„Viel Gemüse und keine Leberkässemmeln mehr!“ heißt es diesmal für den cholesteringeplagten Franz Eberhofer alias Sebastian Bezzel. Ob dem bayerischen Provinzpolizisten trotz knallhartem Leberkäs-Entzug der Spagat zwischen liebevoller Kleinkindbetreuung seines Filius‘ und knallharter Kriminalistik gelingt, zeigt Ed Herzogs sechste Verfilmung eines Rita-Falk-Bestsellers. Seit dem Start des 1. Eberhofer-Kinoabenteuers 2013 hat sich die Reihe um den wurschtigen Dorf-Sheriff unterstützt von dem gewohnt schrulligen Ensemble mit Simon Schwarz, Enzi Fuchs, Eisi Gulp, Lisa Maria Potthoff u.a. zur erfolgreichsten bayerischen Kinoreihe entwickelt und konnte 2020 zum 2. Mal den Publikumspreis des Bayerischen Filmpreises erringen.

„Gefühle sind immer scheiße.“ Diese tief empfundene Weisheit hat der niederbayerische Dorfpolizist Franz Eberhofer längst verinnerlicht. Darum leidet er nur mäßig, wenn Freundin Susi gerade mal wieder auf Distanz geht. Auch bei einem Brand auf dem benachbarten Mooshammerhof bricht Eberhofer nicht in Unruhe aus. Selbst dass bei dem Brand eine attraktive Münchnerin ums Leben gekommen ist, irritiert den Franz nicht nachhaltig. Was ihn aber wirklich aus dem Gleichgewicht bringt, ist, dass der Arzt ihm eine gesundheitsgefährdende Lebensführung attestiert und ihn auf strenge Diät setzt: Kein rotes Fleisch, viel Gemüse und keine Leberkässemmeln mehr! Beinharte Bedingungen also für die folgenden Mordermittlungen, bei denen es um einen Hotel-Neubau oder auch Eifersucht geht. Zu den verdächtigen Gestalten gehören Frau Grimm, die Mutter des Opfers, ein schwules Paar und der lokale Fußballgott Buengo. Leider hat die Susi den Eberhofer verpflichtet, eine Weile auf das gemeinsame Kleinkind Pauli aufzupassen, was die Polizeiarbeit etwas behindert. Zu allem Überfluss eilt der selbst ernannte Privatdetektiv Rudi Birkenberger zu Hilfe, um ungefragt bei Ernährung, Erziehung und Ermittlung zu beraten. Ob Franz dieses ganze Dilemma ohne stärkende Leberkässemmeln durchstehen kann?

Darsteller Rolle
Sebastian Bezzel Franz Eberhofer
Simon Schwarz Rudi Birkenberger
Lisa Maria Potthoff Susi
Enzi Fuchs Oma Eberhofer
Eisi Gulp Papa Eberhofer
Gerhard Wittmann Leopold
Eva Mattes Mooshammer Lisl
Anica Dobra Frau Grimm
Stephan Zinner Simmerl
Daniel Christensen Flötzinger
Max Schmidt Wolfi
Sigi Zimmerschied Moratschek
Thomas Kügel Bürgermeister
Ferdinand Hofer Max Simmerl
Robert Stadlober Raphael Schäfer
Manuel Rubey Conny Ziegler
Castro Dokyi Affum Buengo
Frederic Linkemann Karl Stopfer
Lara Mandoki Mandy
Eli Wasserscheid Jessie
Stefan Betz Dr. Brunnermeier
Luis Sosnowski Baby Paul
Michael Ostrowski Günther
Harry G Wombat
Klaus Augenthaler Trainer NKK
und andere

 

Als Hippie-Mädchen war Ingrid die Strandkönig der Costa del Sol. Heute erkennt sie „ihr“ Torremolinos, grau und eintönig, nicht wieder. Von Tochter Apple nach einer Hüft-Operation dorthin zur Erholung geschickt, fühlt sie sich in ihrem einstigen Paradies völlig fremd. Im Hotel lernt Ingrid den schrillen Tim kennen, mit dessen Vater Karl sie damals eine verhängnisvolle Affäre hatte. Nun muss sie sich der alten Geschichte stellen. Apple taucht bald in Spanien auf und braucht ihre Mutter.
Doris Dörries Tragikomödie zeigt liebevoll und zuweilen ironisch ein Kaleidoskop skurriler Charaktere, die auf der Suche nach Glück und Liebe sind.

Darsteller Rolle
Hannelore Elsner Ingrid
Nadja Uhl Apple
Hinnerk Schönemann Tim / Tina
Axel Prahl Helmut
Fabian Hinrichs Dr. Fellborn
Remedios Darkin Pepa
Maria Happel Angie
Florian Burgkart Tim
Paraschiva Dragus Apple
Natalia Avelon Ingrid – jung
Robert Stadlober Karl – jung
Stefanie von Poser Heike Birker
Juliane Köhler Frau Luecken
Peter Striebeck Karl Birker
und andere

 

Lilo Maertens, gespielt von Christiane Hörbiger,  ist eine Ikone der Frauenbewegung. Doch nun muss sie sich ihrem wunden Punkt stellen und ihr Verhältnis zu ihrem Sohn klären, der gespielt von Sebastian Bezzel, sich zeitlebens schwertut, aus dem übergroßen Schatten seiner berühmten Mutter herauszutreten. Jasmin Gerat, Julia Brendler und Hannes Jaenicke sind in weiteren Rollen des hochkarätig besetzten Fernsehfilms zu sehen, bei dem Mario Adorf einen Gastauftritt hat.

Lilo Maertens ist ihre eigene Erfolgsmarke: Ikone der Frauenbewegung, Herausgeberin des Magazins „Lilo“ und eine Grande Dame, die stolz darauf ist, sich nicht auf „innere Werte“ reduzieren zu lassen. Am liebsten macht die Alleinherrscherin, sehr zum Leidwesen der ehrgeizigen Chefredakteurin Angela, alles selbst – sogar die Fotoauswahl für die Hommage zu ihrem 80. Geburtstag in der „Lilo“. Nur ein Kapitel ihres bewegten Lebens möchte sie raushalten: Lilo als Mutter. Sohn Ruben ist ein tüchtiger Ingenieur, baut aber unzerstörbare Brücken und nicht prachtvolle Opernhäuser. Auch Lilos Schwiegertochter Jutta, Hausfrau aus freiem Willen, ist alles andere als standesgemäß für die Frauenrechtlerin. Ausgerechnet bei den beiden muss Lilo nach einer Augen-OP für ein paar Tage unterkommen. Nur ihr 15-jähriger Enkel Finn freut sich über seine streitlustige Oma. Ihre Direktheit wird schon bald zum Brandbeschleuniger für die schwelenden Krisen der Ehepartner. Auch in die Geschäfte ihres Sohnes mischt sich Lilo ungefragt ein: Um seinem angeschlagenen Ingenieurbüro zu helfen, lässt sie heimlich ihre persönlichen Kontakte zum Stararchitekten Roland Hartwig spielen. Als Ruben dahinterkommt, muss Lilo erkennen, dass es nicht immer nur nach ihrem Kopf gehen kann. Selbstbewusst wie immer, versucht sie nun, alte und neue Fehler wiedergutzumachen.

Darsteller Rolle
Christiane Hörbiger Lilo Maertens
Sebastian Bezzel Ruben Maertens
Julia Brendler Jutta Maertens
Michelangelo Fortuzzi Finn Maertens
Jasmin Gerat Angela Heinrich
Hannes Jaenicke Dr. Hufer
Mario Adorf Roland Hartwig
Katja Danowski Amanda Schlüter
Frithjof Gawenda Tobi Erdmann
Robin Sondermann Henry Habermann
Yorck Dippe Alfons Petersen
Hannes Hellmann Sigmund Otto
Nadika Mohn Saskia
Sven Niemeyer Jan Berger
Frank Auerbach Herr Hohmann
Laurens Walter Herr Kurz
Peter Meinhardt Rainer Braun
Juliane Behneke Astrid
Julia Brand Olivia
Karoline Bär Emma
Hubertus Meyer-Burckhardt Hubertus Meyer-Burckhardt
Ute Hannig Karla Habich
Carmen Molinar Frau Jäger
und andere

 

Im zweiten Film der Reihe „Toni, männlich, Hebamme“ steht Leo Reisinger in der Rolle des Titelhelden vor Herausforderungen, die über die Arbeit des Geburtshelfers hinausgehen: Er muss sich seiner eigenen Familiengeschichte stellen, dem Scheitern seiner Ehe ins Auge blicken und bei einem werdenden Elternpaar einen bedrohlichen Konflikt entschärfen. An seiner Seite spielen Wolke Hegenbarth als Frauenärztin und attraktive Praxis-Nachbarin und Frederic Linkemann in der Rolle von Tonis besten Freund Franzl, bei dem der Familienvater in Trennung untergeschlüpft ist. Mit pointierten Dialogen und liebenswerten Charakteren sorgt der in München spielende Fernsehfilm für gute Unterhaltung:

Für „Babyflüsterer“ Toni lässt sich die Selbstständigkeit in seinem Traumberuf bestens an. In seiner Hebammenpraxis gibt es bereits einen Aufnahmestopp! Bei seinem Neuanfang im Privatleben, das Ergebnis eines fatalen Seitensprungs mit seiner Praxis-Nachbarin Luise, steht sich der Entbindungspfleger leider selbst im Weg. Toni will nicht wahrhaben, dass seine „Ex“ Hanna mit der Scheidung ernst macht. Als sie vor seinen Augen mit ihrem neuen Freund, einem Yoga-Guru und Bestsellerautor, frischverliebt turtelt, werden Tonis Nehmerqualitäten komplett ausgereizt. Seinen Frieden machen müsste er auch mit dem Verlobten seiner jüngeren Schwester Romy. Aber Toni hält „Flocke“ für einen ausgemachten Macho und seit jeher für einen Fehlgriff seiner Schwester, die nun auch noch von ihm schwanger ist und sich für Toni als Hebamme entscheidet. Natürlich versucht Toni, seine Abneigungen bei der Arbeit zu verdrängen – zumal Flocke nach einem Sportunfall querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt. Statt dem jungen Paar in der schweren Situation zu helfen, macht Tonis Beschützerinstinkt alles noch komplizierter. Nicht leicht hat er es selbst bei der Betreuung der hochschwangeren Leyla Gökdal. Als sich bei ihr die ultrakonservative Schwiegermutter einnistet, wird es zum Problem, dass ihre Hebamme ein Mann ist. Davon lässt sich Toni natürlich nicht beeindrucken.

Darsteller Rolle
Leo Reisinger Toni Hasler
Wolke Hegenbarth Luise Fuchs
Jacob Matschenz Flocke
Lara Mandoki Romy
Frederic Linkemann Franzl
Kathrin von Steinburg Hanna Aschenbrenner
August Zirner Dr. Prantlhuber
Juliane Köhler Dr. Evi Höllriegl
Anastasia Papadopoulou Leyla Gökdal
Ben Akkaya Seppi Gökdal
Lilay Huser Esra
Soogi Kang Ja-mai
Maria Monsorno Josie
Julius Bestehorn Ferdi
Petra Berndt Ursel
Stefanie von Poser Karen
Mona Pirzad Jasmin
Anna Jung Teresa
Nicholas Reinke Moritz
Sebastian Winkler Achim
Fabio Coletta Moderator
Tamara Kutschan Jule
Maikel Santana Esteban
Christian Obermüller Harald
und andere

 

Der gefeierte Schriftsteller Brand leidet seit der Krebsdiagnose seiner Frau Martha an einer Schreibblockade. Mit seinem Fotoapparat wacht er an ihrem Krankenbett, um das Sterben seiner Gattin zu dokumentieren. Dabei läuft ihm die junge Krankenschwester Angela vor die Linse, mit der er schon bald im Bett landet. Als Angelas eifersüchtiger Mann, ein türkischstämmiger Kriminalkommissar, den beiden auf die Spur kommt, wird Brand unverhofft in die Enge getrieben.
In diesem Krimidrama hat Josef Bierbichler als einsamer Schriftsteller eine verhängnisvolle Affäre. Regisseur und Drehbuchautor Thomas Roth spielt dabei virtuos mit den Erwartungen des Zuschauers:

Seit der Krebserkrankung seiner Frau Martha hat der Schriftsteller Brand keine Zeile mehr zu Papier gebracht. Der Ruhm des berühmten Autors verblasst allmählich. Während er den Sterbeprozess seiner Gattin in einem Fototagebuch dokumentiert, wird ihm der Blick durch den Sucher seiner Kamera zur Obsession. Beim Sortieren seiner Fotos wird er auf Angela aufmerksam, die junge Pflegerin seiner Frau. Der Schriftsteller lässt sich auf eine Affäre mit der attraktiven Krankenschwester ein, doch ihr eifersüchtiger Ehemann Caymaz bekommt Wind von der Sache und droht dem Nebenbuhler. Der aufgeblasene deutsch-türkische Kriminalkommissar ist in Brands Augen zunächst nur eine Witzfigur, doch schon bald bekommt er am eigenen Leib zu spüren, dass mit dem hitzköpfigen Beamten nicht zu spaßen ist. Geldprobleme, die der bankrotte Autor mit einem fingierten Immobiliengeschäft auszubügeln versucht, bringen ihn in immer größere Schwierigkeiten. Unbekannte rauben ihn aus und schneiden ihm ein Ohr ab. Angelas Mann zieht offenbar die Fäden, doch niemand kann ihm etwas nachweisen. Auf Schritt und Tritt wähnt Brand sich verfolgt. Mit dem Tod seiner Frau ist er in seiner privaten Hölle angekommen – aus der es nur noch einen Ausweg zu geben scheint.
Der stilsichere Noir-Thriller erzählt von einem vermeintlich harmlosen Ehebruch, der das Leben eines arrivierten Schriftstellers aus dem großbürgerlichen Wiener Künstlermilieu allmählich auf den Kopf stellt. Das düstere Krimidrama lebt von dem großartigen Josef Bierbichler. Der bayerische Charakterdarsteller glänzt als wortkarger, grantiger und unterkühlter Antiheld, der sich unaufhaltsam sein eigenes Grab schaufelt. Regisseur und Drehbuchautor Thomas Roth inszenierte die morbide „Totengeschichte“ mit schwarzem, typisch österreichischem Humor.

Darsteller Rolle
Josef Bierbichler Brand
Angela Gregovic Angela Caymaz
Erika Deutinger Martha
Denis Moschitto Celik Caymaz
Karlheinz Hackl Viktor Altenberg
Heribert Sasse Garleitner
Manuel Rubey Philip
Franz J. Csencsits Priester
Karl Künstler Galerist
Dana Cebulla tschechische Pflegerin
und andere

 

Ein ungleiches Duo spielt die Hauptrollen in dem neuen Wien-Krimi „Blind ermittelt“: Philipp Hochmair als blinder, ehemaliger Chefinspektor Alexander Haller und Andreas Guenther in der Rolle seines cleveren Privatchauffeurs mit Berliner Schnauze machen sich auf Verbrecherjagd. Dabei kommen beide gemeinsam einem Mordkomplott auf die Spur und kämpfen in einem mysteriösen Entführungsfall um das Leben junger Frauen. Raffiniert verbindet Regisseur Jano Ben Chaabane die spannende Krimihandlung mit Elementen des Psychothrillers. In Nebenrollen sind Patricia Aulitzky als Hallers Schwester und Johannes Silberschneider als früherer Vorgesetzter und Freund des unkonventionellen Ermittlers zu sehen:

Der ehemalige Wiener Chefinspektor Alexander Haller trägt eine schwere seelische Last: Er gibt sich die Schuld am Tod seiner Lebensgefährtin, der Staatsanwältin Kara Hoffmann, die vor zwei Jahren bei einem Sprengstoffanschlag ums Leben kam. Über das schreckliche Attentat, bei dem Haller sein Augenlicht und damit auch seinen Beruf verlor, kommt er nicht hinweg. Dass sich Haller aus Verzweiflung das Leben nimmt, verhindert der Taxifahrer Nikolai Falk eines Nachts in letzter Minute. Für einen neuen Sinn in Hallers Leben sorgt ausgerechnet der für Karas Ermordung verurteilte Udo Strasser. Hallers Erzfeind ist ausgebrochen, um seine Unschuld zu beweisen. Dass der blinde Ex-Kommissar – unterstützt von Nikolai als Fahrer – nun selbst ermittelt, missfällt seiner Nachfolgerin Laura Janda ebenso wie seinem früheren Chef Arthur Pohl. Schon bald stößt Haller nicht nur auf die Fährte eines brutalen Mädchenhändlerrings, dem eine junge Weißrussin entkommen ist, sondern auch auf Ungereimtheiten in der Polizeiarbeit. Seinen Nachteil, nicht sehen zu können, beginnt Haller zu einem Vorteil zu machen: Seine Gegner unterschätzen ihn. Mit unkonventionellen Mitteln versucht er, die Täter und den Kopf der Verbrecherbande zur Rechenschaft zu ziehen.

Darsteller  Rolle
Philipp Hochmair Alexander Haller
Andreas Guenther Nikolai Falk
Stipe Erceg Udo Strasser
Jaschka Lämmert Laura Janda
Patricia Aulitzky Sophie Haller
Johannes Silberschneider Arthur Pohl
Anna Rot Kara Hoffmann
Barbara Prakopenka Adna
Manuel Sefciuc Lukas
Aleksandar Petrovic Pavel
Michael Edlinger Peter Lassmann
Xenia Benevolenskaya Cristina
Mila Böhning Mirela
Armin Dallapiccola Kühberger
C.C. Weinberger Chef Niko
und andere

 

Im Jahr 2010 stürmte der Shanty-Männerchor „Fisherman’s Friends“ mit einem Folk-Album die britischen Charts. Die ungewöhnliche Erfolgsgeschichte diente als Vorlage für die britische Komödie, die 2019 in die deutschen Kinos kam. Der gefeierte Nachwuchsregisseur Chris Foggin erzählt in dem charmanten Feel-Good-Movie eine warmherzige Geschichte über wahre Freundschaft, echten Gemeinschaftssinn und die Frage, was wirklich im Leben zählt. Die romantisch-raue Küste Cornwalls dient als Kulisse für die sympathische Komödie, die in der Tradition englischer Kinoerfolge wie „Ganz oder gar nicht“ steht:

Die zehn Männer des Shantychors von Port Isaac sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Dass sie einmal vom Musikbusiness umworben werden, käme den schwer arbeitenden Fischern nie in den Sinn. Auch der Londoner Musikmanager Danny hält es zunächst für einen Scherz, als ihn sein Chef Troy bei einem Wochenendtrip an die Küste spontan beauftragt, die Lokalmatadoren aus Cornwall unter Vertrag zu nehmen. Während seine Kollegen wieder nach London zurückkehren, macht sich Danny also daran, die „Fishermen“ für Probeaufnahmen zu überreden. Als besonders harter Brocken erweist sich Jim, der Danny klarmacht, dass die kernigen Burschen sehr ungemütlich werden können, sollte er es mit der Offerte nicht ernst meinen. Leider liegt Jim mit seinem Verdacht nicht ganz falsch. Dannys Boss hat sich tatsächlich einen üblen Scherz erlaubt, aus dem der Talentscout nicht so leicht wieder herauskommt. Sich aus dem Staub zu machen, kommt für ihn auch nicht mehr infrage, denn Danny fühlt sich stark zu Jims Tochter Alwyn hingezogen. Auch das einfache Leben, die Freundschaft und die von Herzen kommenden Lieder seiner Schützlinge ziehen ihn in den Bann. Inzwischen glaubt Danny wirklich an das Projekt und zieht alle Register, um seine zuweilen kauzigen Jungs groß herauszubringen.

Weiter gehts im „SommerKino im Ersten“ am 3. August 2020. Dann ermittelt Sebastian Bezzel alias Franz Eberhofer seinen 6. Fall in Niederkaltenkirchen. In „Leberkäsjunkie“ soll er sich neben den Ermittlungen nicht nur um seinen kleinen Sohn kümmern, sondern auch um eine gesunde Ernährung.

Darsteller Rolle
Daniel Mays Danny
James Purefoy Jim
David Hayman Jago
Dave Johns Leadville
Sam Swainsbury Rowan
Tuppence Middleton Alwyn
Maggie Steed Maggie
Vahid Gold Driss
Christian Brassington Henry
Noel Clarke Troy
Jade Anouka Leah
Sarah Winter Sian Thompson
Christopher Villiers Charles Montague
Oliver Wellington Ricardo
Mae Voogd Sally
Yuna Shin Touristin
Ken Drury John Pritchard
und andere

 

Nicht nur der Filmtitel „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ ist alles andere als gewöhnlich, sondern auch die Erzählweise von Martin McDonaghs preisgekröntem Meisterwerk. Auf ebenso geradlinige wie ruhige Weise schildert er den einsamen Feldzug einer Mutter. Ihre Unerschrockenheit und ihr Witz sind der famosen Hauptdarstellerin Frances McDormand auf den Leib geschrieben, die nach „Fargo – Blutiger Schnee“ bereits zum zweiten Mal mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Großes Schauspielerkino zeigen auch Woody Harrelson als sterbender Sheriff und Sam Rockwell, der für die Rolle des Officers Dixon den Academy Award als Bester Nebendarsteller gewann:

Mildred Hayes möchte nicht hinnehmen, dass der Mord an ihrer Tochter Angela ungesühnt bleibt. Als es nach sieben Monaten immer noch keine Spur des Täters gibt, der die 16-Jährige vergewaltigt, getötet und anschließend verbrannt hat, entschließt sich die Mutter zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Mildred mietet drei seit Jahrzehnten ungenutzte Plakatwände an einer Landstraße unweit des Tatorts. In großen Lettern greift sie den angesehenen Sheriff Willoughby persönlich an. Dass der Polizeichef und sein Mitarbeiter alle Ermittlungsmethoden ausgeschöpft haben, interessiert Mildred genauso wenig wie das offene Geheimnis, dass Willoughby wegen einer aggressiven Krebserkrankung bald sterben wird. Weder ihr Sohn Robbie noch ihr Ex-Mann Charlie können verhindern, dass sich Mildred schon bald viele Feinde macht. Besonders der gewalttätige und rassistische Officer Jason Dixon will nicht zulassen, dass Mildred das Ansehen seines todkranken Chefs Willoughby durch den Dreck zieht. Schon bald beginnt in dem beschaulichen Städtchen ein Kleinkrieg, bei dem die Gewalt immer weiter eskaliert. Obwohl Mildred zur Hassfigur wird, beginnt ihr Plan zu wirken: Die Suche nach dem Mörder ihrer Tochter geht weiter.

Am 28. Juli 2020 setzt Das Erste sein diesjährige SommerKino mit der britischen Komödie „Fisherman’s Friends – Vom Kutter in die Charts“ fort. In dem charmanten Feel-Good-Movie erzählt der gefeierte Nachwuchsregisseur Chris Foggin eine warmherzige Geschichte über den Aufstieg eines kleinen Shantychores, über wahre Freundschaft, echten Gemeinschaftssinn und über die Frage, was wirklich im Leben zählt.

Darsteller Rolle
Frances McDormand Mildred
Woody Harrelson Willoughby
Sam Rockwell Dixon
Abbie Cornish Anne
Lucas Hedges Robbie
Željko Ivanek Unteroffizier
Caleb Landry Jones Red Welby
Clarke Peters Abercrombie
Samara Weaving Pelelope
John Hawkes Charlie
Peter Dinklage James
Kerry Condon Pamela
Darrell Britt-Gibson Jerome
Kathryn Newton Angela
Brendan Sexton III kurzhaariger Kerl
Alejandro Barrios Latino
Jason Ledford Latino Nr. 2
Selah Atwood Jane
Riya May Atwood Polly
und andere

 

Im Mittelpunkt des Thriller-Zweiteilers „Cheat – Der Betrug“ steht eine aufstrebende Unidozentin, die eine Studentin wegen Verdacht auf Betrug durch einen Prüfung fallen lässt damit in einen privaten Rachefeldzug hineingerät. Die von Katherine Kelly gespielte Wissenschaftlerin geht mit offenem Visier in die Auseinandersetzung, die ihr wohlgeordnetes Leben aus der Bahn wirft. Immer einen Schritt voraus ist ihre Gegenspielerin Molly Windsor als Rose, die eine Glanzleistung zeigt. Meisterhaft erzeugt Regisseurin Louise Hooper einen unheilvollen Sog, der von der ersten Minute an fesselt. Die raffiniert erzählte Geschichte und die exzellente Bildgestaltung machen den besonderen Reiz der britischen TV-Produktion aus.

Die Unidozentin Dr. Leah Dale ist auf dem besten Weg, als Professorin in die Fußstapfen ihres emeritierten Vaters Michael zu treten. Für seine wissenschaftliche Arbeit bewundert sie ihn ebenso wie für seine Integrität. Als die mittelmäßig begabt erscheinende Rose eine exzellente Seminararbeit einreicht, vermutet Leah einen Betrug und lässt die Studentin nach einem Eklat in der Sprechstunde durchfallen. Gedemütigt und enttäuscht sinnt Rose, die Leah bewundert und ihre Anerkennung ersehnt, auf Vergeltung. Schon bald geschehen unheimliche Dinge in Leahs Umfeld, hinter der sie ihre Studentin vermutet. Auch Leahs Ehemann Adam, der als Professor bereits etabliert ist und seine Frau mit seinem Kinderwunsch unter Druck setzt, gerät zwischen die Fronten. Ihn nimmt Rose ins Visier, um Leah weiter zu verunsichern und ihr bisher wohlgeordnetes Leben zu zerstören. Ohne zu wissen, was als Nächstes passiert, muss sich die Wissenschaftlerin gegen eine Intrige behaupten, deren Reichweite sie zunächst unterschätzt. Leah ist anders als Rose auf den Kampf nicht vorbereitet, auf den sie sich nichtsahnend eingelassen hat. Ihrer Sache sicher, stellt sich Leah der Auseinandersetzung.

Teil 2 zeigt Das Erste am 2. August 2020: „Cheat – Der Betrug: Bis aufs Blut“.

Darsteller Rolle
Katherine Kelly Leah
Molly Windsor Rose
Tom Goodman-Hill Adam
Lorraine Ashbourne Angela
Peter Firth Michael
Burn Gorman Ben
Parker Sawyers Stephan
Jimmy Akingbola DI Hammond
Joanna Brookes Sandra
Lara Rossi Amy
Adrian Edmondson William
Philip Bird Doktor
Neve McIntosh Harriet Groves
Justine Mitchell DI Bould
und andere

 

In eine traditionelle Frauendomäne stößt Hauptdarsteller Leo Reisinger in der Reihe „Toni, männlich, Hebamme“. Obwohl der Studienabbrecher in der Geburtshilfe und als Babyflüsterer ein Naturtalent ist, muss er Vorurteile überwinden und zuweilen gefährliche Missverständnisse mit eifersüchtigen Vätern ausräumen. An der Seite des getrenntlebenden Familienvaters spielt Wolke Hegenbarth alias Frauenärztin Luise eine attraktive Praxis-Nachbarin, mit der Toni ein brisantes Geheimnis verbindet, das nur er kennt – und sie herauszufinden droht. Sibylle Tafel führte Regie bei der Komödie, die in der bayerischen Metropole München spielt und auf liebenswerte Weise in den Alltag des Hebammenberufes eintauchen lässt:

Toni ist ein Naturtalent als Entbindungspfleger und liebt seinen Job über alles. Leider hat er es als männliche Hebamme nicht immer einfach. Als der 39-Jährige seinen Job im Krankenhaus verliert, bleibt ihm keine Wahl: Toni muss sich selbstständig machen. Eigentlich erscheint das Angebot der jungen Frauenärztin Luise, ihn in ihre neue Praxis reinzunehmen, wie für Toni gemacht. Gäbe es da nicht einen Haken, von dem Luise nichts weiß: Ausgerechnet sie ist der Grund, dass Tonis Noch-Ehefrau Hanna ihn vor die Tür gesetzt hat! Denn Toni und Luise hatten vor längerem eine ebenso kurze wie folgenschwere Begegnung beim Hebammen-Karneval. Während er ihr Gesicht gesehen hat, weiß sie nicht, wer der Liebhaber hinter der Hasenmaske war. Natürlich ist Toni klar, dass er sein Geheimnis lüften sollte, bevor Luise von selbst draufkommt! Als seine Tochter Josie, die sich einen Surfurlaub mit ihren superreichen Freunden verdienen will, aushilfsweise in der Praxis von Luise anfängt, wird das Eis für Toni noch dünner. Als Problemlöser ist er bei zwei Schwangeren gefordert: Während Gina gleich drei potenzielle Väter am Start hat, zweifelt die herzkranke Ida, ob sie alleine die Verantwortung für ein Kind tragen kann. Auf Toni können sich beide natürlich verlassen.

Einen weiteren Film der Reihe zeigt Das Erste am 31. Juli 2020: „Toni, männlich, Hebamme – Daddy Blues“.

Darsteller Rolle
Leo Reisinger Toni Hasler
Wolke Hegenbarth Luise Fuchs
August Zirner Dr. Prantlhuber
Juliane Köhler Dr. Evi Höllriegl
Frederic Linkemann Franzl
Kathrin von Steinburg Hanna Aschenbrenner
Anja Antonowicz Ida
Johannes Zirner Jan Rabe
Rosetta Pedone Gina
Soogi Kang Ja-Mai
Maria Monsorno Josie
Julius Bestehorn Ferdi
Axel Moustache Costa
Franz-Xaver Brückner Piet
Harald Krist Gilbert
Hans Stadlbauer Vermieter
Katrin Filzen Jobcenter-Beraterin
und andere

 

Ins Rotlichtmilieu der Schweizer Bankenmetropole führt der sechste Zürich-Krimi „Borchert und der Sündenfall“: Thomas Borchert alias Christian Kohlund stößt auf kriminelle Machenschaften von korrupten Polizisten und kann eine heimtückische Intrige aufdecken. Dabei lässt er sich auch von hohen Tieren nicht einschüchtern. In eine ungewohnte Rolle wird Hauptmann Furrer – gespielt von Felix Kramer – gedrängt: Diesmal ist nicht er der Jäger, sondern der Gejagte und auf der Flucht wegen Mordverdachts. Ihm zur Seite steht Anwältin Dominique (Ina Paule Klink), die dem untergetauchten Polizisten über ihre Arbeit hinaus verbunden ist. Roland Suso Richter führte Regie bei dem spannenden Fernsehkrimi:

Borchert und seine Chefin Dominique können es nicht glauben: Ausgerechnet Hauptmann Furrer, angesehener Top-Ermittler der Kripo Zürich und korrekter Gegenspieler des unorthodoxen Anwaltsduos, steht nun selbst unter dringendem Mordverdacht! Korrupte Kollegen möchten ihm den Mord an der jungen Polizistin Emmi, die ihnen als Zeugin hätte gefährlich werden können, in die Schuhe schieben. Emmi hatte ihrem Mentor Furrer anvertraut, dass der Bordellbesitzer Jean Berger bei einer Razzia von Kollegen gezielt erschossen worden sei. Nun muss Furrer fürchten, selbst aus dem Weg geräumt zu werden. Mit Dominiques Hilfe taucht der suspendierte Hauptmann unter, um auf eigene Faust seine Unschuld zu beweisen. Er kann sich nicht vorstellen, dass sein Vorgesetzter Major Wenger, der penible Innendienstler Dobler oder sein langjähriger Freund, der ehrgeizige Chef der Sitte, Markwart, ihre Finger im Spiel haben könnten. Furrer verdächtigt Markwarts Untergebenen Peter Bührer und dessen Team. Polizeichef Ammann glaubt jedoch nicht an illegale Machenschaften seiner Truppe. Er drängt auf eine Verhaftung Furrers, denn die Indizienlage ist erdrückend. Im Rotlichtmilieu macht sich Borchert daran, auf seine Art herauszufinden, was wirklich vor sich geht – und wer die Hintermänner sind.

Darsteller Rolle
Christian Kohlund Thomas Borchert
Ina Paule Klink Dominique Kuster
Felix Kramer Marco Furrer
Robert Hunger-Bühler Dr. Reto Zanger
Thomas Kügel Major Beat Wenger
Yves Wüthrich Urs Aeggi
Christoph Letkowski Ulf Markwart
Rainer Furch Oberst Rudolf Ammann
Andrea Zogg Beat Bürki
Susi Banzhaf Regula Gabrielli
Christoph Glaubacker Peter Bührer
Lena Schmidtke Emmi Arnold
Germain Wagner Lothar Arnold
Jan Krauter Martin Dobler
Dan Bradford Jean Berger
Katja Sallay Frau Dobler
Katharina Leonore Goebel Estelle
und andere

 

Shirley MacLaine verkörperte ab den 1950er Jahren einen neuen Frauentyp in Hollywood und machte sich mit Billy-Wilder-Klassikern wie „Das Mädchen Irma la Douce“ unsterblich. Ihre komödiantischen Fähigkeiten zeigte die Oscar-Preisträgerin aufs Neue in „Zu guter Letzt“: Einen wenig schmeichelhaften Nachruf vor Augen, will sich eine verhasste Kratzbürste zur angesehenen künftigen Verstorbenen mausern. Publikumsliebling Amanda Seyfried spielt den Gegenpart in dieser herrlichen Generationenkomödie über eine ungewöhnliche Freundschaft. Mark Pellingtons Gute-Laune-Film feierte seine Premiere beim Sundance Film Festival und kam im April 2017 in die deutschen Kinos:

Harriet Lauler hat in ihrem Leben nie etwas dem Zufall überlassen. So möchte es die wohlhabende Ruheständlerin auch mit ihrem Vermächtnis halten. In ihrem Auftrag soll daher die junge Journalistin Anne Sherman schon zu Lebzeiten einen Nachruf verfassen, der sie nach ihrem Ableben als Familienmensch, Vorbild und Wohltäterin im allerbesten Licht erscheinen lassen wird. Natürlich hat Harriet, Kontrollfreak durch und durch, eine Liste mit den zu befragenden Stichwortgebern erstellt: vom Exmann bis zur Friseurin, alle alphabetisch sortiert. Leider weiß niemand etwas Positives über die vereinsamte Kratzbürste zu berichten – nicht einmal ihre Tochter Elizabeth. Kein Wunder, dass die Auftraggeberin mit dem ersten Entwurf von Anne alles andere als zufrieden ist. Also beschließt Harriet, ab sofort Einiges zu ändern – natürlich in Begleitung ihrer Chronistin.
Mit der gewohnten Portion Zynismus sucht die Selfmade-Erfolgsfrau ein gütiges Werk aus, um die Nachwelt zu beeindrucken: Sie möchte dem Leben eines schwarzen Mädchens aus schwierigen Verhältnissen eine Wende geben. Um die neunjährige Brenda für ihren Plan zu gewinnen, muss sich die Wohltäterin allerdings ins Zeug legen, denn das Mädchen hat seinen eigenen Kopf. Dass Harriet endlich mal wieder so richtig gefordert ist, setzt ungeahnte Energie frei – und lässt nicht nur bei ihr neue Lebensfreude aufkommen.

Darsteller:in Rolle
Shirley MacLaine Harriet
Amanda Seyfried Anne
Anne Heche Elizabeth
Thomas Sadoski Robin Sands
Philip Baker Hall Edward
AnnJewel Lee Dixon Brenda
Gedde Watanabe Gärtner
Tom Everett Scott Ronald Odom
Joel Murray Joe Mueller
Yvette Freeman Haushälterin
und andere

 

Die Veröffentlichung der streng geheimen „Pentagon-Papers“ sorgten im Jahr 1971 für ein politisches Erdbeben in den USA und leitete den Sturz von Präsident Nixon ein, den der darauffolgende Watergate-Skandal das Amt kosten sollte. Mit dem Politdrama „Die Verlegerin“, der 2018 als Bester Film für den Oscar nominiert war, gelingt Meisterregisseur Steven Spielberg durch einen historischen Bezug eine Auseinandersetzung mit einem aktuellen Thema. So stellt Spielberg mit seinem Film die Frage nach der Aufgabe von Journalisten und verdeutlicht, dass die Auseinandersetzung des aktuellen US-Präsidenten Trump mit den Medien kein neuer Konflikt zwischen Politik und Presse ist. In der Hauptrolle ist Oscar-Preisträgerin Meryl Streep als mutige Frau zu sehen, die ihren Weg erst finden muss, um sich in einer von Männern dominierten Branche zu behaupten. An ihrer Seite spielt Oscar-Preisträger Tom Hanks den Vollblutjournalisten Ben Bradlee:

Washington, 1971. Katharine „Kay“ Graham steht als Verlegerin der traditionsreichen Washington Post vor einer Herausforderung: Durch den Börsengang will sie das stagnierende Familienunternehmen profitabel machen. An der Verantwortung, die „Kay“ nach dem Tod ihres Mannes übernehmen musste, trägt die Verlegerin schwer. In geschäftlichen Dingen vertraut sie komplett ihren Beratern. Die Redaktion führt der mit allen Wassern gewaschene Ben Bradlee, der sich bei der Auswahl der Titelthemen nicht reinreden lässt und mit der übermächtigen New York Times messen möchte. Als dort eine investigative Skandalgeschichte über die wahren Hintergründe des Vietnamkriegs erscheint, setzt Ben seine Reporter sofort auf die unbekannte Quelle an, um selbst an die streng geheimen „Pentagon-Papers“ heranzukommen. Diese von Verteidigungsminister McNamara in Auftrag gegebene Dokumentation enthält politischen Sprengstoff: Der Vietnamkrieg ist militärisch nicht zu gewinnen und Präsident Nixon belügt das amerikanische Volk! Obwohl die Staatsanwaltschaft gegen die New York Times juristische Geschütze wegen Geheimnisverrats auffährt, möchte Ben unbedingt die heiße Story fortschreiben. Als seine Redaktion tatsächlich an die Akten herankommt, steht Kay vor einer schweren Entscheidung: Wenn die Verlegerin drucken lässt, dass der US-Präsident die Bevölkerung täuscht, gefährdet sie ihre Zeitung, ihre Ehre und riskiert eine Verhaftung als Landesverräterin.

Hollywoodlegende Shirley MacLaine spielt die Hauptrolle in „Zu guter Letzt“, dem nächsten Film, den das „SommerKino im Ersten“ am 21. Juli 2020  zeigt. Als wohlhabende alternde Dame möchte sie ihren Nachruf gerne vorab und in bester Manier erledigen lassen. Was dabei herauskommt, stimmt sie allerdings wenig zufrieden. Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihr Ansehen durch eine gute Tat noch etwas aufzupolieren, was sich allerdings als nicht ganz so einfach erweist – ihren Gegenpart spielt Publikumsliebling Amanda Seyfried.

Darsteller Rolle
Meryl Streep Kay Graham
Tom Hanks Ben Bradlee
Sarah Paulson Tony Bradlee
Bob Odenkirk Ben Bagdikian
Tracy Letts Fitz Beebe
Bradley Whitford Arthur Parsons
Bruce Greenwood Robert McNamara
Matthew Rhys Daniel Ellsberg
Alison Brie Lally Graham
Carrie Coon Meg Greenfield
Jesse Plemons Roger Clark
David Cross Howard Simons
Zach Woods Anthony Essaye
Pat Healy Phil Geyelin
John Rue Gene Patterson
Rick Holmes Murray Marder
Philip Casnoff Chalmers Roberts
und andere

 

 

Der 17. Film der Reihe „Maria Wern, Kripo Gotland” versetzt Maria Wern in traumatische Erinnerungen. Der Fernsehkrimi erweist sich als packendes Psycho-Drama über Trauer, tragische Justizirrtümer und Polizisten auf kriminellen Abwegen. Realistisch schildert der Film, wie Routine, Zufälle und belastende Situationen wie eine posthume Obduktion die Polizeiarbeit prägen:

Zunächst ist es nur ein Routinefall, der Kommissarin Maria Wern aus ihrem Urlaub herausreißt. Auf Gotland wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Spur führt zu einem Hotel, in dem sie die Rechnung prellte. In einem ihrer Bücher erfährt Maria den Namen der Toten: Amanda Winter. Als sie in der Bibliothek deren Ausleihen durchforstet, erschreckt sie. Amanda hat offensichtlich den Mord an Maria Werns Mann Christer recherchiert. Amanda ist die Tochter jenes Drogensüchtigen, der als Mörder ihres Mannes verurteilt wurde. Sie hatte versucht, die Unschuld ihres Vaters zu beweisen. Maria besucht diesen im Gefängnis und findet einen gebrochenen Mann vor. Der hatte den Mord scheinbar nur gestanden, weil er den Druck der Verhöre nicht aushielt. Maria und ihre Kollegen rollen die Ermittlungen wieder auf. Bei der erneuten Obduktion der Leiche ihres Mannes stellt sich heraus, dass Christer schon vor dem Angriff des Obdachlosen getötet wurde. Offenbar wurden die Ermittlungsakten konsequent manipuliert. Damit erhärtet sich für Maria ein schrecklicher Verdacht. Christers Mörder läuft noch frei herum. Maria muss nun gegen ihre eigenen Kollegen ermitteln. Als sie einem langjährigen Freund auf die Schliche kommt, gerät sie in Lebensgefahr. Doch die Begegnung mit dem Mann, der ihren Christer umbrachte, steht noch bevor.

Darsteller Rolle
Eva Röse Maria Wern
Erik Johansson Sebastian Ståhl
Allan Svensson Hartman
Peter Perski Arvidsson
Naida Ragimova Tove
Oscar Pettersson Emil
Sigrid Johnson Linda
Tobias Aspelin Greger Palm
Jonas Malmsjö Kenneth Cederholm
Joakim Nätterqvist Petter Torwalds
Oscar Töringe Christer Wern
Johan Lindell Magnus Steen
Christian Hillborg Amundsen
Angela Kovacs Toni Sahlén
Celie Sparre Jannike Torell
Tanja Lorentzon Erika
Siri Stenkvist Eks Mutter
Leif Ahrle Klas
Yvonne Lombard Hellsing Mona
Hanna Ullerstam Bibliothekarin
Olle Jernberg Dozent Uni Stockholm
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Henriette Richter-Röhl alias Anne Wader kann nicht so einfach das „Weingut Wader“ hinter sich lassen: Als die Pfälzer Bio-Winzerin von Schwierigkeiten in dem Familienbetrieb erfährt, eilt sie sofort zu Hilfe. Der schwere Verdacht, das traditionsreiche Weingut absichtlich in den Ruin zu treiben, fällt auf ihren Nachfolger und sogar auf Angehörige. Wie ein böser Fluch lastet zudem der jahrzehntelange Konflikt der beiden Wader-Patriarchen auf dem Familienclan. Als Anne ein Geheimnis ihres verstorbenen Vaters lüftet, zerbricht die Familie ihres Onkels Bruno. Die grenzenlose Wut ihrer Cousine, gespielt von Kyra Sophia Kahre, hat auch schwere Folgen für Anne. Im zweiten Film der Familiensaga droht das neue Leben wieder einzustürzen, das sich die Biowinzerin gerade aufbaut:

Winzerin Anne macht einen Neuanfang als Verwalterin auf dem benachbarten Weingut Röscher. Natürlich liegt ihr der Hof der Familie weiter am Herzen, den jetzt ihre Mutter Käthe führt. Leider hat Käthe bei einer wichtigen Personalie kein gutes Händchen: Seit Rolf Scherer den Betrieb leitet, verschwinden Weinbestände aus dem Keller. Als es auch Probleme beim neuen Rotweinjahrgang gibt und das Büro mitsamt Buchhaltung abbrennt, schaltet sich Anne ein. Sie vermutet, dass jemand den Hof absichtlich in die Pleite treiben möchte, und verdächtigt dabei sogar den eigenen Bruder Matthias, der aus Hamburg zurückgekommen ist. Durch Zufall gerät Anne ein Brief in die Hände, der ein posthumes Geständnis ihres Vaters enthält: Nichte Jannika Wader ist in Wirklichkeit seine leibliche Tochter! Die Nachricht schlägt bei Bruno, der gerade voller Vaterstolz Jannikas Wahl zur Weinkönigin feiert, wie eine Bombe ein. Hilflos muss Christel erleben, wie sich ihr Mann und ihre Tochter von ihr abwenden.
Unterdessen steht Anne vor einer Herausforderung als Mutter: Tochter Tori ist jetzt 17 und möchte, dass ihr Freund bei ihr übernachten darf. Auch Annes Zukunftspläne mit Valentin Berens belasten die Beziehung zu ihrer blinden Tochter.

Darsteller Rolle
Henriette Richter-Röhl Anne Wader
Leslie Malton Käthe Wader
Max von Pufendorf Matthias Wader
Caroline Hartig Tori Wader
Jürgen Heinrich Bruno Wader
Sebastian Fräsdorf Valentin Berens
Kyra Sophia Kahre Jannika Wader
Judith von Radetzky Christel Wader
Hartmut Volle Albert Wader
Ines Lutz Corinna Berens
Adnan Maral Sahin Ayas
Nikolas Weber Philipp
Leander Menzel Simon Wader
Tobias van Dieken Jelle Mulder
Achim Stellwagen Johannes Roscher
Andrea Wolf Simone Roscher
Nils Brunkhorst Rolf Scherer
Katharina Ley Petra Jansen
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Die Angst vor islamistischen Terrorzellen und schmutzige Geschäfte in den Wirren des Syrienkrieges bilden den Hintergrund für den fünften „Zürich-Krimi“: „Anwalt ohne Lizenz“. Thomas Borchert alias Christian Kohlund kämpft in „Borchert und die mörderische Gier“ für einen Kunststudenten, der im Koma liegt und unter schwerem Verdacht steht. Der junge Mandant liegt dem unkonventionellen Borchert besonders am Herzen, denn durch den Fall kommen Erinnerungen an den Verlust des eigenen Sohnes hoch. Ganz andere Gefühle verbinden Borcherts Chefin Dominique Kuster (Ina Paule Klink) und Hauptmann Furrer (Felix Kramer): Obwohl sie beruflich selten auf einer Wellenlänge liegen, bahnt sich zwischen den beiden privat etwas an:

Anwältin Dominique Kuster und ihre Assistentin Regula finden morgens auf dem Anrufbeantworter den Hilferuf eines jungen Mannes, der die Kanzlei um Beistand bittet. Auf dem Weg zu ihnen wird Julian jedoch abgedrängt und stürzt mit dem Motorrad schwer. Als Borchert kurz darauf an der Unfallstelle vorbeikommt, wird das bewusstlose Opfer gerade stabilisiert. Borchert, der seinen Sohn durch einen Unfall verloren hat, fühlt sich persönlich verpflichtet. Dass der „Anwalt ohne Lizenz“ kein schriftliches Mandat hat, stört ihn nicht. Zum Leidwesen von Hauptmann Furrer nimmt Borchert eigene Ermittlungen auf. Schon bald findet er heraus, dass ein dunkler Van mit gefälschten israelischen Diplomatenkennzeichen in den „Unfall“ verwickelt war. Auch der im Koma liegende Kunststudent selbst erscheint durch ein auffälliges Interesse am Islam, häufige Reisen in den Nahen Osten und die Verbindung zu dem mysteriösen Said Allawi verdächtig. Dass Julian seit Monaten keinen Kontakt zu seiner Mutter wollte, die ihm die Identität seines Vaters immer verschwiegen hatte, passt perfekt in das gängige Profil junger Männer, die von Extremisten rekrutiert werden. Borchert gibt sich mit naheliegenden Erklärungen jedoch nicht zufrieden. Egal, was sein Mandant getan hat: Er wird der Wahrheit auf den Grund gehen und für Julian da sein.

Am 23. Juli 2020 zeigt Das Erste einen weiteren Fall mit Christian Kohlund als Kommissar Thomas Borchert: „Der Zürich-Krimi: Borchert und der Sündenfall“.

Darsteller Rolle
Christian Kohlund Thomas Borchert
Ina Paule Klink Dominique Kuster
Felix Kramer Marco Furrer
Robert Hunger-Bühler Dr. Reto Zanger
Kai Wiesinger Heller
Valery Tscheplanowa Lisa Stolz
Justus Czaja Julian
Neil Malik Abdullah Sheik Ibrahim Al-Khatib
Andrea Zogg Beat Bürki
Susi Banzhaf Regula Gabrielli
Alireza Bayram Said Allawi
Yves Wüthrich Urs Aeggi
Sandra Nedeleff Prof. Ellen Seidler
Atheer Adel Älterer Araber
Charif Ounis Mustafa
Mélanie Fouché Stationsschwester Sophie
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