Die besten Geschichten schreibt das Leben. Diese Binsenweisheit bewahrheitet sich aufs Amüsanteste in „Der große Buck Howard“ mit John Malkovich. Regisseur und Drehbuchautor Sean McGinly musste sich für seine Showbizkomödie gar keine Story ausdenken, er nahm kurzerhand seine eigenen, skurrilen Erfahrungen als Assistent eines legendären Magiers – „The Amazing Kreskin“ – als Vorlage. John Malkovich ist in der Titelrolle einmal mehr sensationell. Er spielt den abgehalfterten Magier als eitlen, arroganten und aufbrausenden Egozentriker, den man trotz aller Macken einfach lieben muss. In dem zurückhaltenden Colin Hanks, Sohn von Tom Hanks (der in einer kleinen Rolle als Troys Vater zu sehen ist), findet Malkovich den idealen Gegenpol. Wenngleich von der Selbstfindung des jungen Troy erzählt wird, bietet „Der große Buck Howard“ über weite Strecken vor allem eine filmische Verneigung vor jenen traditionellen Entertainern, die sich auf Tingeltouren abrackern, ihren Job mit Herzblut machen und denen Individualität wichtiger ist als ein Fernsehauftritt:
Troy Gable hat die Nase voll von den bürgerlichen Plänen, die sein Vater für ihn geschmiedet hat. Dem jungen Mann steht der Sinn nach einer kreativen Laufbahn. Also hängt er sein ungeliebtes Jura-Studium kurz entschlossen an den Nagel, um in Los Angeles als Autor Karriere zu machen. Da sich diese Kunst schon bald als recht brotlos erweist, nimmt er einen Job bei dem Mentalisten Buck Howard an. Als persönlicher Assistent begleitet er den exzentrischen Künstler, der es hasst, profan als Zauberer bezeichnet zu werden, auf einer Tournee durch die USA. Allerdings tritt Howard nicht in den prachtvollen Theatern der Metropolen auf – der einstige Superstar hat seine große Zeit schon lange hinter sich. Er tingelt durch die Provinz und führt seine Tricks in halbleeren Gemeindesälen vor. An seinem maßlosen Selbstvertrauen ändert das nichts: Buck Howard weiß um seine Fähigkeit, die Menschen zu begeistern. Und obwohl er Troy schlecht bezahlt und respektlos behandelt, zeigt auch der sich immer faszinierter von dem charismatischen Vollblutentertainer. Nicht nur das: Im Verlauf der ereignisreichen Tournee entwickelt sich zwischen den beiden gegensätzlichen Männern eine eigentümliche Freundschaft. Mit Unterstützung der hübschen PR-Agentin Valerie will Troy seinem Mentor dabei helfen, noch einmal ein fulminantes Comeback zu landen. Monatelang tüftelt Buck an einer spektakulären, nie dagewesenen Nummer. Das Comeback gelingt, dann aber geschieht bei einem großen Auftritt in Las Vegas etwas vom Meister Unvorhergesehenes.
| Darsteller | Rolle |
| John Malkovich | Buck Howard |
| Colin Hanks | Troy Gable |
| Emily Blunt | Valerie Brennan |
| Ricky Jay | Gil Bellamy |
| Tom Hanks | Troys Vater |
| Debra Monk | Doreen |
| Griffin Dunne | Johnathan Finerman |
| Adam Scott | Alan Berkman |
| Patrick Fischler | Michael Perry |
| Wallace Langham | Dan Green |
| Steve Zahn | Kenny |
| Jonathan Ames | Edward Kelly |
| Jacquie Barnbrook | Sheila Heller |
| Terry Scannell | Kip |
| Sandy Martin | Hotelangestellte |
| Michael Winslow | Michael Winslow |
| Stacey Travis | Cindy Crown |
| Mary Hart | Mary Hart |
| Regis Philbin | Regis Philbin |
| Kelly Ripa | Kelly Ripa |
| Jay Leno | Jay Leno |
| Tom Arnold | Tom Arnold |
| Dave Attell | Carl |
| und andere |