa ihre Wege. Was seinerzeit schiefging, haben beide nicht vergessen. Ihre Erinnerungen an die wilden Zeiten geben aber auch Mut. Bill und Katz wissen: Um die beschwerliche Wanderung durch die Appalachen zu schaffen, müssen sie sich zusammenraufen. Mit der Gelassenheit des Alters machen die beiden einen Neuanfang.

Darsteller:in Rolle
Robert Redford Bill Bryson
Nick Nolte Stephen Katz
Kristen Schaal Mary Ellen
Nick Offerman Rei Dave
Mary Steenburgen Jeannie
Emma Thompson Catherine Bryson
R. Keith Harris Sam Bryson
Randall Newsome TV Moderator
Hayley Lovitt Donna
Linds Edwards Darren
Susan McPhail Beulah
Andrew Vogel junger Wanderer 1
Derek Krantz junger Wanderer 2
Gaia Wise Recca
Tucker Meek Enkel
Chandler Head Enkelin
und andere

 

Starregisseur Fatih Akin („Soul Kitchen“, „Aus dem Nichts“) verfilmte den Weltbesteller von Wolfgang Herrndorf im Sommer 2015. Der Film wurde 2017 in 4 Kategorien für den Deutschen Filmpreis nominiert und konnte unter anderem den Europäischen Kinderfilmpreis EFA Young Audience Award sowie den Bayerischen Filmpreis gewinnen. Tschick erreichte über eine Million Zuschauer in den deutschen Kinos und ist nicht nur deshalb ein gleichermaßen literarisches wie filmisches Ausnahmewerk:

Während die Mutter in der Entzugsklinik und der Vater mit seiner Assistentin auf „Geschäftsreise“ ist, verbringt der 14-jährige Außenseiter Maik Klingenberg die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, stammt aus dem tiefsten Russland, kommt aus einem der Hochhäuser in Berlin-Marzahn – und hat einen geklauten Lada Niva dabei. Zu Beginn der Sommerferien steigt bei Tatjana, Maiks heimlicher Liebe, eine große Party. Doch weder Maik noch Tschick sind  eingeladen. Die beiden beschließen trotzdem hinzugehen. Ihr Auftritt ist ein voller Erfolg. Beflügelt von ihrem kleinen Abenteuer, entschließen sie sich, einfach weiterzufahren. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte, ohne Plan und Kompass durch die sommerglühende ostdeutsche Provinz. Die Geschichte eines Sommers, den wir alle einmal erleben wollen… Der beste Sommer von allen eben!

Darsteller  Rolle
Tristan Göbel Maik
Anand Batbileg Tschick
Nicole Mercedes Müller Isa
Anja Schneider Mutter Klingenberg
Uwe Bohm Josef Klingenberg
Claudia Geisler-Bading Friedemanns Mutter
Matthis Schmidt-Foß Friedemann
Gwendolyn Göbel Elisabeth
Siri Dausend Theresa
Florian Wihstutz Godwin
Bella Bading Florentine
und andere

 

 

Kinolegende Claude Brasseur und Debütantin Noémie Schmidt werden Komplizen bei einer ungewöhnlichen Verschwörung: Ein miesepetriger Rentner erpresst seine Untermieterin, seinen Sohn zu bezirzen, damit dieser seine Frau verlässt. Ivan Calbérac inszenierte mit französischem Esprit und pointierten Dialogen. Und was als typische Generationenkomödie mit schwarzem Humor beginnt, entwickelt sich zu der tiefsinnigen Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft, die beide Protagonisten verändert: Die Studentin lernt von ihrem Mentor, ihr Leben in die Hand zu nehmen – er von ihr, über seinen Schatten zu springen und das Leben wieder zu genießen:

Monsieur Henri ist alles andere als ein umgänglicher Zeitgenosse. Am liebsten möchte sich der pensionierte Steuerberater in seiner Pariser Altbauwohnung vor der Welt verschließen. Nur widerwillig lässt sich der gesundheitlich angeschlagene Griesgram auf die Idee seines Sohnes Paul ein, ein Zimmer zur Untermiete auszuschreiben, damit er nicht alleine ist. In der Studentin Constance findet sich eine Mitbewohnerin, die verzweifelt genug ist, sich seiner miesen Launen auszusetzen. Dass sie sich über seinen umfangreichen Regelkatalog lustig macht und sogar die Frechheit besitzt, auf dem ihm heiligen Klavier zu spielen oder in seine Pantoffeln zu schlüpfen, bessert die Lage nicht. Nur eine ungewöhnliche Idee hält Monsieur Henri davon ab, seine WG-Genossin vor die Tür zu setzen: Sie könnte ihm helfen, endlich seine biedere Schwiegertochter Valérie loszuwerden. Die bezaubernde Constance soll dem schüchternen Paul schöne Augen machen, damit dessen langweilige Ehe in die Brüche geht – bevor womöglich Enkel dabei herauskommen. Auf so etwas Bösartiges möchte sich die junge Frau, eigentlich kein Kind von Traurigkeit, auf keinen Fall einlassen. Eine andere Unterkunft ist leider unerschwinglich. Also geht Constance notgedrungen auf den unmoralischen Deal ein. Sehr zur Freude seines alten Herren, zeigen ihre Avancen schon bald Wirkung bei Paul…

Darsteller*in Rolle
Claude Brasseur Henri
Guillaume de Tonquedec Paul
Noémie Schmidt Constance
Frédérique Bel Valérie
Thomas Solivéres Mathieu
Valérie Kéruzoré Constances Mutter
Antoine Glemain Constances Bruder
Grégori Baquet Arthur
Anne Loiret Fahrprüferin
Nicolas Guillot DJ
und andere

 

Hauptdarsteller Idris Elba gelingt es in „Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“, die Jahrhundertgestalt Nelson Mandela als Mensch mit Stärken und Schwächen darzustellen – ohne dessen historische Größe zu schmälern. Einen differenzierten Blick wirft das Drama auch auf seine von Naomie Harris gespielte Frau Winnie, die ihr Leben dem Kampf ihres Mannes widmete. Der chronologisch erzählte Film basiert auf der 1995 erschienenen Autobiografie „Long Walk to Freedom“ des Friedensnobelpreisträgers, der im Dezember 2013 kurz nach der Festivalpremiere starb. Von den Musikern der Rockband U2, die sich wie viele andere Künstler über Jahrzehnte hinweg für die Freilassung des politischen Gefangenen einsetzten, stammt der Titelsong „Ordinary Love“:

Südafrika, in den 1940ern. Der junge, charismatische Anwalt Nelson Mandela will nicht mehr hinnehmen, dass für Schwarze andere Rechte als für Weiße gelten. Um gegen das Apartheidsystem zu kämpfen, schließt er sich dem African National Congress (ANC) an. Sein Talent als Redner macht ihn zu einem der Wortführer der Protestbewegung, die in den Townships starken Zulauf erhält. Mandelas Aufstieg geht aber zulasten seiner Familie und die Ehe mit Evelyn Mase scheitert. In der ehrgeizigen Sozialarbeiterin Winnie Madikizela findet er eine neue Frau an seiner Seite. Als die weißen Sicherheitskräfte 1960 in Sharpville friedliche Demonstranten erschießen, bricht Mandela mit der bisherigen ANC-Strategie des gewaltlosen Widerstandes. Auf sein Konto gehen Sabotageakte, die das Regime schwächen sollen. Mandela wird zum meistgesuchten Mann des Landes und schließlich gefasst. Um ein Exempel zu statuieren, werden er und seine Vertrauten zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Während der inzwischen weltbekannte Häftling auf der Insel Robben Island einsitzt, versuchen die Machthaber, seine Frau zu brechen. Unter einem Vorwand wird Winnie festgenommen und 17 Monate in Isolationshaft gesteckt. Als sie wieder freikommt, ist Winnie härter und hasserfüllter denn je. Auch Mandela bleibt unbeugsam in den 27 Jahren seiner Gefangenschaft. Er glaubt jedoch weiter an die Möglichkeit einer Aussöhnung.

Darsteller Rolle
Idris Elba Nelson Mandela
Naomie Harris Winnie Madikizela
Tony Kgoroge Walter Sisulu
Riaad Moosa Ahmed Kathrada
Jamie Bartlett James Gregory
Lindiwe Matshikiza Zindzi Mandela 28-32 Jahre
Terry Pheto Evelyn Mase
Deon Lotz Kobbie Coetzee
Zolani Mkiva Raymond Mhlaba
Fana Mokoena Govan Mbeki
und andere

 

v.l.n.r..: Kameramann Christian Stangassinger, Marie Hacke („Anni“), Regisseur Gregor Schnitzler, Ulrich Brandhoff („Juppi“), Julia Riedler („Dörte“), Alicia von Rittberg („Lotte“) und Noah Saavedra („Paul) – Foto:   MDR | filmcontact | Stanislav Honzik

 

Das Bauhaus zählt zu den bedeutendsten künstlerischen Bewegungen, die aus Deutschland heraus die ganze Welt beeinflusst haben. 1919 in Weimar vom Berliner Architekt Walter Gropius ins Leben gerufen, jährt sich die Gründung der Bauhaus-Bewegung 2019 zum hundertsten Mal. Die Bauhaus-Idee, Kunst, Architektur und Handwerk zu einer idealen Verbindung zu bringen, sollte den Alltag revolutionieren und die Grundlage für eine neue, bessere Welt schaffen. Von Ende April bis Anfang Juni 2018 inszenierte Regisseur Gregor Schnitzler („Die Wolke“, „Tatort“)  dauzu den Fernsehfilm „Bauhaus“ (AT) nach dem Drehbuch von Jan Braren („Homevideo“, „Mitten in Deutschland: NSU“), die Kamera verantwortete Christian Stangassinger.

Im Mittelpunkt steht die junge Kunststudentin Lotte Brendel, gespielt von Alica von Rittberg („Charité“), die den Zuschauer durch die Jahre des Bauhaus in Deutschland führt – von der Zeit kurz nach der Entstehung bis zur drohenden Auflösung durch die Nationalsozialisten. Zum Schauspielensemble gehören Noah Saavedra, Marie Hacke, Ulrich Brandhoff, Julia Riedler, Nina Gummich und Christoph Letkowski. In der Rolle des Bauhaus-Direktors und Meisters Walter Gropius steht Jörg Hartmann vor der Kamera. Gedreht wird bis Anfang Juni in Prag, Weimar und Dessau. Zu den Originalschauplätzen gehören in Weimar das Bauhaus und das Haus am Horn, in Dessau die Meisterhäuser und das Bauhaus.

Zum Inhalt: Weimar, 1921: Das Leben der 20-jährigen Lotte Brendel (Alicia von Rittberg) scheint von ihrem Vater vorgezeichnet – als Ehefrau und Mutter an der Seite eines Mannes, der den elterlichen Tischlerbetrieb übernehmen soll. Gegen den Willen ihrer Familie schließt sich die eigenwillige und künstlerisch begabte Lotte einer Gruppe junger Künstler an, bewirbt sich am Bauhaus – und wird angenommen. Das Weimarer Bauhaus unter der Leitung des visionären Walter Gropius (Jörg Hartmann) möchte nach der rigiden Gesellschaftsordnung des Kaiserreichs eine neue Zeit begründen. Im Bauhaus-Studenten Paul Seligmann (Noah Saavedra) findet Lotte einen Unterstützer und ihre Liebe. In der bunten Gemeinschaft aus Studierenden und Lehrenden aus aller Welt und aus allen Gesellschaftsschichten erhält sie die Chance, als Frau gleichberechtigt ihr Studium zu absolvieren – angeleitet von weltberühmten Künstlern wie Johannes Itten (Christoph Letkowski), Feininger, Kandinsky, Klee und Schlemmer. Doch Lottes Freude wird getrübt durch den Bruch mit ihrer Familie, die ihr jede finanzielle Unterstützung verweigert und ihren Wunsch nach Selbstverwirklichung lange nicht akzeptiert. Derweil gerät das Bauhaus selbst immer mehr unter politischen Druck, denn den immer mächtiger werdenden rechtskonservativen Kräften ist die moderne Hochschule ein Dorn im Auge. Walter Gropius entscheidet, mit dem Bauhaus nach Dessau zu ziehen.

Jana Brandt, MDR-Fernsehfilmchefin: „Mit seinem Manifest macht Walter Gropius Weimar zum Geburtsort einer Utopie, die alle Künste in idealer Weise verbinden und dabei die bestehenden gesellschaftlichen Grenzen von Herkunft und Klassen wie auch der Geschlechter überschreiten wollte. Diesem Ausgangspunkt einer Avantgarde, die aus Mitteldeutschland ihren Weg in die Welt nahm und Generationen nachfolgender Künstler und Kreativen geprägt hat, wollen wir uns erstmals filmisch nähern. Dabei stellen wir die Frauen des Bauhaus in den Fokus, die – wie unsere zentrale Figur Lotte – Vorreiterinnen darin waren, mehr aus sich zu machen, als es ihnen die männerdominierte Umwelt zugestehen wollte. Wir wollen diesem Zeitgeist nachspüren und ihn für ein großes Publikum erlebbar machen, wenn wir Lotte bei ihrem Aufbruch in die neue Welt begleiten, ihre Träume teilen, aber auch Widerstände und Enttäuschungen miterleben.“

Benjamin Benedict und Nico Hofmann, Produzenten UFA FICTION: „Die Bauhaus-Bewegung hatte alles: Energie zum jugendlichen, revolutionären Umbruch und eine enorm starke emanzipatorische Kraft, um die Rolle der Frauen neu zu definieren. Relevanter kann ein großer historischer Stoff nicht sein. In der Geschichte des Bauhaus spiegeln sich nicht nur entscheidende politische Umwälzungen der Weimarer Republik wider, sondern auch die Emanzipationsbestrebungen einer neuen Generation von Frauen, die versuchten, ihr Recht auf künstlerische Selbstverwirklichung zu erstreiten, und damit selbst in einer freiheitlich künstlerischen Bewegung wie dem Bauhaus auf Widerstände stießen. Diese Konstellation bildet die ideale Folie für ein packendes hochemotionales Drama, das mit Alicia von Rittberg als eine der zentralen Figuren nicht besser besetzt sein könnte.“

„Bauhaus“ (AT) ist eine Produktion der UFA FICTION in Koproduktion mit dem MDR, der ARD Degeto und dem SWR für Das Erste, gefördert durch die Mitteldeutsche Medienförderung. Die Redaktion liegt federführend bei Jana Brandt und Sven Döbler (MDR), Redakteurin bei der ARD Degeto ist Claudia Luzius, Redakteur beim SWR ist Michael Schmidl. Produzenten sind Benjamin Benedict und Nico Hofmann, Ausführender Produzent ist Matthias Adler (UFA FICTION). Koproduzent ist Michal Pokorný (MIA Film).

Als Titelheld in „Ein Mann namens Ove“ spielt der frühere Wallander-Kommissar Rolf Lassgård grandios einen vom Schicksal gebeutelten Griesgram, hinter dessen rauer Schale ein weicher Kern steckt. Gerade als er mit seinem Leben abschließen möchte, beschert es ihm überraschend ein spätes Glück. Die wunderbare Tragikomödie nach dem gleichnamigen Bestsellerroman von Fredrik Backman überflügelte in Schweden an der Kinokasse sogar „Star Wars“. Auch Hollywood, wo der Spielfilm für drei Oscars nominiert war, wurde auf den Stoff aufmerksam: Ein Remake ist bereits angekündigt:

Der 59-jährige Witwer Ove ist der Prototyp eines Blockwarts. Bei seinen Rundgängen in der Wohnsiedlung inspiziert er Mülltonnen, schreibt Parkvergehen auf und zankt sich mit allen Nachbarn. Selbst mit seinem einzigen Freund Rune liegt er seit Langem im Streit. Als Ove seine Arbeit verliert, hält ihn nichts mehr am Leben: In gewohnter Pedanterie meldet er sein Telefon ab und knüpft sich im Wohnzimmer einen Strick, um im Tod endlich wieder mit seiner geliebten Frau vereint zu sein. So einfach lässt das Schicksal den einsamen Mann, dem es seit frühester Kindheit übel mitgespielt hat, aber nicht gehen. Ausgerechnet jetzt rumpeln neue Nachbarn heran, die beim Einparken erst einmal Oves Briefkasten umnieten: ein trotteliger Ehemann, dessen hochschwangere Frau Parvaneh und zwei aufgeweckte Mädchen mit riesengroßen Augen. Natürlich begegnet ihnen Ove erst einmal auf seine ganz spezielle, alles andere als herzliche Art. Die schlagfertige Parvaneh lässt sich von dem Scheusal aber nicht beeindrucken. Ehe er es sich versieht, spannt sie Ove ein. Er passt auf die Kinder auf und muss ständig mithelfen. Auch wenn Ove es nie zugeben würde: Die neue Chaos-Familie von nebenan tut ihm richtig gut.

Darsteller:in Rolle
Rolf Lassgård Ove
Bahar Pars Parvaneh
Filip Berg Ove, jung
Ida Engvoll Sonja
Chatarina Larsson Anita
Börje Lundberg Rune
Tobias Almborg Patrick
Klas Wiljergård Jimmy
Poyan Karimi Mirsad
Simon Edenroth Adrian
Johan Widerberg Vitskjortan
Stefan Gödicke Oves Vater
Anna-Lena Bergelin Journalistin Lena
Nelly Jamarani Sepideh
Zozan Akgün Nasanin
und andere

 

In diesem Film nimmt „Das Traumhotel“ den Zuschauer mit auf eine Reise nach Sri Lanka, der „Perle des Indischen Ozeans“. Zwischen endlosen Sandstränden, geheimnisvollen Tempelanlagen und malerischen Teeplantagen bekommt Markus Winter es mit einer ganzen Reihe berührender Schicksale sowie einem kuriosen Fall von Hochstapelei zu tun. Zum großen Ensemble des Films gehören neben Publikumsliebling Christian Kohlund u.a. Bernhard Bettermann, Denise Zich, Saskia Valencia, Miguel Herz-Kestranek, Karl Fischer, Florian Fitz und Ivonne Schönherr:

Kaum im Luxusressort in Sri Lanka angekommen, fällt Markus Winter die neue Servicekraft Lara ins Auge. Die junge Frau kann zwar beste Referenzen vorweisen, stellt sich bei den Gästen jedoch nicht sehr geschickt an. Bald stellt sich heraus, dass Lara ihre Bewerbungsunterlagen geschönt hat, um den Job zu bekommen. In Wahrheit will sie auf Sri Lanka nach ihrem Vater Thilo und ihrer Schwester Nora suchen. Seit ihrer Kindheit hat sie die beiden nicht mehr gesehen. Nach der Trennung von seiner Frau hatte der gekränkte Thilo seine zweite Tochter Nora in dem Glauben gelassen, ihre Mutter und ihre Schwester seien bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Markus zeigt Verständnis für Laras Situation und mit seiner Hilfe gelingt es ihr, die beiden auf einer Teeplantage ausfindig zu machen. Dabei verliebt Lara sich Hals über Kopf in Thilos rechte Hand Simon. Schließlich fasst sie den Mut, ihrer Familie zu gestehen, wer sie wirklich ist. Doch vor allem ihr strenger Vater reagiert anders als erhofft. Auch Nadja Bülow ist aus sehr persönlichen Gründen auf die Insel gekommen: Fernab der Heimat versucht sie, den überraschenden Tod ihres Mannes zu verarbeiten, mit dem sie ein Jahr zuvor noch ihre Silberhochzeit auf Sri Lanka gefeiert hatte. Um ihr neuen Lebensmut zu geben, macht Markus sie mit Leon Groß bekannt. Einst ein erfolgreicher Geschäftsmann, betreibt der sensible Naturbursche heute auf Sri Lanka eine Farm für verwaiste Elefanten. Es dauert nicht lange, bis sich zwischen Nadja und Leon eine vertrauensvolle Freundschaft entwickelt. Hin- und hergerissen zwischen der Erinnerung an ihren Mann und ihren immer stärker werdenden Gefühlen für Leon, sucht Nadja Rat bei buddhistischen Mönchen – und gerät im Dschungel Sri Lankas in große Gefahr. VIP-Hotelgast Gregor Pohlmann, einem exzentrischen Millionär, scheinen weltliche Sorgen fremd zu sein. Er genießt die Annehmlichkeiten in Winters Ressort, kauft in den Läden der Stadt nach Herzenslust ein und flirtet mit den Freundinnen Monika und Lisbeth. Die beiden betreiben in Deutschland einen Friseursalon und würden sich während ihres Luxusurlaubs gerne einen Millionär „angeln“. Markus beobachtet das Treiben des jovialen Pohlmann mit amüsierter Skepsis – und tatsächlich kommt es schon bald zu einer erstaunlichen Enthüllung.

Unmittelbar im Anschluss zeigt Das Erste mit „Das Traumhotel – Malediven“ eine weiteren Film der mit Christian Kohlund alias Markus Winter.

Darsteller Rolle
Christian Kohlund Markus Winter
Saskia Valencia Nadja Bülow
Bernhard Bettermann Leon Groß
Jenny Jürgens Monika Golz
Sabine Vitua Lisbeth Harzer
Karl Fischer Gregor Pohlmann/Kurt Gramlich
Ivonne Schönherr Lara Grothe
Florian Fitz Simon Kern
Denise Zich Nora Krüger
Miguel Herz-Kestranek Thilo Krüger
Rozanne Dias Taneja
Thusitha Ranasingha Onkar
und andere

 

 

Diese Folge der beliebten „Traumhotel“-Reihe macht ihrem Titel alle Ehre: Die Malediven zählen ohne Zweifel zu den traumhaften Naturparadiesen dieser Welt. Aber auch hier trifft der lässige Hotelier Markus Winter, einmal mehr gespielt von Publikumsliebling Christian Kohlund, auf Menschen, deren Urlaub nicht ganz so paradiesisch verläuft, wie man es sich wünschen würde. Natürlich gelingt es ihm mit Unterstützung seiner Tochter Leonie, alle Geschichten zu einem Happy End zu führen. Zu den Gästen im „Traumhotel – Malediven“ gehören Susanne Uhlen, Helmut Zierl und Francis Fulton-Smith. Die Rolle von Winters Tochter Leonie spielt Anna Hausburg:

Eigentlich wollte Markus Winter auf den Malediven nur seine Tochter Leonie zu ihrem Geburtstag besuchen. Seit Kurzem leitet die junge Frau auf einer der Inseln ein Luxusresort der Siethoff-Gruppe. Aber kaum angekommen, müssen Vater und Tochter sich um eine Reihe von Gästen kümmern, die neben Badehose und Strandlektüre auch private Sorgen und Probleme im Gepäck haben. Der Manager Alexander Weigend beispielsweise kann nicht einmal unter Palmen richtig abschalten. Anstelle eines entspannenden Cocktails hat er ständig sein Handy griffbereit. Als beim Flughafentransfer sein Koffer vertauscht wird, sinkt die Laune des gestressten Geschäftsmanns endgültig in den Keller. Während sich Leonie um das Missverständnis kümmert, liest Alexander heimlich das Tagebuch, das aus dem Koffer von Sandra Bohland stammt. Die Meeresbiologin trauert noch immer um ihren verstorbenen Mann und sucht in der Abgeschiedenheit einer kleinen Forschungsinsel Ruhe und Ablenkung. Zutiefst berührt von ihren Aufzeichnungen, beschließt Alexander, diese Frau, die er nie gesehen hat, die ihm durch das Tagebuch aber dennoch sehr vertraut erscheint, kennenzulernen. Markus Winter erlebt derweil eine freudige Überraschung: Seine Jugendliebe Eva, die er seit mehr als 20 Jahren nicht getroffen hat, macht in seinem Hotel Urlaub – und zwar mit ihrer erwachsenen Tochter Nikola. Markus versteht sich auf Anhieb wieder blendend mit seiner einstigen Flamme. Derweil beginnt Leonie nachzurechnen: Wäre es möglich, dass die sympathische Nikola ihre Halbschwester ist? Obwohl ihr Vater diese Möglichkeit weit von sich weist, lässt Leonie nicht locker und versucht, die Wahrheit über Nikolas Herkunft herauszufinden. Markus ist darüber nicht sonderlich erfreut. Dennoch fallen auch ihm plötzlich gewisse Ähnlichkeiten zwischen sich und Evas Tochter auf. Mit Vater-Tochter-Problemen ganz anderer Art kämpft unterdessen der verwitwete Stefan. Seine junge Tochter Lena hat den Tod der geliebten Mutter noch nicht verwunden. Ihre Trauer und ihr Verlassenheitsgefühl verbirgt das Mädchen hinter einem Schutzwall aus rebellischer Aufmüpfigkeit. Greta, die neue Liebe ihres Vaters, gibt sich alle Mühe, ihr eine gute Freundin zu sein – ohne Erfolg. Lena betrachtet die Frau als eine Rivalin für ihre Mama und setzt alles daran, sie zu vergraulen. Die Stimmung im Ferienparadies wird immer angespannter. Bis Lena nach einem Streit spurlos verschwindet.

Darsteller Rolle
Christian Kohlund Markus Winter
Angela Roy Sandra Bohland
Helmut Zierl Alexander Weigend
Susanne Uhlen Eva Ruhland
Sylta Fee Wegmann Nikola Ruhland
Anna Hausburg Leonie Winter
Mirjam Weichselbraun Greta Junghans
Francis Fulton-Smith Stefan Färber
Hanna Höppner Lena Färber
und andere