Regisseur John Cameron Mitchell wurde vor allem durch die sexuell freizügige, schräg-schrille Liebeskomödie „Shortbus“ bekannt. In „Rabbit Hole – Neue Wege“ zeichnet er ohne Pathos, aber mit großem Feingefühl das Porträt eines trauernden Elternpaars. Der Film erhielt herausragende Kritiken und wurde vom „Time Magazine“ zu einem der 10 besten Filme des Jahres 2010 gekürt. Aaron Eckhart, berühmt durch seine Verkörperung des Harvey Dent in „The Dark Knight“, spielt den trauernden Vater mit eindrucksvoller Zurückgenommenheit. Nicole Kidman erhielt für ihre schauspielerische Leistung mehrere Kritikerpreise sowie Nominierungen für den Golden Globe und den Oscar.

Einst führten Becca Corbett und ihr Mann Howie eine echte Bilderbuchehe: Sie waren so glücklich wie am ersten Tag und lebten mit ihrem aufgeweckten Sohn Danny in einem schönen Haus. Dann aber kam der Junge bei einem Autounfall ums Leben. Seither ist nichts mehr, wie es einmal war. Acht Monate sind inzwischen vergangen, aber eine Überwindung der Trauer scheint noch lange nicht in Sicht. So sehr Becca und Howie sich auch bemühen, zu einer Normalität zurückfinden – immer wieder bricht die Erinnerung an ihren schmerzvollen Verlust durch. Auch ihre Beziehung leidet unter der Situation, die Ehe beginnt zu bröckeln. Die Nachricht, dass Beccas unstete Schwester Izzy ein Kind erwartet, macht die Sache nicht einfacher. Während Howie in einer Therapiegruppe Hilfe sucht, bringt seine Frau den Gesprächsrunden mit anderen trauernden Eltern nur Sarkasmus und Spott entgegen. Sie versucht auf eine andere, ungewöhnliche Weise den Schicksalsschlag zu verarbeiten. Wie von einem inneren Zwang getrieben, beobachtet und verfolgt sie den angehenden College-Studenten und passionierten Comicautor Jason – jenen Menschen also, der mit seinem Wagen den kleinen Danny tödlich verletzte. Die Gespräche mit Becca scheinen auch ihm zu helfen, die Geschehnisse zu verarbeiten und mit seinen nagenden Schuldgefühlen fertig zu werden. Als jedoch Howie zufällig von den heimlichen Treffen erfährt, ist er zunächst außer sich vor Enttäuschung und Schmerz.

Darsteller:in Rolle
Nicole Kidman Becca
Aaron Eckhart Howie
Dianne Wiest Nat
Tammy Blanchard Izzy
Miles Teller Jason
Giancarlo Esposito Auggie
Jon Tenney Rick
Patricia Kalember Peg
Julie Lauren Debbie
Sandra Oh Gabby
und andere

 

Gleich beim ersten Freigang überfällt Frank Michalka wieder eine Bank. Apathisch bricht der Straftäter in der Nähe zusammen und lässt sich von der Polizei festnehmen, als wollte er zurück ins Gefängnis. Dort glaubt man ihn zu kennen, ohne wirklich etwas über den furchteinflößenden Einzelgänger zu wissen. Erst Sophie Kleinschmidt, engagierte Referendarin in der Kanzlei des Pflichtverteidigers, gelingt es, sein Schweigen zu brechen. Von einem afrikanischen Kinderlied zu Tränen gerührt, erzählt Michalka seine traurige Lebensgeschichte. Diese handelt von viel Leid in Deutschland und einem glücklichen Neuanfang in Äthiopien. Dort leben Freunde wie Dr. Kidanu und seine Frau Ayantu, die auf Briefe aus dem Gefängnis nicht antwortet. Sehnlich wünscht sich der Wahl-Äthiopier, erklären zu können, warum er von einem Besuch in der deutschen Botschaft nicht zu ihr zurückkehren konnte. Nun droht dem Wiederholungsstäter eine noch längere Strafe, wenn im Gerichtssaal nicht ein Wunder geschieht. Während Michalka paralysiert kaum ein Wort sagen kann, muss Verteidiger Weilandt alle Register ziehen. Doch bei der eindeutigen Beweislage gibt es nur Hoffnung, wenn Richterin Pieper und Staatsanwalt Zinnecker mitspielen. Und Michalka selbst die Kraft aufbringt, für eine neue Chance zu kämpfen.
Jürgen Vogel spielt in „Der weiße Äthiopier“ eine Paraderolle als verschlossener Sonderling, der eine geschundene Seele unter Muskeln und Tätowierungen versteckt. Beeindruckend gelingt es dem preisgekrönten Charakterdarsteller besonders in den Afrikaepisoden und den Gerichtssaalszenen, die liebvolle und die ängstliche Seite des Bankräubers zu entfalten. Die Story von der zweiten Chance für einen Außenseiter geht auf eine Kurzgeschichte des Bestsellerautors Ferdinand von Schirach zurück, einem der bundesweit bekanntesten Anwälte, Strafverteidiger und Autoren, der auch die Vorlage für den ARD-Eventfilm „Terror – Ihr Urteil“ lieferte. Gedreht wurde der atmosphärisch dichte Gerichtsfilm unter der Regie von Tim Trageser in Köln und Düsseldorf sowie an Originalschauplätzen in Äthiopien.

Darsteller*in Rolle
Jürgen Vogel Frank Michalka
Paula Kalenberg Sophie Kleinschmidt
Thomas Thieme Rechtsanwalt Dr. Weilandt
Sayat Demissie Ayantu
Selam Tadese Dr. Kidanu
Nina Proll Richterin Pieper
Robert Gwisdek Staatsanwalt Zinnecker
Hana Tereffe Dinketu
Yabsera Teklu Ephrem
Mohammod Ahmed Tulu
Tsegaye Abegaz Dorfältester
Samson Girma Chef der Dorfkooperative
Elias Dejene Bezirksbeamter
Paul Faßnacht Vollzugsbeamter Filker
Julius Nitschkoff Frank Michalka, 19 Jahre
Cedric Joel Koch Frank Michalka, 10 Jahre
Sheri Hagen Frau Tesfaye
Steffen Will Botschaftsmitarbeiter
Michael Keseroglu Insasse 1
Dustin Semmelrogge Insasse 2
Thomas Fehlen Vollzugbeamter 2
Edda Fischer Weilandts Sekretärin
Stefan Preiss RA Berghoff
Thomas Krutmann Hausmeister
Sybille J. Schedwill Justizangestellte Archiv
und andere

 

Die besten Geschichten schreibt das Leben. Diese Binsenweisheit bewahrheitet sich aufs Amüsanteste in „Der große Buck Howard“ mit John Malkovich. Regisseur und Drehbuchautor Sean McGinly musste sich für seine Showbizkomödie gar keine Story ausdenken, er nahm kurzerhand seine eigenen, skurrilen Erfahrungen als Assistent eines legendären Magiers – „The Amazing Kreskin“ – als Vorlage. John Malkovich ist in der Titelrolle einmal mehr sensationell. Er spielt den abgehalfterten Magier als eitlen, arroganten und aufbrausenden Egozentriker, den man trotz aller Macken einfach lieben muss. In dem zurückhaltenden Colin Hanks, Sohn von Tom Hanks (der in einer kleinen Rolle als Troys Vater zu sehen ist), findet Malkovich den idealen Gegenpol. Wenngleich von der Selbstfindung des jungen Troy erzählt wird, bietet „Der große Buck Howard“ über weite Strecken vor allem eine filmische Verneigung vor jenen traditionellen Entertainern, die sich auf Tingeltouren abrackern, ihren Job mit Herzblut machen und denen Individualität wichtiger ist als ein Fernsehauftritt:

Troy Gable hat die Nase voll von den bürgerlichen Plänen, die sein Vater für ihn geschmiedet hat. Dem jungen Mann steht der Sinn nach einer kreativen Laufbahn. Also hängt er sein ungeliebtes Jura-Studium kurz entschlossen an den Nagel, um in Los Angeles als Autor Karriere zu machen. Da sich diese Kunst schon bald als recht brotlos erweist, nimmt er einen Job bei dem Mentalisten Buck Howard an. Als persönlicher Assistent begleitet er den exzentrischen Künstler, der es hasst, profan als Zauberer bezeichnet zu werden, auf einer Tournee durch die USA. Allerdings tritt Howard nicht in den prachtvollen Theatern der Metropolen auf – der einstige Superstar hat seine große Zeit schon lange hinter sich. Er tingelt durch die Provinz und führt seine Tricks in halbleeren Gemeindesälen vor. An seinem maßlosen Selbstvertrauen ändert das nichts: Buck Howard weiß um seine Fähigkeit, die Menschen zu begeistern. Und obwohl er Troy schlecht bezahlt und respektlos behandelt, zeigt auch der sich immer faszinierter von dem charismatischen Vollblutentertainer. Nicht nur das: Im Verlauf der ereignisreichen Tournee entwickelt sich zwischen den beiden gegensätzlichen Männern eine eigentümliche Freundschaft. Mit Unterstützung der hübschen PR-Agentin Valerie will Troy seinem Mentor dabei helfen, noch einmal ein fulminantes Comeback zu landen. Monatelang tüftelt Buck an einer spektakulären, nie dagewesenen Nummer. Das Comeback gelingt, dann aber geschieht bei einem großen Auftritt in Las Vegas etwas vom Meister Unvorhergesehenes.

Darsteller Rolle
John Malkovich Buck Howard
Colin Hanks Troy Gable
Emily Blunt Valerie Brennan
Ricky Jay Gil Bellamy
Tom Hanks Troys Vater
Debra Monk Doreen
Griffin Dunne Johnathan Finerman
Adam Scott Alan Berkman
Patrick Fischler Michael Perry
Wallace Langham Dan Green
Steve Zahn Kenny
Jonathan Ames Edward Kelly
Jacquie Barnbrook Sheila Heller
Terry Scannell Kip
Sandy Martin Hotelangestellte
Michael Winslow Michael Winslow
Stacey Travis Cindy Crown
Mary Hart Mary Hart
Regis Philbin Regis Philbin
Kelly Ripa Kelly Ripa
Jay Leno Jay Leno
Tom Arnold Tom Arnold
Dave Attell Carl
und andere

 

Inspiriert von der Liebesgeschichte seiner Großeltern verblüfft Paul Andrew Williams, der sich einen Namen mit Horrorthrillern wie „Cherry Tree Lane“ machte, mit der einfühlsamen Tragikomödie „Song for Marion”. Pop-Hits wie „Let’s Talk about Sex“ wurden eigens neu arrangiert und als Chorstücke interpretiert. Die mehrfach preisgekrönten Schauspiel-Stars Vanessa Redgrave und Terence Stamp singen ihre Soli selbst und schenken dem britischen Kinofilm zusätzliche Magie. Für den Titelsong „Unfinished Songs“ aus der Feder von Diane Warren, die bereits acht Mal für den Oscar nominiert war, konnte ein Weltstar gewonnen werden: die kanadische Sängerin Celine Dion:

Wäre Arthur eine Pflanze, dann Gift-Efeu. So sieht sich der zynische Rentner selbst, und niemand würde widersprechen. Selbst zu Sohn James hat er ein schwieriges Verhältnis. Einzig Marion, die Liebe seines Lebens, sieht in ihrem knurrigen Ehemann etwas anderes: „Du bist mein Fels“, sagt sie. Den beiden bleibt aber nur wenig Zeit, denn Marion leidet unheilbar an Krebs. Ihre ganze Lebensfreude steckt sie in den Gesang und die Proben ihres Seniorenchors. Dank Marions Solo gewinnen „Die Rentna“ die Vorentscheidung eines landesweiten Wettbewerbs. Als sie kurz darauf stirbt, fällt Arthur in ein tiefes Loch. Aus diesem möchte ihn die engagierte Chorleiterin Elizabeth durch die Kraft der Musik wieder herausziehen. Das Wunder gelingt: Arthur fängt nun auch an zu singen und entdeckt, dass seine klangvolle Stimme die Zuhörer verzaubern kann. Damit hat der Chor sogar beste Chancen im Finale! Aber ein öffentlicher Auftritt ist für Arthur undenkbar, der nichts mehr hasst, als sich zum Narren zu machen. Seine neuen Freunde hoffen inständig, dass sich der Knurrhahn auf seine alten Tage doch noch ändert und sie nicht im Stich lässt.

Darsteller Rolle
Terence Stamp Arthur
Gemma Arterton Elizabeth
Christopher Eccleston James
Vanessa Redgrave Marion
Anne Reid Brenda
Elizabeth Counsell Cheryl
Ram John Holder Charlie
Barry Martin Timothy
Taru Devani Sujantha
Denise Rubens Marge
Arthur Nightingale Terry
Jumayn Hunter Steven
und andere

 

Matthew McConaughey in der Hauptrolle und Jared Leto als Transvestit Rayon gingen in dem Meisterwerk von Jean-Marc-Vallée an ihre Grenzen und räumten zu Recht nicht nur bei den Oscars ab. Erzählt wird die Lebensgeschichte des Ron Woodroof, der mit voller Leidenschaft um sein Leben kämpfte – gegen Aids und gegen zynische Wirtschaftsinteressen samt Erfüllungsgehilfen. Gleichzeitig rührend und unsentimental, verbindet das Drama ein persönliches Schicksal mit dem zeitgenössischen Kontext und zeigt, wie ratlos und teilweise menschenverachtend mit den stigmatisierten Erkrankten umgegangen wurde. Weltweit war „Dallas Buyers Club“ ein Erfolg bei Kritik und Publikum:

Dallas, 1985: Ron Woodroof führt ein Leben voller Exzesse. Der großspurige White-Trash-Cowboy steht auf Rodeo, Glücksspiel, Whiskey, Kokain und Frauen. Schlägereien und ungeschützter Sex mit Prostituierten gehören für ihn zum Alltag. Genauso wie seine Wett- und Saufkumpane verachtet er Homosexuelle und lässt kein Mitgefühl aufkommen für Hollywoodstar Rock Hudson, der gerade an Aids gestorben ist. Niemals hätte er es sich träumen lassen, selbst daran erkrankt zu sein. Deshalb tickt der Choleriker komplett aus, als ihm Dr. Sevard und Dr. Eve Saks nach einem Arbeitsunfall die niederschmetternde Diagnose mitteilen. Statt den Ärzten zu vertrauen, die ihm nur noch 30 Tage geben, beginnt er sich selbst zu behandeln, und findet heraus, dass alternative Präparate mehr bringen als das einzige amerikanische Medikament AZT. Doch die Beschaffung im Ausland ist teuer und die Einfuhr jedes Mal ähnlich riskant wie Drogenschmuggel. Zudem möchte der Autodidakt Ron bei seinen Selbstversuchen ständig neue Mittel aus der ganzen Welt probieren. Weil er das auf Dauer alleine nicht finanzieren kann, muss der homophobe Texaner über seinen Schatten springen. Zusammen mit dem ebenfalls HIV-infizierten Transvestiten Rayon gründet er einen Beschaffungsring: den „Dallas Buyers Club“, der eine Gesetzeslücke nutzt und rasant wächst. Damit ruft er die mächtige Pharmalobby auf den Plan.

Darsteller:in Rolle
Matthew McConaughey Ron Woodroof
Jared Leto Rayon
Jennifer Garner Dr.EveSaks
Steve Zahn Tucker
Denis O’Hare Dr. Sevard
Dallas Roberts David Wayne
Michael O’Neill Richard Barkley
Kevin Rankin T.J.
Griffin Dunne Dr. Vass
Donna Duplantier Krankenschwester Frazin
Deneen Tyler Denise
J.D. Evermore Clint
Ian Casselberry Krankenpfleger
Noelle Wilcox Kelly
und andere

 

„Mr. Morgans letzte Liebe“, nach einem gefeierten Roman von Françoise Dorner, zeigt Michael Caine in einer bewegenden Rolle: Der zweifache Oscar-Preisträger macht aus dem melancholischen Amerikaner in Paris einen faszinierenden Charakter, der von einem tiefen Schuldgefühl gequält wird. Regisseurin Sandra Nettelbeck, international bekannt durch ihren preisgekrönten Publikumshit „Bella Martha“, drehte nach dem Drama „Helen“ ihren zweiten Film mit internationaler Starbesetzung. Zum prominenten Ensemble gehören Clémence Poésy und „Akte X“-Star Gillian Anderson:

Nach Paris ist der Amerikaner Matthew Morgan mit seiner geliebten Frau Joan gezogen, um dort gemeinsam einen glücklichen Lebensabend zu verbringen. Als sie kurz darauf stirbt, fällt der ehemalige Philosophie-Professor in ein tiefes Loch. Auch drei Jahre später kommt er über ihren Verlust nicht hinweg. In der Fantasie hält Morgan weiterhin Zwiesprache mit ihr und verspricht, bald zu folgen. Seine zwischenmenschlichen Kontakte beschränken sich auf die Putzfrau sowie die alleinstehende Madame Léry, mit der er sich einmal pro Woche zum Mittagessen trifft. Ansonsten führt Mr. Morgan inmitten der pulsierenden Weltstadt ein zurückgezogenes Leben. Das ändert sich durch die junge Pauline , deren Bekanntschaft er eines Tages zufällig im Bus macht. Zunächst reagiert der menschenscheue Witwer abweisend auf die hilfsbereite Französin. Doch als er sie wenig später wiedersieht, sucht er auf einmal ihre Nähe. Pauline, so stellt sich später heraus, erinnert ihn an die jugendliche Joan. Mr. Morgan geht es aber nicht um eine Liebschaft mit der sympathischen Tanzlehrerin, deren Kurse er besucht. Mit der Zeit entwickelt sich eine aufrichtige, von platonischer Zuneigung geprägte Freundschaft. Obwohl er durch sie etwas Lebensfreude wiederfindet, lässt ihn die erdrückende Trauer um Joan nicht los und Morgan unternimmt einen Suizidversuch. Doch er überlebt und seine erwachsenen Kinder Miles und Karen reisen aus Amerika an. Sein Sohn reagiert misstrauisch, als er Pauline an der Seite des Vaters sieht. Sie ist Morgan inzwischen so nahe, dass er ihr später sogar ein Geheimnis anvertraut: den Grund, weshalb er Joans Tod nicht überwinden kann.

Darsteller Rolle
Michael Caine Matthew Morgan
Clémence Poésy Pauline Laubie
Justin Kirk Miles Morgan
Jane Alexander Joan Morgan
Michèle Goddet Madame Dune
Anne Alvaro Madame Léry
Gillian Anderson Karen
und andere

 

Als Heranwachsender ist Jack hin- und hergerissen zwischen seinem autoritären Vater und seiner sanften, naturliebenden Mutter. In diesem Konflikt, den er auch als Erwachsener nicht verarbeitet hat, droht er sich selbst zu verlieren. Erst als Jack sich auf seine seherische Gabe besinnt, die ihn sein Schicksal als Teil eines kosmischen Puzzles erkennen lässt, vermag er die widerstrebenden Kräfte in seiner Seele zu versöhnen.
Terrence Malicks filmische Symphonie über Natur und Gnade sprengt die Grenzen des Kinos. Der hypnotisch-elegische Bilderrausch rückt das leidgeprüfte Leben eines Kindes in einen naturreligiösen Rahmen. Neben dem großartigen Hunter McCracken sind Jessica Chastain, Sean Penn und Brad Pitt zu sehen.

Darsteller Rolle
Brad Pitt Mr. O‘ Brien
Sean Penn Jack
Jessica Chastain Mrs. O‘ Brien
Fiona Shaw Großmutter
Irene Bedard Botin
Hunter McCracken Der kleine Jack
Laramie Eppler R.L.
Tye Sheridan Steve
und andere

 

Im Beruf sind Marie und Peter sehr erfolgreich, doch ihr größter Wunsch bleibt unerfüllt: eine eigene Familie. Nach mehreren schmerzhaft gescheiterten Versuchen, auf natürlichem Wege ein Kind zu bekommen, entscheiden sich Marie und Peter, nicht aufzugeben und streben eine Adoption in Russland an. Getragen von ihrer Sehnsucht und nach vielen Monaten der Vorbereitung und des Wartens machen sie sich auf den Weg, um ihre künftige Tochter Nina in einem Kinderheim, tausende Kilometer von Deutschland entfernt, kennenzulernen.
Noch ahnen sie nicht, dass sie erst am Anfang einer Tour de Force gegen die russischen Behörden stehen – und vor der größten Herausforderung ihrer Beziehung, denn während Marie und Peter um ihr zukünftiges Kind kämpfen, steht die Frage im Raum: Verfolgen wir noch das gleiche Ziel? Jeder für sich – und vor allem als Paar?

Darsteller Rolle
Victoria Mayer Marie Meisner
Godehard Giese Peter Meisner
Eva Meckbach Annette
Malik Avila -Sanchez Daniel
Ernst Stötzner Wolfgang
Silke Bodenbender Sandra Heim
Arnd Klawitter Martin Heim
Ruth Reinecke Frau Wallner
Jana Lissovskaia Sonja Iwanowa
Ivan Shedoff Sergej Iwanow
Marina Weis Ljudmila Petrowa
Olga Serebryakova Olesja Romanowa
Agnieszka Przepiorska Jekaterina Sergejewna
Seweryna Szpakowska Valentina
und andere

 

Eine spannende Geschichte von Sehnsüchten, Vergänglichkeit und dem Mut für Neuanfänge erzählt das Melodram „Das Alter der Erde“. Vor der erhabenen Naturkulisse der mittelnorwegischen Provinz Møre og Romsdal verbindet der Fernsehfilm ein emotionales Drama mit philosophischen Fragen des Lebens. Im Mittelpunkt stehen Ann-Kathrin Kramer als Mittvierzigerin, die Langeweile fürchtet und von einem Neuanfang träumt, und Felix Vörtler in der Rolle ihres Ehemanns, der andere Vorstellungen bezüglich der gemeinsamen Zukunft hat. Klaus J. Behrendt spielt einen Wissenschaftler, der mit dem Tod als Begleiter lebt und die verbleibende Zeit nutzen will – ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit:
Bergführer Nils und seine Frau Birthe haben ein Familienleben wie im Bilderbuch. Als ihre Tochter flügge wird, treten jedoch tiefe Risse zutage. Nils findet es höchste Zeit, dass die 20-jährige Tilde auszieht. Birthe dagegen gerät in eine tiefe Sinnkrise. Und während Nils sich Zweisamkeit und mehr Freiheit für gemeinsame Unternehmungen wünscht, findet Birthe plötzlich die Idee eines weiteren Kindes sehr verlockend. Die Krise gerät endgültig aus dem Ruder durch eine Bergtour, die Birthe für ihren Mann übernehmen muss, weil Nils mit einem Gipsbein ausfällt. Mit dem Geologen Henrik, der seine stark angeschlagene Gesundheit verheimlicht, erlebt sie eine gemeinsame Nacht im Zelt, die es schwer macht, einfach zur Tagesordnung zurückzukehren. Als ihr Kinderwunsch auch noch in Erfüllung geht, muss Birthe die Weichen für ihr Leben neu stellen.

Darsteller Rolle
Ann-Kathrin Kramer Birthe Haugen
Felix Vörtler Nils Haugen
Klaus J. Behrendt Henrik Jacobsen
Tilo Prückner Tobias Nystadt
Sinje Irslinger Tilde Haugen
Susann Uplegger Karen Jacobsen
Konstanze Dutzi Erin
Adelheid Kleineidam Helga Sogaard
und andere

 

Fürst Dimitrij Nechljudow wird als Geschworener zu einem Mordprozess bestellt. Als er in der Angeklagten seine frühere Geliebte Katjuscha Maslowa wiedererkennt, plagt ihn das schlechte Gewissen. Denn als junger Mann hatte er das Ziehkind seiner Tanten kompromittiert, weswegen sie als Prostituierte endete. Von Schuld getrieben, überwindet er Feigheit und moralische Zwänge und folgt der zu Unrecht Verurteilten in die Deportation nach Sibirien. Obwohl auch Katjuscha nie aufgehört hat, Dimitrij zu lieben, heiratet sie schließlich einen anderen: Sie glaubt, dass die Liebe des Aristokraten allein aus seinem Schuldgefühl entspringt, und will ihn freigeben.
Die Tolstoi-Verfilmung „Die Auferstehung“ wurde mit großem Aufwand von Paolo und Vittorio Taviani in Szene gesetzt. In den Hauptrollen sind Timothy Peach, Stefania Rocca, Giulio Scarpati und Marie Bäumer zu sehen.

Darsteller  Rolle 
Timothy Peach Dimitrij Nechljudow
Stefania Rocca Katjuscha Maslowa
Marie Bäumer Missy
Eva Christian Gouvernante
Marina Vlady Tante und Herzogin
Giulio Scarpati Simonson
Cécile Bois Mariette
Andrea Giordana Gerichts-Vorsitzender
Vania Villeurs Rechtsanwalt Fanarin
Antonella Ponziani Vera
Delia Boccardo Tante Sofia
Michele Melega Kristow
Laurent Terzieff Prediger
und andere

 

Österreich, 1908. Georg Trakl lebt als Sohn einer großbürgerlichen Familie in Salzburg. Er absolvierte eine Ausbildung zum Apotheker, aber seine wahre Leidenschaft gehört der Poesie: Er träumt von Erfolgen als Dichter. Große Zuneigung hegt der junge Mann zu seiner jüngeren Schwester Grete. Seit frühester Kindheit ist diese für ihn eine Muse, während sie ihn in heimlicher Liebe verehrt. Mit dem Beginn seines Pharmaziestudiums in Wien ist der von Schuldgefühlen geplagte Georg bereit, diese zu weit gehende Symbiose zu lösen. Doch Grete setzt alles daran, ihm nach Wien zu folgen. Durch ihr außerordentliches Talent schafft sie als eine der ersten Frauen die Aufnahme am renommierten Wiener Konservatorium. Sie sieht das Studium in der Meisterklasse von Professor Albert Brückner aber vor allem als Mittel, um weiterhin Georg nahe sein zu können. Dabei hofft sie, in der großen Stadt endlich ihre Liebe freier ausleben zu können. Aus der platonischen Intimität wird nun eine körperliche Beziehung. Von seiner Muse inspiriert, feiert Georg erste Erfolge als Poet: Das Publikum schätzt seine Gedichte und er genießt das gesellschaftliche Ansehen. Doch die Beziehung der Geschwister leidet immer stärker unter Gretes besitzergreifender Zuneigung und Georgs moralischem Empfinden. Mit Drogen versucht er, sich von dem Druck zu lösen, und vernebelt dadurch zunehmend seinen Geist. Sein Studienkamerad Ludwig Schubeck versucht, diesem selbstzerstörerischen Treiben Einhalt zu gebieten. Um das Dilemma zu lösen, drängt Georg seine Schwester schließlich zu einer Ehe mit dem viel älteren Professor Brückner. Doch so einfach kommen die Geschwister nicht voneinander los.

Der jung verstorbene Dichter Georg Trakl (1887-1914) zählt heute zu den wichtigen Vertretern des poetischen Expressionismus. In „Tabu – Es ist die Seele ein Fremdes auf Erden“ zeichnet Regisseur Christoph Stark das Porträt eines ebenso genialen wie gequälten Geistes, der an gesellschaftlichen Zwängen seiner Zeit zerbricht. Zugleich erzählt das Drama die Geschichte einer unbändigen und zerstörerischen Liebe. Hauptdarsteller Lars Eidinger wurde für seine intensive Leistung mit dem Preis der deutschen Filmkritik geehrt. Nicht weniger beeindruckend gibt Peri Baumeister Trakls eigenwillige Schwester Grete.

Darsteller Rolle
Lars Eidinger Georg Trakl
Peri Baumeister Grete Trakl
Rainer Bock Albert Brückner
Petra Morzé Mutter Trakl
Rafael Stachowiak Ludwig Schubeck
Jules Werner Oskar Kokoschka
Anne Metzler Alma Mahler
Katharina Strasser Fanny
Patrick Hastert Apotheker
Susi Stach Agnes
Christiane Rausch Frau Gassner
Vera Borek Georgs Wirtin
und andere

 

Cyril ist nur von einem Gedanken beseelt: Der lebhafte Zwölfjährige will seinen Vater Guy wiederfinden, der ihn in einem Kinderheim untergebracht hat, wo er angeblich nur für kurze Zeit bleiben sollte. Nun aber ist sein Papa unbekannt verzogen und hat nicht einmal eine Telefonnummer hinterlassen. Kurzerhand büchst Cyril aus und findet bei seinen Nachforschungen heraus, dass der verschwundene Vater sogar sein heißgeliebtes Fahrrad versetzt hat. Ihre liebe Mühe haben die Heimbetreuer damit, den Ausreißer wieder einzufangen, der sich im Wartezimmer einer Arztpraxis verzweifelt an einer wildfremden Person festklammert. Die verdutzte Samantha, Besitzerin eines Friseursalons, zeigt Mitleid mit dem Jungen. Sie besorgt ihm das Fahrrad wieder, nimmt ihn an Wochenenden bei sich auf und hilft dabei, seinen Vater zu finden. Das Wiedersehen verläuft aber leider anders als erhofft: Der Erzeuger fühlt sich überfordert und will nichts mehr von seinem Sohn wissen. Zuneigung sucht Cyril daraufhin bei dem Dealer Wes, der ihn wie ein großer Bruder unter seine Fittiche nimmt. Doch der stadtbekannte Kleinkriminelle nutzt den gutgläubigen Jungen eiskalt aus und stiftet ihn sogar zu einem Raubüberfall an. Cyrils düsteres Schicksal scheint besiegelt, doch so schnell gibt Samantha ihn nicht auf.

Unsentimental und mit großem Einfühlungsvermögen erzählt dieses Sozialdrama von einem widerborstigen Jungen, der unermüdlich um Liebe und Anerkennung kämpft. Der zwölfjährige Cyril, beeindruckend verkörpert von dem Debütanten Thomas Doret, ist pausenlos in Bewegung, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Die innere Rastlosigkeit des Jungen vermittelt sich in eindrucksvollen Bildern. Einmal mehr verbinden die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne dokumentarische Unmittelbarkeit mit einer aufwühlend erzählten Geschichte. In der Rolle der sanftmütigen Ziehmutter Samantha zeigt die französische Starschauspielerin Cècile de France eine ebenso unprätentiöse wie glaubhafte Darstellung.

Darsteller   Rolle 
Thomas Doret Cyril
Cécile de France Samantha
Jérémie Renier Guy Catoul
Fabrizio Rongione Buchhändler
Olivier Gourmet Barbesitzer
Egon Di Mateo Wes
und andere

 

Die Erzählung beginnt Anfang der 1970er Jahre. Der elfjährige Li, wächst in einem chinesischem Dorf in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Besuch einer Delegation von Regierungsvertretern verändert eines Tages für immer sein Leben: Der Junge wird ausgewählt, eine jahrelange Ballettausbildung im fernen Peking anzutreten. Eine Wahl hat Li nicht, er wird von seinen Eltern getrennt und muss sich in der Metropole dem strengen Regiment seiner Ausbilder beugen. Obwohl der Junge zunächst vor allem durch sein Desinteresse auffällt, erkennt man sein außerordentliches Talent. Tatsächlich entwickelt er sich im Lauf der Jahre zu einem der besten Tänzer seines Jahrgangs. Als Student darf er 1979 im Rahmen eines Austauschprogramms China verlassen und in die USA nach Houston reisen. Dort kommt es zwei Jahre später zu einem weiteren Umbruch in Lis Leben: Er verliebt sich in eine amerikanische Tänzerin und beschließt, nicht in seine Heimat zurückzukehren. Als Reaktion erteilt ihm China ein lebenslanges Einreiseverbot. In den USA hat Li zu Zeiten des Kalten Krieges mit Vorurteilen zu kämpfen. Dennoch wird er bald ein gefeierter Bühnenstar. Aber die Trennung von seiner Familie und der Verlust seiner Heimat machen ihm zu schaffen. Erst Mitte der 90er Jahre scheint ein Gastspiel in China in greifbare Nähe zu rücken.

Im Jahr 2003 veröffentlichte der gefeierte Tänzer Li Cunxin seine Memoiren, die Bruce Beresford schließlich verfilmte. Als Drehbuchautor konnte man Jan Sardi gewinnen, der für seine Vorlage zu der Filmbiografie „Shine“ eine Oscar-Nominierung erhalten hatte. Um ein Höchstmaß an Authentizität auch in den atemberaubend choreographierten Tanzszenen zu gewährleisten, wurde die Rolle des Li mit dem Startänzer Chi Cao vom Birmingham Royal Ballet besetzt. Die Liebe zum Detail zahlte sich aus: „Maos letzter Tänzer“ erhielt mehrere internationale Preise und avancierte an den Kinokassen zu einem der zehn erfolgreichsten australischen Filme aller Zeiten.

Darsteller  Rolle
Bruce Greenwood Ben Stevenson
Kyle MacLachlan Charles Foster
Joan Chen Niang
Chi Cao Li, als Erwachsener
Amanda Schull Elizabeth
Wang Shuang Bao Dia
Chengwu Guo Li, als Teenager
Huang Wen Bin Li, als Kind
Aden Young Dilworth
Madeleine Eastoe Lori
Camilla Vergotis Mary
Penne Hackforth-Jones Cynthia Dodds
Jack Thompson Richter Woodrow Seals
und andere

 

Berlin, Schwurgericht. Zur Verhandlung steht der Abschuss eines Passagierflugzeugs durch den Luftwaffen-Major Lars Koch. Am 26. Mai um 20:53 Uhr geht im nationalen Lagezentrum für Sicherheit im Luftraum die Meldung der Entführung eines Passagierflugzeugs auf dem Weg von Berlin nach München ein. Der Entführer droht, die Maschine auf ein vollbesetztes Fußballstadion stürzen zu lassen. Sofort steigt eine Alarmrotte mit zwei Kampfjets auf. Zunächst versuchen sie, das Flugzeug abzudrängen, geben dann einen Warnschuss ab. Auf beide Manöver reagiert die Maschine nicht. Minutenlang fliegen die beiden Kampfjets neben dem Airbus her. Der Befehl zum Abschuss wird auch auf Nachfrage des Piloten Lars Koch nicht erteilt. Schließlich entscheidet er eigenmächtig, die Maschine abzuschießen. Alle Passagiere, darunter auch Kinder, sterben. Im Prozess geht es um die Frage: Darf man 164 unschuldige Menschen töten, um 70.000 zu retten? Die Anklage der Staatsanwältin lautet auf Mord an 164 Menschen. Lars Koch habe sich zum Herrn über Leben und Tod gemacht. Ein Leben kann niemals gegen ein anderes aufgewogen werden. Dagegen plädiert der Verteidiger auf Freispruch. Er sieht in seinem Mandanten keinen Mörder, sondern einen Helden, der 70.000 Menschen vor einem Terroranschlag gerettet und in einer ausweglosen Situation die Verantwortung übernommen hat. Bevor der Richter ein Urteil sprechen kann, muss er die Schöffen befragen – und das sind in diesem Verfahren die Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer.

Darf man 164 Menschen töten, um 70.000 zu retten? Durfte der Kampfpilot Lars Koch ein Passagierflugzeug abschießen, um zu verhindern, dass ein Terrorist diese auf ein vollbesetztes Fußballstadion stürzen lässt? Ist Lars Koch ein Held oder ein Mörder? Darüber verhandelt die große Strafkammer des Schwurgerichts Berlin. – Die Zuschauer werden zu Schöffen. Sie fällen das Urteil über Lars Koch. Ist er schuldig oder unschuldig?

Darsteller Rolle
Burghart Klaußner Vorsitzender Richter
Martina Gedeck Staatsanwältin Frau Nelson
Florian David Fitz Angeklagter Lars Koch
Lars Eidinger Verteidiger Herr Biegler
Jördis Triebel Nebenklägerin Franziska Meiser
Rainer Bock  Lauterbach
 und andere

 

Dido Elizabeth Belle, uneheliche Tochter eines Offiziers und einer afrikanischen Sklavin, wächst gemeinsam mit ihrer weißen Cousine auf dem herrschaftlichen Anwesen ihres Großonkels auf, des englischen Lord Oberrichters. Sie genießt eine gute Ausbildung und Erbschaft, doch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bleibt ihr der Hautfarbe wegen verwehrt. Das Werben eines Adeligen verspricht ihre Situation zu verbessern. Stattdessen verliebt sich Dido in den Sohn eines Vikars, einen Idealisten, der für die Abschaffung der Sklaverei kämpft. In den Augen des Lords ist das alles andere als eine gute Partie.
Bildmächtiges und bewegendes Melodram über ein schwarzes Mädchen in der englischen Gesellschaft des 18. Jahrhundert; nach einer wahren Begebenheit.

 

Darsteller  Rolle
Gugu Mbatha-Raw Dido Elizabeth Belle
Tom Wilkinson Lord Mansfield
Sam Reid John Davinier
Sarah Gadon Elizabeth Murray
Miranda Richardson Lady Ashford
Penelope Wilton Lady Mary Murray
Tom Felton James Ashford
James Norton Oliver Ashford
Matthew Goode Captain Sir John Lindsay
Emily Watson Lady Mansfield
Lauren Julien-Box junge Dido
Natasha Williams arme Frau
Alan McKenna Harry
Cara Jenkins junge Elizabeth
und andere

 

Catherine Stewart und ihr Mann David sind seit vielen Jahren glücklich verheiratet und führen ein Leben in Wohlstand. Sie besitzt als Gynäkologin eine elegante Praxis in Toronto, er ist ein renommierter Musikprofessor. Doch seit einer Weile fühlt Catherine sich zusehends verunsichert: Ihr jugendlicher Sohn Michael geht ihr aus dem Weg, bringt dafür aber seine attraktive Freundin über Nacht mit nach Hause, und David scheint bei jeder Gelegenheit mit jüngeren Frauen zu flirten. Als Catherine auf dem Handy ihres Mannes eine vermeintlich eindeutige SMS entdeckt, ist sie überzeugt, dass er sie betrügt. Doch anstatt ihn mit ihrem Verdacht zu konfrontieren, will sie ihn auf die Probe stellen. Sie beauftragt das junge Luxuscallgirl Chloe, mit David zu flirten. Sollte er darauf anspringen, wäre der Fall klar. Doch das Experiment nimmt einen unerwarteten Verlauf: Chloe berichtet Catherine, dass sie entgegen der Vorgabe auch Sex mit David hatte. In einer Mischung aus Entsetzen und Erregung lässt die Ehefrau sich genau schildern, was das Callgirl mit ihrem Mann gemacht hat. Obwohl Catherine die Sache abblasen will, erzählt Chloe ihr wenig später von einem weiteren, intimen Treffen mit David. Immer tiefer wird Catherine von der geheimnisvollen jungen Frau in einen Strudel aus Manipulation und Verführung hineingezogen. Erst als sie den Kontakt zu ihrem Lockvogel abbrechen und sich mit ihrem Mann aussprechen will, merkt sie, dass Chloe sich nicht so einfach aus ihrem Leben vertreiben lässt.

Der Regisseur Atom Egoyan wurde vor allem durch das Erotikdrama „Exotica“ und das in Cannes preisgekrönte Melodram „Das süße Jenseits“ bekannt. In „Chloe“ befasst er sich einmal mehr mit Themen wie Manipulation, gekauftem Sex und der Brüchigkeit menschlicher Beziehungen. Sein Film funktioniert gleichermaßen als packender Erotikthriller und als präzises Porträt einer in Routine erstarrten bürgerlichen Ehe. Hauptdarstellerin Julianne Moore liefert als sexuell frustrierte, zutiefst verunsicherte Ehefrau einmal mehr eine schauspielerische Meisterleistung. Amanda Seyfried begeisterte 2012 in dem Oscar-gekrönten „Les Misérables“ Kritik und Publikum.

Darsteller  Rolle
Julianne Moore Catherine Stewart
Liam Neeson David Stewart
Amanda Seyfried Chloe Sweeney
Nina Dobrev Anna
Max Thieriot Michael Stewart
Laura De Carteret Alicia
Meghan Heffern Miranda
R. H. Thomson Frank
Julie Khaner Bimsy
Mishu Vellan Rezeptionistin
und andere