Auf ungewohntes Terrain begibt sich Hauptdarstellerin Rebecca Immanuel alias Vera Mundt im sechsten Film der beliebten Reihe „Die Eifelpraxis“. In „Rachegelüste“ wird die Versorgungsassistentin zur verdeckten Ermittlerin: Sie unterstützt ihren „Hausfreund“ Daniel, gespielt von Aleksandar Radenkovic, bei der Suche nach einem gewissenlosen Unfallfahrer, der seinen jüngeren Bruder fast auf dem Gewissen gehabt hätte. Um Schuld und Vergebung geht es auch im Konflikt zwischen zwei ungleichen Schwestern. Veras Antwort in beiden Fällen ist ebenso lebensbejahend wie versöhnlich: Wer verzeihen kann, lädt sich selbst keine neue Schuld auf. Ins Zentrum rückt auch Tom Böttcher. Kaum volljährig geworden, lässt sich Veras Sohn auf eine verbotene Liebe ein:

Vera kann als Mutter vieles – nur leider nicht loslassen. Natürlich sorgt sie sich um ihren 18-jährigen Sohn Paul bei seiner ersten großen „wirklichen“ Liebe. Dessen Affäre mit der verführerischen Claire hat einen doppelten Haken: Die 26-Jährige ist seine Lehrerin und eine todkranke Patientin von Dr. Chris Wegner! Vera möchte verhindern, dass Pauls verbotene Liebe mit einem gebrochenen Herzen endet. Er weiß nicht, dass Krebs bei der jungen Frau diagnostiziert wurde. Nun  steckt Vera in einem Dilemma: Sie muss sich um ihre unvernünftige Patientin kümmern, aber zugleich ihren Sohn vor der schmerzhaften Wahrheit schützen. Hinter ein düsteres Geheimnis kommt Vera unterdessen bei „Hausfreund“ Daniel: Wie besessen sucht er in Monschau den Autofahrer, der seinen jüngeren Bruder Sören bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt hat und Fahrerflucht beging. Um den von ihm verdächtigten Tanzlehrer auszuspionieren, gehen er und Vera in seine Kurse – getarnt als Ehepaar! Ohnehin ist es Zeit für einen richtigen Mann in Veras Leben. Diesen glaubt sie in ihrem Verehrer Dr. Henning Maurer gefunden zu haben. Chris ist wenig begeistert, als Vera ihn darüber unterrichtet. Selbst in seine Mitarbeiterin verliebt, will er so leicht nicht aufgeben. Ausgerechnet Vera bringt ihn auf eine Idee, wie er seinen ewigen Rivalen endlich loswerden kann.

Mit „Die Eifelpraxis – Aufbruch“ zeigt Das Erste am Ostermontag einen weiteren Film der Reihe.

Darsteller*in Rolle
Rebecca Immanuel Vera Mundt
Simon Schwarz Chris Wegner
Karolina Lodyga Danuta Masik
Janek Rieke Leon Ortmann
Tom Böttcher Paul Mundt
Mascha Schrader Mia Mundt
Kristin Suckow Claire Bonin
Andreas Pietschmann Martin Hürtgen
Aleksandar Radenkovic Daniel Morel
René Steinke Henning Maurer
Tom Keune Volker Böhl
Sarah Mahita Charly Ortmann
Olga von Luckwald Anita Rabsal
Marie Anne Fliegel Martha Böhl
Barbara Prakopenka Rosalie Ortmann
Yuri Völsch Sören Morel
Morgane Ferru Isabell Bonin
Valentin Oppermann Fritz Hürtgen
Daan Lennard Liebrenz Tom
Karina Krawczyk Ruth
und andere

 

Wenn etwas schiefgeht, dann aber richtig! Das erlebt Familie Lotzmann an einem einzigen Tag: Grimme-Preisträger Jörg Gudzuhn als Lotzmann will erst einen antiquierten Staubsauger, den Wellensittich und schließlich seine Ehe retten. Gisela Schneeberger, vielfach ausgezeichnete Kabarettistin und Fernsehschauspielerin, schlüpft in die Rolle der Gattin, die allmählich die Faxen dicke hat. Und Eva Löbau als linksalternativer Nachwuchs stürmt aus Protest den nächstbesten Konsumtempel. Axel Ranischs erster Fernsehfilm ist die urkomische Chronik einer Familie am Rande des Nervenzusammenbruchs. Das preisgekrönte Drehbuch von Sönke Andresen ist gespickt mit Anspielungen auf die Shoppingwelt, in der es zwar alles neu und zum Mitnehmen gibt, aber nichts mehr repariert werden kann:

Eigentlich verläuft das Eheleben der Lotzmanns seit vier Jahrzehnten dank geregelten Alltagsabläufen ohne nennenswerte Aufregung. Das soll sich allerdings ausgerechnet an Annemaries 70. Geburtstag schlagartig ändern, als Hubert beim Staubsaugen sowohl den Wellensittich als auch das ansonsten zuverlässige Gerät „Fuzzbuster 500“ einem unerwarteten Ende zuführt. Kann ja mal passieren, musste er doch eine Unterschriftenaktion zur Rettung des von der Schließung bedrohten Hallenbades organisieren und hat nicht zuletzt deswegen den Jubeltag seiner Frau verschwitzt. Wenn Annemarie nun auch noch das Unglück mit dem heißgeliebten Vogel bemerkt, dann gnade ihm Gott! Sofort macht sich Hubert auf die Suche nach einem Reparaturbetrieb. Die Zeit drängt, denn um 18 Uhr muss alles so sein wie 40 Jahren lang geprobt: Abendessen, Regionalnachrichten, Wetterbericht. Doch auch beim Service-Desk des Elektromultis Mc Andrew’s kann man ihm das gute Stück nicht reparieren. Einschicken oder Neukauf sind die einzigen Optionen. Man hat sowieso gerade wenig Zeit, denn es läuft unter Polizeischutz die Eröffnung der 999. Filiale. Mittendrin ist Huberts konsumkritische Tochter Bille: Sie möchte ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft setzen und mit der angereisten Konzernchefin abrechnen. Unterdessen kippt zu Hause, wo Annemarie und ihre Schwestern beim Geburtstagkränzchen sitzen, trotz des reichlich genossenen Eierlikörs, die Stimmung.

Darsteller Rolle
Jörg Gudzuhn Hubert Lotzmann
Gisela Schneeberger Annemarie Lotzmann
Eva Löbau Bille Lotzmann
Gudrun Ritter Margot Lewandowski
Sigrid Schnegelsiepen-Sengül Ingeborg Lewandowski
Ercan Durmaz Bademeister Achmed
Heiko Pinkowski Einsatzleiter Schulze II
Misel Maticevic Dehmel
Christina Große Gabi
Peter Trabner Schleicher
Gayle Tufts Brenda McAndrew
Frithjof Gawenda Robert
Eric Lee Johnson Security McAndrew
Us Conradi Frau Klapphut
Claudia Jacob Parkraumbewirtschafterin
Sabin Tambrea Aktivist
Hans-Heinrich Hardt Habermann
Georg Ebinal Abschleppwagenfahrer
Axel Ranisch Reporter
und andere

 

Eine schwedische Gang will während des Motorradrennens „Ostsee-Race“ einen Werttransporter überfallen. Doch schon vor Beginn der Aktion geraten die Mitglieder in Streit über die Verteilung der Beute – und der Anführer Ole Mantell erschießt ein Gruppenmitglied. Als die Leiche des toten Gangsters am Ostsee-Strand angespült wird, übernimmt Lona Vogt die Ermittlungen, unterstützt vom Tierarzt Hauke Jacobs. Schnell kommen die Leiterin des Einfrau-Polizeireviers auf dem Priwall und der ehemalige Polizist der Bande gefährlich nahe. Doch können sie den Überfall noch verhindern?

Darsteller  Rolle
Hinnerk Schönemann Hauke Jacobs
Henny Reents Lona Vogt
Marleen Lohse Jule Christiansen
Dennis Storhøi Ole Mantell
Lore Richter Silke Dahlberg
August Wittgenstein Nils Ek
Cem-Ali Gültekin Mehmet Ösker
Joshy Peters Puttkammer
Victoria Fleer Bine Pufal
Rainer Furch Simon Rost
Sebastian Achilles Martin Wendt
Jens Weisser Dirk Christiansen
Björn Meyer Ernst-Werner
und andere

 

„Kruso“ erzählt vom letzten Sommer vor dem Mauerfall auf der kleinen Ostseeinsel Hiddensee. Jenseits des staatlich organisierten Tourismus‘ wurde die abgeschiedene Insel alljährlich zu einer Art Künstlerkolonie und zum Sehnsuchtsort für Aussteiger und Alternative. Durch die Nähe zu Dänemark war Hiddensee zugleich Ausgangspunkt für die Flucht über die Ostsee.
Nach dem Unfall-Tod seiner Freundin flüchtet Edgar Bendler, genannt Ed, vor dem Leben nach Hiddensee. Er heuert als Saisonkraft in der Ausflugsgaststätte „Zum Klausner“ an und lernt dort Kruso kennen, der ihn sofort in seinen Bann zieht.
Kruso, der eigentlich Alexander Krusowitsch heißt, ist der heimliche Steuermann der eingeschworenen Mannschaft im „Klausner“ und ihr Guru. Seine Mission ist es, den Republikflüchtlingen und Systemüberdrüssigen seine Idee einer inneren Freiheit nahezubringen und sie vor dem Tod in der Ostsee zu bewahren. Kruso weiht Ed in die Rituale zur Rettung der sogenannten Schiffbrüchigen ein. In drei Nächten will er sie zu den „Wurzeln der Freiheit“ führen. Doch als immer mehr DDR-Bürger über Ungarn gen Westen flüchten, wird auch der „Klausner“ leerer. Aus der schützenden Arche wird ein sinkendes Schiff.

Darsteller Rolle
Albrecht Schuch Kruso
Jonathan Berlin Ed
Andreas Leupold Krombach
Peter Schneider Rimbaud
Thomas Lawinky Koch Mike
Johann Jürgens Cavallo
Pit Bukowski Salzlach
Anja Schneider Karola
Lisa Hrdina Mona
Daniel Fripan Smutje
Andreas Schröders Rebhuhn
Sophie Lutz Antilope
Hannes Wegener Spurtefix
Amy Benkenstein Christina
Dorothea Arnold Emilia
Cathrein Unger Birgit
Hannah Ehrlichmann Gesine
Saulius Vladas General Krusowitsch
und andere

 

Was passiert, wenn ein pensionierter Kapitän auf eine resolute polnische Pflegekraft trifft, erzählt die Komödie „Verliebt in Masuren“. Hans-Uwe Bauer und Lina Wendel spielen die Hauptrollen in dem lebensprallen „Endlich Freitag  im Ersten“-Film um zwei liebenswerte Charakterköpfe, die zu ihrer eigenen Überraschung zueinanderfinden. Bruno Grass führte Regie bei der deutsch-polnischen Komödie nach dem Drehbuch von Kerstin Römer:

Der alleinstehende, pensionierte Schiffskapitän Kurt hat sein Leben lang „sein Ding“ gemacht – trotz Familie. Sein Sohn Jens hat daher ein eher distanziertes Verhältnis zum Vater. Als der Griesgram nach einem Segelunfall vorübergehend bewegungsunfähig ist und mit seiner notorisch schlechten Laune schon drei Fachpflegekräfte verschlissen hat, ist die Familie ratlos. Keiner hat Zeit, geschweige denn Lust, sich um den Alten zu kümmern. Pflegeleiterin Hühnichen ruft Roza aus Polen auf den Plan – sie ist die allerletzte Hoffnung! Jens ist sofort klar, dass es jetzt erst richtig knallen wird: Sein Vater, der selbst aus Masuren stammt, ist auf Polen nämlich nicht gut zu sprechen. Und tatsächlich: Von der ersten Minute an macht Kurt es Roza ordentlich schwer. Doch die lässt sich von dem Miesepeter nicht unterkriegen, im Gegenteil: Die kampferprobte Roza nimmt die Herausforderung an und läuft zur Höchstform auf. Schließlich hat sie die große Hochzeit ihrer hochschwangeren Tochter vor Augen und das Ende des nervigen Auftrages stets im Blick. Als die versprochene Ablösung jedoch nicht auftaucht und alle Familienangehörigen unterwegs sind, springt die pflichtbewusste Pflegerin notgedrungen über ihren Schatten: Sie nimmt ihren Patienten kurzerhand mit zu sich nach Hause! Allmählich kommt Roza dahinter, was Kurt seit Langem auf dem Herzen liegt. In seiner alten Heimat wird es Zeit für einen Neuanfang, bei dem ausgerechnet Roza eine überraschende Rolle spielen wird.

Darsteller:in Rolle
Hans-Uwe Bauer Kurt
Lina Wendel Roza
Kasia Borek Ewa
Alexander Khuon Jens
Isabell Polak Sandra
Alva Schäfer Paula
Zofia Czerwinska Tante Grazyna
Maxim Topyla Kajetan
Marek Wlodarczyk Jurek
Aleksandra Wozniak Wanda
Iza Kala Aleksandra
Klaudiusz Kaufmann Janusz
Thilo Prothmann Florian
Johannes Richard Voelkel Magnus
Kerstin Römer Gabi Hühnichen
Konrad Beta Tomasz
und andere

 

Angelehnt an das Leben des 2005 verstorbenen Modemachers Rudolph Moshammer erzählt die Gesellschaftssatire „Der große Rudolph“ eine fiktive Geschichte über Schönheit, Geld, Glamour und eine ungewöhnliche Freundschaft zweier Außenseiter und Einzelgänger im München der 1980er Jahre. Es ist außerdem eine Geschichte über die Kunst des Verkaufens, aber auch über eine einzigartige Hassliebe zwischen Mutter und Sohn.
Rudolph Moshammer ist der prominenteste Modemacher im München der 1980er Jahre. An der Seite seiner Mutter Else, empfängt er in seinem Laden in der Maximilianstraße die Schickeria der Stadt. Das reicht seinen stillen Teilhabern und Finanziers Toni und Gerdi aber nicht mehr aus. Sie wollen den Umsatz des Geschäfts steigern – mit dem Hoch- und Geldadel als Kundschaft. Rudolph Moshammer soll den schwerreichen Grafen von Antzenberg für sich gewinnen. Toni rät ihm, eine junge, verführerische Frau für den Verkauf einzustellen. Durch Zufall findet Rudolph Moshammer die auf den ersten Blick nicht besonders auffällige und ungeschickte Evi, eine junge Fußpflegerin aus Augsburg. Aus ihr, so erklärt Rudolph Moshammer, werde er eine aufregende Frau machen.
Evi hebt sich mit ihrer unkonventionellen und naiven Art von Moshammers restlichen Angestellten ab. Der Modemacher setzt viel Vertrauen in sie und eröffnet ihr einen neuen Blick auf sich selbst. Das scheint sich zu rächen, als Evi den Grafen von Antzenberg in Moshammers Laden aufgrund seiner Kleiderwahl als farbenblind bezeichnet. Empört verlässt dieser das Geschäft, gefolgt von Rudolph Moshammer, der sich für seine Angestellte entschuldigt und ihn mit seiner philosophischen Sichtweise zum Nachdenken anregt. Toni und Gerdi glauben, alles sei verloren, doch der Graf ist so beeindruckt von Moshammer, dass er beschließt, ihm einen Großauftrag zu erteilen. Es stellt sich heraus, dass Evi eingeweiht und ihr Auftreten vom Modemacher geplant war. Ihre Fähigkeit, die Menschen zu berühren, sieht Moshammer als große Gabe. Moshammers Affinität zu Evi stellt das Verhältnis zwischen ihm und seiner Mutter allerdings gehörig auf die Probe.
Immer noch besorgt wegen des drohenden Ausstiegs ihrer Finanziers, lädt Else den Reporter Yogi Darchinger vom Privatsender München TV ein. Ihre Idee, Moshammers langjähriges Engagement zugunsten der Bedürftigen in München medienwirksam zu inszenieren, stößt bei ihrem Sohn jedoch auf Ablehnung. Nur widerwillig beugt Moshammer sich den Plänen seiner Mutter. Der Modedesigner lädt auf Anweisung des Reporters Obdachlose in seinen Laden ein, doch die Aktion eskaliert, als Yogi Darchinger die Menge aufstachelt, um seinen Bericht aufzuwerten.
Während die Obdachlosen in Moshammers Laden rebellieren, ruft Graf von Antzenberg an und lädt ihn, seine Mutter Else und Evi zu einem Fest bei sich ein.
Am Abend spricht Rudolph mit seiner Mutter und eröffnet ihr, dass Evi sie zur Feier begleiten wird. Else, der die neue Angestellte von Anfang an ein Dorn im Auge war, entwickelt einen Plan, um endgültig einen Keil zwischen Evi und ihren Sohn zu treiben, und zu verhindern, dass Evi tatsächlich auf das Fest des Grafen geht. Durch die Intrigen seiner Mutter sieht Moshammer sich plötzlich gezwungen, sich zwischen ihr und Evi zu entscheiden. Doch Evi lässt sich nicht mehr alles gefallen. Auf dem Anwesen der von Antzenbergs eskaliert die Situation vor den Augen derjenigen, die der Modemacher eigentlich als Kunden gewinnen wollte.

Darsteller Rolle
Thomas Schmauser Rudolph Moshammer
Hannelore Elsner Else Moshammer
Lena Urzendowsky Eva-Maria
 obert Stadlober Konstantin Graf von Antzenberg / Karl-Theodor von Antzenberg
Sunnyi Melles Gerdi
Daniel Christensen Yogi Darchinger
Hanns Zischler Toni
Franziska Schlattner Mrs. Seidel
Gerhard Wittmann Jürgen
Pavel Travnicek Mr. Fröschl
Lara Mandoki Dolly
und andere

 

Ein heikler Out-of-Area-Einsatz für Peter Lohmeyer alias Hauptkommissar Jan Fabel in seinem vierten Fall: Ausgerechnet im Trubel des Kölner Karnevals muss der introvertierte Hamburger einen Serienmörder jagen und den gefährlichen Alleingang einer Kollegin stoppen. Lisa Maria Potthoff verkörpert eindringlich die Polizistin Maria, deren traumatische Opfererfahrung in blinden Rachedurst umschlägt. Ergänzt wird das Ensemble an gebrochen-zwiespältigen Charakteren durch Stipe Erceg in der Rolle eines ausgebrannten Spitzenkochs und Murathan Muslu als Macho-Verbrecher. Verlorene Seelen in der bunten Turbulenz des Kölner Karnevals machen den Reiz dieser bis zur letzten Sekunde hochspannenden Bestsellerverfilmung des Autors Craig Russell aus:

Karneval in Köln – auf den Straßen tanzt das Volk, und das Einzige, was zählt, ist der Spaß an der Freud‘! Doch für Oberkommissar Benni Scholz ist die fröhliche Maskerade inzwischen ein Albtraum: Er hat zwei ungeklärte Morde in seinen Akten, begangen in den letzten beiden Jahren am jeweils gleichen Tag: Weiberfastnacht. Scholz befürchtet, dass der Mörder in diesem Jahr wieder zuschlagen wird, und zieht den Experten für Serientäter hinzu: Jan Fabel von der Hamburger Mordkommission. Dass Fabel tatsächlich zur Unterstützung nach Köln reist, hat aber ganz andere Gründe: Seine traumatisierte Kollegin Maria ist in Köln auf Rachefeldzug gegen den gewissenlosen Unterweltboss Witrenko. Seit Maria bei einem Polizeieinsatz kaltblütig von Witrenko niedergestochen wurde, ist ihr Leben aus den Fugen geraten. Sie will Witrenko zur Strecke bringen, koste es, was es wolle. In ihrem erbarmungslosen Vergeltungsdrang kennt Maria keine Grenzen – und gerät in höchste Gefahr. Fabel muss eine schwere Entscheidung treffen: Es ist Weiberfastnacht – und auch der Frauenmörder wird in dieser Nacht zuschlagen.

Darsteller Rolle
Peter Lohmeyer Jan Fabel
Lisa Maria Potthoff Maria Klee
Murathan Muslu Viktor Buslenko
Merab Ninidze Witrenko
Stipe Erceg Ansgar Hoefer
Picco von Groote Andrea Gehring
Christoph Franken Benni Scholz
Halima Ilter Tansu Bakrac
Martin Feifel Lutz Wagner
Ina Paule Klink Anna Wolff
Nina Vorbrodt Dora Bernbeck
Rainer Laupichler Van Heiden
Martin Horn Prof. Schönfeld
und andere

 

Anja Kling und Christine Schorn spielen die Hauptrollen in der Komödie „Urlaub mit Mama“: Aus einem minutiös geplanten Kurztrip nach Verona wird eine Odyssee, bei der sich die stets pflichtbewusste Tochter darüber klar wird, was in ihrem bisherigen Leben schiefläuft. Im Gegensatz zu ihr weiß „La Mama“ den Augenblick zu genießen und beweist ein erstaunliches Talent, Unwägbarkeiten wie Flugausfälle, Bahnstreiks und Pannen zu überwinden. Regisseur Florian Froschmayer inszenierte die unterhaltsame Geschichte über einen Mutter-Tochter-Konflikt als Roadmovie an italienischen Schauplätzen. Eine spektakuläre Kulisse für eine Verdi-Aufführung bietet das Amphitheater in der Stadt von Romeo und Julia:

Je kürzer, desto besser. Das denkt sich Andrea, als sie ihrer Mutter Helga einen Verona-Trip zum 75. Geburtstag schenkt. Sektempfang, Opernbesuch und ein Absacker – alles genau getaktet in 24 Stunden! Länger, das befürchtet Andrea, geht es zwischen Mutter und Tochter ohnehin nicht gut. Leider steht der superkompakte Kurzurlaub unter einem ungünstigen Stern: Erst sagt Andreas Bruder Martin in letzter Sekunde ab, dann fallen alle Rückflüge wegen einer Aschewolke aus und passenderweise streiken landesweit die Bus- und Bahnfahrer. Nun tritt ein, was Andrea unbedingt vermeiden wollte: Sie muss ganz alleine Zeit mit ihrer Mutter verbringen. Allerdings nicht in entspannter Ferienumgebung, sondern auf einer abenteuerlichen Rückreise nach Deutschland. Denn auch im Job ist etwas schiefgelaufen und Andrea wird dringend in Hamburg erwartet, um einen Großauftrag zu retten. Unterwegs greifen nahtlos die alten Mechanismen in der schwierigen Beziehung: Egal was Helga macht, um ihrer Tochter zu helfen: Es missfällt Andrea. Während die Seniorin, die kurzerhand ein Auto ‚leiht‘, immer cooler wird, liegen bei Andrea die Nerven blank. Mit den Carabinieri auf den Fersen, geht es Richtung Brenner.

Darsteller:in
Rolle
Anja Kling Andrea
Christine Schorn Helga
Thomas Limpinsel Martin
Maximilian Ehrenreich Felix
Robert Lohr Thomas
Vitus Wieser Polizist Gruber
Charles Rettinghaus LKW-Fahrer Hinnerk
Heike Feist Petra
Stefan Puntigam Österreicher
Susanna Capurso Rezeptionistin
Minh-Hoang Dinh Haruto
Marzia Tedeschi Rosalia
Roberto Guerra Roberto
Henry Arnold Silvio
Sandro di Stefano Federico
Michael Kind Autovermieter
und andere

 

Anne Marie Fuchs, die „Füchsin“, lebt als Hartz-4-Empfängerin zurückgezogen in einer kargen Hochhauswohnung in Düsseldorf. Ihr einziger regelmäßiger Kontakt ist die junge Inhaberin des Restaurant-Cafés „Mittsommer“, Simone Papst. Hier bekommt Anne immer einen guten Kaffee und kann sogar anschreiben lassen, wenn das Geld mal wieder nicht reicht. Als Simones Bruder Sebastian nach dem gewaltsamen Tod eines Freundes spurlos verschwindet, bietet Anne an, ihn zu suchen. Simones Mann Youssef soll Anne bei der Suche unterstützen. Schnell wird klar, dass die unscheinbare Dame ein absoluter Ermittlungsprofi mit messerscharfem Verstand und wenig Skrupel ist. Annes unorthodoxes Vorgehen – begleitet von Youssefs verzweifelten Versuchen, mit den Schlussfolgerungen der „Füchsin“ Schritt zu halten  –  führt zu ersten Ergebnissen: Sebastian wohnte in einem besetzten Haus, das kurz vor der Räumung steht. Pikanterweise ist ausgerechnet Sebastians Vater der neue Eigentümer der Immobilie. Doch der „Immobilien-Papst“ verhält sich seltsam und will nicht, dass Anne nach Sebastian sucht. Anne kann schließlich belegen, dass Sebastian ein Motiv gehabt hätte, seinen Freund zu erschlagen und dann unterzutauchen. Aber wo versteckt er sich, und warum meldet er sich nicht? Anne spürt: Irgendetwas stimmt hier nicht. Das denkt auch Youssef über Annes eigenwillige Ermittlungsmethoden, die ihn zusehends misstrauisch werden lassen. Er ahnt nicht, dass sie mit noch radikaleren Methoden versucht, einem traumatischen Ereignis ihrer eigenen Vergangenheit auf die Spur zu kommen. Aus dieser Zeit stammt auch der Kontakt zu Olaf Ruhleben. Er war seinerzeit Annes Führungsoffizier und versucht nun, gut 20 Jahre später, sie gegen gutes Gehalt als Spezialistin für seine florierende Sicherheitsfirma anzuwerben. Doch die „Füchsin“ lehnt ab. Als Youssef herausfindet, dass Anne früher als DDR-Spionin gearbeitet hat, kommt es zum offenen Konflikt. Misstrauen und Zweifel an Annes Glaubwürdigkeit fordern die Bereitschaft zur Zusammenarbeit aufs Äußerste heraus. Doch Anne schafft es, Youssef und Simone zu überzeugen, ihr wieder zu vertrauen, denn sie befürchtet, dass Sebastians Leben in höchster Gefahr schwebt und ihr nicht mehr viel Zeit bleibt.

Darteller Rolle
Lina Wendel Anne Marie Fuchs
Karim Cherif Youssef El Kilali
Jasmin Schwiers Simone Papst
Torsten Michaelis Olaf Ruhleben
Robert Dölle Ralf Eisner
Sara Fazilat Saida
Luc Feit Ingo Bethke
Rolf Berg Wolfgang Kröger
René Schoenenberger Reinhard Papst
Christiane Lemm Beate Papst
Ben Artmann Sebastian Papst
Franziska Benz Carlotta Weisz
Elisabeth Müller Justina Iwanczyk
Oleg Zhukov Alexander Groß
Stefan Preiss Josef Leinhos
Kat Sellner Anne Marie Fuchs (1986)
und andere

 

Mit einem immer noch bestehenden „kleinen Unterschied“ zwischen den Geschlechtern setzt sich der ungewöhnliche Liebefilm „Für eine Nacht … und immer?“ auseinander: Während ältere Männer problemlos mit jüngeren Frauen zusammen sein können, wird dies umgekehrt immer noch nicht akzeptiert. Beindruckend spielt Juliane Köhler eine Wissenschaftlerin, die sich über eigene Ängste ebenso wie gesellschaftliche Ablehnung und verletzende Anfeindungen hinwegsetzen muss. Regie führte Sibylle Tafel, die auch an dem Drehbuch mitgearbeitet hat:

Auf einer Geschäftsreise lernt Eva in Slowenien den Pokerspieler Tom kennen. Sie ist Mitte 40, er erst 23 – deshalb ist die attraktive Karrierefrau von seinen erotischen Avancen überrascht. Geschmeichelt und von seinem Sex-Appeal angezogen, lässt sie sich auf eine Nacht mit ihm ein. Zurück in München, möchte Eva den leidenschaftlichen One-Night-Stand stillschweigend abhaken, doch zu ihrer Überraschung steht Tom plötzlich vor ihr. Die Affäre flammt neu auf und wirft ihr geordnetes Leben über den Haufen: Sie beendet eine viel versprechende Liaison mit ihrem Chef Hajo und lässt sich ganz auf den jugendlichen Draufgänger ein. Mehr, als ihr Herz an einen professionellen Spieler zu verlieren, fürchtet Eva, sich wegen des Altersunterschiedes lächerlich zu machen. Selbst ihre deutlich jüngere Kollegin Dumi fühlt sich für das „Schnittchen“ Tom bereits zu alt. Bei ihrer erwachsenen Tochter Leonie stößt Eva auf Unverständnis. Sogar sie selbst muss zugeben, dass sie den Gedanken einer Beziehung mit einem deutlich jüngeren Mann mitunter mehr als unangenehm findet. Nur Tom gibt unbeirrbar nichts auf Konventionen oder Befürchtungen: Er will mit Eva zusammen sein – und zwar für immer. Was kommt, hätte sich Eva nicht träumen lassen: Entgegen allen hämischen Prognosen findet sie in ihm die große Liebe. Eva genießt es, wie Tom sie mit Zärtlichkeit und Leidenschaft umgibt. Aber sobald sie gemeinsam die glückliche Zweisamkeit verlassen, muss Eva ertragen, dass Tom für ihren Schwiegersohn gehalten oder über den augenfälligen Altersunterschied getuschelt wird. Alle denken: Wie lange wird sie ihn halten können?

Darsteller Rolle
Juliane Köhler Eva
Marc Benjamin Tom
Dominic Raacke Hajo Koller
Alice Dwyer Leonie
Anastasia Papadopoulou Dumi
Johannes Zirner Dennis
Claudia Messner Erica Schütte
Max Herbrechter Jochen Schütte
Amanda da Gloria Fanny
Kathrin Waligura Monika
Sandra Koltai Verena
Moritz von Treuenfels Morton
Matej Recer R. Baritzsch
Sarah Tafel Freundin
und andere

 

 

Sara Stein, Polizistin aus Berlin, ist ihrer Liebe David nach Tel Aviv gefolgt. Im ersten Fall an ihrer neuen Wirkungsstätte in Tel Aviv wird sie mit einer Religiosität konfrontiert, die ihr bis dahin fremd ist. Holly Finks Kamera taucht tief ein in das moderne Israel, in dem so eng wie vermutlich an keinem anderen Ort der Welt unterschiedliche Traditionen und Religionen aufeinandertreffen. Araber, Drusen, orthodoxe und weltliche Juden und mittendrin die junge Kommissarin aus Berlin, die einen beruflichen und privaten Neuanfang versucht. Matthias Tiefenbacher hat diesen Krimi mit großem Gespür für Fremdsein und Suche nach Geborgenheit sowie mit einem wunderbaren Ensemble aus israelischen, arabischen und deutschen Schauspielern nach einem Drehbuch inszeniert. Das Drehbuch stammt von Maureen Herzfeld und Martin Kluger:

Sara Stein, Berliner Kriminalkommissarin mit jüdischen Wurzeln, ist inzwischen mit dem israelischen Musiker David Shapiro verheiratet und lebt in Israel. Noch bevor sie offiziell ihren Dienst im Kommissariat in Tel Aviv antritt, wird sie mit einem diffizilen Fall betraut: Chief-Inspektor Noam Shavit wurde ermordet in seiner Wohnung aufgefunden. Mord an einem Kollegen – eine heikle Sache, denn natürlich ist der Kollegenkreis persönlich getroffen. Dass dennoch objektiv ermittelt wird, soll Sara sicherstellen, und so wird sie Inspektor Jakoov Blok zur Seite gestellt. Eine Aufpasserin aus Deutschland? Kein leichter Anfang für Sara. Doch sie lässt sich nicht ins Bockshorn jagen. Sie verlässt sich wie immer auf ihren Instinkt und ihre eigenen Beobachtungen. Handelt es sich wirklich um einen Raubmord, wie es zunächst den Anschein hat? Das Opfer wurde mit einer Plastiktüte erstickt, am Tatort wurden die gleichen Faserspuren gefunden wie bei einem Raubmord, an dem Noam vor zwei Jahren gearbeitet hat und der ungeklärt blieb. Doch steckt deshalb der gleiche Täter hinter der Tat, wie Blok glaubt? Kann Sara ihm überhaupt vertrauen, denn offensichtlich hat er etwas zu verbergen. Sara sucht die Wahrheit, unbeirrbar und ohne Rücksicht – auch, wenn sie selbst dabei in Gefahr gerät.

Darsteller Rolle
Katharina Lorenz Sara Stein
Samuel Finzi Inspector Jakoov Blok
Itay Tiran David Shapiro
Gill Frank Commander Shimon Ben Godin
Bat-Elle Mashian Corporal Hanan Chalabi
Noa Koler Secretary Tali
Ami Weinberg Commissioner Weissenberg
Raanan Hefets Uri Ronen
Eli Gornstein Saul Sapiro
Tomer Kapon Amir Dawud
Ishai Golan Ariel Gutman
Idit Teperson Ruth Gutman
Gila Almagor Meira Shapiro
Gaia Shalita Katz Yael Kaplan
Eyal Shechter Noam Shavit
und andere

 

Die zweifache Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett und Rooney Mara begeistern in dem eleganten Hollywood-Melodram „Carol“ als Liebespaar. Die Romanvorlage „Salz und sein Preis“ veröffentlichte Patricia Highsmith im Jahr 1952 unter Pseudonym, weil das damals brisante Thema einer gleichgeschlechtlichen Beziehung ihren Aufstieg als Krimiautorin hätte gefährden können. „Carol“ feierte 2015 die Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes, wo Rooney Mara als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Meisterhaft ist Edward Lachmans Kamera, die wie ein dezenter Beobachter die Handlung begleitet, die Darstellerinnen atemberaubend schön inszeniert und in aller Stille stilsichere Zeitporträts schafft:

New York, in den 1950er Jahren. Die elegante Hausfrau Carol möchte ihrem Goldenen Käfig entfliehen: Sie ist fest entschlossen, sich von ihrem wohlhabenden Ehemann Harge zu trennen und mit ihm das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter zu teilen. Was der wahre Grund für das Scheitern der äußerlich perfekten Ehe ist, darf niemand außer ihrer besten Freundin Abby wissen: Carol fühlt sich zu Frauen hingezogen. Als sie in einem Warenhaus die Verkäuferin Therese Belivet kennenlernt, ist es für beide Liebe auf den ersten Blick. Auch die junge Frau, deren Freund Richard Semco bereits Pläne für eine gemeinsame Zukunft schmiedet, lässt sich auf das Abenteuer ein.
Harge gibt jedoch nicht auf und fängt einen Scheidungskrieg an: Er will Carol ihre Tochter entziehen und sie so zwingen, in die Rolle als Ehefrau und Mutter zurückzukehren. Während Carol ihr neues Leben zu genießen beginnt, scheut er vor keinem Mittel zurück, ihren „unmoralischen“ Lebensstil auszuschlachten. Carol steht vor der schweren Wahl, sich für ihr Kind oder ihre Geliebte entscheiden zu müssen.

Darsteller Rolle
Cate Blanchett Carol Aird
Rooney Mara Therese Belivet
Sarah Paulson Abby Gerhard
Jake Lacy Richard Semco
John Magaro Dannie McElroy
Cory Michael Smith Tommy Tucker
Carrie Brownstein Genevieve Cantrell
Kevin Crowley Fred Haymes
Nik Pajic Phil McElroy
Kyle Chandler Harge Aird
und andere

 

Die berührende Geschichte einer unmöglichen Liebe basiert auf dem gleichnamigen Roman von Éric Holder. Regisseur Stéphane Brizé, 2010 mit dem César für das Beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet, inszeniert dieses Melodram wie einen ruhigen Tanz, dessen Rhythmus der Zuschauer hypnotisiert folgt. Die Hauptdarsteller Vincent Lindon und Sandrine Kiberlain waren miteinander verheiratet. Ihre Vertrautheit ermöglichte es, Empfindungen unaufdringlich und doch eindringlich in Szene zu setzen. Die Kunst von „Mademoiselle Chambon“ besteht in der Reduktion auf das Wesentliche. Die Lautlosigkeit der Bilder ist mitreißend, in jeder einzelnen Szene:

Der wortkarge Handwerker Jean ist mit sich und der Welt im Reinen. Er versteht sich blendend mit seiner Frau Anne Marie, auch zu seinem pflegebedürftigen Vater hat er eine herzliche Beziehung. Das geordnete Leben des Familienmenschen gerät aus dem Gleichgewicht, als er Mademoiselle Chambon kennenlernt, die Aushilfslehrerin in der Klasse seines Sohnes Jérémy. Die grazile Frau aus dem großbürgerlichen Milieu weckt in ihm eine Sehnsucht, die er bisher nicht kannte. Auch Véronique empfindet etwas für den bodenständigen Arbeiter. Mit der vorsichtigen Annäherung beginnen schmerzliche Probleme, denn letztlich ist beiden bewusst, dass sie aus unterschiedlichen Welten stammen. Auf der Geburtstagsfeier von Jeans Vater legt Véronique, die gerne professionelle Musikerin geworden wäre, all ihre Gefühle in ihr Violinenspiel. Diese leise Innigkeit bleibt auch Jeans Frau nicht verborgen, doch der sich anbahnende Konflikt entlädt sich nicht. Von Sehnsucht getrieben, will der Maurer seine Familie verlassen, doch ist er nicht der Typ, der eine Schwangere sitzen lässt. Der stumme Blick seiner Frau Anne Marie, die sieht, dass er mit gepackter Reisetasche zu ihr zurückkommt, sagt alles.

Darsteller Rolle
Vincent Lindon Jean
Sandrine Kiberlain Véronique Chambon
Aure Atika Anne Marie
Jean-Marc Thibault Der Vater
Arthur Le Houérou Jérémy
Bruno Lochet Kollege Jean 1
Abdallah Moundy Kollege Jean 2
Anne Houdy Angestellte Bestattungsunternehmen
Michèle Goddet Die Direktorin
und andere

 

Wenn es um Migration und Angekommensein in Deutschland geht, gibt es keine einfachen Antworten. Das merkt auch Sara Stein, als ihre Chefin sie mit der sachlichen Feststellung „Sie sind doch auch Jüdin“ konfrontiert. Auf einmal fühlt Sara, was es heißt, anders zu sein. Mit feinem Gespür für solch leise Zwischentöne hat Regisseur Matthias Tiefenbacher die erste Folge der Reihe „Der Tel-Aviv-Krimi: Tod in Berlin“ inszeniert und die bewährte Zusammenarbeit mit Kameramann Holly Fink erfolgreich weitergeführt. Katharina Lorenz gibt der Hauptfigur Sara Stein eine entwaffnende Direktheit und Natürlichkeit, lässt ihr aber auch Raum für zarte und weiche Momente. Unterstützt wird sie von Katharina Marie Schubert, Kirsten Block und Aljoscha Stadelmann, ihren Kollegen, die Sara jeder auf seine Weise besonders fordern. Als Saras neue Liebe David ist der israelische Schauspielstar Itay Tiran zu sehen.

Die junge Berliner Kommissarin Sara Stein lebt in Kreuzberg, mittendrin im pulsierenden Brennpunkt so vieler unterschiedlicher Kulturen. Dass sie selbst Jüdin ist, spielte bislang in ihrem Leben eine untergeordnete Rolle, bis sie bei ihrem neuen Fall mit dem Mord an der jungen Israeli Tamar Levi konfrontiert wird. Tamar war ein Star der Berliner Club-Szene, selbstbewusst, lebenshungrig, mit wechselnden Liebschaften. Und sie hat kurz vor ihrem Tod abgetrieben. Grund genug für ihren Freund, den Palästinenser Khalid, sie zu töten? Oder steckt der strenggläubige Avigdor, der Tamar aus Israel gefolgt ist, obwohl er mit ihrer Schwester Ronit verlobt war, hinter der Tat? Oder hat das Verbrechen einen politischen Hintergrund? Für Sara eine Gratwanderung. Zum ersten Mal handelt sie nicht allein als Hauptkommissarin Sara Stein, sondern auch als Jüdin, zumindest in den Augen ihrer Umgebung. Eine unerwartete Wendung nimmt das Geschehen, als Khalid seinen Vater Tarik beschuldigt und dieser den Mord gesteht. Fall gelöst? Für Sara eine viel zu einfache Lösung. Sie spürt, dass etwas nicht stimmt, und ermittelt beharrlich weiter. Sie verbeißt sich regelrecht in den Fall, auch wenn darunter ihr Privatleben leidet. Denn ausgerechnet jetzt lernt sie den israelischen Musiker David Shapiro kennen, der sich auf den ersten Blick in sie verliebt – und sie sich in ihn. Führt ihr Weg sie nach Israel?

Den zweiten Film der Reihe zeigt Das Erste am 23. August: „Der Tel-Aviv-Krimi: Shiv’a“.

Darsteller   Rolle
Katharina Lorenz Sara Stein
Katharina Marie Schubert Anne Rodeck
Aljoscha Stadelmann Max Schreiberger
Itay Tiran David Shapiro
Ramin Yazdani Tarik Rahman
Camill Jammal Khalid Rahman
Meral Perin Ayasha Rahman
Kirsten Block Vera Schubert
Michelle Barthel Jenny Petzold
Neta Riskin Ronit Levi
Aram Tafreshian Avigdor Brenner
Petra Zieser Helen Stein
Falk Rockstroh Leo Stein
Hen Yanni Tamar Levi
Guido Schmitt Arzt Zimmer Khalid
Armin Dallapiccola Ordner
Jan Pohl Kontaktbereichsbeamter
Johannes M. Kösters Sänger Winterreise
Mehmet Bozdogan Alkan
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Mit mehr als 12 Millionen Kinozuschauern avancierte „Monsieur Claude und seine Töchter“ zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten in Frankreich. Auch in Deutschland begeisterte die Generationenkomödie ein Millionenpublikum. Regisseur Philippe de Chauveron spielt gekonnt mit der Angst der Grande Nation, ihre kulturelle Identität zu verlieren. In der Hauptrolle glänzt Christian Clavier als leidgeprüfter Vater, der sich trotz bester Vorsätze mit der interkulturellen Vielfalt im Familienkreis schwertut und sich wie ein moderner Hiob vorkommt, dem der liebe Gott eine schwere Prüfung nach der anderen auferlegt:

Claude und Marie Verneuil sind mit vier bezaubernd schönen Töchtern gesegnet. Das wohlsituierte Ehepaar im Rentenalter kann sich glücklich schätzen, dass bereits drei unter die Haube gekommen sind und ihnen schon die ersten Enkel schenken. Leider gibt es bei den bisherigen Schwiegersöhnen aus Sicht des Herrn Papa allerdings einen Wermutstropfen. Alle drei sind nicht das, was sich der stolze Gaullist Claude als idealtypischen Franzosen so vorstellt. Natürlich darf er es sich nicht anmerken lassen. Doch in Wirklichkeit passt es ihm gar nicht, dass Ségolène einen Chinesen, Isabelle einen Moslem und Odile einen Juden geheiratet hat. Entsprechend tut er sich schwer, zu allen immer eine gute Miene zu machen. Und seine mitunter unbedachten Anspielungen kommen bei Chao, Rachid und David gar nicht gut an. Nach einem völlig missglückten Familientreffen wird Weihnachten sogar zum diplomatischen Drahtseilakt. Wie ein Gottesgeschenk erscheint die Ankündigung der jüngsten Verneuil-Tochter Laure, einen Katholiken heiraten zu wollen. Ein Detail über ihren Verlobten verschweigt sie Claude jedoch: Charles stammt von der Elfenbeinküste und ist schwarz. Laure ahnt jedoch nicht, dass es auch in Charles‘ Familie ein Problem gibt. Denn Charles‘ Vater hasst Weiße! Um das Glück seiner Tochter zu retten, muss Monsieur Claude einmal mehr über seinen Schatten springen.

Darsteller  Rolle
Christian Clavier Claude Verneuil
Chantal Lauby Marie Verneuil
Ary Abittan David Benichou
Medi Sadoun Rachid Benassem
Frédéric Chau Chao Lang
Noom Diawara Charles Koffi
Frédérique Bel Isabelle Verneuil
Julia Piaton Odile Verneuil
Émilie Caen Ségolène Verneuil
Élodie Fontan Laure Verneuil
Pascal N’Zonzi André Koffi
Salimata Kamate Madeleine Koffi
Tatiana Rojo Viviane Koffi
und andere

 

Ein Bankraub und Anton Tschechow? Dass diese Kombination bestens funktioniert, beweist der Brite Malcolm Venville in seinem nicht alltäglichen Genremix, der als liebenswürdige Hommage an das Theater überzeugt. „Matrix“-Star Keanu Reeves glänzt als Mann ohne Eigenschaften, der dank gespielter Emotionen auf der Theaterbühne die wahre Liebe entdeckt. Vera Farmiga als zickige Provinzdarstellerin und der hinreißende James Caan als würdevoll gealterter Betrüger hauchen der atmosphärischen Krimikomödie Leben ein:

Henry ist ein Durchschnittstyp ohne Träume und Ambitionen. Stoisch verrichtet er seinen Job als Kassierer an einer Mautstelle, und mit seiner Frau Debbie verbindet ihn nicht mehr viel. Als sein Schulfreund Eddie ihn darum bittet, einen kranken Mitspieler beim Softball zu vertreten, kann er wieder einmal nicht Nein sagen. Zu spät wird ihm klar, dass er in einen Bankraub verwickelt worden ist. Die Komplizen türmen, doch der unfreiwillige Fluchtwagenfahrer wird gefasst und muss drei Jahre hinter Gitter. Zellengenosse Max rüttelt Henry wach: Nach seiner Entlassung gilt es jenen Raub nachzuholen, für den er unschuldig im Gefängnis saß. Vom Tresorraum der Bank führt ein alter Tunnel aus der Zeit der Prohibition zum angrenzenden Theatergebäude, in dem eine zweitklassige Truppe Tschechows „Der Kirschgarten“ probt. Henry übernimmt eine Rolle an der Seite der Hauptdarstellerin Julie und kann nach den Proben unauffällig den Geheimgang freischaufeln. Der Plan funktioniert perfekt – doch bald werden ihm das Theater und seine Liebe zu Julie wichtiger als der Coup.

Darsteller Rolle
Keanu Reeves Henry Torne
Judy Greer Debbie Torne
Vera Farmiga Julie Ivanova
James Caan Max Saltzman
Peter Stormare Darek
Fisher Stevens Eddie Vibes
Danny Hoch Joe
und andere