Was passiert mit Menschen, wenn die Zerstörungskräfte von Chaos, Hass und Gewalt entfesselt werden? Mit Gespür für die wachsende Aktualität dieser Frage adaptiert der Mehrteiler die gleichnamige Krimivorlage des Autors, Bürgerrechtlers und Humanisten Pavel Kohout, die im okkupierten Prag der letzten Kriegstage 1945 spielt. Jonas Nay als junger tschechischer Kripobeamter und Nicholas Ofczarek als sein desillusionierter Gestapo-Aufpasser jagen einen „Witwenmörder“, während Devid Striesow als überzeugter Nazi das Unrechts-Reich bis zum letzten Atemzug am Leben halten will. Konsequent löst Regisseur Christopher Schier vereinfachende Gut-Böse-Schemata und Heldenerzählungen auf, um die wahre Kraft persönlicher Haltung ins Zentrum zu rücken.
Folge 1, 20:15
Prag, März 1945: Die Alliierten rücken näher, doch noch herrschen die NS-Besatzer über die Stadt. Nach dem Mord an einer deutschen Offizierswitwe übernehmen Hauptkommissar Beran und seine „rechte Hand“ Jan Morava den Fall, der strenger Geheimhaltung unterliegt. Denn NS-Befehlshaber Meckerle wittert einen subversiven Akt des Widerstands. Unter den wachsamen Augen des Gestapomanns Buback tritt Morava eine heikle Mission an …
Folge 2, 21:00 Uhr
NS-Befehlshaber Meckerle drängt auf Ergebnisse, setzt aber in einer weiteren, sehr delikaten Angelegenheit ganz auf Buback: Der Gestapomann muss ihn als Abendbegleiter seiner heimlichen Geliebten, der Schauspielerin Marleen Baumann, vertreten. Unterdessen geht die Verbrechensserie weiter – und Ermittler Morava beschließt, dem „Witwenmörder“ eine Falle zu stellen. Als Lockvogel meldet sich seine Kollegin und Verlobte Jitka.
Folge 3, 21:45 Uhr
Ein schwerverletzter Lockvogel, ein toter Beamter – der Täter entkommen! Eine bittere Bilanz für den unter Schock stehenden Morava und seinen „Aufpasser“ Buback. Zudem brodelt es in Prag, ein Aufstand bahnt sich an. So sehr die Ermittler auch den Druck erhöhen, es scheint aussichtlos, den Mörder in seinem neuen Versteck aufzuspüren. Indes fürchtet Marleen um ihr Leben. Um sie zu retten, fasst der Gestapomann einen riskanten Plan.
Folge 4, 22:30 Uhr
Prag erhebt sich, doch NS-Befehlshaber Meckerle hält eisern Kurs in den Untergang! Um seine Geliebte aus der Stadt zu bringen, wendet sich Buback an Hauptkommissar Beran, den Kopf des Widerstands. Dieser knüpft Bedingungen an seine Hilfe. In den Wirren der Straßenkämpfe wechselt der flüchtige „Witwenmörder“ die Identität, um zu entkommen. Dabei unterläuft ihm ein Fehler, der Morava auf seine Spur bringt.