Josefin Asplund, Ardalan Esmaili, Eva Melander u.a. in:

Snow Angels – Spuren im Schnee

Während in Stockholm am Vorabend zum Weihnachtsfest ein Schneesturm tobt, findet eine junge Mutter keine Ruhe. Seit Tagen schreit ihr fünf Wochen alter Säugling. Ihr Mann Salle ist unterwegs. Er muss Geld verdienen, das in der Familie knapp ist. Sie hatte ihn dringend gebeten, an diesem Abend zu Hause zu bleiben. Nun ist sie alleine mit dem schreienden Kind und seiner fünfjährigen schwerhörigen Schwester. Als Jenni es nicht mehr aushält, nimmt sie Tabletten und schläft ein. Nun ist Nicole alleine mit ihrem kleinen schreienden Bruder Lucas. Und wie immer, wenn ihr alles zu viel wird und zu laut, schaltet sie ihr Hörgerät ab und versinkt in Stille. Als Jenni am nächsten Morgen wieder zu sich kommt, ist Lucas verschwunden. Es beginnt eine nervenzerreißende Suche nach dem verschwundenen Säugling. Und es stellt sich die Frage: Wer steckt letztlich hinter seinem Verschwinden und wer trägt die Schuld.
Autorin Mette Heeno und Regisseurin Anna Zackrisson bieten in dieser schwedisch-dänischen Serie nicht nur einen spannenden Kriminalfall, sondern auch ein äußerst vielschichtiges Gesellschaftsdrama das Elternschaft, Kinderwunsch und Verantwortung aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln thematisiert. Im Zentrum stehen dabei die „Vikings“-Darstellerin Josefin Asplund als Jenni, Maria Rossing als Kinderkrankenschwester, die es sich zur Aufgabe macht, mit allen Mitteln für das Wohl kleiner Kinder zu sorgen, sowie die aus der Rebecka-Martinsson-Krimireihe bekannte Eva Melander als selbstbewusste Ermittlerin, die den Fall „Lucas“ trotz aller eigener Probleme vorantreibt. Den Vater des verschwundenen Kindes spielt Ardalan Esmaili, der als Mann mit prekärer Beschäftigung alles versucht, um seiner Familie eine Perspektive zu bieten. Exzellente Schauspielleistungen und die brillante Bildgestaltung prägen den melancholischen Grundton der sechs Episoden.

Folge 1: Ohne Erinnerung

In Stockholm verschwindet in der Nacht zu Heiligabend der fünf Wochen alte Lucas. Jenni, die Mutter des Säuglings, weiß nach dem Aufwachen nicht, was passiert sein könnte. Sie nimmt schwere Schlafmittel und hatte einen Filmriss. Zunächst hofft Jenni, ihr Partner Salle könnte mit dem Baby unterwegs sein oder es zu ihrer Mutter Kajsa gebracht haben. Zusammen mit ihrer Tochter Nicole macht sich Jenni auf die Suche. Als Salle einige Stunden später – ohne Lucas und völlig verstört – nach Hause kommt, ist Jenni außer sich vor Sorge. Dennoch zieht sie ihre Vermisstenmeldung zurück, denn Salle glaubt zu wissen, wo er Lucas findet. Die erfahrene Polizeibeamtin Alice ist dennoch misstrauisch. Sie vermutet, dass die Eltern lügen, und geht mit ihren Kollegen, trotz der Feiertage, einem schrecklichen Verdacht nach

Folge 2: Liebe und Tod

Stockholm im November, 51 Tage vor dem Verschwinden des Säuglings Lucas. Jenni erlebt mit Lucas eine schwere Schwangerschaft. Sie leidet unter Schlaflosigkeit, schleppt sich apathisch durch den Tag und fühlt sich überfordert. Um Tochter Nicole muss sich ihr Partner Salle kümmern. Er ist mit der Doppelbelastung – seinem Job als Koch und der Vaterrolle – am Limit. Seine Schwiegermutter Kajsa, die Salle um Unterstützung bittet, weigert sich, ihm zu helfen. Unterdessen bekommt die Kopenhagener Kinderkrankenschwester Maria von ihrer Cousine Anika das Angebot, nach Stockholm zu ziehen und dort mit ihr zu arbeiten. Bei ihrem aktuellen Job setzen der Konflikt mit einer Mutter, die sich bei ihrem unterernährten Kind nicht helfen lässt, und die mangelhafte Unterstützung aus dem eigenen Team der idealistischen Kinderkrankenschwester zu. Noch zögert sie aber, in Schweden einen Neuanfang zu wagen.

Folge 3: Eiskalte Stille

1. Dezember, 22 Tage vor dem Verschwinden von Lucas. Jenni kann es kaum erwarten, nach der Entbindung endlich wieder zu feiern. Während die junge Mutter zu Hause eine Ausschweifende Party schmeißt, steht der neugeborene Lucas im Kinderwagen vor der Tür ihrer Wohnung – trotz winterlicher Eiseskälte! Als Jennis Partner Salle am späten Abend von der Arbeit kommt, merkt er sofort, dass seine Frau unter Drogen steht. Für Salle, der seine Familie mit zwei Jobs durchzubringen versucht, ist klar, dass es so nicht weitergeht. Um die Familie soll sich nun auf Anordnung der Behörden die Kinderkrankenschwester Maria kümmern. Bei ihren Hausbesuchen erlebt sie jedoch auf erschreckende
Weise, dass die Eltern zwar überfordert sind, aber keine Hilfe annehmen möchten. Salle versucht, eine eigene Lösung zu finden. Er lässt sich auf einen dubiosen Vorschlag seines Chefs, des Taxiunternehmers Patrik, ein.

Folge 4: Schrecklicher Verdacht

Wenige Stunden nach dem Verschwinden des fünf Wochen alten Lucas fällt der Verdacht auf seine Eltern. Während die Mutter Jenni festgenommen wird, ist der Vater Salle auf der Flucht. Für die Polizei beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Selbst mit einer Hundestaffel gelingt es jedoch nicht, die Spur des Säuglings aufzunehmen, der bei winterlichen Minusgraden im Freien nicht lange überleben würde. Kommissarin Alice und ihr Kollege Stellan versuchen vergeblich, von Jenni mehr über die Nacht seines Verschwindens zu erfahren. Die von Schlafmitteln abhängige Mutter behauptet weiterhin, sich an nichts zu erinnern. Die engagierte Kinderkrankenschwester Maria versteckt indes eine schwangere Ausreißerin bei sich. Obwohl die Polizei bereits nach der 14-jährigen Emma sucht, glaubt Maria, ihr besser helfen zu können als staatliche Behörden.

Folge 5: Gestohlene Zeit

Während die Suche nach dem Säugling Lucas weitergeht, sitzen seine Eltern voneinander getrennt in Untersuchungshaft. Salle gesteht einen Raubüberfall mit Todesfolge in der Tatnacht. Er bestreitet aber, etwas mit dem Verschwinden seines Sohnes zu tun zu haben. Kommissarin Alice  vermutet, dass der Verdächtige nicht die ganze Wahrheit sagt. Als es eine überraschende Nachricht in dem Vermisstenfall gibt, tauchen neue Ungereimtheiten auf. Dem plötzlichen Geständnis von Jenni schenkt die erfahrene Ermittlerin jedoch keinen Glauben. Unterdessen fasst die Kinderkrankenschwester Maria einen Entschluss: Sie will das Baby der Ausreißerin Emma heimlich als Hausgeburt auf die Welt bringen. Die 14-Jährige hat zwar Angst, lässt sich aber darauf ein.

Folge 6: Tiefe Wasser

Die Aussage von Lucas’ Schwester Nicole führt zu einem neuen Verdacht: Jetzt weiß die Polizei, welchen „Engel“ das Mädchen in der Tatnacht gesehen haben könnte. Kommissarin Alice ist wegen des Seitensprungs mit ihrem Assistenten Stellan zwar suspendiert, ermittelt aber auf eigene Faust weiter. Die erfahrene Polizistin zweifelt immer noch an dem Geständnis von Jenni, die sich die Schuld an dem Verschwinden ihres Babys gibt. Um die Wahrheit in dem scheinbar bereits gelösten Fall zu finden, macht sich Alice auf die Suche nach Lucas’ Kinderkrankenschwester Maria, die vergeblich Versäumnisse der überforderten Eltern gemeldet hatte. Dass Maria die 14-jährige Ausreißerin Emma und deren Neugeborenes bei sich versteckt, weiß die Ermittlerin nicht. Maria ahnt indes, dass die Polizei bald bei ihr anklopfen wird. Um ihre Pläne durchzuziehen, bleibt ihr nur wenig Zeit.

Sechs Epsoden á 55 Minuten
Schweden, Dänemark 2021
Originaltitel: Snöanglar

Regie: Anna Zackrisson
Redaktion ARD Degeto: Sebastian Lückel, Lea Berg
Drehbuch: Mette Heeno
Kamera: Andréas Lennartsson ( FSF)
Musik: Brockas
Produktion: Yellow Bird

Darsteller*in Rolle
Josefin Asplund Jenni
Ardalan Esmaili Salle
Eva Melander Alice
Maria Rossing Maria
Cecilia Nilsson Kajsa
Nikole Baronas Nicole
Mattias Nordkvist Patrik
Ylvali Rurling Emma
Pablo Leiva Wenger Mikael
Shanti Roney Martin
Siham Shurafa Tova
Albin Grenholm Stellan
Niklas Herskind David
Lola Zackow Ida
Jimmy Lindström Carl
Isabelle Kyed Malin
Jonatan Blode Robert
Janus Nabil Bakrawi Per
Johanne Louise Schmidt Anika
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