Abgedreht: „Blöd gelaufen – Danke für den Abschied“ (AT)

v.l.n.r.: Roman Knižka, Sabine Waibel, Regisseur Dirk Kummer, Kameramann Mathias Neumann, Julia Koschitz, Heino Ferch – Foto:  ARD Degeto | Thorsten Jander

 

Wie bringt man einen Verstorbenen unter die Erde, dessen Leichnam nicht auffindbar ist? Da hat man endlich den gröbsten Schmerz überwunden und dann muss man – nach monatelangem Warten auf die Sterbeurkunde – mit engstirnigen Beamten über die staatlich verordnete Anwesenheitspflicht von Leichen in öffentlichen Gräbern streiten… In dieser völlig absurden Situation auf irgendeinem Amt in Hamburg stoßen die Witwe Clara (Julia Koschitz) und der Witwer Ulf (Heino Ferch) zufällig aufeinander. Nach dieser zufälligen Begegnung stellt sich im Laufe der tragisch-komischen Geschichte die Frage, wie gut man seine Lebenspartner eigentlich kennt, ob die Wahrheit immer einfach und Weglaufen wirklich eine Option ist.

Unter der Regie von Grimme-Preisträger Dirk Kummer wurden Dreharbeiten für die ARD-Degeto-Komödie „Blöd gelaufen – Danke für den Abschied“ (AT)  nach Unterbrechung im März am 24. Juni 2020 erfolgreich beendet. Auf ironisch-sarkastische Weise spielt der Film, nach einem Drehbuch von Uli Brée, mit den Themen von Trauer, Betrug und neuer Liebe. Gedreht wurded bis zum 24. Juni in Hamburg und Umgebung. Neben Julia Koschitz und Heino Ferch sind in weiteren Hauptrollen Roman Knižka, Sabine Waibel, Ursula Werner und Gerhard Garbers zu sehen.

Zum Inhalt: Mitten im Spießrutenlauf durch die bürokratischen Fallstricke der deutschen Bestattungsrichtlinien lernen sich die Witwe Clara (Julia Koschitz) und der Witwer Ulf (Heino Ferch) kennen.  Zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Sie, die verschnupfte und daher vorübergehend erfolglose Parfümeurin, die aber alle anderen Lebenssituationen mit Pragmatismus und Zielorientiertheit meistert. Er, der erfolgreiche Bestseller-Autor und Frauenversteher, der im Alltag jedoch mit zwei linken Händen geschlagen ist und seit dem Tod seiner Frau unter einer Schreibblockade  leidet. Was sie eint, ist die Trauer um ihre Lebenspartner, die vor drei Monaten gestorben sind, und der verzweifelte Versuch, sie für tot erklären zu lassen, damit sie endlich loslassen können. Denn weder der Leichnam von Ulfs Ehefrau Anke (Sabine Waibel) noch der von Claras Ehemann Enno (Roman Knižka) wurden je gefunden. Was wie ein unglücklicher Zufall scheint, ist in Wahrheit von langer Hand geplant. Denn die beiden „Verstorbenen“ kennen – und lieben! – sich schon seit geraumer Zeit. Mit ihrem vorgetäuschten Ableben und einer hübschen Summe Geld wollen sie sich aus dem Staub machen und ins Ausland absetzen. Doch wie das Schicksal so spielt, kommt alles anders als gedacht und schon bald befinden sich alle vier Akteure wieder in Hamburg und das Katz- und Mausspiel beginnt…

„Blöd gelaufen – Danke für den Abschied“ ist eine Produktion der LETTERBOX FILMPRODUKTION im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste. Produzentin ist Sabine Timmermann. Die Redaktion verantwortet Carolin Haasis (ARD Degeto).