Berlin, Januar 1933: Mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler beginnt das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Charlotte Ritter ermittelt in einer Mordserie an ehemaligen Frontsoldaten. Verbindungen und Motive reichen in das Jahr 1918 zurück. Eine brisante Akte ist verschwunden, die Hitlers Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg in ein neues Licht rückt. Politischer Sprengstoff – und die Betroffenen scheinen vor nichts zurückzuschrecken, um die Akte in ihren Besitz zu bringen… auch nicht vor Mord. Als Gereon Rath plötzlich spurlos verschwindet, weiß Charlotte nicht, ob sie ihn je wiedersehen wird.
In der fünften Staffel von „Babylon Berlin“, frei nach Motiven des Romans „Märzgefallene“ von Volker Kutscher, kehren in den Hauptrollen Volker Bruch als Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter zurück.
Acht neue Episoden beleuchten die Tage zwischen Machtübernahme und Reichstagsbrand. „Babylon Berlin“ tanzt die letzten Tänze, feiert schillernde Nächte, reist nach Köln, nach Paris und kehrt immer wieder nach Berlin zurück. Ein letztes Aufbäumen, erste Abschiede: „Babylon Berlin“ begleitet vertraute Figuren aus der Nacht in das kalte Licht des Morgens. Die fünfte Staffel ist das Finale einer zehnjährigen Entwicklung. Ein Jahrzehnt brauchte es, um fünf Jahre deutscher Geschichte in einer bis dato so nie gesehenen Intensität lebendig werden zu lassen. Nach dem Beschwören von Asche und Staub, nach Tagen wie Gold sehen wir jetzt, wie der Faschismus dem Totentanz die Bühne bereitet. Nichts dabei geschieht von Geisterhand.
Folge 1
30. Januar 1933: Hindenburg ernennt Hitler zum Reichskanzler. Deutschland droht die Diktatur. Mitglieder des Widerstands treffen am Abend auf dem Berliner Presseball ein. Beim Tanz mit Gereon entdeckt Charlotte einen Mordverdächtigen unter den Gästen.
Dr. Forster steht unter dem Verdacht, seine Sprechstundenhilfe stranguliert zu haben. Kurz vor dem Zugriff verschwindet Forster – und mit ihm Gereon.
Folge 2
Dr. Forster hütet brisante Details über seinen Lazarett-Patienten Hitler. Charlotte ahnt: Die Nazis wollen den Psychiater aus dem Weg schaffen. So wie alle ihre Gegner. Immer mehr Menschen verschwinden. In der Burg übernehmen „nationale Kräfte“. Zuhause entdeckt Charlotte Gereons explosive Hinterlassenschaft. Noch immer fehlt jede Spur von ihm. Auf der Bühne der Mikado-Bar tanzt Charlotte gegen ihre Ängste an.
Folge 3
Charlotte fahndet nach Hitlers Krankenakte aus dem Jahr 1918. Goebbels inszeniert die Beerdigung eines SA-Manns als Staatsakt gegen „rote Mörder“. Göring ordnet massenhaft Verhaftungen an. Die SA durchdringt den Polizeiapparat. Oberkommissar Böhm macht eine Entdeckung, von der Charlotte unbedingt erfahren muss. Während die politische Abteilung von den Nazis unterwandert wird, ermitteln Böhm und Charlotte heimlich weiter.
Folge 4
Rücksprung: Dr. Forster, Gereon und dessen Bruder sind vom Presseball getürmt. Gereon begleitet Dr. Forster auf dessen Flucht nach Paris. Beim Zwischenstopp in Köln erleben sie eine turbulente Nacht im Karneval. Am Morgen fliegen die beiden auf Vermittlung von Gereons Vater als Adenauers Entourage nach Paris. Auf dem Flugfeld wartet der deutsche Botschafter mit einem Haftbefehl und im Café der Exilanten eine vertraute Melodie.
Folge 5
Gereon erwacht schwer misshandelt in einem Berliner SA-Gefängnis neben Publizist Heymann. Wer sich in der Burg gegen die Bewegung stellt, bekommt es mit Regierungsrat Wendt zu tun. Widerstand ist nur noch gut getarnt möglich. Frau Behnke (Fritzi Haberlandt) bereitet sich auf diese Rolle vor. Ein weiterer Ex-Patient aus Dr. Forsters Lazarett-Tagen ist tot. Böhm wittert eine Mordserie, wird aber von Wendt kaltgestellt.
Folge 6
Auf Schloss Lieberberg fiebert Nyssen dem Treffen mit Hitler entgegen. Gereon wird von Wendt auf freien Fuß gesetzt, muss jedoch weiter um sein Leben fürchten. Unter seinen Augen beginnt der Abtransport der Verhafteten aus dem SA-Gefängnis ins Lager. Unter ihnen Heymann und Kattelbach, die ihre Flucht vorbereiten. Ihr Plan scheitert. Zuhause erwartet Gereon ein Mordkommando der SA und die verzweifelt-wütende Charlotte.
Folge 7
27. Februar 1933. Für das Dinner auf Schloss Lieberberg verfolgen Rath, Wegener und der Armenier einen riskanten Plan. Zur gleichen Zeit bricht der junge Holländer van der Lubbe zum Reichstag auf. Mit einem SA-Ausweis ausgestattet, wird er die Wache passieren können. Böhm passt Charlotte am Wannsee ab, um sie zu warnen: Sie und Gereon dürfen auf keinen Fall in ihre Wohnung zurückkehren. Auch Witwe Behnke schließt eine Tür hinter sich.
Folge 8
Nyssen begrüßt seine Gäste aus Wirtschaft und Politik. Am Reichstag zündeln erste Flammen. Am Schloss detoniert eine Bombe. Wer jetzt eine Rede hält, ist dem Tod geweiht. Zu spät erkennt Rath den folgenschweren Irrtum der Stunde. Im Reichstag durchlebt er das Trauma seines Lebens ein zweites Mal. Wer den Flammen entkommt, muss morgen Deutschland verlassen. Das dunkle Zeitalter beginnt. Der Tanz ist vorüber.
