Riva Krymalowski, Oliver Masucci, Carla Juri u.a. in

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Oscar-Preisträgerin Caroline Link verfilmte Judith Kerrs autobiografisch geprägten Bestseller einer jüdischen Familie auf der Flucht vor dem Holocaust. Der Kinofilm beschreibt auf berührende Weise die Kraft von Würde und Zusammenhalt aus der Perspektive eines Kindes. Die beim Dreh zehnjährige Hauptdarstellerin Riva Krymalowski zeigte bei ihrem Spielfilmdebüt eine grandiose Leistung. Zu dem hochkarätigen Cast gehörten der mehrfach ausgezeichnete Oliver Masucci und die international gefragte Schweizer Schauspielerin Carla Juri in den Elternrollen. Mit knapp einer Million Kinobesuchern verzeichnete der mehrfach prämierte Film ein starkes Einspielergebnis.

Berlin, im Januar 1933. Für die neunjährige Anna Kemper endet die Unbeschwertheit ihrer Kindheit durch Hitlers Machtergreifung. Ihr Vater Arthur, ein hoch angesehener Publizist, steht als jüdischer Intellektueller und überzeugter Demokrat auf den Verhaftungslisten der Nazis. Kurz vor Hitlers Wahlsieg setzt sich Arthur in die Schweiz ab, um seine Familie so schnell wie möglich nachzuholen. Anna, ihre Mutter Dorothea und ihr Bruder Max können bei ihrer Flucht nur wenig Gepäck mitnehmen. Ausgerechnet Annas Lieblingsspielzeug, ein rosa Kaninchen, bleibt zurück! Nicht nur dieser Verlust macht den Neuanfang in der Fremde schwer. Schlechte Nachrichten von Onkel Julius lassen jedoch keinen Zweifel daran, dass es kein Zurück nach Deutschland gibt.
Als die Kempers nach Paris weiterziehen, verstärken sich die Sorgen, denn Arthur hofft vergeblich auf lukrative Autorenengagements. Unterdessen tut sich Anna in der Schule mit der unbekannten Sprache überaus schwer. Der Rückhalt ihrer Familie gibt ihr aber die Kraft, sich zu behaupten.

Darsteller:in Rolle
Riva Krymalowski Anna Kemper
Oliver Masucci Arthur Kemper
Carla Juri Dorothea Kemper
Marinus Hohmann Max Kemper
Ursula Werner Heimpi
Justus von Dohnányi Onkel Julius
Judith Engel Fräulein Lambeck
André Szymanski Robert Stein
Anne Schäfer Rebecca Stein
Marie Goyette Madame Socrate
Luisa-Céline Gaffron Grete Hader
Martin Hug Lehrer Graupe
Michele Cuciuffo Redakteur Paris
Raban Bieling Junger Redakteur
Andreas Matti Schreibwarenhändler
Bertram Maxim Gärtner Deutscher Grenzbeamter
Hans-Caspar Gattiker Schweizer Grenzbeamter
Ingo Ospelt Arzt Zürich
Hannah Kampichler Vreneli Zwirn
Rahel Hubacher Mutter Zwirn
Peter Bantli Vater Zwirn
und andere

Deutschland, Schweiz 2019

Regie: Caroline Link
Drehbuch: Anna Brüggemann, Caroline Link
Kamera: Bella Halben
Musik: Volker Bertelmann

Laufzeit: 111 Minuten

  • Sonntag, 25. Dezember 202220:15 Uhr im Ersten