Insgesamt 140 Produktionen bewarben sich in 5 Kategorien um den am 9. November in Hannover vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Niedersachsen vergebenen Juliane Bartel Medienpreis.
Die Auszeichnung in der Kategorie „Fernsehen, Fernsehfilm und -serie“ ging an die ARD-Degeto-Komödie „Leberkäseland“. Regisseur Nils Willbrandt erzählt darin die Geschichte von Latife, einer jungen türkischen Frau, die zu Beginn der 1960er Jahre ihrem Mann, einem Zahnarzt, nach Deutschland folgt und dafür auf ihre akademische Karriere verzichtet. In ihrem neuen Zuhause herrscht noch ganz die klassische Rollenverteilung und die emanzipierte, fortschrittlich denkende Latife findet sich in ihrer neuen Umgebung zunächst nur schwer zurecht. Doch sie gibt nicht auf, erreicht gegen alle Widerstände ihr Ziel, kann ihre akademische Laufbahn fortsetzen und schließlich mit einem Professorentitel krönen.
Das Drehbuch zum Film entstand nach dem Roman „Tante Semra im Leberkäseland“ von Lale Akgün. Produziert wurde „Leberkäseland“ von Ziegler Film im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste.
Der nach der 1998 verstorbenen Hörfunk- und Fernsehmoderatorin Juliane Bartel benannte Preis richtet sich an Autorinnen und Autoren, „deren Fernseh-, Hörfunk oder Online-Beiträge ein differenziertes und geschlechtergerechtes Bild von Frauen und Männern zeichnen oder geschlechterspezifische Probleme schildern“.
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