Die Dokumentation von Susanne Laermann und Jan Vogelgesang beschäftigt sich mit der Frage: Ist der Freispruch des Angeklagten gerecht? In einem Experiment werden einer Gruppe von Zuschauern – bestehend aus Eltern, Polizisten und Juristen – die zwei Filme „Feinde“ in einem Münchner Kino gezeigt. Zunächst „Gegen die Zeit“, die Perspektive des Kommissars, und anschließend „Das Geständnis“, die Perspektive des Strafverteidigers. Danach stimmen die Kinobesucher über die Frage ab: Ist der Freispruch gerecht? Es ist spannend zu sehen, wie die verschiedenen Zuschauergruppen entscheiden. Eingeordnet wird das Ganze durch den Bestsellerautor Ferdinand von Schirach und Frau Prof. Elisa Hoven, die an der Universität Leipzig Strafrecht lehrt.
Dass diese Frage nicht nur abstrakt ist, sondern auch in der Realität eine dramatische Rolle spielen kann, wird anhand tatsächlicher Entführungsfälle erzählt: Vorbild der Filme ist der Fall Jakob von Metzler, der Frankfurter Bankierssohn, der als Kind entführt und ermordet wurde. Richard Oetker, selbst Entführungsopfer, das 1976 von seinem Peiniger in einer Kiste gefangen und mit Stromstößen gequält wurde, erzählt von diesem Verbrechen und seiner Haltung zur Frage des gerechten Umgangs mit dem Täter. Unter den Folgen leidet der dadurch gehbehinderte Unternehmer bis heute. Zu Wort kommt auch Familie Riße, die 2015 auf schnelle Ermittlungen der Polizei angewiesen war, als ihre 17-jährige Tochter Anneli-Marie entführt und kurz darauf von ihren Kidnappern getötet wurde. Persönlich Betroffene äußern sich auch über das Vorgehen des Kommissars im Film, der zur Rettung des entführten Mädchens bestehende Gesetze missachtet und die Foltermethode „Waterboarding“ anwendet.
Die Dokumentation will eine Diskussion anstoßen und stellt dabei die existenzielle Frage: Kann ein Freispruch in einem solchen Fall gerecht sein?
Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck erzählt in „Werk ohne Autor“ eine beeindruckende Künstlerbiografie vor dem Hintergrund deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die Verbrechen des Dritten Reiches, das sozialistische Kulturverständnis der DDR und der Aufbruch der BRD-Kunstszene in den 1960er Jahren bilden Bezugspunkte auf dem Weg eines jungen Malers, seinen eigenen künstlerischen Ausdruck zu finden. In der Hauptrolle zeigt der vielfach ausgezeichnete Tom Schilling eine grandiose Schauspielleistung. An seiner Seite sind unter anderem Paula Beer und Sebastian Koch zu sehen. Bei der Oscar-Verleihung ging das virtuos gefilmte Biopic nicht nur als Bester fremdsprachiger Film, sondern auch in der Kategorie Beste Kamera ins Rennen:
Die DDR in den 1950er Jahren: Der hochtalentierte Maler Kurt Barnert ist auf dem Weg, ein bedeutender Künstler des Sozialistischen Realismus zu werden. An der Dresdener Kunstakademie lernt er die begabte Modestudentin Ellie kennen. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick – und schon bald zieht Kurt als Untermieter in die großbürgerliche Villa von Ellies Familie ein. Dass ihr Vater, der angesehene Frauenarzt Professor Seeband, wegen seiner NS-Verbrechen unter falschem Namen in dem Arbeiter- und Bauernstaat untertauchen musste, ahnt Kurt nicht. Genauso wenig weiß er, dass sich ihre Lebenslinien schon einmal gekreuzt haben: Sein opportunistischer Schwiegervater in spe ist verantwortlich für den Tod von Kurts geliebter Tante, die im Dritten Reich ein Opfer der Euthanasie wurde. Die Erinnerung an die lebenslustige und kunstbegeisterte Verwandte begleitet Kurt sein ganzes Leben. Als er – inzwischen mit Ellie in die BRD geflüchtet – in den 1960ern an der Düsseldorfer Akademie studiert, beginnt Kurt unbewusst, seine Biografie zu verarbeiten. Ohne es zu wissen, schafft er ein ungewöhnliches Gemälde, das eine unentdeckte Verbindung zwischen Täter und Opfer herstellt. Es ist für ihn die Befreiung aus einer tiefen Schaffenskrise und der Anfang, seinen eigenen Ausdruck zu finden.
| Darsteller:in |
Rolle |
| Tom Schilling |
Kurt Barnert |
| Sebastian Koch |
Professor Carl Seeband |
| Paula Beer |
Ellie Seeband |
| Saskia Rosendahl |
Elisabeth May |
| Oliver Masucci |
Professor Antonius van Verten |
| Cai Cohrs |
Kurt Barnert 6 Jahre |
| Ina Weisse |
Martha Seeband |
| Evgeny Sidikhin |
NKWD Major Murawjow |
| Mark Zak |
Dolmetscher Murawjow |
| Ulrike C. Tscharre |
Frau Hellthaler |
| Bastian Trost |
Hausarzt Dr. Michaelis |
| Hans-Uwe Bauer |
Professor Horst Grimma |
| Hanno Koffler |
Günther Preusser |
| David Schütter |
Adrian Schimmel/Finck |
| Franz Pätzold |
Max Seifert |
| Hinnerk Schönemann |
Werner Blaschke |
| Jeanette Hain |
Waltraut Barnert |
| Jörg Schüttauf |
Johann Barnert |
| Johanna Gastdorf |
Großmutter Malvine |
| Florian Bartholomäi |
Günther May |
| Jonas Dassler |
Ehrenfried May |
| Ben Becker |
Vorarbeiter Otto |
| Lars Eidinger |
Ausstellungsführer Kerstens |
| und andere |
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Es muss nicht immer Gotland sein: Auf der Nachbarinsel Fårö bekommt es Eva Röse alias Kommissarin Maria Wern mit einem verworrenen Fall zu tun, bei dem sie tief in das Beziehungsgeflecht einer abgeschiedenen Dorfgemeinschaft eintaucht. In „Raues Land“ sind die Intuition und die Menschenkenntnis der erfahrenen Ermittlerin gefordert, denn schon bald gibt es zwar eine Vielzahl an Verdächtigen und Motiven, doch keine konkreten Spuren. Der dritte Film der neuen Staffel präsentiert sich als klassisches „Whodunit” zum Mitfiebern, dem die subtile Regiearbeit von Johan Lundin einen melancholischen Unterton verleiht. Die brillante Kamera setzt die neblige Landschaft ebenso effektvoll in Szene wie die nebulösen Charaktere der Inselbewohner:
Wo jeder jeden kennt, herrscht nicht nur harmonische Vertrautheit. Als auf Fårö der Wilderer Henrik Jansson erschossen aufgefunden wird, stößt Kommissarin Maria Wern auf eine Reihe von Verdächtigen: Janssons Komplize Jens Aleskog, der eine Affäre mit dessen Frau Johanna hat; die Geschwister Åsa und Micke Eriksson, die den Toten gefunden haben, und ihr demenzkranker Vater Konrad Eriksson, der mit einem Jagdgewehr bewaffnet nachts auf der Insel umherirrt. Zwar scheint keines der Alibis wasserdicht zu sein, doch es fehlen eindeutige Indizien. Marias einzige Chance ist, der Wahrheit bei Verhören auf die Spur zu kommen. Dabei erfährt sie jedoch mehr über das Zusammenleben der Insulaner, als sie für ihre Ermittlungen verwenden kann. Erst als Konrad länger nicht mehr gesehen wird, kommt Bewegung in den verworrenen Fall. Ein besonderes Interesse für die Insel hat auch die Journalistin Lena. Sie möchte über Konrads Pläne berichten, auf seinem weitläufigen Küstengrundstück ein Naturreservat anzulegen. Ohne es zu ahnen, gerät sie in Gefahr. Als auch Lena verschwindet, beginnt für Maria ein Wettlauf mit der Zeit.
| Darsteller:in |
Rolle |
| Eva Röse |
Maria Wern |
| Allan Svensson |
Tomas Hartman |
| Erik Johansson |
Sebastian Ståhl |
| Peter Perski |
Per Arvidsson |
| Lola Zackow |
Sasha Raufi |
| Samuel Astor Åström |
Oscar Ingelberg |
| Oscar Pettersson |
Emil Wern |
| Sigrid Johnson |
Linda Wern |
| Tehilla Blad |
Iris |
| Sten Ljunggren |
Konrad |
| Jimmy Lindström |
Micke |
| Lena Nilsson |
Åsa |
| Rolf Skoglund |
Vladimir |
| Morten Bylin |
Daniel |
| Erik Bolin |
Urban Nyberg |
| Sebastian Sporsén |
Jens |
| Emma Mehonic |
Michelle |
| Maja Rung |
Johanna |
| Mylaine Hedreul |
Lena Hartmann |
| und andere |
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Ludwig van Beethoven, dessen Geburtstag sich 2020 zum 250. Mal jährt, zählt zu den herausragenden Komponisten der Musikgeschichte. Seine „Ode an die Freude“ ist die Hymne der Europäischen Union. Hinter seinen Mythos blickt der aufwendig inszenierte, fiktionale Spielfilm „Louis van Beethoven“, der sich auf drei Lebensabschnitte fokussiert. Der Jungpianist Colin Pütz spielt das Wunderkind der Bonner Kindheitstage, Anselm Bresgott den rebellischen Beethoven der Wiener Zeit und Tobias Moretti den vereinsamten Patriarchen am Ende seines Lebens. Kunstvoll bettet Niki Stein als Autor und Regisseur biografische Episoden des Künstlers in den historischen Kontext ein, der durch das Gedankengut der Aufklärung und die gesellschaftlichen Umwälzungen der Französischen Revolution geprägt worden war:
Bonn, 1779: Das musikalische Talent des achtjährigen Louis van Beethoven sorgt für Aufsehen. Der renommierte Hoforganist Neefe erkennt schon bald, dass in seinem Schüler ein Genie reift. Auch der Schauspieler Pfeiffer nimmt den Jungen unter seine Fittiche und vermittelt ihm den Mut, eigene Wege zu gehen – als freier Mensch und in seiner Kunst. Dass Louis später wegen seines niederen Stands auf die Avancen der Adligen Eleonore von Breuning nicht eingehen kann, verstärkt seinen Wunsch, das provinzielle Rheinland zu verlassen. Mit 21 Jahren zieht Beethoven nach Wien und begegnet dort Mozart. Der künstlerische Freiheitsdrang seines Idols bestärkt Beethoven, sich über die Konventionen seiner Zeit hinwegzusetzen. Als er sich 1826 bei seinem Bruder Johann in Krems einquartiert, ist der rauschende Erfolg seiner 9. Sinfonie in aller Munde. Ob Beethoven mit seinem Alterswerk daran anknüpfen kann, steht wegen seiner weit fortgeschrittenen Taubheit infrage. Sind seine Kompositionen, die er nur in seiner Imagination hören kann, überhaupt noch spielbar – oder ihrer Zeit zu weit voraus? Unbeirrbar glaubt der 57-Jährige an seine Musik.
| Darsteller:in |
Rolle |
| Tobias Moretti |
Beethoven |
| Ulrich Noethen |
Christian Gottlob Neefe |
| Anselm Bresgott |
Ludwig (17-21 Jahre) |
| Colin Pütz |
Louis (8-12 Jahre) |
| Silke Bodenbender |
Helen von Breuning |
| Caroline Hellwig |
Eleonore von Breuning (17-21) |
| Cornelius Obonya |
Johann van Beethoven |
| Johanna Gastdorf |
Therese von Beethoven |
| Ronald Kukulies |
Jean van Beethoven |
| Peter Lewys Preston |
Karl |
| Sabin Tambrea |
Pfeiffer |
| Manuel Rubey |
Mozart |
| Tatiana Nekrasov |
Magdalena |
| Dominik Maringer |
Waldstein |
| Gabriela Lindl |
Susanne Neef |
| Sebastian Straub |
Holz |
| Noemi Krausz |
Amalie |
| Hubertus Hartmann |
Kanonikus |
| Angela Braun |
Magdalena Wellmann |
| Jürgen Hartmann |
Caspar Belderbusch |
| Lisa Fertner |
Konstanze Mozart |
| Marie Schöneburg |
Madame Grossmann |
| C.C. Weinberger |
Ignaz Schuppanzigh |
| und andere |
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Ein wundervolles Alpenpanorama, schneebedeckte Gipfel im Sonnenschein – und mittendrin die Assistenzärzte des Johannes-Thal-Klinikums! Während sie tagsüber an einem Lehrgang teilnehmen, in dem sie die Versorgung und Bergung verunglückter Personen trainieren, genießen sie abends die Gastfreundschaft der Dorfbewohner.
Doch die Idylle ist nicht ungetrübt: Als ihr Bergführer Gregor Blanz plötzlich verschwindet, ahnt seine Frau Elisabeth, wo er sein könnte. Sie will um jeden Preis zu ihrem Mann und bricht alleine in die Berge auf, um nach ihm zu suchen. Natürlich lassen die jungen Ärzte das nicht zu. Gemeinsam mit der Bergführerin Maria begleiten Vivienne, Julia und Tom sie, denn Elisabeth ist hochschwanger. Auch Dr. Sherbaz hat Sorgen. Sie muss den Lehrgang kurzfristig verlassen, weil ihre in Erfurt zurückgelassene Tochter plötzlich schwer erkrankt ist.
Zwar findet die kleine Gruppe den verunglückten Gregor in einer Gletscherspalte, doch stellt sich seine Bergung als schwierig heraus, vor allem, weil das Wetter umzuschlagen scheint. Eile ist geboten. Bei dem Versuch, sich aus der Spalte wieder hochzuziehen, stürzen die Retter ab und sind nun ebenfalls gefangen. Nur Vivienne, die den Abstieg gesichert hatte, ist noch oben. Auf sich selbst gestellt, muss sie Hilfe holen.
Inzwischen werden die Freunde auch von ihren Kollegen vermisst, doch das aufziehende Unwetter verhindert einen Start des Rettungshubschraubers der Bergwacht. Es beginnt eine dramatische Rettungsaktion, an der sich auch die Kollegen in Erfurt beteiligen.
„Ganz in Weiß“ ist das erste 90-Minuten-Special zu der beliebten Vorabendserie „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“.
| Darsteller |
Rolle |
| Mike Adler |
Dr. Matteo Moreau |
| Sanam Afrashteh |
Dr. Leyla Sherbaz |
| Marijam Agischewa |
Prof. Dr. Karin Patzelt |
| Jane Chirwa |
Vivienne Kling |
| Philipp Danne |
Ben Ahlbeck |
| Luan Gummich |
Mikko Rantala |
| Horst Günter Marx |
Wolfgang Berger |
| Mirka Pigulla |
Julia Berger |
| Tilman Pörzgen |
Thomas Zondek |
| Stefan Ruppe |
Elias Bähr |
| Simon Böer |
Hendrik Gruber |
| Gabriela Lindl |
Elisabeth Blanz |
| Nicholas Reinke |
Gregor Blanz |
| Cosima Lehninger |
Maria Dengler |
| Franz-Xaver Brückner |
Chris Brunner |
| Wolfgang Maria Bauer |
Franz Rautner |
| und andere |
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Mit „Cafè Society“ trat Blake Lively in den erlesenen Kreis der Musen von Regie-Altmeister Woody Allen ein. Ihr beeindruckendes Debüt als Hauptdarstellerin gab das „Gossip Girl“ aus der erfolgreichen US-Serie als ewig junge und attraktive Frau in „Für immer Adaline”. An ihrer Seite spielen Superstar Harrison Ford und Michiel Huisman – bekannt aus „Games of Thrones“ – Vater und Sohn. Gekonnt erzählt Regisseur Lee Toland Krieger die gewagte Geschichte als Genre-Mix aus Romanze und Fantasyfilm. Auch der nostalgische Charme der Inszenierung, die exzellente Ausstattung mit detailgetreuem Dekor und die stimmige Kameraarbeit machen die amerikanische Kinoproduktion zu einem bemerkenswerten Film über Liebe, Schönheit und Vergänglichkeit:
Als Adaline Bowman im Jahr 1935 bei einem Unwetter mit dem Auto verunglückt, hört ihr Herz auf zu schlagen. Dann geschieht etwas Unfassbares: Durch den Stromschlag eines Blitzes wird sie reanimiert und überlebt. Mit der Zeit stellt Adaline jedoch eine unerklärbare Veränderung an sich fest: Die 29-Jährige hat aufgehört zu altern! Was zunächst wie ein Segen erscheint, bringt mit den Jahren immer mehr Schwierigkeiten mit sich. Denn Adaline möchte auf keinen Fall auffallen und lässt niemanden außer ihrer Tochter Flemming um ihr Geheimnis wissen. Ein Leben wie im Untergrund beginnt: Sie muss häufig den Wohnort wechseln, sich falsche Ausweise besorgen, kann keinen Freundeskreis aufbauen und nimmt Abstand von engen Bindungen. Auch Affären gehen immer nur zeitlich begrenzt. Als sich Adaline gegen ihre Vorsätze auf den charmanten Ellis Jones einlässt, erfährt ihr Leben eine entscheidende Wende. Denn ein Wochenende bei dessen Eltern William und Kathy ändert alles: Adaline erkennt in William jenen Mann, der in seiner Jugend unsterblich in die Schöne verliebt war und sie heiraten wollte. Auch William wird schnell klar, dass es sich bei der neuen Freundin seines Sohnes offenbar um seine einstige, um keinen Tag gealterte große Liebe handelt.
| Darsteller |
Rolle |
| Blake Lively |
Adaline Bowman |
| Michiel Huisman |
Ellis Jones |
| Kathy Baker |
Kathy Jones |
| Amanda Crew |
Kikki Jones |
| Harrison Ford |
William Jones |
| Ellen Burstyn |
Flemming |
| Richard Harmon |
Tony |
| Cate Richardson |
Flemming mit 20 Jahren |
| und andere |
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Am Ende seiner beruflichen Laufbahn hat Thomas Bethge zwar so gut wie alles geschafft, was man als Polizist erreichen kann. Doch seine Mutter ist vor Kummer gestorben, und der Stachel sitzt tief, dass er seine Schwester Barbara nicht hat finden können. Auch Robert Neder, Bethges Schwager, hat die Last des Mordverdachts ebenso wenig überwunden wie seine Tochter. Ein dunkler Schatten lastet auf der gesamten Familie. In dieser Situation trommelt der pensionierte Bethge noch einmal ehemalige Verbündete zusammen: seinen Freund und früheren Kollegen Behringer sowie Anne Bach, die die Weesenburger Polizei nach einem Eklat verlassen hatte und mittlerweile eine anerkannte Polizeipsychologin in Hamburg ist. Zusammen rollen sie den mysteriösen Fall und das seltsame Versagen der Weesenburger Polizei noch einmal auf.
Das düstere Haus und der rätselhafte Abschiedsbrief von Becker spielen dabei eine zentrale Rolle. Obwohl sie privat und inkognito ermitteln, finden sie Beweismaterial im einstigen Haus von Becker, das die Weesenburger Beamten unbegreiflicherweise übersehen und nicht ausgewertet hatten. Der Friedhofsgärtner hatte offenbar gezielt zahlreiche Fahndungssendungen im Fernsehen mit einer Vielzahl ungeklärter Morde aufgezeichnet. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass Becker nicht nur für den Mord an Barbara, sondern für eine ganze Mordserie seit frühester Jugend verantwortlich sein könnte, darunter auch die Doppelmorde im Iseforst. Und es gibt einen mutmaßlichen Mitwisser und Gehilfen. Doch der verdächtige Heiner Mertens, ein Kindheitsfreund von Jürgen Becker, schweigt beharrlich.
Eine neue Zeugin wirft ein bisher unbekanntes Licht auf Jürgen Becker. Sie beschreibt Becker als sadistischen und skrupellosen Verführer, der versucht hat, auf allen nur denkbaren Wegen zu Geld zu kommen. Bethge, Behringer und Bach untersuchen noch einmal den Abschiedsbrief von Becker, und nun deuten die Zeilen in dem Brief alle in dieselbe Richtung: Es geht immer wieder um das Haus von Jürgen Becker, sein geheimes Refugium, das er bis zuletzt versucht hat zu beschützen. Plötzlich ist sich der ehemalige Polizist sicher: Wenn es ihm gelingt, nochmals in dieses Haus zu kommen, kann seine Familie endlich Frieden finden …
| Darsteller |
Rolle |
| Matthias Brandt |
Thomas Bethge |
| Karoline Schuch |
Anne Bach |
| Silke Bodenbender |
Barbara Neder |
| August Wittgenstein |
Jan Gerke |
| Nicholas Ofczarek |
Robert Neder |
| Jenny Schily |
Marianne Bethge |
| Mirco Kreibich |
Heiner Mertens |
| Hanno Koffler |
Jürgen Becker |
| Hildegard Schmahl |
Erika Bethge |
| Andreas Lust |
Frank Behringer |
| Karsten Antonio Mielke |
Lohse |
| Moritz Grove |
Staatsanwalt Leest |
| Janina Fautz |
Theresa Neder |
| Anne Werner |
Lisa Kimrich |
| Nadeshda Brennicke |
Andrea Becker |
| Barbara Romaner |
Theresa Neder |
| Pheline Roggan |
Therapeutin |
| Nikola Kastner |
Rachel Hermes |
| Roman Knizka |
Randow |
| Lisa Hagmeister |
Untermieterin |
| Lara-Sophie Milagro |
Thelma |
| Daniel Lommatzsch |
Hans Lingner |
| Victoria Fleer |
Renate Baal |
| und andere |
|
Immer noch gibt es keine Spur von Barbara Neder. Ihre Familie ist verzweifelt. Tochter Jasmin belastet der Verdacht gegen ihren Vater schwer, den die Weesenburger Polizei für den Mörder ihrer Mutter hält. Auch Barbaras Mutter leidet unendlich unter dem Verschwinden ihrer Tochter. Thomas Bethge fürchtet, dass sie einem Serienmörder in die Hände gefallen ist, doch bei der Frauenleiche, die in Hamburg im Keller eines Tatverdächtigen gefunden wird, handelt es sich nicht um seine vermisste Schwester. Als LKA-Chef besitzt Bethge gute Verbindungen zu einer Vermisstensendung und initiiert einen TV-Auftritt seiner depressiven Mutter. Ihr verzweifelter Appell, ein Lebenszeichen ihrer Tochter zu erhalten, bleibt aber erfolglos. Enttäuscht versucht sie, sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen. Thomas Bethge rettet sie gerade noch rechtzeitig. Auch Robert Neder und seine Tochter Jasmin leiden immer stärker unter der Belastung. Obwohl die vermeintlichen Indizien keine Grundlage für eine Anklage bieten, steht Barbaras Ex-Mann Robert immer noch auf der Liste der Verdächtigen.
In Weesenburg beginnt Anne Bach auf Bitten von Thomas Bethge, nochmals alle Akten zu prüfen. Dabei macht sie eine überraschende Entdeckung: Barbara Neder hatte wenige Tage vor ihrem Verschwinden den Friedhofsgärtner Jürgen Becker kennengelernt. Er ist mehrfach vorbestraft – auch wegen einer Vergewaltigung. Nun spricht viel für Becker als Hauptverdächtigen des Mordes an Barbara Neder. Gemeinsam mit einer jungen Staatsanwältin erreicht Anne Bach schließlich gegen erhebliche Widerstände eine Durchsuchung von Beckers Haus. Sie machen einen ungeheuerlichen Fund: Becker hat ein geheimes Zimmer, zu dem seine Frau keinen Zutritt hatte. Dort finden sich Waffen, Handschellen und andere Utensilien, um Menschen gefangen zu halten; ein Leichenspürhund schlägt an, und man findet daraufhin ein im Garten vergrabenes Auto. Doch von Barbara Neder findet sich keine Spur. Becker kann durch einen Fehler der Polizei fliehen und taucht unter. Nach einer Flucht quer durch Norddeutschland wird er schließlich festgesetzt und in Untersuchungshaft verbracht. Doch als Bach und Gerke im Gefängnis ankommen, um ein erstes Verhör zu führen, erleben sie eine böse Überraschung …
Teil 3 zeigt Das Erste am 9. Dezember 2020.
| Darsteller |
Rolle |
| Matthias Brandt |
Thomas Bethge |
| Karoline Schuch |
Anne Bach |
| Silke Bodenbender |
Barbara Neder |
| August Wittgenstein |
Jan Gerke |
| Nicholas Ofczarek |
Robert Neder |
| Jenny Schily |
Marianne Bethge |
| Hildegard Schmahl |
Erika Bethge |
| Hanno Koffler |
Jürgen Becker |
| Mirco Kreibich |
Heiner Mertens |
| Andreas Lust |
Frank Behringer |
| Karsten Antonio Mielke |
Lohse |
| Moritz Grove |
Staatsanwalt Leest |
| Janina Fautz |
Theresa Neder |
| Anne Werner |
Lisa Kimrich |
| Nadeshda Brennicke |
Andrea Becker |
| Barbara Romaner |
Theresa Neder |
| Pheline Roggan |
Therapeutin |
| Nikola Kastner |
Rachel Hermes |
| Roman Knizka |
Randow |
| Lisa Hagmeister |
Untermieterin |
| Lara-Sophie Milagro |
Thelma |
| Daniel Lommatzsch |
Hans Lingner |
| Victoria Fleer |
Renate Baal |
| und andere |
|
Wunschlos unglücklich zu sein ist eine seltene Ausgangssituation für eine neue Liebe. Unter diesen ungünstigen Vorzeichen begegnen sich Benjamin Sadler und Marlene Morreis in „Pohlmann und die Zeit der Wünsche“: Er spielt einen einsamen Workaholic, der seine Gefühle einbetoniert hat, und sie eine alleinerziehende Mutter, der für die Partnersuche schlichtweg die Energie fehlt. Damit sich die beiden trotz einiger Rückschläge näherkommen, müssen sie ihre Schutzhaltung aufgeben und sich auf das Wagnis der Liebe einlassen. Matthias Tiefenbacher führte Regie bei der warmherzigen Komödie, die in der Vorweihnachtszeit auf dem Sendeplatz „Freitag im Ersten“ läuft.
Im Leben des Architekten Tom Pohlmann ist alles bis ins Detail optimiert. Selbst an seiner Schwäche, der panischen Angst, vor Menschen zu sprechen, arbeitet er mithilfe einer Psychologie-App – parallel zu seinem morgendlichen Sportprogramm. Ganz anders fühlt sich der chaotische Alltag von Sarah Wünsche an: Sie zieht ihren zwölfjährigen Sohn Paul allein auf, jobbt in Nachtschichten und kämpft für einen Minikredit, um ihren pleitegegangenen Kiosk zurückzubekommen. Damit sich zwei so gegensätzliche Menschen näherkommen, muss sich der Zufall gleich mehrfach ans Werk machen: Erst bei einem kleinen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht, der Pohlmann fast ins Gefängnis bringt; und dann auf der Kinderstation im Krankenhaus, wo der notorische Raser seine Sozialstunden ableistet. Dort lernt er Sarahs Sohn Paul kennen, der an rätselhafter Atemnot leidet. Durch die Begegnung mit dem einzelgängerischen Jungen, der ihn an seine eigene, oftmals schmerzhafte, Kindheit erinnert, macht Pohlmann eine überraschende Entdeckung: Er kann Menschen begeistern! Seine neue Seite beeindruckt nicht nur das Krankenhausteam, sondern auch Sarah. Auf dem Weg zur Liebe hat das Schicksal jedoch noch einige Stolpersteine parat. Denn Pohlmann und sein Geschäftspartner Kilian sind nicht unbeteiligt an Sarahs Sorgen um Paul. Um sie für sich zu gewinnen, muss Pohlmann den Mut fassen, aus eigener Kraft einen kompletten Neuanfang zu wagen.
| Darsteller |
Rolle |
| Benjamin Sadler |
Tom Pohlmann |
| Marlene Morreis |
Sarah Wünsche |
| Oskar Netzel |
Paul Wünsche |
| Marc Hosemann |
Jens Kilian |
| Antje Mairich |
Pimpi |
| Anna König |
Schwester Carola |
| Tom Radisch |
Dr. Hansen |
| Ramona Kunze-Libnow |
Frau Busch |
| Lilian Mazbouh |
Sevim Öger |
| Jürg Löw |
Arthur Johansen |
| Andreas Windhuis |
Anwalt Hölzle |
| Caspar Gierden |
Benny |
| Hannah Franke |
Emma |
| Tyron Conrädel |
Jeremy |
| Lavinia Burat |
Julika |
| Cem Ali Gültekin |
Bankberater |
| Joschua Veit |
Tom Pohlmann (jung) |
| Philipp Rathmann |
Jens Kilian (jung) |
| und andere |
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Im niedersächsischen Iseforst nahe der Kleinstadt Weesenburg werden im Sommer 1989 kurz nacheinander zwei Liebespaare tot im Wald aufgefunden. Der zweite Doppelmord geschieht dabei unbemerkt quasi vor den Augen der Polizei. Die brutalen Morde versetzen die Region in Angst und Schrecken. Zur selben Zeit wird in Hamburg Thomas Bethge zum neuen LKA-Chef ernannt. Es ist ein weiterer Sprung auf der Karriereleiter für den herausragenden und gewissenhaften Polizisten. Bethge plagen aber seit einiger Zeit große private Sorgen: Seine Schwester Barbara, die in Weesenburg lebt, scheint die Trennung von ihrem Ehemann, dem erfolgreichen Unternehmer Robert Neder, nicht zu verkraften und sucht Trost im Alkohol. Ihre Familie versucht, die labile junge Frau nach Kräften zu unterstützen.
Zum Ermittlerteam bei den Weesenburger Doppelmorden gehört auch die neue Kommissarin Anne Bach. Doch die junge Frau wird von ihren Kollegen zunächst nicht ernstgenommen und sehr herablassend behandelt, obwohl sie die Ermittlungen nach einem möglichen Täter mit klugen Beobachtungen voranbringt. Sie vermutet, dass es einen Mittäter gegeben haben muss. Hauptverdächtiger ist Hans Lingner, ein Bildhauer, der mit seiner Familie in einem Haus im Iseforst lebt und seine Frau bedroht haben soll.
Dann verschwindet Barbara Neder nach einem Treffen mit ihrem Mann Robert spurlos über Nacht aus ihrem Haus. Barbara hatte zuletzt wieder Kontrolle über ihr Leben gewonnen und gemeinsame Pläne für die Zukunft zusammen mit ihrer Tochter geschmiedet. Thomas Bethge verlangt, dass die Weesenburger Polizei Barbaras Wohnung als Tatort behandelt. Für ihn wirft das mysteriöse Verschwinden seiner Schwester viele Fragen auf: Gibt es zwischen den Doppelmorden im Iseforst und dem Verschwinden seiner Schwester einen Zusammenhang? Welche Rolle spielt der mit einer ehemaligen Schönheitskönigin verheiratete Friedhofsgärtner Jürgen Becker, den Barbara Neder wenige Tage zuvor auf einer Party kennengelernt hat?
Bethge verspricht seiner verzweifelten Mutter, seine spurlos verschwundene Schwester zu finden. Doch die Polizei in Weesenburg wehrt sich gegen seine vermeintlichen Einmischungsversuche und verweist den Hamburger Polizisten auf seine nicht gegebene Zuständigkeit. Stattdessen vermuten die niedersächsischen Polizisten zunächst einen Racheakt an dem hohen Hamburger Polizisten und verdächtigen schließlich seinen Schwager. Sie vermuten, dass die eifersüchtige Barbara versucht hat, ihren Mann zu erpressen. Doch es gibt Meldungen von weiteren Frauen, die verschwunden sind. Wurde Barbara Neder Opfer eines Serientäters?
Teil 2 folgt am 5. Dezember 2020 im Ersten.
| Darsteller |
Rolle |
| Matthias Brandt |
Thomas Bethge |
| Karoline Schuch |
Anne Bach |
| Silke Bodenbender |
Barbara Neder |
| August Wittgenstein |
Jan Gerke |
| Nicholas Ofczarek |
Robert Neder |
| Jenny Schily |
Marianne Bethge |
| Hildegard Schmahl |
Erika Bethge |
| Hanno Koffler |
Jürgen Becker |
| Mirco Kreibich |
Heiner Mertens |
| Andreas Lust |
Frank Behringer |
| Karsten Antonio Mielke |
Lohse |
| Moritz Grove |
Staatsanwalt Leest |
| Janina Fautz |
Theresa Neder |
| Anne Werner |
Lisa Kimrich |
| Nadeshda Brennicke |
Andrea Becker |
| Barbara Romaner |
Theresa Neder |
| Pheline Roggan |
Therapeutin |
| Nikola Kastner |
Rachel Hermes |
| Roman Knizka |
Randow |
| Lisa Hagmeister |
Untermieterin |
| Lara-Sophie Milagro |
Thelma |
| Daniel Lommatzsch |
Hans Lingner |
| Victoria Fleer |
Renate Baal |
| und andere |
|
Wenn alles wie am Schnürchen klappt – ist dann nicht etwas faul? Ein deutsch-russisches Grundstücksgeschäft endet nach dem Fund einer Fliegerbombe im Chaos und der Frage, wer die sechsstellige Zeche zahlt. Mit Dialogwitz spielt „Ziemlich russische Freunde“ mit Klischees und öffnet den Blick für unterschiedliche Lebensweisen und Werte. Die Kurstadt Wiesbaden, dessen Casino durch Fjodor Dostojewskis „Der Spieler“ zu Weltruhm gelangte, dient als Kulisse für die Cultural-Clash-Komödie. Regisseurin Esther Gronenborn setzt auf Tempo; zu dem hochkarätig besetzten Ensemble zählen unter anderem Oliver Mommsen, Susanna Simon, Anton von Lucke, Barbara Prakopenka und Wolfgang Stumph:
Bernd und Daniela Weigel machen mit dem Verkauf eines Baugrundstücks nicht nur ein gutes Geschäft, sondern auch die Bekanntschaft mit den glücklichen Käufern. Das Ehepaar Viktor und Svetlana Galkin möchte auf den frisch erworbenen 1000 Quadratmetern in bester Lage endlich ein Haus für ihre ganze Familie bauen. Dem hochprozentigen Umtrunk der Weigels und Galkins folgt schon bald ein böses Erwachen: Auf dem Baugrund könnte jederzeit eine Bombe hochgehen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes! Um den 250-Kilo-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg kostenneutral zu entsorgen, macht sich Viktor selbst ans Werk und bittet Bernd um Hilfe. Glücklicherweise endet die Do-It-Yourself-Aktion ohne Explosion, trotzdem geht die geheime Männeraktion gehörig schief. Übrig bleibt eine satte Rechnung für den polizeilichen Großeinsatz – und beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf. Nicht jedoch die Liebe, denn Bernds
Sohn Johannes und Viktors Tochter Irina sind sich in der Zwischenzeit nähergekommen. Um eine gemeinsame Zukunft zu haben, müssen sie den erbitterten Streit ihrer Eltern schlichten. Hilfe kommt von Oma Ljudmila und Opa Reginald, die auf ungewöhnliche Methoden setzen, um das Geld aufzutreiben.
| Darsteller |
Rolle |
| Oliver Mommsen |
Bernd Weigel |
| Susanna Simon |
Daniela Weigel |
| Jevgenij Sitochin |
Viktor Galkin |
| Katerina Medvedeva |
Svetlana Galkin |
| Anton von Lucke |
Johannes Weigel |
| Barbara Prakopenka |
Irina Galkin |
| Wolfgang Stumph |
Reginald Weigel |
| Natalia Bobyleva |
Ljudmila Galkin |
| Anton Hoffmann |
Zhenja |
| Nikolai Selikovsky |
Sascha Kornikow |
| Alexander Flache |
Barista |
| Sylvia Eisenberger |
Shanti |
| Berta Kammer |
Odalis |
| Dirk Warme |
Kellner Dimitri |
| Max Hoffmann |
Notar |
| Swintha Gersthofer |
TV-Reporterin |
| Emanuel Fellmer |
Polizist |
| Ingo Paulick |
Polizist |
| und andere |
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Der von Jürgen Tarrach verkörperte Rechtsanwalt Eduardo Silva wird diesmal in einen besonders heiklen Fall gezogen – es geht um seine Tochter! Hin- und hergerissen zwischen Liebe zu seiner Tochter und Unverständnis gegenüber deren Lebensweg, gerät Eduardo in diesem von Regisseur Tim Trageser vielschichtig erzählten Kriminalfall an seine persönlichen Grenzen. Ihm zur Seite steht seine loyale, von Vidina Popov gespielte Assistentin, die ihren melancholischen Chef immer wieder aus seiner Schwermut herausholen muss. Der Fado, die wehmütige Musik Lissabons, durchzieht Eduardos Leben, und auch Hauptdarsteller Jürgen Tarrach hat seine Liebe zu dieser Musik entdeckt und sein Talent als Fadista bereits auf der Bühne unter Beweis gestellt:
Seit Jahren hat Rechtsanwalt Eduardo Silva bestenfalls sporadisch Kontakt zu seiner Tochter Ines. Nach dem gewaltsamen Tod der Mutter und dem darauf folgenden beruflichen und privaten Absturz Eduardos hat Ines sich von ihrem Vater zurückgezogen. Sie taucht nur auf, wenn sie Geld will. Dennoch freut sich Eduardo von Herzen, als Ines ihn unerwartet aufsucht. Diesmal braucht sie kein Geld – es ist schlimmer. Ines, schon immer ein sehr sensibles, idealistisches, aber auch labiles Mädchen, hat sich in ihrem Engagement für den Schutz der Umwelt einer Gruppe von Ökoterroristen angeschlossen. Sie liebt den Anführer der Gruppe, den charismatischen Miguel Alcántara, der nun jedoch unter Mordverdacht gerät. Um an den untergetauchten Miguel heranzukommen, wird Ines verhaftet. Auch in der stillen Hoffnung, die Kluft zu Ines zu überwinden, übernimmt Eduardo, unterstützt von seiner tatkräftigen Assistentin Marcia Amaya, die Verteidigung seiner Tochter. Ein Fall, der Eduardo an seine Grenzen führt.
| Darsteller |
Rolle |
| Jürgen Tarrach |
Eduardo Silva |
| Vidina Popov |
Marcia Amaya |
| Orestes Fiedler |
Marco Tavares |
| Katharina Pichler |
Beatriz Oliveira |
| Luís Lucas |
Valdemar Amaya |
| Helen Woigk |
Ines Silva |
| Martin Bruchmann |
Miguel Alcántara |
| Miguel Klein Medina |
Joao Teixeira |
| Márcia Breia |
Richterin Fonseca |
| Lourenco Henriques |
Comissário |
| Guilherme Moura |
Tiago Queiros |
| Pedro Sousa Loureiro |
Ricardo Montez |
| Sílvia Filipe |
Valentina Silva |
| und andere |
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Unter welchen Umständen darf man einem Menschen helfen, sich das Leben zu nehmen? Muss der Staat selbstbestimmtes Sterben ermöglichen? Diesem Streitthema widmet sich „Gott“, die Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks und Buchs von Ferdinand von Schirach. Ausgangspunkt ist die Aufhebung des Verbots der „geschäftsmäßigen“ Sterbehilfe durch das Bundesverfassungsgericht im Februar dieses Jahres. Wie bei „Terror – Ihr Urteil“ arbeitete von Schirach mit dem Produzenten Oliver Berben und dem preisgekrönten Regisseur Lars Kraume zusammen, der das Drehbuch mit einem exzellenten Darstellerensemble zu einem intensiven Kammerspiel verdichtet. Am Ende steht die Frage, wie sich die Zuschauer*innen in der Liveabstimmung entscheiden. Nach der Verkündung des Ergebnisses wird Frank Plasberg die Zuschauerentscheidung in seiner Sendung „hart aber fair“ mit Experten diskutieren:
Der 78-jährige ehemalige Architekt Richard Gärtner möchte seinem Leben ein Ende setzen. Dies soll jedoch nicht im Ausland, sondern ganz legal mit der Hilfe seiner Hausärztin geschehen. Für Dr. Brandt kommt es aus persönlicher Überzeugung nicht infrage, ihrem zwar betagten, aber gesunden Patienten ein todbringendes Präparat zu besorgen. Richard Gärtners Fall wird exemplarisch vor dem Deutschen Ethikrat diskutiert. Strittig ist dabei nicht die Frage, welche Formen von Sterbehilfe für Ärzte straffrei sind, sondern ob Mediziner dem Patientenwunsch eines Lebensmüden gerecht werden müssen – egal ob jung, alt, gesund oder krank. Ethikrat-Mitglied Dr. Keller befragt die Sachverständigen und lässt so die unterschiedlichen Experten zu Wort kommen. Die Verfassungsrechtlerin Prof. Litten und der Anwalt von Richard Gärtner stehen Bischof Thiel und Ärztekammerchef Sperling dabei mit unterschiedlichen Meinungen gegenüber. Am Ende richtet sich die Ethikrat-Vorsitzende direkt an das Publikum: Soll Richard Gärtner das tödliche Präparat bekommen, um sich selbstbestimmt das Leben zu nehmen? Die Entscheidung fällt nicht der Ethikrat, sondern das Fernsehpublikum per Telefon- und Online-Abstimmung.
| Darsteller |
Rolle |
| Barbara Auer |
Vorsitzende |
| Lars Eidinger |
Rechtsanwalt Biegler |
| Matthias Habich |
Richard Gärtner |
| Ulrich Matthes |
Bischof Thiel |
| Anna Maria Mühe |
Ärztin Brandt |
| Christiane Paul |
Professorin Litten |
| Götz Schubert |
Professor Sperling |
| Ina Weisse |
Frau Keller |
| und andere |
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Zu den Schattenseiten der aufregenden Metropole Lissabon gehört das Schicksal von Straßenkindern, die schutzlos Opfer von Gewalt und Missbrauch werden. In ihrem fünften Fall müssen Grimme-Preisträger Jürgen Tarrach alias Strafverteidiger Silva und seine von Vidina Popov gespielte Assistentin Marcia Amaya den Tod eines Jungen aufklären. In Zentrum der Ermittlungen steht ein junger Geistlicher, den sie gegen einen doppelten Verdacht verteidigen müssen: Mord und Pädophilie. In der sensiblen Inszenierung von Tim Trageser leuchtet „Zum Schwiegen verurteilt“ einen komplexen Kriminalfall aus, in dem es neben der spannenden Tätersuche auch um das Verhältnis von Wahrheit, Vorurteilen und falschen Gewissheiten geht:
Für viele Straßenkinder Lissabons ist Padre Crístovao Lima die letzte Zuflucht. Er versucht, den Kindern zu helfen, ihnen Schutz zu geben, während sie für Geschäftsleute wie Carlos Mendes oder gewissenlose Polizisten wie Sargento Gomes ein Ärgernis sind, das sie loswerden wollen. Crístovao und sein idealistisches Projekt sind vielen Anfeindungen ausgesetzt, unbeirrt steht er jedoch zu seinen Straßenkindern. Doch dann ist es ausgerechnet Crístovao, der mit einem toten Jungen in seinen Armen gefunden wird. Der kleine Pelé wurde erstickt und – Opfer sexuellen Missbrauchs. Crístovao schweigt zu allen Vorwürfen, auch gegenüber seinem Anwalt Eduardo Silva und dessen Assistentin Marcia Amaya öffnet er sich nicht. Was verbirgt er? Mitunter offenbart er Dinge, die nur der Täter wissen kann. Ist dieser scheinbar so aufrechte, integre Geistliche ein pädophiler Vergewaltiger und Mörder? Für Eduardo und Marcia ein schier aussichtsloser Fall, der noch hoffnungsloser wird, als ein anderes Straßenkind auftaucht, das Crístovao des Missbrauchs beschuldigt.
Einen weiteren Lissabon-Krimi zeigt Das Erste am 26. November 2020: „Die verlorene Tochter“.
| Darsteller |
Rolle |
| Jürgen Tarrach |
Eduardo Silva |
| Vidina Popov |
Marcia Amaya |
| Orestes Fiedler |
Marco Tavares |
| Katharina Pichler |
Beatriz Oliveira |
| Luís Lucas |
Valdemar Amaya |
| Timur Isik |
Cristovao Lima |
| Caroline Ebner |
Edinea Mendes |
| Daniel Scholz |
Carlos Mendes |
| Beatriz Mendes |
Marta |
| Martim Oliveira |
Figo |
| Márcia Breia |
Richterin Fonseca |
| Dinarte Branco |
Gomes |
| Filipa Nascimento |
Raquel |
| Marques D’Arede |
Filipe Sousa |
| Margarida Cardeal |
Ana Rocha |
| und andere |
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Als Privatdetektiv Hartwig Seeler nimmt Matthias Koeberlin in dem Krimidrama „Hartwig Seeler – Gefährliche Erinnerung“ die Arbeit auf: Er verkörpert einen introvertierten Ex-Polizisten, der für seine Auftraggeber spurlos verschwundene Personen aufspürt. Der Vermisstenfall einer jungen Frau führt ihn auf eine kroatische Insel zu einer mysteriösen Verbindung, die Menschen mithilfe von Hypnose bei seelischen Traumata behandelt. Wie gefährlich „falsche“ Erinnerungen sein können, die sich jedoch wie „echt“ anfühlen, erlebt der Ermittler an sich selbst, als er in sein Unterbewusstsein eintaucht.
Der preisgekrönte Regisseur und Drehbuchautor Johannes Fabrick legt in der vielschichtig angelegten Detektivgeschichte frei, wie schwer Wahrheit und Täuschung zu unterscheiden sind:
Privatdetektiv Hartwig Seeler bekommt den Auftrag, eine spurlos verschwundene junge Frau zu finden. Ihr Vater Felix Kepler vermutet eine Entführung oder ein Gewaltverbrechen. Anders kann er sich nicht erklären, warum sich Tochter Evelyn bei ihm und seiner Frau seit zwei Wochen nicht gemeldet hat und auch bei der Arbeit vermisst wird. Schließlich gebe es weder Familienprobleme noch andere Gründe für die aufstrebende Anwältin, wortlos alle Brücken hinter sich abzubrechen. Hinweise auf ein Verbrechen findet Seeler jedoch nicht. Er stößt auf eine Überweisung an eine mysteriöse Verbindung auf einer kroatischen Insel. Deren spiritueller Ansatz, über Hypnose den Schlüssel zu seelischen Traumata zu finden, spricht den Detektiv über seine Arbeit hinaus an. Seeler ringt mit dem Unfalltod seiner Frau, über dessen ungeklärte Umstände er sich seither den Kopf zermartert. Seinen unterbewussten Vermutungen stellt sich der Privatdetektiv, als er sich in das Camp der Gruppe einschleust und auf eine Hypnosesitzung mit Amanda einlässt. Die Heilerin behandelt auch Evelyn, die sich in einem labilen Zustand befindet. Was die Ursache dafür ist, lässt Seeler an seinem Auftraggeber zweifeln: Es gibt einen schwerwiegenden Grund, warum sich Evelyn von ihrem bisherigen Leben loslösen will.
| Darsteller |
Rolle |
| Matthias Koeberlin |
Hartwig Seeler |
| Friederike Becht |
Amanda |
| Caroline Hellwig |
Evelyn Kepler |
| Michael Wittenborn |
Felix Kepler |
| Michaela Caspar |
Monika Kepler |
| Lasse Myhr |
Lasse |
| Dagny Dewath |
Maria Seeler |
| Mona Seefried |
Jutta Steindorf |
| Karl Knaup |
Lawyer |
| Katrin Filzen |
Sekretärin |
| Sarah Camp |
Nachbarin |
| Elisabeth von Koch |
Frau Köhler |
| Florian Stadler |
Mann |
| Sina Wilke |
Doktorin |
| Nadja Sabersky |
Freundin |
| Emily Schmeller |
Joggerin |
| Stipe Gugic |
Aljoscha |
| Lilli Biedermann |
Frau |
| Katarina Strahinic |
Krankenschwester |
| und andere |
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Auf sensible und lebensnahe Weise erzählt „Das Glück an meiner Seite“ die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft. Zugleich schildert der Film den Kampf einer Frau, die trotz einer unheilbaren Krankheit ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben führen will. Regisseur George C. Wolfe hält dabei die Balance zwischen rührenden und heiteren Momenten. Dank der zweifachen Oscar-Preisträgerin Hilary Swank und der talentierten Newcomerin Emmy Rossum bietet der Film großes Schauspielerkino:
Das Leben der ehrgeizigen Kate verläuft genau nach Plan: In Ihrem geliebten Beruf feiert die Konzertpianistin große Erfolge und privat hat sie in dem ebenso gut aussehenden wie sensiblen Evan einen Traummann gefunden. Als sie wegen Beschwerden in den Händen ihren Arzt aufsucht, erhält sie unvermittelt eine erschütternde Diagnose: Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS. Es dauert nicht lange, bis Kate aufgrund dieser unheilbaren Erkrankung des motorischen Nervensystems ihren Beruf nicht mehr ausüben kann. Und selbst im Alltag braucht sie zusehends fremde Hilfe. Von professionellen Pflegekräften fühlt sich Kate allerdings bevormundet und bemitleidet. Lieber gibt sie die den Job der chaotischen Studentin Bec, die zwar beim Vorstellungsgespräch zu spät kommt und auch sonst ihr Leben nicht wirklich im Griff hat, Kate aber auf Anhieb sympathisch ist. Obwohl Bec sich zunächst wenig Mühe gibt und weder Erfahrung noch Geduld mitbringt, gefällt es Kate, nicht wie eine Schwerkranke behandelt zu werden. Die disziplinierte Pianistin findet durch ihre unkonventionelle Pflegerin neue Lebensfreude, während diese von Kate lernt, ihr Schicksal entschlossener in die Hand zu nehmen. Als es zwischen Kate und Evan zum Bruch kommt, steht Bec ihr bei. Weil sich der Krankheitszustand aber weiter verschlechtert, müssen die beiden Frauen eine schwerwiegende Entscheidung treffen.
| Darsteller |
Rolle |
| Hilary Swank |
Kate |
| Emmy Rossum |
Bec |
| Josh Duhamel |
Evan |
| Jason Morgan Ritter |
Wil |
| Frances Fisher |
Gwen |
| Julian McMahon |
Liam |
| Loretta Devine |
Marilyn |
| Ernie Hudson |
John |
| Stephanie Beatriz |
Jill |
| und andere |
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