Abgedreht: „Kruso“ – UFA FICTION | MDR | ARD Degeto

v. l. n. r.: Peter Schneider (Rolle Rimbaud), Jonathan Berlin (Rolle Ed), Regisseur Thomas Stuber und Albrecht Schuch (Rolle Kruso) – Foto: MDR | Lukas Šalna

„Wenn du die Freiheit nicht in dir findest, findest du sie nirgendwo.“

Von Anfang September bis Anfang November fanden die Dreharbeiten für die filmische Adaption des Romans „Kruso“ von Lutz Seiler statt, der 2014 mit dem Uwe-Johnson-Preis sowie dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. „Kruso“ erzählt von der Utopie der Freiheit, die im letzten Sommer vor dem Zusammenbruch der DDR 1989 auf der legendenumwobenen Insel Hiddensee eine kleine Gruppe Aussteiger zu leben sucht. Hiddensee galt in der DDR als ein Ort für Andersdenkende, Intellektuelle, Künstler, Systemkritiker, ein „Sehnsuchtsort der Freiheit“.

Regie führte Thomas Stuber („Herbert“, „Tatort: Verbrannt“), das Drehbuch schrieb Thomas Kirchner („Der Turm“). Für die Kamera zeichnet Nikolai von Graevenitz verantwortlich. Albrecht Schuch spielt Kruso; Jonathan Berlin ist als Ed zu sehen. In weiteren Rollen spielen Andreas Leupold, Peter Schneider u.v.a.m. Gedreht wird bis Anfang Oktober 2017 u. a. in Litauen.

Zum Inhalt: „Kruso“ handelt von der Männerfreundschaft zwischen Ed (Jonathan Berlin) und Kruso (Albrecht Schuch), die als Teil einer Gruppe von Aussteigern die Gaststätte „Zum Klausner“ auf Hiddensee betreiben. Die Ostseeinsel wird zum Rettungsanker für Menschen auf der Suche nach einer neuen Lebensperspektive. Vor der magischen Kulisse der Insellandschaft, in der geschlossenen Gesellschaft des Abwasch- und Kellnerpersonals eines Ausfluglokals, verdichten sich einzelne menschliche Schicksale und die großen Umbrüche eines politischen Systems zur Geschichte einer großen Freundschaft, deren Traum kühner ist als politische Systeme. Als immer mehr Menschen im Sommer 1989 die DDR verlassen, wird auch der „Klausner“ immer leerer und aus der schützenden Arche wird ein sinkendes Schiff, bei dem am Ende nur noch Kruso und Ed an Bord sind.

„Kruso“ ist eine UFA FICTION-Produktion in Koproduktion mit dem MDR und der ARD Degeto für Das Erste, gefördert durch die Mitteldeutsche Medienförderung, unterstützt durch das Lithuanian Film Centre. Die Redaktion liegt federführend bei Jana Brandt und Stephanie Dörner (MDR), Redakteurin bei der ARD Degeto ist Claudia Grässel. Produzenten sind Benjamin Benedict und Nico Hofmann, Producer ist Martin Bromber. Der Dreh dauert bis Anfang Oktober 2017. Sendetermin voraussichtlich im dritten Quartal 2018 im Ersten.