Deutsches FernsehKrimi-Festival 2017: Auszeichnungen für „Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ und „Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch“

Ulrike C. Tscharre und Jurymitglied Florian Bartholomäi – Foto: Martin Ohnesorge

Am Freitag, den 10. März wurden die Preise des diesjährigen Deutschen FernsehKrimi-Festivals in Wiesbaden vergeben.

Die Auszeichnungen für die besten darstellerischen Leistungen gingen an:

Ulrike C. Tscharre für „Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“

Ulrike C. Tscharre wurde für ihre Rolle der Polizistin Hanna Landauer geehrt, die an der Seite von Sven Schröder (Ronald Zehrfeld) einen entflohenen Gewaltverbrecher über die Grenzen hinweg verfolgt.

Die Jury lobt die Leistung der Schauspielerin: „Sie schafft es, scheinbar mühelos und klug dosiert eine natürliche, unaufgeregte Autorität in einer Männerwelt zu verkörpern. Dabei gelingt es ihr, ohne die vermeintlichen Waffen der Frau, der Figur eine Weichheit zu bewahren. Durch kluge schauspielerische Entscheidungen meistert sie diese Gratwanderung und vermittelt uns eine melancholische Leichtigkeit, von der wir begeistert waren.“

„Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ ist eine Koproduktion der Wiedemann & Berg Television mit der ARD Degeto und dem WDR für Das Erste. Regie führte Dominik Graf nach einem Drehbuch von Rolf Basedow. Die Redaktion liegt bei Katja Kirchen (ARD Degeto), Sascha Schwingel (ARD Degeto) und Frank Tönsmann (WDR).

Florian Lukas für „Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch“

Florian Lukas erhielt die Auszeichnung für die Darstellung des Fahnders Paul Winter, der Ende der 1990er Jahre in Thüringen nach drei untergetauchten Rechtsextremisten des NSU suchen soll und dabei auf unerwartete Widerstände stößt.

Das Urteil der Jury: „Florian Lukas trägt den Film, bewältigt mühelos die Zeitsprünge, zieht einen mit seiner eindrucksvollen Art des Spiels in jedem Moment emotional in die sehr komplexe Geschichte. Er lässt einen teilnehmen und erfühlen, die Wut, die Ohnmacht, die Fassungslosigkeit und Empathie. Gebannt schaut man Florian Lukas bei seinem klugen, tiefgründigen Spiel zu.“

„Die Ermittler – Nur für den Dienstgegrauch“ – dritter Film der ARD-Trilogie „Mitten in Deutschland: NSU“ – ist eine Produktion von Gabriela Sperl für Wiedemann & Berg im Auftrag von BR, ARD Degeto und MDR für Das Erste. Regie führte Florian Cossen nach einem Buch von Rolf Basedow, Christoph Busche und Jan Braren. Die Redaktion liegt bei Claudia Simionescu (BR), Harald Steinwender (BR), Christine Strobl (ARD Degeto) und Johanna Kraus (MDR).

Geehrt für seine Arbeit an den beiden Filmen wurde außerdem Drehbuchautor

 Rolf Basedow

Er erhielt den Sonderpreis für eine herausragende Einzelleistung für „Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“, „Die Ermittler – Nur für den Dienstgebrauch“ sowie „Lotte Jäger und das tote Mädchen“ (ZDF).

Die Jury würdigt die außergewöhnliche Autorenleistung: „Sein Werk ist geprägt von interessanten und relevanten Stoffen, ausnahmslos exzellent recherchiert. Rolf Basedow stellt sich der Komplexität unserer Welt und nimmt uns in seiner klugen Neugier mit auf die Abenteuerreise in die Vielschichtigkeit unserer oft widersprüchlichen Gesellschaft.“

Alle Auszeichnungen im Überblick finden Sie hier.