Die Monstranz mit der Reliquie des St. Magnus, deren Raub Kluftinger als junger Polizist nicht verhindern konnte, kehrt endlich in die Heimat zurück. Dass Lodenbacher ausgerechnet Maier damit beauftragt, bei der Ausstellungseröffnung für die Sicherheit des Allgäuer Schutzpatrons zu sorgen, trifft Kluftinger tief. Er hätte die Blamage von damals gern selbst ausgebügelt, muss aber stattdessen den Mord an einer alten Frau aufklären. Doch Kluftinger wäre nicht Kluftinger, wenn er nicht merken würde, dass der Mord an der alten Frau Zahn mit der Monstranz und deren Sicherheit in Verbindung steht. Alles deutet darauf hin, dass Frau Zahn einen Schuppen des alten Sägewerks ausgerechnet an die Bande vermietet hatte, die den erneuten Raub der Monstranz plant. Kluftinger erhofft sich in dieser Situation Hilfe von Heinz Rösler, einem der Kunstdiebe von damals, der heute in Wien im Gefängnis sitzt. Mit Maier fliegt er nach Wien, nicht ahnend, dass Sandy sie über Nacht beim österreichischen Polizeikollegen Valentin Bydlinski einquartiert hat. Bydlinksi, der ganz offenbar ein ausgewachsenes Messie-Problem hat, räumt zwar großzügig sein Schlafzimmer für Kluftinger und Maier, doch die beiden müssen sich ein Bett teilen. Bei einem Gespräch unter vier Augen wird Kluftinger von Rösler in die Kapelle von Roßhaupten gelotst, wo eine Kopie der Monstranz steht. In einer Bibel findet Kluftinger dort ein Foto, das ihn an den zweiten Kunstdieb von damals erinnert. Ganz offenbar weiß Rösler tatsächlich mehr über den geplanten, erneuten Raub der Monstranz, der ausgerechnet im Rahmen der großen Ausstellungseröffnung stattfinden soll. Doch dafür, dass er die Polizei vor Ort unterstützt, verlangt Rösler, ins Allgäu verlegt zu werden. Dass Rösler in diesem Spiel seine ganz eigenen Karten legen will, durchschaut Kluftinger erst später.

Darsteller Rolle
Herbert Knaup Kluftinger
Jockel Tschiersch Roland Hefele
Johannes Allmayer Richard Maier
Bernhard Schütz Dr. Langhammer
Fred Stillkrauth Rösler
Katharina Spiering Sandy Henske
Hubert Mulzer Lodenbacher
Margarete Gilgenreiner Erika Kluftinger
Felix Römer Bydlinski
Karl Friedrich Herbert Zahn
Christopher Nell Georg Böhm
Roman Kohnle Mang
Sushila Sara Mai Fräulein Uschi
Julian Hackenberg Kluftinger jung
und andere

 

Almuth hat Geburtstag: Ritas treue Putzfrau bringt auch prompt ihren Gatten Werner und eine herrliche Torte zum Feiern mit. Beim Auspusten der Kerzen formuliert Almuth einen Wunsch, den sie natürlich nicht ausspricht, sonst geht er ja nicht in Erfüllung! Dass sie dabei an Klaus, ihren Freund aus alten Tagen, denkt, verschweigt sie also… Almuths störrisches „Ich-komm-allein-zurecht“ kann Rita nicht verstehen, ohne Werner kann sie nicht leben! Als der geliebte Gatte dann plötzlich das Zeitliche segnet, ist es an Almuth, Rita in dieser Zeit zur Seite zu stehen – auch wenn ihr das nicht leicht fällt. Und Rita wiederum, an bescheidene Verhältnisse gewöhnt, ärgert sich über Almuths Wegwerfmentalität. Almuths Wunsch nach Ruhe wird dann nochmals torpediert, als obendrein Almuths Tochter Kathrin mit Kind und Kegel zu ihr zieht. Mit Kathrins „Auszeit von der Ehe“ heizt sich die angespannte Stimmung zusätzlich auf, Almuth verliert die Nerven. Als sich dann auch noch Rita einmischt, kracht es gewaltig zwischen den Frauen. Rita kündigt! Ein für allemal. Almuth bleibt unglücklich zurück. Wird es den beiden Frauen gelingen, ihre gegensätzlichen Welten noch einmal zu überwinden und ihre außergewöhnliche Freundschaft zu retten?

Der unterhaltsame Schlagabtausch zwischen Senta Berger und Cornelia Froboess geht in die zweite Runde: In „Almuth und Rita – Zwei wie Pech und Schwefel“ müssen die beiden gegensätzlichen Seniorinnen die nächste Hürde nehmen, um ziemlich beste Freundinnen zu werden. Während sich die pensionierte Zahnärztin mit ihrer Distanziertheit selbst im Weg steht, hat die impulsive Putzfrau einen schweren Schicksalsschlag zu verdauen und gerät in existenzielle Nöte. Regisseur Nikolai Müllerschön rückt seine grandiosen Hauptdarstellerinnen ins Zentrum der ebenso tiefsinnigen wie amüsanten Komödie, die sich durch pointierte Dialoge auszeichnet.

Darsteller  Rolle
Senta Berger Almuth
Cornelia Froboess Rita
Patricia Aulitzky Kathrin
Wolfram Berger Klaus
Hansjürgen Hürrig Werner
Martin Leutgeb Sigi
Ramin Yazdani Asim
Leya Vogl Luisa
Luke Vogl Joey
Bettina Redlich Frau Obermoser
Anton Figl Bestattungsunternehmer
Thomas Dehler Klopstock
Monika John Ladenbesitzerin
Markus Boniberger Pastor
und andere

 

Ein rätselhafter Telefonanruf bringt Kluftinger und seine Kollegen Maier und Hefele auf die Spur einer brutalen Mordserie. Ein Serienkiller, der seinen Opfern die Herzen herausschneidet und sie makaber am Tatort drapiert, treibt im Allgäu sein Unwesen. Da bleibt kaum Zeit für Kluftingers eigene Sorgen, die Brustschmerzen, die ihm das Leben zur Hölle machen. Leidet er wie sein Vater an Herzproblemen? Kluftinger wähnt sich – auch wegen der merkwürdigen Äußerungen seines Arztes Dr. Langhammer – für sterbenskrank. Doch diesen Fall wird er lösen. Und wenn es das Letzte ist, was er tut. In Todesangst greift Kluftinger zu überraschenden Maßnahmen, um das Ruder noch mal herumzureißen. Auch eine Yogastunde bei Dr. Langhammer gehört dazu. Die Ermittlungen führen ihn in die Klinik nach Oberstaufen, in der sein Vater nach einer Herz-OP liegt. Das erste Mordopfer stellt sich als der Chefarzt dieser Klinik heraus, Dr. Steiner. Medikamentenreste wurden in seinem Blut gefunden. Ein Medikament, das nur in einer Testreihe in dieser Klinik eingesetzt wird.
Geht es um illegale Versuche an Patienten? Schwebt auch Kluftingers Vater in Gefahr? Weitere Opfer werden gefunden: ein Versicherungsmakler und eine Angestellte des Augsburger Ordnungsamtes. An allen Tatorten findet sich ein Streichholzheftchen, jedes Mal ist ein Streichholz weniger darin. Von 5 geht es runter, bis nur noch eines übrig ist. Aber was ist die Verbindung zwischen den Toten? Als plötzlich noch Maier verschwindet, muss Kluftinger sich fragen, ob das letzte Streichholz etwa seinem pedantischen Kollegen gilt. Ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit gipfelt in einem Showdown in der Geisterbahn.

Mit „Herzblut. Ein Kluftingerkrimi“ zeigt Das Erste einen weiteren Film nach den Romanen von Volker Klüpfel und Michael Kobr. „Schutzpatron“ setzt am 1. Dezember die Reihe um Kommissar Kluftinger fort.

Darsteller Rolle
Herbert Knaup Kluftinger
Jockel Tschiersch Roland Hefele
Johannes Allmayer Richard Maier
Bernhard Schütz Dr. Langhammer
Tilo Prückner Kluftinger Senior
Katharina Spiering Sandy Henske
Hubert Mulzer Lodenbacher
Margarete Gilgenreiner Erika Kluftinger
Frederic Linkemann Markus Kluftinger
Albert Kitzl Fink
Katja Bürkle Jessica Burlitz
Daniel Flieger Roger Burlitz
Ulrike Arnold Prof. Uhl
Sushila Sara Mai Fräulein Uschi
Christopher Nell Georg Böhm
und andere

 

Cyril ist nur von einem Gedanken beseelt: Der lebhafte Zwölfjährige will seinen Vater Guy wiederfinden, der ihn in einem Kinderheim untergebracht hat, wo er angeblich nur für kurze Zeit bleiben sollte. Nun aber ist sein Papa unbekannt verzogen und hat nicht einmal eine Telefonnummer hinterlassen. Kurzerhand büchst Cyril aus und findet bei seinen Nachforschungen heraus, dass der verschwundene Vater sogar sein heißgeliebtes Fahrrad versetzt hat. Ihre liebe Mühe haben die Heimbetreuer damit, den Ausreißer wieder einzufangen, der sich im Wartezimmer einer Arztpraxis verzweifelt an einer wildfremden Person festklammert. Die verdutzte Samantha, Besitzerin eines Friseursalons, zeigt Mitleid mit dem Jungen. Sie besorgt ihm das Fahrrad wieder, nimmt ihn an Wochenenden bei sich auf und hilft dabei, seinen Vater zu finden. Das Wiedersehen verläuft aber leider anders als erhofft: Der Erzeuger fühlt sich überfordert und will nichts mehr von seinem Sohn wissen. Zuneigung sucht Cyril daraufhin bei dem Dealer Wes, der ihn wie ein großer Bruder unter seine Fittiche nimmt. Doch der stadtbekannte Kleinkriminelle nutzt den gutgläubigen Jungen eiskalt aus und stiftet ihn sogar zu einem Raubüberfall an. Cyrils düsteres Schicksal scheint besiegelt, doch so schnell gibt Samantha ihn nicht auf.

Unsentimental und mit großem Einfühlungsvermögen erzählt dieses Sozialdrama von einem widerborstigen Jungen, der unermüdlich um Liebe und Anerkennung kämpft. Der zwölfjährige Cyril, beeindruckend verkörpert von dem Debütanten Thomas Doret, ist pausenlos in Bewegung, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Die innere Rastlosigkeit des Jungen vermittelt sich in eindrucksvollen Bildern. Einmal mehr verbinden die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne dokumentarische Unmittelbarkeit mit einer aufwühlend erzählten Geschichte. In der Rolle der sanftmütigen Ziehmutter Samantha zeigt die französische Starschauspielerin Cècile de France eine ebenso unprätentiöse wie glaubhafte Darstellung.

Darsteller   Rolle 
Thomas Doret Cyril
Cécile de France Samantha
Jérémie Renier Guy Catoul
Fabrizio Rongione Buchhändler
Olivier Gourmet Barbesitzer
Egon Di Mateo Wes
und andere

 

Der Tod kann ausgesprochen unterhaltsam sein. Und heiter. Anrührend sowieso. Für die Zuschauer jedenfalls, für Paul Lohmann, die Hauptfigur der Tragikomödie „Wer aufgibt ist tot“, ist er ein Ärgernis, das unbedingt verhindert werden muss. Drehbuchautor Christian Jeltsch gibt ihm die Chance dazu: Lohmann kann seinen letzten Tag immer wieder neu durchleben. Und dabei bemerken, dass es nicht reicht, am Zeitablauf zu schrauben, dass vielmehr seine Lebensführung Veränderung nötig hätte. Es steckt eine verzweifelte Komik in Lohmanns Anstrengungen, die Regisseur Stephan Wagner in virtuosen Variationen zum Vorschein bringt. In Bjarne Mädel fand er den idealen Hauptdarsteller dafür, der gemeinsam mit Katharina Marie Schubert, Friederike Kempter und Amber Bongard aufmunternd vom Sterben erzählen kann und dabei an die tiefe Sehnsucht rührt, das gelebte Leben noch mal ändern, besser leben zu können.

Ein Tunnel. Überschlag. Dann Ruhe. – Wie? Das soll alles gewesen sein? Ganz plötzlich sieht sich der Außendienstmitarbeiter Paul Lohmann mit seinem Ableben konfrontiert. Soll dieser Autounfall wirklich das Ende sein? Lohmann wehrt sich, er will nicht sterben. Überhaupt, gerade heute wollte er doch wieder groß ins Geschäft einsteigen, anknüpfen an die großen Erfolge von vor zehn Jahren. Verkäufer des Jahres 1999 bis 2004, keiner verkauft mehr Spiegel als Paul Lohmann! Und nun stirbt er gerade an diesem Tag wegen eines dämlichen Autounfalls.
Andererseits: So richtig tot ist Paul Lohmann noch nicht, erklärt ihm die Anhalterin Angie, die er kurz vorher mitgenommen hat. Sondern in einer Zwischenwelt, noch nicht ganz tot, aber auch nicht mehr ganz lebendig. Sozusagen in der Warteschleife, bis seine Frau Edith im Krankenhaus entschieden hat, ob die Maschinen am hirntoten Paul Lohmann abgeschaltet werden sollen. Diese letzte Chance will Lohmann nutzen. Er bringt Angie, seinen Engel, dazu, ihn den Tag noch mal erleben zu lassen. Der Tod muss sich doch vermeiden lassen. Einmal, zweimal, dreimal … immer endet es im Tunnel. Angie hat ihre liebe Not mit Paul Lohmann, der einfach nicht locker lässt, verhandeln kann er schließlich. Er, der außerdem immer intensiver auf sein Leben schaut und dann doch gern das eine oder andere ändern würde … Denn wenn er mal ehrlich zu sich selber ist, kann er sich denken, warum Edith sich von ihm trennen will oder seine Tochter nicht so viel von ihm hält. Lohmann versucht, das eine oder andere besser zu machen. Frau, Tochter, Geliebte, alle wundern sich über einen Lohmann, der plötzlich aus seiner Routine ausbricht, ganz ungewohnte Dinge sagt. Sie können ja nicht wissen, dass er um sein Leben kämpft. Oder wenigstens um die Erinnerungen, die von ihm bleiben werden. Denn Lohmanns Lebensmotto hat sich nicht geändert: Wer aufgibt, ist tot!

Darsteller Rolle
Bjarne Mädel Paul Lohmann
Katharina Marie Schubert Edith Lohmann
Amber Bongard Sonja Lohmann
Friederike Kempter Angie
David C. Bunners Max
Charlotte Bohning Ärztin
Viola Pobitschka Jutta
Oliver Bröcker Nussbaum jr.
Till Florian Beyerbach Junger Kollege
Fritz Roth Herrmann
und andere

 

Der amerikanische Schriftsteller Tom Ricks reist nach Paris, wo er die Trümmer seines Lebens zusammenfügen will. Als er sich mit Gewalt Einlass in die Wohnung seiner Exfrau Nathalie verschafft, alarmiert diese die Polizei. Frustriert zieht Tom davon und steigt in den nächstbesten Bus. Vom Jetlag erschöpft, schläft er ein – prompt klaut man ihm Gepäck und Brieftasche. Wohin ohne Geld? Pensionsbesitzer Sezer gewährt dem Mittellosen Quartier, erwartet allerdings eine Gegenleistung. Nacht für Nacht muss Tom mit einem Überwachungsmonitor den Eingang zu einem seltsamen Etablissement kontrollieren. Ein illegales Kasino? Ein Bordell ohne Genehmigung? Es sei besser, wenn Tom nicht mehr über seinen Job wisse. Nach Feierabend knüpft der Autor Kontakte zu einem literarischen Zirkel. Dabei lernt er die dominante Margit kennen, die ihn zu ihrem Geliebten macht und ihn ermutigt, seine Schreibblockade zu überwinden. Als Tom unter Verdacht gerät, seinen Zimmernachbarn ermordet zu haben, erklärt er, zur Tatzeit bei ihr gewesen
zu sein. Doch der ermittelnde Kommissar klärt ihn auf, dass Margit schon seit vielen Jahren tot ist.

Für seine Romanverfilmung „My Summer of Love“ erhielt Pawel Pawlikowski viel Beifall. In seiner Wahlheimat Paris gelang dem polnisch-stämmigen Regisseur eine weitere Romanverfilmung, diesmal nach der Vorlage „Die Liebhaberin“ von Douglas Kennedy, einem Spezialisten für geheimnisvolle Geschichten über menschliche Abgründe. Ethan Hawke verkörpert einen labilen Literaten, dem als Wanderer zwischen den Welten unmerklich alles entgleitet. Zwischen dem tristen Pariser Außenbezirk und den schicken Interieurs im fünften Arrondissement verschwimmt auch die Grenze zwischen Fiktion und Realität. Dabei glänzt Kristin Scott Thomas als gefährliche Muse, die sich als Toms persönlicher Alptraum erweist.

Darsteller  Rolle
Ethan Hawke Tom
Kristin Scott Thomas Margit
Joanna Kulig Ania
Samir Guesmi Sezer
Delphine Chuillot Nathalie
Julie Papillon Chloé
Geoffrey Carey Laurent
Mamadou Minte Omar
Mohamed Aroussi Moussa
Jean-Louis Cassarino Dumont
und andere

 

Paul Krüger, 66, verwitwet, ehemaliger Profiringer, hat sich sein Leben klar eingerichtet: In seinem Berliner Bezirk soll alles so bleiben, wie es ist. Von Multi-Kulti hält er gar nichts. Seine Stammtischbrüder sehen das genauso. Und nun bekommt Paul auch noch eine ganz besondere Aufgabe: Er soll in die Türkei reisen, um seiner Enkelin Annie die Hochzeit mit Deniz aus Ankara auszureden. Gemeinsam mit Kneipenwirtin Karin macht sich Paul missmutig auf in die Fremde – und muss erkennen, dass seine Vorurteile einer dringenden Generalüberholung bedürfen.

Regisseur Marc-Andreas Bochert schickt „Krüger aus Almanya“ alias Horst Krause auf die Reise, um ihn in der Fremde ein Stück Heimat finden zu lassen.

Darsteller  Rolle
Horst Krause Paul Krüger
Marie Gruber Karin
Anna Unterberger Annie
Karim Günes Deniz
Caspar Fischer-Ortman Omar
Jörg Gudzuhn Eckhardt
Fritz Roth Bernd
Pjotr Olev Dimitri
Victoria Trauttmansdorff Frau Merseburger
Gilbert von Sohlern Herr Merseburger
Floriane Daniel Susanne
Ramin Yazdani Ahmed
Beyazit Gülercan Großonkel
Emin Önal Merzad
Tim Seyfi Murat
Aylin Esener Mitarbeiterin Botschaft
David A. Hamade Mehmet
und andere

 

Drei Kinder und ein Nichtsnutz als Mann – Peggy Rosinski muss ihr Leben fast im Alleingang stemmen. Für wenig Geld malocht sie in einer Großreinigung. Weil ihr „Fels in der Brandung“ Torben seit Monaten ohne Job ist, reicht es vorne und hinten nicht mehr. Lauter unbezahlte Rechnungen, sogar die Zwangsräumung des kunterbunten Häuschens droht, denn auf dem Amt sitzt ein fieser Sachbearbeiter, der die lebensfrohe Frau gewaltig auf dem Kieker hat. Klein beigeben kommt für Peggy allerdings auf keinen Fall in Frage. Genauso wenig wie ein krummes Ding, das ihre Mutter Angelika drehen möchte. Diese taucht nach langer Abstinenz mal wieder auf und möchte, dass Schwiegersohn Torben bei einer nächtlichen Lieferung von Traktoren nach Polen aushilft. Natürlich leicht verdientes Geld, natürlich total legal. In letzter Sekunde haut ihn Peggy, die ihre Pappenheimer bestens kennt, aus der Sache raus und beschließt: Ab sofort ist Oma für die ganze Familie gestorben! Leider halten gute Vorsätze bei den Rosinskis nur kurz. Schon am nächsten Tag sackt die listige Seniorin alle für eine feucht-fröhliche Grilltour ein, während Peggy auf der Arbeit die nächste Hiobsbotschaft erfährt. Jetzt steht ihr das Wasser wirklich bis zum Hals! Deshalb die Mafiosi-Oma, die unterdessen das nächste doppelbödige Geschäft mit ihrer tussigen Enkelin Angelique einfädelt, um Hilfe bitten? Da müsste noch viel mehr schiefgehen!

Erstmals gemeinsam vor der Kamera begeistern Anna, Katharina und Nellie Thalbach als Mutter, Großmutter und Enkelin in der Komödie „Wir sind die Rosinskis“. Der Filmtitel ist Programm der liebenswerten Familienbande: Auch wenn alle ans Ausscheren denken – sobald es darauf ankommt, hält man zusammen wie Pech und Schwefel! Schmerzfrei geben Milan Peschel und Vincent Krüger die ebenso einfältigen wie soften „besseren Hälften“ ihrer starken Frauen. Diese schließt man genauso ins Herz wie Frankfurt an der Oder, das an das Berlin der wilden 1990er Jahre erinnert. Für einen wunderbaren Groove sorgt der grandiose Soundtrack mit Musik der Sängerin Jasmin Shakeri und des DJ-Duos Beathoavenz sowie lässigen Rocksongs.

Darsteller Rolle
Anna Thalbach Peggy Rosinski
Milan Peschel Torben
Katharina Thalbach Angelika Rosinski
Vincent Krüger Devid
Nellie Thalbach Angelique Rosinski
Emma Bading Michelle Rosinski
Tilman Döbler Finn Rosinski
Daniel Krauss Herr Frank
Michael Schweighöfer Heiner
Patricio Wiedermann Malte
David Bredin Maik
André M. Hennicke Trainer Henry
Roman Geike Marek
Steffen Scheumann Herr Blume
Johannes Rotter Stadtwerkemann
Kida Khodr Ramadan Hotelgast in der Sauna
Jasmin Bartels Lena
Julius Nitschkoff Eckert
Nora Huetz Rezeptionistin
Leopold Schill Junge beim Kindergeburtstag
Constanze Behrends Mutter 1
Charlotte Alten Mutter 2
Regine Hentschel Wäscherin
und andere

 

Wallander steckt in seiner bislang schwersten Krise. Dass er in Notwehr einen Menschen erschießen musste, verkraftet er nicht. Betäubt von Alkohol und Tabletten, verbringt der traumatisierte Polizist seine Tage in einer abgelegenen Pension. Selbst der Besuch seines alten Freundes Sten Torstensson reißt ihn nicht aus der Lethargie. Laut Polizeibericht kam dessen Vater Gustaf, ein Wirtschaftsanwalt, bei einem Autounfall ums Leben. Torstensson ist sich aber sicher, dass Gustaf ermordet wurde, und bittet Wallander um Hilfe. Doch der Kommissar fühlt sich der Polizeiarbeit nicht mehr gewachsen. Aus Neugier nimmt er schließlich doch die Ermittlungen auf und muss erfahren, dass Torstensson sich in einem Büro erhängt hat. Kurz zuvor erhielt der Anwalt eine Postkarte mit einer anonymen Morddrohung. Torstenssons einziger Client, der schwerreiche Philanthrop Alfred Harderberg, erhielt die gleiche Drohung. Beide Karten wurden in einem Hotel aufgegeben, das Wallander noch aus seiner Kindheit kennt. Absender ist ein gewisser Jörgen Nordfeldt, Bereichsleiter einer Fabrik für spezielle Kühlboxen. Doch der ist seit geraumer Zeit verschwunden. Der Kommissar erhält einen Notruf, aus dem er erfährt, dass Nordfeldt bedroht wird und sich auf einem Campingplatz versteckt hält. Dank Wallanders geistesgegenwärtigem Eingreifen überlebt Nordfeldt einen Mordanschlag. Als der Ermittler schließlich herausfindet, was in den Kühlboxen transportiert wird, kommt er einem mörderischen Geschäft mit Spenderorganen auf die Spur.

In der atmosphärischen Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Henning Mankell gibt Kenneth Branagh einmal mehr eine Galavorstellung – als Kommissar, der nur schwer in die Normalität zurückfindet. Die Details wirken ungemein präzise, etwa wenn Wallander in sein Haus zurückkehrt, in dem Strom und Telefon abgestellt sind, und sich später im Büro mit der Gardine den Schweiß aus den Achseln wischt. David Warner überzeugt als demenzkranker Vater, in der Rolle der leidgeprüften Polizistentochter ist die attraktive Newcomerin Jeany Spark zu sehen.

Darsteller  Rolle
Kenneth Branagh Kurt Wallander
Sarah Smart Anne-Britt Hoglund
Sadie Shimmin Lisa Holgersson
Tom Hiddleston Magnus Martinsson
Richard McCabe Nyberg
Jeany Spark Linda Wallander
David Warner Povel Wallander
Rupert Graves Alfred Harderberg
Vincent Regan Anders Ekman
Roland Hedlund Gustaf Torstensson
David Sibley Sten Torstensson
Sally Hurst Anna
Angela Thorne Helene Duner
Kimmo Rajala Sjølander
Emma Griffiths Malin Elin Nordfeldt
Benedict Taylor Jörgen Nordfeldt
Sandra Voe Betty Laurensson
John Rogan Hans Laurensson
und andere

 

Die Erzählung beginnt Anfang der 1970er Jahre. Der elfjährige Li, wächst in einem chinesischem Dorf in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Besuch einer Delegation von Regierungsvertretern verändert eines Tages für immer sein Leben: Der Junge wird ausgewählt, eine jahrelange Ballettausbildung im fernen Peking anzutreten. Eine Wahl hat Li nicht, er wird von seinen Eltern getrennt und muss sich in der Metropole dem strengen Regiment seiner Ausbilder beugen. Obwohl der Junge zunächst vor allem durch sein Desinteresse auffällt, erkennt man sein außerordentliches Talent. Tatsächlich entwickelt er sich im Lauf der Jahre zu einem der besten Tänzer seines Jahrgangs. Als Student darf er 1979 im Rahmen eines Austauschprogramms China verlassen und in die USA nach Houston reisen. Dort kommt es zwei Jahre später zu einem weiteren Umbruch in Lis Leben: Er verliebt sich in eine amerikanische Tänzerin und beschließt, nicht in seine Heimat zurückzukehren. Als Reaktion erteilt ihm China ein lebenslanges Einreiseverbot. In den USA hat Li zu Zeiten des Kalten Krieges mit Vorurteilen zu kämpfen. Dennoch wird er bald ein gefeierter Bühnenstar. Aber die Trennung von seiner Familie und der Verlust seiner Heimat machen ihm zu schaffen. Erst Mitte der 90er Jahre scheint ein Gastspiel in China in greifbare Nähe zu rücken.

Im Jahr 2003 veröffentlichte der gefeierte Tänzer Li Cunxin seine Memoiren, die Bruce Beresford schließlich verfilmte. Als Drehbuchautor konnte man Jan Sardi gewinnen, der für seine Vorlage zu der Filmbiografie „Shine“ eine Oscar-Nominierung erhalten hatte. Um ein Höchstmaß an Authentizität auch in den atemberaubend choreographierten Tanzszenen zu gewährleisten, wurde die Rolle des Li mit dem Startänzer Chi Cao vom Birmingham Royal Ballet besetzt. Die Liebe zum Detail zahlte sich aus: „Maos letzter Tänzer“ erhielt mehrere internationale Preise und avancierte an den Kinokassen zu einem der zehn erfolgreichsten australischen Filme aller Zeiten.

Darsteller  Rolle
Bruce Greenwood Ben Stevenson
Kyle MacLachlan Charles Foster
Joan Chen Niang
Chi Cao Li, als Erwachsener
Amanda Schull Elizabeth
Wang Shuang Bao Dia
Chengwu Guo Li, als Teenager
Huang Wen Bin Li, als Kind
Aden Young Dilworth
Madeleine Eastoe Lori
Camilla Vergotis Mary
Penne Hackforth-Jones Cynthia Dodds
Jack Thompson Richter Woodrow Seals
und andere

 

Franka Potente alias Solveig Karlsdóttir taucht im zweiten Film der Reihe in die mystische Welt Islands ein. Der Fernsehfilm des mehrfach ausgezeichneten Regisseurs Till Endemann verbindet die Kriminalgeschichte mit einem Einblick in die Eigenarten der Vulkaninsel, auf der mehr als die Hälfte der Bewohner an Naturgeister glaubt. Ihnen werden sogar Schutzrechte zugestanden. Legendär ist die 2015 verstorbene Elfen-Expertin Erla Stéfansdóttir, die bei Bauvorhaben engagiert wurde, um dafür zu sorgen, dass die zuweilen boshaften Geister weder zu Schaden kommen – noch selbst welchen anrichten:

Island ist ein sehr besonderes Land, in dem sich sogar eine eigene Elfenbeauftragte um die Belange der mystischen Naturgeister kümmert und damit eine durchaus angesehene Position bekleidet. Entsprechend groß ist die Betroffenheit, als die Elfenbeauftragte Isolda Thorsdóttir erschossen im Elfenpark gefunden wird. Solveig Karlsdóttir, die erfolgreiche Krimiautorin aus Reykjavik, begleitet zufällig Kommissar Finsen zum Tatort und entdeckt dort ein kleines Mädchen mit einer Pistole in der Hand! Einzig Solveig gelingt es, das zutiefst verstörte Mädchen zu beruhigen. Solveig spürt bald, dass die kleine Yrsa vor etwas Angst hat. Doch auch ihrer Mutter Rósa gegenüber schweigt Yrsa über die Geschehnisse im Elfenpark. Wer hatte ein Interesse, die allseits beliebte Isolda zu ermorden? Jemand, den Yrsa kennt? Wütende Elfen, wie das kleine Mädchen rätselhaft andeutet? Mit Hilfe ihrer Mutter vertieft Solveig sich in die geheimnisvolle Welt der Elfen und kommt einer unheilvollen Verflechtung von magischem Naturglauben und handfesten geschäftlichen Interessen auf die Schliche.

Darsteller Rolle
Franka Potente Solveig Karlsdóttir
Joi Johannsson Finsen
Hildegard Schmahl Margrét
Derek Richardson Árni
Nanna Kristín Magnúsdóttir Tinna
Stefán Hallur Stefánsson Markus
Brynhildur Guðjónsdóttir Linda
Carlotta von Falkenhayn Yrsa
Maya Bothe Rósa
Arnar Dan Kristjánsson Elfar
Rúnar Þór Friðriksson Sindri
Víkingur Kristjánsson Finnur
Sigurður Skúlason Viktor Jonsson
Lilja Þórisdóttir Isolda Thorsdóttir
María Heba Þorkelsdóttir Steinunn
Guðjón Pedersen Bjarki
Þorsteinn Bachmann Hákon Magnusson
Laufey S. Kristinsdóttir Solveig (jung)
Bergljót J. Kristinsdóttir Solveigs Zwillingsschwester
und andere

 

Ein Bruch geht durch Südafrika nach dem Ende der Apartheid und auch der 52-jährige, alleinstehende Literaturprofessor David Lurie befindet sich am Scheideweg. Als ihn die Affäre mit einer jungen Studentin seinen Job kostet, verlässt er Kapstadt und sucht Zuflucht auf der Farm seiner Tochter Lucy. Doch auch in der ländlichen Abgeschiedenheit kann Lurie keine Ruhe finden: Ein brutales Gewaltverbrechen zieht erschütternde Konsequenzen nach sich, denen der nur scheinbar selbstsichere Akademiker machtlos gegenübersteht.
In seiner zurückhaltenden Verfilmung des Weltbestsellers von Literatur-Nobelpreisträger J. M. Coetzee setzt sich der australische Regisseur Steve Jacobs auf subtile Weise mit den Abgründen der menschlichen Natur auseinander.

Darsteller Rolle
John Malkovich David Lurie
Jessica Haines Lucy
Eriq Ebouaney Petrus
Fiona Press Bev Shaw
Antoinette Engel Melanie Isaacs
Paula Arundell Dr. Farodia Rassool
Charles Tertiens Ryan
Michael Richard Bill Shaw
Monroe Reimers Hakim
David Ritchie Manas Mathbane
Anne Looby Rosalind
David Dennis Mr. Isaacs
und andere

 

Der hochrangige Investmentbanker Jochen Walther ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere bei der Bank der Deutschen. Zusammen mit seinem persönlichen Assistenten Tom Slezak hat er gerade den Deal seines Lebens eingefädelt, als er in der Nacht der Siegesfeier für alle überraschend vom Dach der Bankzentrale in Frankfurt springt. War es Selbstmord oder sogar Mord? Die Börse reagiert nervös, der Aktienkurs beginnt zu fallen. Während der Vorstand alle Schuld von sich weist, erhebt tags darauf seine Witwe in einem Fernsehinterview schwere Vorwürfe: Die Bank soll ihren Mann in den Tod getrieben haben. Wer ist hier krank? Das Individuum oder die Organisation? Und wie zerrüttet war die Ehe wirklich? Ein erbitterter Kampf zischen der Bank und der Witwe entbrennt. Und mitten drin: Assistent Tom auf der Suche nach der Wahrheit – und einem neuen Mentor.

Das Erste zeigt „Dead Man Working“  im Rahmen der diesjährigen ARD-Themenwoche „Zukunft der Arbeit“. Regie führte Marc Bauder, der sich bereits mit seiner mehrfach ausgezeichneten hr-Dokumentation „Der Banker – Master of the Universe einen Namen gemacht hat. Das Drehbuch stammt von Dörte Franke und Khyana el Bitar. In den Hautrollen sind Benjamin Lillie, Wolfram Koch, Manfred Zapatka, Jenny Schily, Bernhard Schütz, Michael Rotschopf, Jördis Triebel und Alma Leiberg  zu sehen.

Darsteller Rolle
Wolfram Koch Jochen Walther
Benjamin Lillie Tom
Manfred Zapatka Wilfried von Bensen
Jenny Schily Frau Sonnebach
Bernhard Schütz Raimund Falthauser
Michael Rotschopf Gerold Thattinger
Jördis Triebel Nora Walther
Alma Leiberg Liljana
und andere

 

Firmenchef Michael Bogenschütz ist verzweifelt. Das Familienunternehmen, einst führend in der Herstellung von Textilmaschinen, steht kurz vor der Pleite. Schmerzhaft muss er erfahren, dass die Globalisierung vor dem schwäbischen Hechingen nicht Halt gemacht hat: Die Auftragslage ist mies, die Produktion zu teuer und Bangladesch immer billiger. In seiner Not denkt Michael auch an frisches Kapital durch chinesische Investoren. Zu ihnen hat er heimlich Kontakt aufgenommen, denn Vater und Seniorchef Paul hält nichts davon. „Finger weg vom Chines'“, so lautet sein Motto. Aber die Firmenpolitik des sturen Knochens, der ein Vetorecht besitzt, ist überholt. Sein „hart schaffe“ reicht in der modernen Arbeitswelt nicht mehr. Und die Familie hat sich auseinandergelebt: Matthias genießt das Aussteigerdasein in Thailand, Marlies widmet sich grünen Ideen in Köln, und Marianne arbeitet als Übersetzerin in Berlin. Zum 90. Geburtstag des Patriarchen sind wenigstens die Schwestern da, und Michael weiht sie in den Ernst der Lage ein. Als ein dringend benötigter Großauftrag platzt, bleibt nur noch die Partnerschaft mit der Firma Chong. Den Anblick der Delegation aus Shanghai auf seinem Firmengelände kann Paul nicht ertragen. Kurz entschlossen wendet sich der Senior an seine Töchter mit der Bitte, ihre Häuser zu beleihen. Dabei erlebt er eine erfreuliche Überraschung: Marlies entpuppt sich als Geschäftsfrau, die erfolgreich mehrere Yoga-Studios betreibt. Gemeinsam mit ihrem Bruder Michael zieht sie in das Ringen mit den Chinesen. Jetzt geht es um alles, denn die Asiaten wollen Bogenschütz & Söhne komplett übernehmen.

Hannes Stöhr steht vor allem für trendiges Hauptstadtkino, mit „Global Player – Wo wir sind isch vorne“ taucht er in die schwäbische Kleinstadtwelt seiner Jugend ein. Sicher im Gespür für jedes Detail, erzählt der preisgekrönte Regisseur vom Überlebenskampf eines Hechinger Familienunternehmens aus dem Musterländle. Urgestein Walter Schultheiß spielt in der Tragikomödie einen sturen Patriarchen, dessen altbewährte Rezepte zwar nicht mehr in die Zeit passen, der aber einen unerschütterlicher Kampfgeist in den globalen Wettbewerb einbringt. Das Erste zeigt den Film im Rahmen der ARD-Themenwoche „Zukunft der Arbeit“ und zugleich als letzten Beitrag zu seinem diesjährigen PremierenKino.

Darsteller Rolle
Walter Schultheiß Paul Bogenschütz
Christoph Bach Michael Bogenschütz
Inka Friedrich Marlies Bogenschütz
Ulrike Folkerts Marianne Bogenschütz
Monika Anna Wojtyllo Agnieschka Guteka
Erdal Yildiz Özgür Sahin
Jin Jin Harder Dolmetscherin Lin Ling
Kevin Chen Chong Wang
Stefan Hallmayer Matthias Bogenschütz
Hans-Jochen Wagner Bankchef
Rita Lengyel Silke Bogenschütz
Henriette Müller Frau Schulz Sekretärin
Berthold Biesinger Arbeiter Kleinmann
Harvey Friedman Andrew Tannenbaum
Yu Fang Herr Wu
Axel Fischer Facharbeiter Fischer
Uwe Zellmer Textilfabrikant Beck
und andere

 

Zum 35. Hochzeitstag möchte sich Barbara Weller einen Traum erfüllen: eine Reise zu den sonnigen Lavendelfeldern in der Provence. Jetzt, da die Kinder aus dem Haus sind, könnte es endlich so weit sein. Ihr Mann Karl lässt sich jedoch nicht erweichen, ihren sehnlichen Wunsch zu verwirklichen. Also macht Barbara, was in ihrer freudlosen Ehe längst Routine ist: Ganz leise steckt sie zurück. Unverhofft kommt dennoch französisches Savoir-vivre in ihr eingefahrenes Leben. Durch Zufall gerät Barbara in einen VHS-Kurs, wo Alexander auf unkonventionelle Weise die Sprache vermittelt – in Cafés, beim Boules oder einem Picknick. Dort treffen sich Mehmet, Richard, Simon und Miriam, die allesamt im Eiltempo lernen wollen. Ihr Lehrer bringt ihnen nicht nur Vokabeln bei, sondern vor allem, wie man sich auf Französisch behauptet. Die täglichen Treffen, zu denen sie heimlich geht, setzen bei Barbara einiges in Gang: Sie merkt, dass auch die anderen mit Probleme kämpfen, und öffnet sich für neue Freundschaften. Ihre Familie wundert sich schon bald, warum die Mama aufblüht. In Barbara keimt der Wunsch, endlich ihr Leben in die Hand zu nehmen…

Mut zur Veränderung macht die schwungvolle Komödie „Mutter reich’s jetzt“ mit Ulrike Krumbiegel in der Hauptrolle. Die preisgekrönte Schauspielerin spielt beeindruckend eine 55-Jährige, die ein ungewöhnlicher Französischkurs aus ihrem faden Alltag reißt. Was plötzlich möglich wird, wenn man daran glaubt, vermittelt Dominique Horwitz in der Rolle des charismatischen Lehrers, der seinen Schülern mehr als die Sprache beibringt. Für französisches Flair sorgt die grandiose Musik.

Darsteller Rolle
Ulrike Krumbiegel Barbara Weller
Ernst Stötzner Karl Weller
Dominique Horwitz Alexander
Michael Wittenborn Richard
Lisa Wagner Miriam
Edin Hasanovic Mehmet
Michael Kranz Simon
Frederic Linkemann Anton Weller
Marie Leuenberger Marie Weller
Simone von Zglinicki Rektorin Volkshochschule
Serkan Kaya Karim
Camill Jammal Sabin
Odine Johne Valérie
und andere

 

Franka Potente, seit Jahren in den USA erfolgreich und in Los Angeles zu Hause, verkörpert die Rolle einer Krimiautorin, die in echte Mordfälle gerät und diese auf unkonventionelle Weise löst. Die forsche, zuweilen verletzliche Solveig Karlsdóttir vertraut der Intuition mehr als Indizien, geht spontan Risiken ein und stellt den eigenen Gerechtigkeitssinn über Gesetze. Die Island-Krimi-Reihe zeichnet ein atmosphärisches Bild vom Leben auf der rauen, dünn besiedelten Insel im Atlantik und lässt in eine mystische Welt eintauchen, die von atemberaubenden Vulkanlandschaften und uralten Elfensagen geprägt ist:

Solveig Karlsdóttir ist Krimiautorin in Reykjavik, eine sehr erfolgreiche sogar, was verwundern kann, denn mit durchschnittlich zwei Morden pro Jahr ist die isländische Realität keine ergiebige Inspirationsquelle. Doch Solveig hat eine blühende Fantasie. Oder ist es ein besonders feines Gespür für Dinge, die anders sind, als sie scheinen, Dinge, die andere vielleicht gar nicht wahrnehmen? Als Solveig zu Besuch zu ihrer Mutter an die Westfjorde reist, entdeckt sie nach einer durchzechten Nacht die Leiche eines Jugendfreundes im Hafenbecken des kleinen Fischerorts. Für Villi, den örtlichen Polizeichef, ist schnell klar, dass Jón betrunken ins Wasser gestürzt sein muss. Ein tragischer Unfall. Solveig kann an diese allzu einfache Lösung nicht glauben. Sie beginnt, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen, nicht ahnend, dass sie damit eine Kette verhängnisvoller Ereignisse in Gang setzt, in deren Verlauf es zu einem weiteren Mord kommt und Solveigs Jugendliebe Binni unter Tatverdacht gerät.

Am 12. Juli zeigt Das Erste als DonnerstagsKrimi den zweiten Film der Reihe: „Der Island-Krimi: Tod der Elfenfrau“.

Rolle Darsteller
Franka Potente Solveig Karlsdóttir
Joi Johannsson Finsen
Hildegard Schmahl Margrét
Derek Richardson Árni
Felix Klare Binni
Ólafía Hrönn Jónsdóttir Vala
Brynhildur Guðjónsdóttir Linda
Nanna Kristín Magnúsdóttir Tinna
Helgi Björnsson Villi
Elma Lísa Gunnarsdóttir Ólöf
Erlingur Gíslason Sigurdur
Jóhannes Haukur Jóhannesson Leifur
Theodór Júlíusson Bjarni
Gunnar Hansson Jón
Arnar Dan Kristjánsson Elfar
Guðmundur Ólafsson Halldor
Laufey S. Kristinsdóttir Solveig (jung)
Bergljót J. Kristinsdóttir Solveigs Zwillingsschwester
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