In kunstvoll durchkomponierten Bildern erzählt „Drive“ zu grandioser Musik eine harte Gangstergeschichte im Stil eines modernen Film noir. Von Kritikern wurde der Film als einzigartige Mischung aus den Filmen von David Lynch und Quentin Tarantino gefeiert. Regisseur Nicolas Winding Refn nannte außerdem die Filme von Michael Mann, Walter Hill und Jean-Pierre Melville als Vorbilder. Bei den Filmfestspielen von Cannes wurde Refn für die Inszenierung mit dem Regiepreis geehrt. Frauenschwarm Ryan Gosling gelang mit der Rolle des wortkargen Driver der endgültige Durchbruch zum Superstar. Zum Ensemble gehören außerdem „Breaking Bad“-Star Bryan Cranston und Carey Mulligan, bekannt aus „Der große Gatsby“:

Das Wichtigste bei einem gut geplanten Überfall ist nicht zuletzt der Fluchtwagenfahrer: Wenn die Polizei einem dicht auf den Fersen ist, muss er die Nerven behalten und die Verfolger im großstädtischen Straßenlabyrinth abschütteln. Auf diesen Job hat der namenlose Driver sich spezialisiert. Offiziell arbeitet er in der Autowerkstatt seines Freundes Shannon. Der alternde Gauner vermittelt ihm nicht nur Nebenjobs als Stuntman beim Film, sondern auch die Aufträge als Fluchtwagenfahrer. Diese Einsätze bereitet der Driver stets minutiös vor. Er studiert sämtliche Fluchtrouten, kennt alle Verstecke und gibt den Verbrechern maximal fünf Minuten Zeit – dann ist er weg, mit oder ohne seine Auftraggeber. Privat meidet er den Kontakt zu anderen Menschen – bis er seine neue Nachbarin Irene und deren kleinen Sohn Benicio kennenlernt. Zwischen dem wortkargen Einzelgänger und der einsamen jungen Frau entwickelt sich eine tiefe Zuneigung. Auch als Irenes Mann Standard aus dem Gefängnis entlassen wird, bleibt die Freundschaft der beiden erhalten. Standard ist zwar entschlossen, mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen, aber um seine Schulden bei dem brutalen Gangster Cook zu begleichen, soll er ein Pfandhaus überfallen. Der Driver ahnt, dass Standard diesem gefährlichen Job nicht gewachsen ist, und bietet sich als Fahrer an, vor allem weil er um die Sicherheit von Irene und Benicio fürchtet. Zunächst scheint der Überfall nach Plan zu verlaufen. Doch plötzlich fallen Schüsse, es gibt einen Toten. Der Driver kann entkommen und will mit dem geraubten Geld Cooks Boss, den eiskalten Mafioso Bernie Rose, besänftigen. Doch mit Rose ist nicht zu verhandeln. Er will sämtliche Mitwisser des Überfalls ausschalten. Und seine Killer sind bereits unterwegs.

Darsteller Rolle
Ryan Gosling Driver
Carey Mulligan Irene
Bryan Cranston Shannon
Christina Hendricks Blanche
Ron Perlman Nino
Oscar Isaac Standard
Albert Brooks Bernie Rose
Kaden Leos Benicio
Jeff Wolfe Tan Suit
James Biberi Cook
und andere

 

 

Um „Herzenssachen“ unterschiedlicher Art muss sich Rebecca Immanuel alias Vera Mundt im achten Film der „Eifelpraxis“ kümmern. Als beste Freundin steht sie Danuta, gespielt von Karolina Lodyga, bei der Entscheidung zwischen ihrer Monschauer Affäre und ihrer Familie in Polen zur Seite. In ihrem Beruf ist die erfahrene Versorgungsassistentin bei einem heimtückischen Krankheitsbild gefordert: dem seltenen Brugada-Syndrom, das bei äußerlich gesunden jungen Menschen zum plötzlichen Herztod führen kann. Nicht nur Veras Intuition ist gefragt, sondern auch ihre Überzeugungskraft. Abschied von der erfolgreichen Reihe nehmen Sarah Mahita als Charly sowie Aleksandar Radenkovic und Yuri Völsch in den Rollen als Veras Hausgäste Daniel und Sören:

Versorgungsassistentin Vera Mundt ist durch ihren Job an Multitasking gewöhnt. Privat steht sie vor mehreren Herausforderungen. Die alleinerziehende Mutter muss damit klarkommen, dass ihr Sohn Paul nun auf eigenen Füßen stehen will. Als Freundin Danuta ihre Affäre mit Schulleiter Leon so nicht fortführen kann, ist Veras offenes Ohr gefragt. In der Eifelpraxis läuft es für sie inzwischen erstaunlich reibungslos: Von Dr. Chris Wegner bekommt sie endlich Rückendeckung für ihre besondere Art, sich um Menschen zu kümmern. Als der 15-jährige Fritz, der beste Freund ihres Hausgastes Sören, einen Schwächeanfall erleidet, geht sie gemeinsam mit Chris der Sache auf den Grund. Vera vermutet das lebensgefährliche Brugada-Syndrom. Falls ihr Verdacht stimmt, kann der Junge jederzeit einen tödlichen Herzstillstand erleiden! Zu den körperlichen Problemen kommt bei Fritz eine seelische Belastung. Er erfährt, dass sein Vater schuld an Sörens Unfall sein könnte und Daniel ihn wegen Fahrerflucht hinter Gitter bringen möchte. Als Fritz einen Herzstillstand erleidet, drängt Vera zusammen mit der neuen Krankenhausärztin Dr. Julia Hamacher darauf, schnell zu handeln. Für die nicht ungefährliche OP muss die junge Ärztin das Vertrauen ihres Chefs gewinnen. Wie man das mutig angeht, möchte sie von Vera lernen.

Am 30. August setzt Das Erste „Die Eifelpraxis“ mit „Körper und Geist“, dem 9. Film der Reihe fort.

Darsteller Rolle
Rebecca Immanuel Vera Mundt
Simon Schwarz Chris Wegner
Karolina Lodyga Danuta Masik
Janek Rieke Leon Ortmann
Tom Böttcher Paul Mundt
Mascha Schrader Mia Mundt
Dennis Hofmeister Fritz Hürtgen
Yuri Völsch Sören Morel
Andreas Pietschmann Martin Hürtgen
Aleksandar Radenkovic Daniel Morel
Sarah Mahita Charly Ortmann
Anja Schneider Dr. Julia Hamacher
Hermann Beyer Hubert Meinerzhagen
Marie Anne Fliegel Martha Böhl
Tom Keune Volker Böhl
Dagmar Sachse Marianne Rabsal
Olga von Luckwald Anita Rabsal
Adolfo Assor Herr Rabicki
Joachim Paul Assböck Dr. Haidelbach
Daan Lennard Liebrenz Tom
Sabrina Frank Frau Klabunde
Jana Tottmann Thea Klabunde
und andere

 

Mit Jürgen Tarrach als eigenwilligem Strafverteidiger in der Hauptrolle startet die neue Reihe „Der Lissabon-Krimi“. Der Grimme-Preisträger spielt einen ehemaligen Staatsanwalt, der seinen Gerechtigkeitssinn und den gesunden Menschenverstand über das Gesetz stellt. An seiner Seite verkörpert Newcomerin Vidina Popov seine Assistentin, die wegen ihrer Roma-Zugehörigkeit immer wieder mit Diskriminierungen zu kämpfen hat. Das gegensätzliche Duo gerät in „Der Tote in der Brandung“ in einen hoffnungslos scheinenden Fall und lernt, sich gemeinsam zu behaupten. Die portugiesische Hauptstadt Lissabon bietet mit ihrem besonderen Licht und morbiden Charme eine malerische Kulisse für diesen „DonnerstagsKrimi im Ersten“:

Bis vor zwei Jahren war Eduardo Silva ein erfolgreicher Staatsanwalt, doch dann legte er sich mit den falschen Leuten an. Heute ist er ein abgehalfterter Rechtsanwalt, der nicht einmal eine eigene Kanzlei hat, sondern in einem heruntergewirtschafteten Hotel wohnt und arbeitet. Was genau vorgefallen ist – niemand weiß es, auch nicht Marcia Amaya, Eduardos neue Assistentin. Marcia ist frischgebackene Juristin mit erstklassigem Examen, aber auf dem Arbeitsmarkt so gut wie chancenlos, denn sie ist Roma. Solche Vorurteile kennt Eduardo nicht. Und bei seinem neuen Fall kann er jede Hilfe gebrauchen: Er soll die unberechenbare Joana Soares verteidigen, die ihren Mann ermordet haben soll. Alles spricht gegen sie: Sie wurde in der Tatnacht bei einem heftigen Streit mit ihrem Mann beobachtet, für die Tatzeit hat sie kein Alibi, kann sich nicht einmal erinnern, wo sie war und was sie getan hat. Ihre Schuld scheint offensichtlich. Zu offensichtlich? Eduardo und Marcia haben Zweifel und finden heraus, dass das Mordopfer ein Doppelleben führte und in einen mafiösen Medikamentenhandel verstrickt war. Doch dann gesteht Joana zu Eduardos Entsetzen die Tat.

Darsteller Rolle
Jürgen Tarrach Eduardo Silva
Vidina Popov Marcia Amaya
Christoph Schechinger Júlio dos Santos
Katharina Pichler Beatriz Oliveira
Nicole Gerdon Tereza Cordeiro
Alexandra Gottschlich Joana Cordeiro Soares
Luis Lucas Valdemar Amaya
André Gago Tiago Zarco
Anton Weil Diogo Amaya
Matilde Serrao Catarina Soares
Pedro Lacerda Vitor Barbosa
Guilherme Filipe Joaquim Cordeiro
Luísa Cruz Isabel Cordeiro
Carminho Coelho Catarina Soares
Inês Costa Xuxa Mendes
Marcia Breia Richterin Fonseca
Carlos D’Almeida Ribeiro Elias Soares
Paulo Pinto Ruben
und andere

 

Mit der Bestsellerverfilmung „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ landete Regisseur Felix Herngren im Jahr 2013 weit über Schweden hinaus einen Kinoerfolg. Bei der Fortsetzung „Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand“ schrieb er mit Unterstützung des Romanautors Jonas Jonasson eine eigene Geschichte. Im Stil eines Agententhrillers und mit Rückblenden in die Zeit des Kalten Krieges geht es um ein höchst geheimes Brauseprojekt, mit dem die Sowjetunion im Kulturkampf die Vorherrschaft Coca Colas brechen wollte. Bei der Suche nach der Volkssoda-Rezeptur kehrt der Hunderteinjährige zurück nach Berlin, wo er einst ein gefährliches Leben als Doppelagent führte:

Allan und seine Freunde lassen es sich auf der Trauminsel Bali richtig gutgehen. Leider haben Benny, Miriam, Gäddan und Julius ihr Luxusleben übertrieben: Von der millionenschweren Reisekasse ist nur noch ein Bündel Scheine übrig! Davon lässt sich Allan die Partylaune natürlich nicht verderben. Bei der Feier zu seinem 101. Geburtstag spendiert der Jubilar die letzte Flasche „Volkssoda“, ein Erinnerungsstück aus der Zeit des Kalten Krieges. Seine Freunde sind von der Brause begeistert, mit der die Sowjets einst Coca Cola den Rang ablaufen wollten. Dass nur Allan die geheime Rezeptur besitzt, könnte die Lösung aller Geldprobleme sein. Ohne ihre stattliche Zeche im Urlaubsressort zu bezahlen, brechen Allan, Julius und Gäddan auf, um die Brauseformel aus dem Versteck in Berlin zu holen. Ihnen heften sich jedoch schon bald Verfolger auf die Fersen: Der Gangster Bas will die längst verprassten Millionen, die Tochter von Allans früherem Auftraggeber Popov möchte das verschollene Rezept und auch die CIA schaltet sich ein, um die amerikanische Brause-Hegemonie zu sichern. Allan, der sich an frühere Abenteuer erinnert fühlt, ist ganz in seinem Element.

Darsteller:in Rolle
Robert Gustafsson Allan Karlsson
Iwar Wiklander Julius Jonsson
David Wiberg Benny
Shima Niavarani Miriam
Jens Hultén Gäddan
Svetlana Rodina Ljungkvist Stina
Eric Stern Håkan
Ralph Carlsson Inspektor Aronsson
Colin McFarlane Seth
Eleanor Matsuura Rebecca
Georg Nikoloff Popov
Jay Simpson Bas
David Schaal CIA Chef
Valentin Smirnitskiy Leonid Brezjnev
Darrell Duffey Richard Nixon
Cory Peterson Ryan Hutton
Joseph Long Henry Kissinger
und andere

 

Von menschlichen Abgründen und geheimnisvollen Beziehungen handelt der Fernsehfilm „Die letzte Spur“ in der erfolgreichen „Charlotte Link“-Reihe, diesmal mit Jasmin Gerat in der Hauptrolle. Als Vorlage dient der gleichnamige Bestseller von Charlotte Link, einer der erfolgreichsten deutschen Krimiautorinnen. Die Verfilmung zeichnet sich durch raffinierte Wendungen aus, von Regisseur Andreas Herzog spannungsreich inszeniert. Für internationales Flair sorgen die Schauplätze in Manchester, der niederländische Schauspieler Barry Atsma als Hauptverdächtiger und William Houston, Mitglied der Royal Shakespeare Company:
Spurlos verschwunden? Wurde Elaine Dawson das Opfer eines Frauenmörders, den die Polizei bisher vergeblich jagt? Rosanna Hamilton vermisst ihre Freundin, die vor drei Jahren zu ihrer Hochzeit reiste und nie ankam. Bei ihren Recherchen stößt die Londoner Journalistin auf den Anwalt Mark, der die Vermisste angeblich als Letzter gesehen hat. Er ließ sie damals bei sich zu Hause übernachten, weil der Flughafen Heathrow wegen eines Computer-Fehlers im Chaos versank und alle Hotels ausgebucht waren. Dann verliert sich ihre Spur. Ein Verbrechen konnte die Polizei ihm nie nachweisen. Marks Unschuldsbeteuerungen und seine Vermutung, Elaine sei möglicherweise untergetaucht, lässt Rosanna hoffen, dass Elaine noch lebt. Als die Journalistin auf Drängen ihres Chefs in einer TV-Talkshow auftritt, um für ihre Artikelserie zu werben, meldet sich plötzlich ein Zuschauer. Bei ihm wohnt eine Frau zur Untermiete: Elaine Dawson, Rosannas Freundin auf dem Vermisstenfoto. Zusammen mit Mark macht sich Rosanna auf den Weg zu dem abgelegenen Haus in der Nähe von London – ohne zu ahnen, worauf sie sich einlässt.

Darsteller  Rolle
Jasmin Gerat Rosanna Hamilton
Barry Atsma Mark Reeve
Vladimir Burlakov Cedric Jones
Rainer Bock Chefredakteur Nick
William Houston Inspector Peter Fielder
Sarah Quintrell Christy McMarrow
Anna Blomeier Elaine Dawson
Jordan Moore Geoffrey Dawson
Luise Berndt Pam / Elaine 2
Mark Frost Pit Wavers
Richard Cunningham Cadwick
Gayle Newbolt Doreen
Sarah Appleby Lee Pearce
Neil Bell John  Biggs
Helen Longworth Sally Biggs
Alexandra Moen Jacqueline Reeve
Harry Johnson Josh
und andere

 

Dass sich innovative Gourmetküche und ehrliche Hausmannskost vertragen, dafür sorgt schon Margarita Broich als Mutter Adelheid in der Komödie „Meine Mutter ist unmöglich“. Bis dahin müssen Stephan Luca als Starkoch und Diana Amft in der Rolle der Gasthof-Wirtin jedoch ihre bisherigen Rezepturen über Bord schmeißen – in der Küche ebenso wie in der Liebe. Jurij Neumann führte Regie bei dem unterhaltsamen Fernsehfilm, der mit pointierten Dialogen gewürzt und mit feiner Ironie abgeschmeckt ist. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit aus Frankreich: Ein kleines Bistro sorgte im Jahr 2017 weltweit für Schlagzeilen, als es vom renommierten „Guide Michelin“ versehentlich einen Stern zuerkannt bekam:

Auch eine gottgleiche Gourmet-Instanz kann sich mal irren: Wie aus heiterem Himmel bekommen Eifel-Wirtin Toni und ihre Mutter Adelheid einen Stern für ihre Kochkünste. Dabei gibt es in ihrer „Kupferkanne“, idyllisch an der Landstraße gelegen, nur einen Mittagstisch mit bürgerlicher Hausmannskost. Natürlich handelt es sich um einen Fehler im Adressteil des renommierten Restaurantführers, der den Kölner Star-Koch Rufus teuer zu stehen kommt: Ohne den prestigeträchtigen Stern droht seinem namensgleichen Gourmettempel das Aus! Als seine versnobten Stammgäste zu Tonis „Kupferkanne“ umschwenken, bekommt die bodenständige Wirtin kalte Füße: Während Mutter Adelheid die Gunst der Stunde nutzen will, damit sich die jahrelange Plackerei der beiden Frauen endlich auszahlt, will ihre Tochter den Irrtum so schnell wie möglich aus der Welt schaffen. Am besten ginge das im Team mit Rufus, nur leider endete Tonis erstes Zusammentreffen mit ihm in einem Fiasko. Seine Ex-Freundin, die Journalistin Sunny, hat eine Idee. Sie schlägt ein medienwirksames Kochduell im Fernsehen vor: Gourmetküche gegen Hausmannskost. Nun muss Rufus seinen ganzen Charme einsetzen, um Toni dafür weichzukochen, ohne das Wohlwollen von Mutter Adelheid dafür aufs Spiel zu setzen.

Darsteller Rolle
Diana Amft Antonia Janssen
Stephan Luca Rufus van Berg
Margarita Broich Adelheid Janssen
Filip Peeters Ivo
Arijana Antunovic Sunny Küpers
Nikolaus Benda Hans-Jürgen
Vivien Wulf Renee
Hanno Friedrich Olaf
Lilli Lacher Lili
Jessica Walther-Gabory Frau Mönckemeier
Vittorio Alfieri Herr Lindenburg
Jacob Weigert Reporter
Enno Kalisch Dr. Breckwoldt
Daniel Aichinger Herr Wegener
Jochen Alexander Wigand Moderator
Tanja Haller Dame 1
Carolin Stähler Dame 2
und andere

 

Zwei rätselhafte Morde an Zürichs „Goldküste“ sowie skrupellose Machenschaften in der Baubranche beschäftigen Christian Kohlund und Ina Paule Klink im neuen Zürich-Krimi „Borchert und die Macht der Gewohnheit“. Der knorrige „Anwalt ohne Lizenz“ und die idealistische Juristin kämpfen engagiert für zwei jugendliche Kleinkriminelle, die als Mordverdächtige mit dem Rücken zur Wand stehen. Fast zu spät bemerken sie, dass sie sich mit äußerst skrupellosen Gegnern angelegt haben:

Zwei jugendliche Kleinkriminelle stolpern bei einem Einbruch über die blutüberströmte Leiche des Hausherrn. Hubert Thalmann, ein erfolgreicher Bauunternehmer, wurde brutal erstochen. Thomas Borcherts Chefin Dominique Kuster übernimmt als „Anwältin der ersten Stunde“ die Vertretung von Tim Ritter, der sich selbst gestellt hat. Im Gegensatz zu Hauptmann Furrer  glauben Borchert und Dominique an Tims Unschuld, zumal dieser selbstlos seinen Komplizen Robin deckt. Um ihren Mandanten zu entlasten, muss Borchert jedoch den wahren Mörder von Thalmann ermitteln. Unter Verdacht geraten die Witwe und der Bruder des Ermordeten, die beide von der Erbschaft profitieren. Ins Visier nimmt Borchert auch Thalmanns Konkurrenten um ein Milliardenprojekt, die Conop AG. Nur eine Sache passt irgendwie nicht so recht ins Mosaik: das Verschwinden einer Freundin der beiden Einbrecher. Da Borchert und Dominique der Wahrheit immer näher kommen, greifen auch ihre Gegner zu immer drastischeren Maßnahmen.

Darsteller   Rolle 
Christian Kohlund Thomas Borchert
Ina Paule Klink Dominique Kuster
Felix Kramer Marco Furrer
Robert Hunger-Bühler Dr. Reto Zanger
Ludwig Simon Tim
Jacob Meinecke Robin
Mercedes Müller Gwen
Angela Roy Dr. Marlene Vogt
Julika Jenkins Vera Thalmann
Anian Zollner Bernard Thalmann
Susi Banzhaf Regula Gabrielli
Zsá Zsá Inci Bürkle Saskia Maiser
Jörg Westphal Radek
Noah Saavedra Konstantin Thalmann
Stephan Bürgi Hubert Thalmann
Andrea Zogg Beat Bürki
Yves Wüthrich Furrers Assistent
Frank Leo Schröder Dirk Kaltenbach
Lucia Stefanel Carlotta
Petr Vorel Nachbar
und andere

 

In Echtzeit erzählt Regisseur Gavin Hood einen modernen Kriegsthriller, der einen aufschlussreichen Blick auf den Drohnenkrieg wirft und ethische Fragen stellt. Die britische Kinoproduktion schildert schonungslos, dass sich hinter dem Begriff „Kollateralschäden“ menschliche Schicksale verbergen und wie über diese unter Zeitdruck entschieden wird. Die Spannung speist sich aus der perfekten Inszenierung mit grandiosen Schauspielern, allen voran Oscar-Preisträgerin Helen Mirren und „Breaking Bad“-Star Aaron Paul. Seinen letzten großen Auftritt hat der im Januar 2016 verstorbene Alan Rickman, weltbekannt als Severus Snape aus den Harry Potter-Filmen, in der Rolle eines Militärs, der im Krieg gegen den Terror bereit ist, Verantwortung zu übernehmen:

Offizierin Katherine Powell arbeitet seit Jahren verbissen daran, drei weltweit gesuchte Köpfe der islamistischen Miliz „Al-Shabaab“ auszuschalten. Nun besteht endlich die Chance, diese in Nairobi festzunehmen. Von ihrem Kommandostand in England aus leitet die britische Offizierin einen Spezialeinsatz mit US-Unterstützung. Durch ein „Auge im Himmel“, einen unbemannten Spionageflugkörper, sehen die Militärs, was in der kenianischen Hauptstadt passiert. Eine Mini-Drohne ermöglicht es sogar, Livebilder aus dem Haus der Terroristen zu bekommen. Was die Militärs auf den Bildschirmen sehen, versetzt sie in höchste Aufregung: Zwei Selbstmordattentäter werden gerade auf einen Anschlag vorbereitet. Um das drohende Blutbad zu verhindern, bleibt für Powell nur noch eine Option: der sofortige Angriff mit amerikanischen Raketen. Statt einer Festnahme geht es nun um eine gezielte Tötung. Erst nach zähem Ringen mit Ministern, Juristen und Beratern kann Powells Vorgesetzter den Feuerbefehl erteilen. In letzter Sekunde stellt sich jedoch Lieutenant Steve Watts quer, der aus einer fernen US-Militärbasis die Rakete auf das Ziel lenken soll. In dem Einschlagbereich des Geschosses hält sich nämlich inzwischen ein unbeteiligtes Mädchen auf, das dort Brot verkauft. Jetzt muss abgewogen werden: Ihr Leben gegen das vieler. Die Zeit drängt, da sich die Dschihadisten für den bevorstehenden Anschlag bereit machen.

Als nächsten Film zeigt das SommerKino im Ersten am 19. August den Eberhoferkrimi „Sauerkrautkoma“.

Darsteller Rolle
Helen Mirren Offizierin Katherine Powell
Aaron Paul Steve Watts
Alan Rickman Lieutnant General F. Benson
Barkhad Abdi Jama Farah
Jeremy Northam Brian Woodale
Phoebe Fox Carrie Gershon
Armaan Haggio Musa Mo’Allim
Aisha Takow Alia Mo’Allim
Monica Dolan Angela Northman
Richard McCabe George Matherson
Babou Ceesay Mushtag Saddiq
John Heffernan Harold Webb
Iain Glen Foreign Secretary J. Willett
Carl Beukes Sergeant Mike Gleeson
Kim Engelbrecht Lucy Galvez
und andere

 

In dem einzigartigen Werk von Alfred Hitchcock nimmt der Klassiker „Psycho“ eine besondere Stellung ein: Für den Horrorfilm setzte der geschäftstüchtige Meisterregisseur nicht nur seinen Ruf, sondern auch sein Privatvermögen aufs Spiel. Die starbesetzte Filmbiografie „Hitchcock“ mit Anthony Hopkins in der Titelrolle rückt die dramatische Entstehungsgeschichte und Hitchcocks Frau Alma Reville in den Fokus. Helen Mirren spielt die Drehbuchautorin, die zeitlebens im Hintergrund blieb und doch maßgeblichen Anteil an Hitchcocks Erfolg hatte. Das Oscar-prämierte Duo steht im Mittelpunkt dieser filmischen Hommage, die auch in den Nebenrollen exzellent besetzt ist. Als „Psycho“-Hauptdarstellerin Janet Leigh ist Superstar Scarlett Johansson zu sehen:

Hollywood, im Jahr 1959. Der britische Regisseur Alfred Hitchcock steht nach dem Erfolg des Agententhrillers „Der unsichtbare Dritte“ auf dem Höhepunkt seines Ruhms. Einziger Wermutstropfen ist, dass für den 60-Jährigen das Ende seiner Karriere näher rückt. Fasziniert von dem frisch erschienenen Roman „Psycho“, den niemand in Hollywood anfassen will, findet er den Stoff für ein gewagtes Projekt. Trotz Hitchcocks Erfolgen ist kein Studio bereit, seinen Film über einen Frauenmörder zu produzieren, der auf einem realen Fall basiert und die Zensur auf den Plan rufen wird. Um den Film selbst zu finanzieren, nehmen Hitchcock und seine Frau Alma Reville, die wie immer das Drehbuch überarbeitet, eine Hypothek auf ihr Haus auf. Ausgerechnet jetzt nimmt Alma ihrem Mann die Schwärmerei für seine blonden Hauptdarstellerinnen – diesmal Janet Leigh – übel und lässt sich auf den Charme eines mittelmäßigen Autors ein, der ihr einzigartiges Talent für sein neues Skript nutzen möchte. Als Hitchcock merkt, was hinter seinem Rücken geschieht, gerät auch er in eine Krise.

Bereits am 10. August zeigt Das Erste mit „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“ einen Klassiker des Meisterregisseurs Alfred Hitchcock, der am 13. August 120 Jahre geworden wäre.

Darsteller Rolle
Anthony Hopkins Alfred Hitchcock
Helen Mirren Alma Reville
Scarlett Johansson Janet Leigh
Danny Huston Whitfield Cook
Toni Collette Peggy
Michael Stuhlbarg Lew Wasserman
Michael Wincott Ed Gein
Jessica Biel Vera Miles
James D’Arcy Anthony Perkins
Richard Portnow Barney Balaban
Kurtwood Smith Geoffrey Shurlock
Ralph Macchio Joseph Stefano
Kai Lennox Hilton Green
Tara Summers Rita Riggs
Wallace Langham Saul Bass
Paul Schackman Bernard Herrmann
Currie Graham PR Flack
und andere

 

„Vertigo – Aus dem Reich der Toten“ zählt zu den Meisterwerken von Alfred Hitchcock. Als der mit Spannung erwartete Hollywood-Thriller 1958 in die Kinos kam, gab es Kritik für den „Master of Suspense“ an der unkonventionellen Erzählweise und der ungewöhnlichen Geschichte. Erst über die Jahrzehnte hinweg avancierte „Vertigo“ zu einem Meilenstein der Filmgeschichte, der heute in keiner Bestenliste von Cineasten fehlt. Herausragend sind die exzellente Bildgestaltung und der technische Einfallsreichtum: Um die panische Höhenangst des von Oscar-Preisträger James Stewart gespielten Protagonisten darzustellen, wurde der sogenannte Vertigo-Effekt entwickelt, der später in vielen Filmen wie „Der weiße Hai“ oder „Herr der Ringe“ zum Einsatz kam:

Der ehemalige Polizist John „Scottie“ Ferguson leidet nach einem missglückten Einsatz unter Höhenangst und quittiert den Dienst. Seinem alten Schulfreund Gavin Elster zuliebe übernimmt er einen Auftrag als Privatdetektiv: Scottie soll diskret dessen Ehefrau Madeleine beschatten. Elster glaubt, dass seine junge Gattin von dem unheilvollen Geist ihrer Urgroßmutter besessen ist, und fürchtet, dass sich Madeleine das Leben nimmt – so wie die Vorfahrin vor 110 Jahren! Schon bald muss Scottie in letzter Sekunde eingreifen, als sich Madeleine wie in Trance in die Bucht von San Francisco stürzt. Längst ist er von der ebenso schönen wie geheimnisvollen Frau fasziniert – und auch Madeleine verliebt sich in ihren Retter. Der möchte sie von ihrer Todessehnsucht heilen, doch bei ihrem nächsten Selbstmordversuch kann er aufgrund seiner Höhenangst nicht verhindern, dass sich Madeleine von einem Turm zu Tode stürzt. Nur mühsam gelingt es ihm, den Verlust und seine Schuldgefühle zu verarbeiten. Als Scottie lange Zeit später auf der Straße einer Frau begegnet, in der er Madeleine zu erkennen glaubt, löst das bei ihm eine Obsession aus. Mit allen Mitteln versucht er, aus Judy Barton das Ebenbild seiner Geliebten zu machen. Je weiter er geht, umso näher kommt er einem Geheimnis.

Darsteller Rolle
James Stewart John „Scottie“ Ferguson
Kim Novak Madeleine Elster / Judy Barton
Barbara Bel Geddes Midge Wood
Tom Helmore Gavin Elster
Henry Jones Coroner
Raymond Bailey Scotties Doktor
Ellen Corby Managerin des McKittrick Hotel
Konstantin Shayne Pop Leibel
Lee Patrick Autobesitzer
David Ahdar Priester
Margaret Bacon Nonne
John Benson Verkäufer
Danny Borzage Juror
und andere

 

Tragischer Unfall oder raffinierter Mord – um diese Frage geht es in dem Fernsehkrimi „Tödliche Jagd“. Neill Rea in der Rolle des Detective Mike Shepherd und seine Kollegin Sims, gespielt von Fern Sutherland, stehen bei ihrem vierten Fall vor einem Rätsel und geraten bei ihren Ermittlungen in Lebensgefahr. Mit dem Fernsehfilm, der überraschende Wendungen und einen spannenden Showdown bietet, endet die erste Staffel der neuen Reihe „Brokenwood – Mord in Neuseeland“. Die für ihre Wälder berühmte „Grüne Insel“, die Kinofans durch die Herr-der-Ringe-Verfilmungen kennen, dient als eindrucksvolle Naturkulisse für die raffinierte Kriminalgeschichte aus der Feder des Drehbuchautors Timothy Balme:

Polizeichef Mike Shepherd und Detective Kristin Sims werden zu einem Jagdausflug mit tödlichem Ausgang gerufen. In einem Waldstück nahe Brokenwood liegt der tote Hayden, der mit zwei Freunden einen ungewöhnlichen Junggesellenabschied feiern wollte. Shepherd vernimmt die beiden Zeugen getrennt: Die Aussage von Haydens langjährigem Jagdgefährten Stent Baker lässt darauf schließen, dass der angetrunkene Frankie „Frodo“ Oades den tödlichen Kopfschuss aus Versehen abgegeben hat. Shepherd kommen jedoch Zweifel an dieser naheliegenden Verdächtigung, denn die Indizien passen nicht nahtlos zusammen. Auch die Möglichkeit, dass sich der Bräutigam das Leben genommen hat, ergibt für den Kommissar wenig Sinn. Seine Kollegin Sims äußert eine ganz andere Vermutung: Sie verdächtigt Haydens Verlobte Kelly, die eine exzellente Schützin ist und bei der Vernehmung auffällig wenig über sich preisgibt. Als herauskommt, dass Kelly eine Affäre mit Stent hatte, bekommt die Mordvariante eine stärkere Bedeutung für Shepherd. Bei seinen Ermittlungen kommt er überraschend mit seiner geheimnisvollen Bekannten Tania Stokes in Kontakt, die in der Autowerkstatt von Rory Parkes arbeitet. Auch er hat, wie Shepherd herausfindet, eine besondere Beziehung zu Hayden und Kelly.

Darsteller Rolle
Neill Rea Mike Shepherd
Fern Sutherland Kristin Sims
Pana Hema-Taylor Jared Morehu
Miriama McDowell Tania Stokes
Nic Sampson Polizist Breen
Colin Moy Hughes
Andi Crown Meredith Wilmott
Cristina Serban Ionda Gina Kadinsky
Jessica Joy Wood Kelly
Karl Willetts Frankie „Frodo“ Oades
Ben Wright Stent Baker
Francis Mountjoy Hayden
Jared Turner Rory Parks
Michaela Rooney Pam
Rachel King Marcie
und andere

 

Eine bajuwarisch-neapolitanische Version der Romeo-und-Julia-Geschichte erzählt die Krimikomödie „Maria Mafiosi“: Um die Liebe ihres Lebens heiraten zu können, muss Lisa Maria Potthoff als hochschwangere Polizistin nicht nur ihren von Serkan Kaya gespielten Geliebten aus seinen familiären Verpflichtungen auslösen, sondern auch einen mafiosen Sumpf in der bayerischen Provinz trockenlegen. Für Tommaso Ragno in der Rolle des gerissenen Kleinstadt-Paten Silvio und Alexander Held als erpressbaren Polizeichef brechen nun neue Zeiten an. Die Schauspielerin Jule Ronstedt feiert mit der Kinoproduktion ein unterhaltsames Regiedebüt:

Die Polizistin Maria Moosandl und ihr Geliebter Rocco Pacelli erwarten Nachwuchs. Leider sind die Familienverhältnisse alles andere als optimal: Marias Vater ist der Polizeichef im beschaulichen Landsberg und ihr künftiger Schwiegerpapa Silvio der bestens vernetzte Inhaber der Pizzeria „Il Paradiso“ und Statthalter eines sizilianischen Mafiaclans. Um die eigenen Familiengeschäfte voranzubringen, hat der Patrone für seinen einzigen Sohn bereits eine Hochzeit arrangiert – natürlich mit der Tochter des mächtigen Clanchefs aus Neapel. Eine kurzfristige Absage käme die Pacellis mehr als teuer zu stehen. Die stecken ohnehin gerade mitten in einem Revierkampf auf Leben und Tod mit der örtlichen Mafia-Konkurrenz in Landsberg. Dass Rocco die Leiche von Luciano Fantuzzi unsachgemäß entsorgt hat und dessen Bruder nun nach Rache sinnt, bringt weitere Komplikationen mit sich. Maria kommt nicht nur den „Nebengeschäften“ ihrer künftigen Anverwandten auf die Spur, sondern auch verdächtigen Verbindungen ihres eigenen Vaters zu den Pacellis. Um die Familienverhältnisse bis zur Geburt neu zu ordnen, nimmt die hochschwangere Maria das Heft des Handelns selbst in die Hand.

Darsteller*in Rolle
Lisa Maria Potthoff Maria Moosandl
Serkan Kaya Rocco Pacelli
Antonella Attili Marcella Pacelli
Tommaso Ragno Silvio Pacelli
Alexander Held Jürgen Moosandl
Monika Gruber Irmi Moosandl
Carol Schuler Rita Pacelli
David Zimmerschied Franz Brunner
Sigi Zimmerschied Jo Fröschl
Sabrina Khalil Uscha Fröschl
Stefano Cassetti Valentino/Luciano Fantuzzi
Barbara de Koy Frau Pavlovic
Johannes Silberschneider Architekt Lanzinger
Michele Cuciuffo Salvatore
Matthias Ransberger Michi Stettner
Teresa Rizos Lisi Stettner
Stephan Zinner Klaus
Rosetta Pedone Donatella Buri
Maximilian Dirr Fahrer Paolo
Stefan Betz Bauer Huber
Salvatore Pascale Kellner
Lola Linnea Padotzke Felizia Pacelli
Cihan Gün Xaver Fröschl
Lilia Hämmerle Penelope Fröschl
Maximilian Schmalhofer Korbinian Moosandl
und andere

 

Mit diesem Film, einer gelungenen Mischung aus Drama und heiter-ironischer Sozialkomödie, knüpft Regisseur Nigel Cole an seine Erfolge „Grasgeflüster“ und „Kalender Girls“ an, vor allem dank der preisgekrönten Hauptdarstellerin Sally Hawkins. Der historische Arbeitskampf der Näherinnen führte 1970 zum Equal Pay Act, nach dem Arbeiterinnen nicht schlechter bezahlt werden dürfen als Männer:

Swinging Sixties in London, aus dem Transistorradio tönt „Wooly Bully“, Mary Quants Minirock hat die Modewelt revolutioniert. Doch davon bekommen die Arbeiterinnen im Ford-Werk Dagenham nur wenig mit. Ihre Welt spielt sich ab zwischen Nähmaschinen, Sozialbau-Viertel und ein bisschen Feiern nach der Arbeit. Ein ganzer Stadtbezirk steht im Zeichen der Autoproduktion: 1968 arbeiten hier 55.000 Männer – und 187 Frauen, die in mühevoller Arbeit Bezüge für Autositze zusammennähen. Eine von ihnen: Rita O’Grady. Ihr Leben läuft gleichmäßig und unspektakulär wie das Montage-Band. Doch in der stickigen Halle brodelt es. Die Näherinnen, alle qualifizierte Fachkräfte, werden in die Gruppe für ungelernte Kräfte zurückgestuft. Schuften für noch weniger Lohn, das bringt sie auf die Barrikaden. Gewerkschafter Albert lenkt den Kampfgeist in die richtige Bahn und brieft sie: mit der beliebten Rita als Sprecherin. Die schüchterne Mutter mausert sich zur geschickten Anführerin, die auch vor Chefs und Gewerkschaftsvertretern kein Blatt vor den Mund nimmt. Eine clevere Verhandlungsgegnerin aus der Arbeiterklasse, so etwas ist neu für die Vorstandsetage. Doch warum nur die alte Bezahlung zurückfordern, warum nicht gleich für denselben Lohn wie die Männer kämpfen? Geballte Frauenpower stemmt sich gegen die Firmenleitung. Die Näherinnen legen 1968 die Arbeit nieder: der erste Frauen-Streik überhaupt in der britischen Geschichte. Ein Aufstand an mehreren Fronten: auch gegen Gewerkschaftsbosse, die Frauen nur halbherzig unterstützen, und gegen die Ehemänner, die um die eigenen Jobs bangen. Der mehrwöchige Streik sorgt für Riesen-Wirbel, stoppt die Produktion: ohne Polster keine Autos. Im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft – Ford als wichtiger Arbeitgeber – und Politik agiert die Arbeitsministerin und feurige Rednerin Barbara Castle. Hin- und hergerissen zwischen ihrer Sympathie für die Frauen und wirtschaftlichen Interessen, lädt sie Rita und eine Handvoll Näherinnen zum Gespräch. Und Rita erweist sich als mindestens so zäh wie die Ministerin.

Darsteller Rolle
Sally Hawkins Rita O’Grady
Bob Hoskins Albert
Miranda Richardson Barbara Castle
Geraldine James Connie
Rosamund Pike Lisa Hopkins
Andrea Riseborough Brenda
Daniel Mays Eddie O’Grady
Jaime Winstone Sandra
Kenneth Cranham Monty Taylor
Rupert Graves Hopkins
und andere

 

Ein idyllisch gelegenes Eiland ist der Schauplatz der warmherzigen Komödie „Harrys Insel“: Wolfgang Stumph als Aussteiger mit bewegter Vergangenheit und Katrin Sass in der Rolle einer kämpferischen Lady liefern sich in der kanadischen Wildnis ein fesselndes Ringen. Das streitsüchtige Duo sorgt mit pointierten Dialogen und einigen Überraschungen für Unterhaltung. Regisseurin Anna Justice erzählt in dem Fernsehfilm die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft. Die atemberaubende Küstenlandschaft der kanadischen Provinz Nova Scotia diente als Kulisse für den Fernsehfilm:

Seinen Neuanfang in der kanadischen Wildnis hat sich der 60-jährige Harry Stockowski komplett anders vorgestellt. Statt auf einer einsamen Insel die langersehnte Ruhe zu finden, erwartet ihn dort jemand alles andere als freundlich. Die raubeinige Susan behauptet, die Besitzerin des Eilandes zu sein, und versucht, den unerwünschten Neuankömmling mit der Flinte zu verjagen. Ein Kampf um die Blockhütte beginnt, bei dem der deutsche Aussteiger gewaltig einstecken muss. So leicht gibt Harry jedoch nicht auf – hat er die Insel mitsamt Hütte vor Jahren doch rechtmäßig erworben und zu seinem früheren Leben alle Brücken abgebrochen. Auch für Susan ist das Eiland ein letzter Zufluchtsort. Die Gründe bleiben Harry zunächst verschlossen. Als Harry erfährt, dass Susan mit Hilfe ihrer Enkelin aus einem Pflegeheim abgehauen ist und ihr Sohn nach ihr sucht, wittert er die Chance, seine ungeliebte Mitbewohnerin endlich loszuwerden. Verpfeifen kommt für Harry aber nicht infrage. Durch seinen Versuch, sie zum Aufgeben zu überreden, erfährt Harry schließlich vom Wunsch der todkranken Susan nach einem selbstbestimmten Leben. Und auch er beginnt sich zu öffnen und erzählt, was ihn in die Wildnis trieb und wie sehr er seine verstorbene Frau vermisst. Nun haben es die beiden nicht mehr so eilig mit dem Alleinsein. Als Susans Sohn auftaucht, um sie abzuholen, beginnt ihr gemeinsamer Kampf.

Darsteller  Rolle 
Wolfgang Stumph Harry Stockowski
Katrin Sass Susan Bennett
Cosima Henman Jennifer Bennett
Philipp Rafferty Jason Bennett
Charlie Rhindress Jonathan Murphy
Gavin Liddel Gefangener
Ira Henderson Vollzugsbeamter
Bob Mann Anwalt
Hans Boggild Polizist
Robbie O’Neill Weißhaariger Mann
Glenn Lefchak Andrew
Sean Skerry Angestellter
Ambyr Dunn Stationsschwester
und andere

 

In „Borchert und die letzte Hoffnung“ spielen Christian Kohlund und Ina Paule Klink unter der Regie von Roland Suso Richter.  Der geläuterte Top-Manager und „Anwalt ohne Lizenz“ und seine idealistische Chefin stehen doppelt unter Druck. Ihre Klage gegen einen Mediziner bringt die eigene Mandantin in Teufels Küche, und sie müssen weitere Todesfälle unter MS-Patienten verhindern. Schon bald bringen seine beharrlichen Nachforschungen Borchert selbst in Lebensgefahr:

Was zunächst nach einem Routinemandat aussieht, entpuppt sich schon bald als brisanter Kriminalfall: „Anwalt ohne Lizenz“ Thomas Borchert und seine Chefin Dominique Kuster bekommen Besuch von Louise Schneider und ihrer Tochter Viola. Anton Schneider (Louises Mann und Violas Vater) ist an MS verstorben, und vor allem Viola macht schwere Behandlungsfehler seines Neurologen Dr. Hoffer dafür verantwortlich. Hoffer, der ausgerechnet von Borcherts Freund, Staranwalt Reto Zanger, vertreten wird, weist alle Schuld von sich und besteht auf einer Obduktion. Diese bringt Überraschendes zutage: Anton Schneider hat sich das Leben genommen – wohl mit Hilfe seiner Frau. Aus der nicht strafbaren, assistierten Sterbehilfe macht die Staatsanwaltschaft jedoch eine Mordanklage, da es einen Nachweis dafür gibt, dass dem Mann über einen längeren Zeitraum toxisch wirkende Substanzen verabreicht wurden. Borchert will die Unschuld seiner Mandantin beweisen und mischt sich beherzt in die Ermittlungen von Hauptmann Furrer. Was hat es mit Anton Schneiders Besuchen bei einer Pharmafirma auf sich und was hat Hoffer damit zu tun? Da wird ein Mordanschlag auf Borchert verübt.

Am 15. August setzt Das Erste die beliebte Krimi-Reihe mit „Borchert und die Macht der Gewohnheit“ fort.

Darsteller Rolle
Christian Kohlund Thomas Borchert
Ina Paule Klink Dominique Kuster
Felix Kramer Marco Furrer
Robert Hunger-Bühler Reto Zanger
Jenny Schily Louise Schneider
Lucie Heinze Viola Schneider
Angela Roy Marlene Vogt
Beat Marti Anton Schneider
Nicki von Tempelhoff Markus Hoffer
Susi Banzhaf Regula Gabrielli
Christian Hockenbrink Bernd Kübler
Gerhard Gabers Robert Maibach
Till Wonka Rettungswagenfahrer
Andrea Zogg Beat Bürki
Yves Wüthrich Furrers Assistent
Isabel Schosnig Architektin
Peter Becker Bestatter
Danny Exnar Gerichtsmediziner
Maximilian Dirr Pfarrer
Kathleen Gallego Zapata Richterin
und andere

 

Eleanor Coppola, Ehefrau von Regielegende Francis Ford Coppola und selbst eine renommierte Dokumentarfilmerin, gelang mit „Paris kann warten“ ein überaus unterhaltsames Spielfilmdebüt, das auf den persönlichen Erfahrungen einer unerwarteten Südfrankreich-Reise basiert, die bleibende Eindrücke hinterließ. Ihr Road-Movie besticht nicht nur durch eine betörende Stimmung, warmherzigen Humor und sonnige Romantik, sondern ist auch mit der zauberhaften Diane Lane und dem komödiantischen Talent ihres Gegenparts Arnaud Viard hervorragend besetzt. Mit wunderbaren Bildern und einem Faible für den kulinarischen Reichtum des Landes macht der Film Lust auf einen Urlaub in Frankreich:

Der vielbeschäftigte Hollywood-Filmproduzent Michael Lockwood möchte seiner Ehefrau Anne die Reize Südfrankreichs näherbringen. Leider macht ihm ein unerwarteter Anruf einen dicken Strich durch seinen Plan: Michael muss sofort wegen dringender Geschäfte von Cannes nach Budapest reisen. Um seine Frau nach Paris zu bringen, wo sich das Ehepaar später wieder treffen will, spannt er kurzerhand seinen französischen Geschäftspartner Jacques ein. In einem alten Peugeot 504 geht es auf die Fahrt, die eigentlich in ein paar Stunden zu schaffen ist und schließlich zwei Tage dauert. Unterwegs nutzt der überaus redselige Chauffeur die Gelegenheit, Anne die landschaftlichen und lukullischen Vorzüge seiner mediterranen Heimat schmackhaft zu machen. Jacques macht auch keinen Hehl daraus, wie attraktiv und anziehend er seine amerikanische Begleiterin findet. Zunächst ist diese von seinen Avancen lediglich amüsiert und fühlt sich geschmeichelt. Im weiteren Verlauf der ereignisreichen Autofahrt verfällt sie jedoch immer mehr dem sprühenden Charme des lebensfrohen Franzosen.

 

Darsteller Rolle
Diane Lane Anne Lockwood
Arnaud Viard Jacques Clement
Alec Baldwin Michael
Elise Tielrooy Martine
Élodie Navarre Carol
Serge Onteniente Mechaniker
Pierre Cuq Phillippe
Cédric Monnet Museumswächter
Aurore Clément Portier
Davia Nelson Suzanne
und andere